The Next Generation I

Die Szene wird auch immer älter, und überhaupt: aktiver Nachwuchs Fehlanzeige, so hört man gerne jammern. Irrtum: Das rik-eigene Talent Florian Schulze (selbst 20) stellt fünf junge Szenemacher vor, von denen man in den nächsten Jahren noch viel hören könnte. Heute: Mario Becker aus der Mumu.

Mutters Weltuntergang

Er ist ein echter kölscher Jung und gerade frisch gefühlte 18 geworden, sagt Mario über sich selbst. Man kennt ihn vor allem aus der Mumu, da ist er die rechte Hand der Betriebsleitung.
Nach seiner Ausbildung zum Veranstaltungstechniker rutschte er eher zufällig in die Szene. Über einen Bekannten fand er einen Nebenjob bei einem Partyveranstalter, nach einiger Zeit betreute er Event-Shuttles und Gästelisten. Beim Fantasypride im Phantasialand betreute er Technik und Backstage-Bereich. "Da hab ich dann auch Matthias Eiting kennen gelernt und dachte nur, was ist das eigentlich für einer? Ich wusste ja nicht, dass das einer der Veranstalter ist."

Dank dieser merkwürdigen Begegnung landete Mario aber genau da, wo er heute ist. Als die Mumu zum ColognePride 2008 eröffnete, wurde er gefragt, ob er nicht die Lichttechnik übernehmen wolle. Daraus ist dann schnell mehr geworden. Während seines Zivildienstes entschied er sich, ganz als Festangestellter hinter der Theke zu arbeiten. "Für meine Mutter war es glaub ich nach meinem Outing noch mal wie so ein kleiner Weltuntergang."

Ideen und Pläne in der Schublade

Mario selbst ist allerdings sehr zufrieden mit dem, was er tut. "Du lernst halt Leute von überall kennen, und jeder Abend ist anders." Später eigene Projekte zu verfolgen, kann er sich gut vorstellen und hat auch schon ein paar Ideen und Pläne in der Schublade, nur arbeitet er im Moment noch zu gerne in der Mumu. "Es muss passen und die richtige Zeit sein. Ich mag es nicht, solche Sachen zu überstürzen."


Im morgigen zweiten Teil unseres Specials stellen wir DJ Sean Baker (19) vor.

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