Preis für Queerblick

Die Regenbogenfahne wehte am letzten Freitag weithin sichtbar vor dem Dortmunder Rathaus. Grund dafür war die Preisverleihung durch die Initiative "365 Orte im Land der Ideen" an den schwul-lesbischen Verein "Queerblick".

Von und für Jugendliche

Vor zwei Jahren ging "Queerblick" auf Sendung und hat seitdem im Internet sowie im TV-Lernsender NRW zahlreiche Kurzfilme zu schwulen, lesbischen und transidenten Themen veröffentlicht. Gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen verläuft das Projekt auf ehrenamtlicher Basis und vermittelt den Teilnehmenden sowohl Medienkompetenz, als auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität.

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau gratulierte den beiden strahlenden Vertretern von "Queerblick", Falk Steinborn und Paul Klammer, für ihren "unbeirrten Glauben an eine gute Idee und ihre konsequente Umsetzung" und hob hervor, dass "'Queerblick' es sich auf die Fahne geschrieben hat, das Gefühl zu vermitteln, dass es gut ist, schwul, lesbisch, bisexuell oder transident zu sein". Dies vermittle den überwiegend jungen Zuschauern "positive Beispiele und starke Vorbilder", so Sierau in seiner Ansprache. Dass bereits im letzten Jahr ein homosexuelles Projekt - der schwule Gesundheitsladen Pudelwohl - die begehrte Auszeichnung "Ausgewählter Ort im Land der Ideen" erhalten hatte, wertet der Oberbürgermeister der Ruhrmetropole als Beleg dafür, dass "Dortmund sich immer mehr als Stadt der Vielfalt und Toleranz profiliert".

"Originalität und Innovationskraft"

Sven Olderdissen, der den Preis im Namen der Deutschen Bank AG (Kooperationspartner der Initiative) überreichte, betonte in seiner Laudatio die "Originalität und Innovationskraft" des Projektes. In die Reihe der Gratulanten reihte sich im Zuge der Preisverleihung sogar Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mittels Videobotschaft ein.

Nachdem "Queerblick" in diesem Jahr bereits im Wettbewerb "Ideen, Initiative, Zukunft" der Drogeriemarktkette dm und der Deutschen UNESCO-Kommission ausgezeichnet wurde, geht es Anfang Mai zu einer weiteren Preisverleihung im Rahmen des Wettbewerbs "Schwule Lesbe".
Falk Steinborn, Gründer von "Queerblick", war nach der Preisverleihung und der anschließenden Aufzeichnung einer neuen Ausgabe der Sendung direkt aus dem Dortmunder Rathaus, sichtlich stolz: "Der große Erfolg und die heutige Auszeichnung für unsere Arbeit motiviert uns natürlich sehr, weiterzumachen und das Projekt noch weiter voran zu bringen", so Steinborn gegenüber inqueery.de.
 
Am 06.05. startet "Queerblick" die Fernsehwerkstatt im Dortmunder Sunrise. Jeder Jugendliche, egal ob schwul, lesbisch, bisexuell, transident oder hetero hat dann die Möglichkeit, den Verein kennenzulernen und gemeinsam mit anderen jungen Erwachsenen queere Themen filmisch umzusetzen.

Hier geht’s zur Website von Queerblick.

Bookmark and Share
Das könnte dich auch interessieren


 

Mein inqueery