Kultur
   1 Monat
Foto: Cindy Tang

QueerScreen - 02.11.–08.11.20

Das beste der aktuellen Fernsehwoche - gefiltert durch die schwul-lesbische Brille.

Mo, 2.11., 14:10 – 15 Uhr, Das Erste
Rote Rosen (3215) (Serie, D 2020)

Anton möchte am liebsten im Boden versinken, als Felix seinen Annäherungsversuch abwehrt. Als Anton aber erkennt, dass Felix Schwulsein für etwas ganz Normales hält, ist er erleichtert.

 

Mo, 2.11., 22:45 – 23:35 Uhr, BR
Der Millionenbauer: Ein Jugendfreund (Serie, D 1978)

Der Raither Lois, ein alter Schulfreund von Hartinger und ein „dunkles Kapitel“ in Rosas Vergangenheit, taucht wieder einmal auf. Der Schlawiner hat von Hartingers Plänen gehört und wittert Geld. Hartinger entschließt sich, weiteres Land zu verkaufen und gleichzeitig in die geplanten Hochhäuser zu investieren. Junge Leute, die sich auf dem Hof einquartiert haben, um näher an der Natur zu sein, ziehen weiter. Die Stadt rückt ihnen zu nahe. Kultserie mit Walter Sedlmayr in der Rolle des Josef Hartinger.

 

Mo, 2.11., 23:10 – 23:45 Uhr, 3sat
Ab 18! – Being Sascha (Dokumentation, CH/D 2020)

Sascha identifiziert sich nicht als Frau und nicht als Mann. Der Dokumentarfilm nimmt mit in die Erlebniswelt eines jungen Menschen außerhalb der binären Geschlechterzuweisungen. Sascha lebt in der Schweiz und ist trans non-binary. Trans heißt, dass Sascha sich nicht mit dem Geschlecht identifiziert, das Sascha bei Geburt zugewiesen worden ist. Non-binary bedeutet, dass auch das andere der binären Geschlechter nicht passt. Als Teenager outete sich Sascha zunächst als lesbisch, mit 20 dann als trans. Kurze Zeit später begegnet Sascha schließlich dem Begriff, der der eigenen Geschlechtsidentität am nächsten kommt: trans non-binary. Sascha lebt nun endlich so, wie Sascha sich seit jeher fühlt. Ausgrenzung erfährt Sascha dennoch überall, denn überall ist Heteronormativität, überall gilt es, zwischen männlich und weiblich zu entscheiden: in Umkleidekabinen, in Formularen, im ganz alltäglichen Sprachgebrauch. Auch deshalb ist Sascha heute bewusst eine sichtbare Transperson. Um all den Menschen, die in irgendeiner Weise nicht in unsere Kategorien reinpassen, zu zeigen: Es gibt auch andere Optionen – auch wenn diese ihren Preis haben. 

 

Di, 3.11., 2 – 2:55 Uhr, Arte
Dorian Gray oder: Das Bildnis des Oscar Wilde (Dokumentation, F 2019)

„Das Bildnis des Dorian Gray“ fasziniert weiterhin seine Leserschaft und dient auch über ein Jahrhundert nach seiner Veröffentlichung Kunst- und Kulturschaffenden als Inspirationsquelle. Oscar Wilde verlieh seinem einzigen Roman gekonnt die Zeitlosigkeit und Universalgültigkeit, die ein echtes Meisterwerk kennzeichnen. „Das Bildnis des Dorian Gray“ ist nicht gealtert: Die darin enthaltenen revolutionären Aphorismen, die im viktorianischen England für Skandal sorgten, besitzen auch heute noch Schlagkraft. Subversive Coming-of-Age-Erzählung, Schlüsselroman über Schönheit, Jugend und Begehrung – „Das Bildnis des Dorian Gray“ tritt in Resonanz mit der heutigen Vernarrtheit ins eigene Bild, auf einem Rang mit der Obsession ewiger Jugend. Die Dokumentation erlaubt das Wiederentdecken der dramatischen Kraft dieser Fantasy-Geschichte, getragen von einem rockigen Soundtrack und einer Inszenierung, die zwischen Archivbildern und Digitalkompositionen wechselt. Ergänzt wird das Konzept durch Aussagen von Expertinnen und Experten aus Frankreich, Großbritannien und den USA, die Schlüssel zum tieferen Verständnis des visionären Romans liefern. Die Autoren Amélie Nothomb, Will Self, Charles Dantzig und Mathieu Terence sowie der junge Übersetzer Anatole Tomczak erklären, wie dieser Roman ihr Leben veränderte. Die Hochschulprofessoren Pascal Aquien und Sandra Mayer ordnen das Werk in seine Epoche ein. Merlin Holland, Oscar Wildes Enkel, kommentiert das brillante und tragische Schicksal seines Großvaters. Als Oscar Wilde wegen Homosexualität vor Gericht stand, wurde sein Buch als Beweismittel gegen ihn angeführt. Er wurde nicht nur wegen seiner sexuellen Neigung zu Zwangsarbeit verurteilt, sondern vor allem für das, was er zu schreiben gewagt hatte ...

