Augspurg-Heymann-Preis verliehen

Die Preisverleihung des Augspurg-Heymann-Preises für couragierte Lesben ist in diesem Jahr von Köln nach Düsseldorf umgezogen - genauer gesagt in die Villa Horion, dem Sitz des Landtagspräsidenten. Dieser Schritt beweist einmal mehr die Unterstützung schwul-lesbischer Projekte durch die rot-grüne Landesregierung.

Vertreterin vom DFB

Charmant führte Ann Marie Krewer durch einen kurzweiligen Nachmittag, bei dem sich Vertreterinnen und Vertreter aus diversen schwul-lesbischen Netzwerken in NRW ein Stelldichein gaben. Stellvertretend für Emanzipationsministerin Barbara Steffens hielt Staatssekretärin Marlis Bredehorst (die selbst in Eingetragener Lebenspartnerschaft lebt) ein Grußwort und gratulierte der diesjährigen Preisträgerin, Tanja Walther-Ahrens, für ihre erfolgreiche Arbeit im Kampf gegen Homophobie im Fußball.

Auch der DFB hatte mit der Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg eine ranghohe Vertreterin entsendet, die in ihrer Rede einmal mehr auf die emanzipatorische Wirkung des Frauenfußballs und die Wichtigkeit des Kampfes gegen gesellschaftliche Diskriminierung hinwies.

"Mangelnde Selbstverständlichkeit"

Maren Kroymann, die Gewinnerin des letzten Jahres, grüßte per Videobotschaft - und bemängelte (ähnlich wie bereits Mirjam Müntefering, die Preisträgerin 2009) die geringe mediale Resonanz bezüglich des Preises von Seiten der etablierten Medien. Allein das zeige bereits die "mangelnde Selbstverständlichkeit der Öffentlichkeit im Zusammenhang mit lesbischem Leben", so Kroymann. Somit sei der Preis weiterhin eine gute Möglichkeit, für lesbische Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit zu sorgen, so die Schauspielerin.

Tanja Walther-Ahrens schließlich nahm den Preis unter tosendem Applaus und Standing Ovations entgegen und dankte in ihrer Rede Theo Zwanziger, der mit seinem Eintreten gegen Homophobie im Fußball "viele Türen geöffnet" habe. Mit Tanja Walther-Ahrens, die mit Kind und Lebenspartnerin nach Düsseldorf angereist war, hat der Preis erneut eine würdige Persönlichkeit ausgezeichnet, die sich hoffentlich auch weiterhin für ein tolerantes Miteinander ohne Sexismus und Homophobie in Sport und Gesellschaft einsetzen wird.

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