Landtagswahl NRW, Teil III: Die Linke & FDP

Frank Laubenburg (Die Linke)

Mit seinen 44 Jahren zählt Frank Laubenburg bereits zu den Urgesteinen der Bewegung. Im Jahre 1986 zählte er zu den Gründungsvorständen der Aids-Hilfe im Kreis Unna und des (mittlerweile längst verblichenen) Bundesverbands Homosexualität (BVH). Seit 1999 sitzt Laubenburg für die Linke im Rat der Stadt Düsseldorf, für die NRW-Wahl kandidiert er auf Platz 18 der Landesliste.

"Wirkliche Akzeptanz von Schwulen, Lesben und Transgendern setzt einen intensiven Einsatz für eine Politik der Vielfalt voraus, am Arbeitsplatz, in der Schule, in Sportvereinen, überall", betont Laubenburg. Dazu habe seine Partei ein überzeugendes Programm vorgelegt. "Um emanzipiert leben zu können, müssen auch die sozialen Verhältnisse stimmen. Wer arm ist, wird ausgegrenzt, automatisch auch in der schwulen Szene. Deshalb hängt für mich die soziale Frage ganz eng zusammen mit der Frage nach einem selbstbestimmten Leben."

Es mangelt noch vielfach an Aufklärung: "Es ist sehr bedauerlich, dass weder SPD noch CDU und FDP bereit sind, die Lehrpläne für die Schulen so ändern, dass die Vielfalt von Lebensweisen verpflichtender Lehrstoff wird."

Angela Freimuth (FDP)

Von der Werkzeugmacherin über ein Jura-Studium zur selbstständigen Rechtsanwältin brachte es Angela Freimuth. Die 43-Jährige ist stellvertretende Landesvorsitzende der FDP und Vizepräsidentin des Landtags. Bei den Wahlen kandidiert sie auf Platz 4 ihrer Landesliste. Das Engagement für Schwulen- und Lesbenpolitik sei über persönliche Kontakte entstanden, sagt die verheiratete Mutter eines Sohnes.

"Der Einsatz für die Rechte von Schwulen und Lesben ist für die FDP unverzichtbarer Teil der Bürgerrechtspolitik. Wir treten für die Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften und für eine selbstverständliche Akzeptanz gegenüber Lesben und Schwulen ein", betont Freimuth.

"Seit 2005 haben wir dazu beigetragen, die Förderung schwul-lesbischer Projekte zu erhalten und einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung schwul-lesbischen Selbstbewusstseins zu leisten. Die FDP möchte die Förderung der schwul-lesbischen Selbsthilfe fortsetzen, um Landeskoordinierung, Anti-Gewalt-Arbeit und Beratungsstellen zu erhalten. Auch unterstützen wir die Arcus-Bürgerstiftung."

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