Viagra und Alkohol

Hoher Alkoholgenuss beeinflusst ungünstig

Von Natur aus ist Alkohol als Nervengift zu definieren. Ab 0,5 Promille lähmt diese Substanz Gehirn und Nerven. Infolge dessen wird die Reaktions- und Koordinationsfähigkeit stark herabgesetzt.

Diese Wirkungsweise dominiert auch den erwünschten Effekt von Viagra. So wird die notwendige Kommunikation zwischen Gehirn und dem männlichen Geschlechtsorgan unterbrochen, da die Nervenbahnen nicht mehr angemessen reagieren.

Auch die notwendige Wechselwirkung von PDE-5 und cGMP wird unterbunden. Entsprechend wird die Erektionsfähigkeit des Mannes erschwert. Im Extremfall ist eine Erektion überhaupt nicht mehr möglich. Nicht zuletzt wird auch die für eine Erektion notwendige Empfindlichkeit der Genitalien stark reduziert.

Von diesen Ursachen abgesehen verringert Alkohol den intensiven Bluteinstrom in den Penis. Aufgrund dessen ist eine Erektion nur schwer möglich und verliert oft an Qualität.

Schlussendlich behindern sich PDE-5 und Alkohol gegenseitig. Fachärzte raten vom Alkoholkonsum in Kombination mit Viagra ab, da sich vor allem auch Nebenwirkungen wie Gesichtsrötungen, Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Müdigkeit signifikant verstärken können.

Vorsicht geboten bei Herzerkrankungen

Ursprünglich wurde Sildenafil gegen koronare Herzerkrankungen entwickelt. Auch heute wirkt Viagra blutdrucksenkend. Diese Wirkungsweise kann durch einen gleichzeitigen Alkoholgenuss verstärkt werden. Da während dessen die Herzfrequenz jedoch steigt, können starke Schwindelanfälle oder Kreislaufbeschwerden folgen. Nicht zuletzt vermindern diese die sexuelle Leistungsfähigkeit. Auch die Libido sinkt dadurch.

Konsequenzen für den Alltag mit Viagra

Die Realität sieht oftmals etwas anders aus. Der sexuelle Kontakt findet nicht selten unter Alkoholeinfluss statt, sei es das gepflegte Glas Rotwein oder der eine oder andere Drink in der Bar oder dem Club.

Es bleibt also festzuhalten: In keinem Fall sollten große Alkoholmengen direkt vor oder nach der Einnahme von Viagra konsumiert werden. Der Fokus dieser Einschränkung liegt dabei vorrangig auf einem deutlich erhöhten Risiko, dass sich eigentlich schwache Nebenwirkungen in starke Beschwerden verwandeln können. Entsprechend sollten alkoholische Getränke verantwortlich konsumiert werden. Sollte dies nicht möglich sein, ist von der Einnahme Viagras dringend abzuraten.

Hinzu kommt, dass die körperliche Sensibilität durch den Alkoholgenuss stark dezimiert wird. Entsprechend geht die sexuelle Lust und der Genuss des Erlebens durch Alkohol verloren. Letzteres gilt selbstverständlich unabhängig davon, ob das Medikament Viagra eingenommen wird oder nicht.

Aufgrund der lähmenden Wirkung von Alkohol besteht nicht zuletzt auch die Gefahr, dass es zu einer ungünstigen Überdosierung des Medikamentes kommt. Grundsätzlich ist nur die vom Arzt verordnete Maximaldosis einzunehmen. Dies gilt nicht nur dann, wenn weitere Grunderkrankungen vorliegen. Pro Tag verträgt der menschliche Körper maximal 100 Milligramm Sildenafil.

 

Quellen:

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