5.000 Pink Nose-s

Am 10. Februar steigt Deutschlands mutmaßlich größte Karnevalsparty für Schwule und Lesben in Kölns Südstadt bei freiem Eintritt.

Olaf holt das Lasso raus

Hugo W. aus K. jubelt. Schon 1998 hatte er sich selbst zu Kölns erstem schwulen Prinzen ausgerufen, 14 Jahre später gibt es mit Marcus II. endlich den ersten offiziellen gleichgeschlechtlichen Fastelovends-Regenten. "Er wollt es immer werden und dacht, er schafft es nie, doch heute gehen wir Rosas nicht mehr in die Knie", singt der heute 44-jährige Winkels in einem selbst gedrehten YouTube-Video. Seine Hymne darf er am 10. Februar auch bei der "Pink Nose" im Kölschfest-Zelt am Südstadion anstimmen.

Gemeinsam mit ihm geben sich Bruce Kapusta, Hajo Päffgenrath, die Queerelas, die Goldenen Lyskircher Hellige Knäächte un Mägde die Ehre, Olaf Henning darf wieder vor einem überwiegend schwul-lesbischen Publikum sein Lasso schwingen, Hajos Büdchen wird vor unerwartet großer Kulisse sein Zelt aufschlagen und als Moderatorinnen feiern Gaby und Elfi Kutschalla ihr Comeback nach Zwangsaufenthalt in Russland.

"Für uns ist die 'Pink Nose' eine aufregende Sache, wir sind noch nie vor 5.000 Leuten in einem Riesenfeierzelt aufgetreten", ist Olaf Müller (alias Gaby) schon ganz aufgeregt. "Das ist ein Mörderding."

Endspurt für die besten Plätze

"Ich bin ein großer Fest von Festzelten, insbesondere von der Bräurosl beim Oktoberfest in München, und das Kölschfestzelt ist architektonisch fast genauso wie ein Wies’n-Zelt, mit einem Balkon, mit Logen, das ist gigantisch und toll", freut sich Frank Jakob, das Alter Ego des Herrn Päffgenrath, der gemeinsam mit Andreas Linek die große schwul-lesbische Sause organisiert. "Ich finde das schon mutig von Kölschfest-Veranstalter Konstantin Brovot, sich mit der ‚Pink Nose‘ in ein Gebiet vorzuwagen, das sie so noch gar nicht kennen, und auch für uns ist es eine große Herausforderung, so eine große Location voll zu kriegen."

Aber der stellt sich Jakob gerne: "Als eingefleischter Karnevalist war ich damals absolut begeistert von der ‚Rosa Sitzung‘ im Gloria, und ich finde, Köln hat es einfach verdient, dass es mal wieder so ein Groß-Event gibt, wo Gays, Lesbians and Friends zusammenkommen, aus Köln, ganz Deutschland, Europa und der ganzen Welt."
Wenn es brechend voll wird, werden 5.000 Leute feiern, schunkeln und vielleicht auch bützen – bei freiem Eintritt gar nicht unrealistisch. Die Platzreservierungen stapeln sich. "Das heißt, für alle, die jetzt noch nicht reserviert haben, beginnt der Endspurt für die besonders guten Plätze", warnt Andreas Linek schon mal vor.

Schade sei es nur, dass man schon um Mitternacht Schluss machen müsse, bedauert Kollege Jakob. "Aber dafür gibt’s ja noch die vielen Aftershow-Partys, in der Blue Lounge, in den Kneipen überall in der Stadt."

"Pink Nose" 10.02., 18.00 Uhr (Einlass 17.00 Uhr) auf dem Kölner Festplatz am Südstadion, Vorgebirgsstraße/Bischofsweg, 50696 Köln, Eintritt frei, Gruppen-, Boxen- und Logenreservierungen unter pinknose.de oder koelschfest.de

Aktuelle Infos und Videos zum Event unter facebook.com/pinknoseparty
 

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