 

Mi, 4.11., 21:55 – 23:20 Uhr, ONE
Babylon Berlin (13 + 14) (Serie, D 2017)

Folge 13:

Mithilfe des belastenden Bildmaterials gelingt es, die vermeintlichen Mitglieder der Schwarzen Reichswehr zum Verhör zu zwingen – ein Erfolg für Rath und Benda, der jedoch nicht lange anhält. Charlotte befindet sich in einer gefährlichen Lage, doch sie kommt dadurch unverhofft zu neuen Informationen.

Folge 14: 

Rath kann dank eines Geistesblitzes den geplanten Putsch der Schwarzen Reichswehr abwenden. Kurz zuvor schafft er es, Generalmajor Seegers zu einem Geständnis zu bringen. Doch dieser genießt den Schutz hoher Amtsträger. Charlotte kann sich aus ihrer bedrohlichen Lage befreien, doch dafür muss sie Informationen preisgeben.

 

Mi, 4.11., 23:20 – 0:05 Uhr, Das Erste
Armes, reiches New York – Die ungleiche Krise (Dokumentation, D 2020)

New York wurde im Frühjahr heftig von der Pandemie getroffen, fast 800 Menschen starben im April an den Folgen von Covid-19 – täglich. Seitdem ist die Stadt nicht zur Ruhe gekommen: Ein dreimonatiger Shutdown, der noch immer nur stückweise gelockert wird, die „Black Lives Matter“-Proteste, die Präsidentschaftswahl, aber vor allem die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und die wachsende Ungleichheit beschäftigen die Menschen. Hier leben extrem Arme und extrem Reiche dicht nebeneinander, und so zeigt sich in New York wie unter einem Brennglas, was ganz Amerika spaltet. Die Autorinnen von „Armes, reiches New York: Die ungleiche Krise“, Stefanie Dodt und Christiane Meier, haben über acht Monate drei New Yorker Familien begleitet, aus drei unterschiedlichen Lebenswelten, unten, oben und in der Mitte der Gesellschaft – u. a. Kevin Smith Kirkwood, der es als schwarzer, homosexueller Schauspieler gerade trotz aller Hürden bis auf die Bühnen des Broadways geschafft hatte und nun vor verschlossenen Theatertoren im Shutdown um seine Karriere und Zukunft bangt.

 

Mi, 4.11., 2:30 – 2:35 Uhr, ZDF neo
Familie Braun (4) – Hitler ist schwul (Serie, D 2015)

Lara findet die Welt von Thomas und Kai irgendwie ziemlich männlich. Nie kommen Frauen zu Besuch, und auch in den Computerspielen und auf den Plakaten – überall nur Männer. Während sich Lara ernsthaft fragt, ob die beiden schwul sind, werden bei Thomas Erinnerungen an sein früheres Leben wach.

 

Do, 5.11., 14:10 – 15 Uhr, Das Erste
Rote Rosen (3218) (Serie, D 2020)

Anton verletzt ein Spruch von Walter über zwei schwule Kunden an der Fischbude. Ben erkennt, dass es Anton nicht gut geht und will eindringlich von Tina wissen, worum es sich handelt.

 

Do, 5.11., 21 – 21:45 Uhr, ZDF neo
Letzte Spur Berlin: Herzdame (Serie, D 2020)

