Gesellschaft
   6 Jahre
Fotos: Wikimedia Commons

Presbyterianer erkennen Homo-Ehe an

Die presbyterianische Kirche in den USA erkennt die gleichgeschlechtliche Ehe an. Der entsprechenden Änderung der Kirchenverfassung stimmte nun die Mehrheit der Gemeinden zu. Die Ehe wird in Zukunft als „ein einzigartiges Bekenntnis zwischen zwei Menschen, traditionell einem Mann und einer Frau“ bezeichnet, bisher hieß es lediglich „zwischen einem Mann und einer Frau“. Die Änderung wurde bereits im vergangenen Jahr von der Generalversammlung der Kirche beschlossen, bedurfte aber noch der Zustimmung der Mehrheit der 171 Gemeinden. Die entscheidende 86. Stimme kam am Dienstagabend aus New Jersey. Am 21. Juni wird die neue Regelung in Kraft treten.

Die presbyterianische Kirche in den USA, die 1,8 Millionen Mitglieder hat, ist damit landesweit die größte protestantische Religionsgemeinschaft, die die gleichgeschlechtliche Ehe anerkennt. Zu den Änderungen gehört auch, dass kein Pfarrer gezwungen werden kann, eine Eheschließung zwischen Schwulen oder Lesben durchzuführen. Bisher haben sich 41 auf eine entsprechende Liste setzen lassen. Auch bei den Gläubigen gibt es eine kleine Minderheit, die die Neuregelung ablehnt und deshalb aus der Kirche ausgetreten ist bzw. dies plant.

Die Presbyterianer sind eine reformierte Kirche, werden allerdings wegen ihrer schottischen Wurzeln anders bezeichnet. Die anglikanische Kirche, die in den USA etwa gleich groß ist, und die deutlich stärkeren Lutheraner haben bisher keinen vergleichbaren Beschluss gefasst, hier gibt es deshalb für gleichgeschlechtliche Paare meist nur Segnungen. Die Evangelikalen lehnen ebenso wie die Katholiken jegliche Verbindungen zwischen zwei Männern oder zwei Frauen ab.

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