Schwierige Situation für Flüchtlinge

In mehreren Flüchtlingsunterkünften ist es in den vergangenen Wochen und Monaten zu Übergriffen gegen homosexuelle Flüchtlinge gekommen. In Berlin attackierten in der letzten Woche drei Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft ein schwules Paar, das die gleiche Unterkunft bewohnt. Wie die Berliner Zeitung und Spiegel Online berichten, kommt es in den oftmals überfüllten Einrichtungen immer wieder zu Beschimpfungen und Beleidigungen gegenüber homo- und transsexuellen Bewohnern. Diese schweigen oftmals aus Scham über die Vorfälle.

Eine mögliche Entspannung der Situation könnte eine Unterkunft schaffen, die ausschließlich queeren Flüchtlingen offen steht. Bislang konnte diese Idee der Schwulenberatung Berlin jedoch noch nicht in die Tat umgesetzt werden.

Schwule, Lesben und Transgender können in Deutschland aufgrund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Orientierung Asyl erhalten – allerdings müssen sie nachweisen, dass sie in ihrem Heimatland einer konkreten Bedrohung ausgesetzt sind. Die Tatsache, dass etwa homosexuelle Handlungen unter Strafe stehen, reicht dabei nicht aus. Der Großteil beantragt daher Asyl wegen eines Krieges oder aufgrund politischer Verfolgung.

Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) warnt nun vor einer Verschärfung im Asylrecht. Der Verband weist bei der Ausweitung der sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten“ auf die Länder Albanien, Kosovo und Montenegro auf die besonders sensible Situation von Roma, Lesben, Schwulen und Transgendern hin. Diese seien „Diskriminierung, Hass und Gewalt ausgesetzt, ohne dass staatliche Stellen Schutz vor Verfolgung bieten“, so Manfred Bruns, Sprecher des LSVD.

 

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