Aljona Hollmann und Christine Bents sind glücklich und wollen heiraten. Als die beiden ihre Hochzeitskleider anprobieren, verschwindet Aljona aus dem Brautmodengeschäft – im Brautkleid. Bilder einer Überwachungskamera deuten darauf hin, dass Aljona entführt wurde – von ihrer homophoben russlanddeutschen Familie, da ist Christine sich sicher. Schließlich gab es schon bei der Eröffnung ihrer gemeinsamen Praxis Ärger mit Aljonas Bruder Denis. Denis bestreitet das entschieden und behauptet, dass es bei dem Streit nur darum ging, dass weder er noch seine Mutter zur Praxiseröffnung eingeladen waren, obwohl sie doch so viel für Aljona getan haben. Inzwischen haben sie sich jedenfalls längst ausgesöhnt, was Aljona ihrer Lebensgefährtin offensichtlich nicht erzählt hat. Vielleicht ist sie deshalb verschwunden: weil sie Christines Misstrauen und Intoleranz ihrer Familie gegenüber nicht mehr ertragen hat. Als jedoch kurz darauf Aljonas Brautschleier blutbefleckt in einem Park gefunden und Christine in der Arztpraxis überfallen wird, spricht alles dafür, dass Aljona nicht freiwillig gegangen ist. Eine neue Spur führt die Ermittler zu einem russischen Supermarkt, in dem auch Denis arbeitet. Jessica Papsts Zeit in der Vermisstenstelle neigt sich derweil dem Ende entgegen. Um ihre Chancen auf einen guten Folgejob zu erhöhen und weil Radek ihr keine Gelegenheit gibt, ihre wahren Fähigkeiten zu zeigen, entschließt sie sich zu einem Alleingang – und gefährdet damit nicht nur sich selbst.

 

Do, 5.11., 21:30 – 22 Uhr, ONE
Kroymann (Comedy, D 2019)

Weltraumheldin, sparsame Schwäbin, Zeitreisende und mehr – die Schauspielerin und Satirikerin Maren Kroymann ist in der siebten Episode der Sketch-Comedy „Kroymann“ von Radio Bremen, SWR und NDR in vielen Rollen unterwegs. Ihr Ziel bleibt: Perspektiven mit besonderen Pointen, Humor für den zweiten Gedanken, Lacher zum Zerbeißen. Dabei schreckt Maren Kroymann vor keinem gesellschaftlichen Minenfeld zurück und wird wieder von der ebenso unerschrockenen Annette Frier begleitet. Weitere Gäste sind Marie-Luise Marjan, Johann von Bülow, Lilli Fichtner, Florian Wünsche, Lukas Piloty, Vivien Sczesny und andere.

 

Do, 5.11., 22 – 22:50 Uhr, NDR
Mord mit Aussicht (33): Einer muss singen (Serie, D 2014)

Es ist der Tag der Bürgermeisterwahl. Sangesbruder Hermann liegt erschlagen hinter dem Gasthof Aubach. Sophie kümmert sich um den Fall, doch sie kommt bei ihren Nachforschungen im Umfeld des Männergesangsvereins unter der Leitung von Volker Mauck einfach nicht weiter. Schließlich findet Sophie heraus, dass Hermanns vermeintlicher Bruder Pit eigentlich dessen Lebenspartner war. Die beiden adretten Schafzüchter hatten sich als heimlich schwules Paar in Hengasch ein neues Leben aufgebaut. Dann hat Hermann eine Affäre mit Chorleiter Volker begonnen, und Pit hat Wind von der Sache bekommen.

 

Do, 5.11., 22:15 – 22:45 Uhr, ZDF neo
Late Night Alter (Talk, D 2020)

Von Diversität und Gender-Themen über Gentrifizierung bis zur Klimakrise: Ariane Alter greift in ihrer Late-Night-Show gesellschaftliche, popkulturelle und boulevardeske Themen auf. ZDFneo zeigt „Late Night Alter“ immer donnerstags um 22.15 Uhr. In der ZDFmediathek ist die jeweilige Ausgabe bereits ab 20.15 Uhr verfügbar.

 

Do, 5.11., 23:35 – 0:05 Uhr, Das Erste
Kroymann (Comedy, D 2020)

