Boulevard
   6 Jahre
Foto: Screenshot: ABC

Bäckerei will keine homophobe Torte backen

Der Glaubenskrieg um das Thema „gay“ treibt immer neue Blüten. Im Sommer hatte es ein Konditor in Belfast in Nordirland abgelehnt, eine Torte mit einer Aufschrift zugunsten der gleichgeschlechtlichen Ehe zu backen. Bestellt war damals ein Bild von Ernie und Bert mit dem Text „Support Gay Marriage“. Der Manager von Ashers Baking Company, Daniel McArthur, weigerte sich mit der Begründung, diese Beschriftung verstoße gegen seinen christlichen Glauben. Daraufhin war er wegen eines Verstoßes gegen das Antidiskriminierungsgesetz verklagt worden – im Hinblick auf die sexuelle Orientierung.

Genau umgekehrt ist es jetzt in Denver in Colorado/USA gelaufen: Hier wurde in der Azucar Bakery eine Torte mit einem Bild zur Verunglimpfung Homosexueller bestellt. Gezeigt werden sollten zwei Männer Hand in Hand, durchgestrichen mit einem großen X. Doch die Inhaberin Marjorie Silva lehnte dies ab. Sie sei zwar Christin und verkaufe viele Torten mit Bibelversen, aber dies gehe zu weit. Nun hat der Kunde die Bäckerei beim Colorado Department of Regulatory Agencies angezeigt – wegen Diskriminierung aufgrund der Religion.

Da fühlt man sich doch an das Wort „Tortenschlacht“ erinnert. Während man früher damit jedoch einfach ein kindisches Vergnügen verband, ist nun aus dem kriegerischen Begriff für einige Leute ein bitterer Ernst geworden. Die Auseinandersetzung um die Gleichstellung von Schwulen und Lesben ist mancherorts tatsächlich ein „Kampf“. Marjorie Silva hat jetzt mit ihren Mitteln geantwortet: Dem Fernsehsender ABC präsentierte sie eine Torte mit der Aufschrift „Stop the hate!! Dont’t discriminate“ (Foto).

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