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   5 Jahre
Foto: Screenshot YouTube.de

Grindr-Bashing der Olympioniken

Das News-Portal "The Daily Beast" dachte sich wohl, dass sie einen besonders investigativen Beitrag leisten, als sie einen ihrer Reporter darauf ansetzten, im Olympischen Dorf die schwule Dating-App Grindr anzuwerfen, um Dates mit den Olympioniken zu verabreden, um sie dann ggfs. ungefragt als schwul zu outen.

Der Reporter Nico Hines sagte, dass er dies als Test angesehen hat, ob die Gerüchte stimmen, dass es im Dorf nur um Party, Feiern, Sex geht… und um viel schwulen Sex.

Schnell standen Vertreter der LGBTQ-Community auf der Bildfläche und verurteilten das „Grindr-Bashing“ als ausnahmslos ekelhaft, gefährlich und unmoralisch.

Der Artikel wurde mittlerweile einige Mal überarbeitet. Zunächst als „Der andere Sport in Rio“ und dann „Ich habe 3 Grindr-Dates innerhalb einer Stunde im Olympischen Dorf gemacht“. Angeblich war es nie Absicht des Reporters, Outings stattfinden zu lassen. Er habe auch nie vorgegeben, etwas anderes zu sein, als er ist: hetero, verheiratet mit Kind, und auch sein Grindr-Foto wäre sein eigenes Gesicht gewesen. Auch wenn jemand fragte, bestätigte er, dass er Journalist sei. Dass er mit seinen Nachforschungen dennoch die Privatsphäre der Sportler verletzte, schien ihm nicht einzuleuchten.

Natürlich muss sich auf Grindr niemand ausweisen, um dort sein zu dürfen, dennoch war die unterschwellige Vorspiegelung falscher Tatsachen und die Möglichkeit der ungewollten Outings und damit das Spiel mit den Karrieren der Sportler mehr als verwerflich.

Mittlerweile hat The Daily Beast darauf reagiert und den Artikel von der Seite genommen.  In einem Statement dazu erklären sie dies genauer und entschulidgen sich für den Fehler. Dies kann man hier nachlesen.

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