Maren Kroymann ist mit einer gehörigen Portion Spiellust zurück und geht mit der neuesten Folge des Sketch-Comedy-Formats „Kroymann“ von Radio Bremen, SWR, NDR und WDR wieder den Dingen auf den Grund. Online-Shopping, Geflüchtete und Rechtsextremismus sind nur einige der Themen der zwölften Folge mit der Schauspielerin, Satirikerin und Sängerin. Dazu gehört auch Sexismus – wenn auch in unerwarteter Form. Denn der Satz „Ein Penis ist in dieser Gesellschaft nun mal ein großes Handicap“ führt zu einer ungewohnten Gleichberechtigungsdebatte. Einfach mal die Vorzeichen ändern, die Dinge aus einer anderen Perspektive betrachten – wie immer bricht Maren Kroymann humorvoll mit etablierten Denkmustern und schärft so den Blick auf gesellschaftliche Herausforderungen. Einen intergalaktischen Perspektivwechsel gibt es außerdem: Wie wäre es, wenn eine sehr viel weiter entwickelte Spezies aus einer anderen Galaxie darüber entscheidet, der Menschheit Asyl zu gewähren? Bei der Geschichte, mit den Kriegen, bei den hochmütigen Umweltverschmutzungen und dem forschem Umgang miteinander – werden sie da helfen? Die Bewohner und Berater des fiktiven Planeten Superia Prime sind nicht sicher: „Offenbar hatten die in den letzten 300 Jahren erhebliche Probleme mit der Bedienung ihres Planeten. Globale Erwärmung, Pandemien, Völkermorde, Fremdenhass ...“ Musikalisch widmet sich die Allrounderin einer ganz besonderen Liebesbeziehung der heutigen Zeit: der mit dem Smartphone. Ohne geht es anscheinend nicht mehr und bei den meisten Menschen nimmt der Akku-betriebene Zeitdieb mindestens den Stellenwert eines Lebenspartners ein. Maren Kroymann bietet sich wieder einen Schlagabtausch mit Annette Frier, die in dieser Folge als Online-Beraterin für Inneneinrichtung dabei ist. Ihre schwerwiegende Frage: „Wollen Sie eine Einrichtung, die zu Ihrem tatsächlichen Leben passt? Oder wollen Sie eine Einrichtung, die zu dem Leben passt, das Sie gerne hätten?“

 

Do, 5.11., 23:45 – 0:45 Uhr, SWR
Unser Familiengeheimnis (Dokumentation, D 2020)

Was macht ein Tabu mit einer Familie – und was passiert, wenn das Schweigen darüber endet? Diesen Fragen geht die Filmautorin Caroline Siegner in ihrer eigenen Familie nach. Die Familie brach auseinander, nachdem sich ihr Vater vor 14 Jahren als homosexuell geoutet hat. Nun wagt Caroline eine Wiederannäherung. Als sich der Vater 2004 als homosexuell outet, trennen sich die Eltern nach 20 Ehejahren. Die Familie mit drei Töchtern zerbricht – aber alle schweigen. Über das Geschehene zu sprechen, scheint unmöglich. Carolines Versuche, mit den Eltern über ihre Gefühle und die Situation zu reden, enden immer wieder in Schweigen. Deshalb entfernt sich Caroline mit den Jahren auch immer mehr von ihrer Familie. 14 Jahre später sind ihre Eltern, aber auch ihre beiden jüngeren Schwestern, zu einem Gespräch über die Vergangenheit bereit. „Unser Familiengeheimnis“ begleitet die langsame Aufarbeitung und die zaghafte Wiederannäherung zwischen Caroline und ihrer Familie. Die Ursachen für das lange Schweigen treten zutage und auch die Folgen, die bis in die Generation der Kinder reichen. Konflikte gibt es in jeder Familie. Dieser sehr persönliche Film erzählt davon, wie schwierig es ist, Tabuthemen innerhalb einer Familie zu behandeln und offen miteinander zu sein. Um schließlich wieder das leben zu können, was man ist: eine Familie.

 

Do, 5.11., 0:30 – 2:10 Uhr, ZDF neo
Der gleiche Himmel (1/3) (Fernsehfilm, D 2017)

Frühjahr 1974: Nach seiner Ausbildung zum „Romeo-Agenten“ wird Lars Weber von der Stasi nach West-Berlin geschleust. Dort soll er die Datenanalystin Lauren Faber verführen. Sie arbeitet für den Britischen Geheimdienst auf dem Teufelsberg und soll ihm Zugang zu sensiblen Informationen verschaffen. Unter Kommando seines Führungsoffiziers Ralf Müller setzt Lars sein Können perfekt ein und hat Erfolg. Im Osten der Stadt weiß nur Lars' Vater Gregor von seiner Mission. Er ist selbst treuer Sozialist und Stasi-Mitarbeiter, zweifelt jedoch zunehmend an der Richtigkeit des Systems. Gregor hat Lars allein großgezogen, da seine Frau und seine Tochter bei einem Unfall ums Leben kamen, als Lars noch ein Kind war. Im gleichen Wohnblock lebt Gregors Bruder Conrad mit seiner Familie. Die Ehe mit seiner Frau Gita ist zur Farce verkommen, und so dreht sich alles um ihre Töchter. Der homosexuelle Lehrer Axel Lang – ein Kollege von Conrad – trifft in der Schwulenbar „Schoppenstube“ auf den britischen Weltenbummler Duncan March, der Touren für Amerikaner durch Ost-Berlin plant. Er verliebt sich in ihn, doch die schwierige Grenzsituation belastet die Beziehung immer mehr. Ein Blick auf die Visa-Stempel in Duncans Pass lässt Axels Sehnsucht nach einem Ausbruch aus der DDR ins Unermessliche wachsen. Die gleiche Sehnsucht spürt auch Tobias Preuss, ein Freund von Axel aus der „Schoppenstube“. Mit einer Gruppe von Freunden gräbt er seit einiger Zeit an einem Tunnel in den Westen.

 

Do, 5.11., 2:10 – 3:40 Uhr, ZDF neo
Der gleiche Himmel (2/3) (Fernsehfilm, D 2017)

Tobias Preuss, der mit starkem Übergewicht kämpft, bringt beim Bau des Fluchttunnels in den Westen den Eingangsstollen zum Einbruch. Mit seiner Unzuverlässigkeit sabotiert er den Fortschritt der Arbeiten. Seine Freunde wollen ihn aus der Gruppe ausschließen. Voller Selbstmitleid taucht er bei dem schwulen Axel auf, erzählt ihm vom Tunnel und droht mit Verrat. Die Existenz des Tunnels lässt Axel ganz unverhofft von neuen Möglichkeiten träumen. Er nimmt Kontakt zu Tobias' Freunden auf, bittet um Aufnahme in die Gruppe und beschwört sie, Tobias nichts zu verraten. Doch er kann zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen, dass Tobias gerade von der Stasi verschleppt wurde und in Untersuchungshaft in Hohenschönhausen sitzt. Die Gefahr, aufzufliegen, stellt für alle Tunnelbauer eine lebensbedrohliche Situation dar.

 

Do, 5.11., 3:40 – 5:15 Uhr, ZDF neo
Der gleiche Himmel (3/3) (Fernsehfilm, D 2017)

Axels Traum vom Ausbruch in den Westen wird immer realer: Die Tunnelbauer nehmen ihn in ihre Gruppe auf – in wenigen Wochen wollen sie die gemeinsame Flucht durch den Tunnel wagen. Als er seinem Lover Duncan von seinen Plänen erzählt, reagiert der sehr zurückhaltend: Zu groß ist seine Angst, Axel an die Verlockungen des Westens zu verlieren. Die Flucht droht ohnehin zu scheitern, denn als für Tobias der Druck in der U-Haft zu groß wird, liefert er seine ehemaligen Freunde ans Messer und verrät alle Details des Tunnelbaus. Die Tür in den Westen hat sich für die Gruppe wieder geschlossen, doch für Axel stirbt die Hoffnung zuletzt, denn völlig unerwartet bringt ihn ausgerechnet Duncan auf eine neue Idee.

 

Fr, 6.11., 14:10 – 15 Uhr, Das Erste
Rote Rosen (3219) (Serie, D 2020)

Ben und Walter sorgen sich um Anton, der ständig mies gelaunt ist. Erst als Tina ein Schneckenproblem in Merles Gemüsegarten mit Laufenten löst, hellt sich Antons Stimmung beim Anblick der Tiere auf.

 

Fr, 6.11., 14:30 – 16 Uhr, rbb
Vier kriegen ein Kind (Spielfilm, D 2015)

Endlich schwanger! Für die Hamburger Literaturdozentin Neele und ihre Lebenspartnerin, die Zahntechnikerin Steff, geht damit ein Traum in Erfüllung. Schon lange wünschen sich die beiden ein Kind. Allerdings werden die Pläne von einer künftigen Dreisamkeit jäh zerstört – denn wie sich herausstellt, kam es bei der künstlichen Befruchtung zu einer folgenschweren Verwechslung: Der Erzeuger ist nicht der sorgsam ausgesuchte junge Samenspender ohne Vaterambitionen, sondern der freundliche Kalle, der mit seinem Mann Jens ebenfalls vom eigenen Nachwuchs träumt. Da die Leihmutter des sympathischen Männerpaares im letzten Moment einen Rückzieher machte, sehen die beiden in der Verwechslung eine Art Fügung des Schicksals. Sie freuen sich schon darauf, dem Mutterpaar als aktive Väter zur Seite zu stehen – am liebsten Wand an Wand im gemeinsamen Vorstadt-Doppelhaus. Steff und Neele fallen angesichts dieser Idee aus allen Wolken. Für die beiden ist allein schon der Gedanke an eine geteilte Fürsorge der reinste Albtraum. Sie sehen in dem Sportreporter Kalle und dem Makler Jens lediglich zwei schwule Spießer mit gänzlich anderen Lebenseinstellungen. Vor allem Neele lässt nichts unversucht, um die lästigen Kindsväter zu vergraulen. Erst nach einigen Reibereien und verbalen Scharmützeln wird dem ungleichen Vierergespann klar, dass es bei der Sache nicht um persönliche Interessen gehen darf, sondern um ihr gemeinsames Kind: Statt Gezeter und Gezerre ist Kooperationsbereitschaft gefragt. Und tatsächlich stellt sich mit der Zeit ein gegenseitiges Vertrauen und so etwas wie ein „Vier“-Gefühl ein. Doch es kommt anders. Die angehende Patchwork-Regenbogenfamilie wird vom Schicksal auf eine harte Probe gestellt. Die Gesellschaftskomödie „Vier kriegen ein Kind“ zeigt mit hintersinnigem Humor, aber auch ernsteren Untertönen, dass gute Elternschaft in allererster Linie eine Frage der Herzensbildung ist.

 

Fr, 6.11., 19:05 – 20:15 Uhr, RTL II
Berlin – Tag & Nacht (2317): Einen Schritt vor, zehn zurück (Soap, D 2020)

Zu Ricks Überraschung steht Jan auf einmal wieder in der Schnitte und versucht unbeholfen, ihn zu einem Date zu überreden. Er lehnt allerdings dankend ab, denn Jan hat es in den zwei Wochen, in denen Rick weg war, immer noch nicht geschafft, sich zu outen. Dennoch schafft er es durch ein süßes Manöver, Rick von einem Spaziergang im Park zu überzeugen. Er staunt nicht schlecht, als Jan sich dort sogar aufs Händchenhalten in der Öffentlichkeit einlässt. Könnte aus ihnen vielleicht doch noch etwas werden?

 

Fr, 6.11., 22:05 – 23 Uhr, Arte
Der neue Feminismus – zwischen Pop und Marketing (Dokumentation, F 2018)

Frech, fröhlich und sexy: We should all be feminists! Spätestens seit #MeToo inspiriert ein neuer Feminismus die Popkultur und spiegelt sich in ihr wider. Die Dokumentation erzählt die Geschichte einer neuen Frauenbewegung des 21. Jahrhunderts, die von der Modewelt der Pariser Haute Couture ebenso geprägt wurde wie von Madonna oder Beyoncé. Die Popkultur hat feministische Theorien aus der politischen Nische geholt und zur kommerziellen Botschaft gemacht. Heute ist es cool, sich für Frauenrechte einzusetzen. Aber ist dieser neue Feminismus – zwischen Pop und Marketing – eine bloße Modeerscheinung oder eine echte Revolution, die sich tatsächlich vollzieht?

 

Fr, 6.11., 23 – 0:05 Uhr, Arte
Ground Control – Clubkonzert in Paris 2020: Anna Calvi, Selah Sue, Sisanda Myataza (Konzert/Musik, F 2019)

Starke Frauen, die die Musiklandschaft aktuell aufmischen: Im Februar 2020 war ARTE zu Gast im Pariser Club Ground Control, in dem Produzent Tanguy Destable ein Konzert mit 100 Prozent Frauenpower organisiert hat. Es gab drei Auftritte und spannende Diskussionen um den Platz, den Frauen in der aktuellen Musikszene einnehmen, und um die Hindernisse, die ihnen noch im Weg stehen. Mit dabei waren: Selah Sue, Sisanda Myataza und die queere britische Songwriterin und Gitarristin Anna Calvi, die über ihre komplexe und streitbare Haltung zu Genderfragen spricht.

 

Fr, 6.11., 4:25 – 4:58 Uhr, Das Erste
Kroymann (Comedy, D 2020)

Maren Kroymann ist mit einer gehörigen Portion Spiellust zurück und geht mit der neuesten Folge des Sketch-Comedy-Formats „Kroymann“ von Radio Bremen, SWR, NDR und WDR wieder den Dingen auf den Grund. Online-Shopping, Geflüchtete und Rechtsextremismus sind nur einige der Themen der zwölften Folge mit der Schauspielerin, Satirikerin und Sängerin. Dazu gehört auch Sexismus – wenn auch in unerwarteter Form. Denn der Satz „Ein Penis ist in dieser Gesellschaft nun mal ein großes Handicap“ führt zu einer ungewohnten Gleichberechtigungsdebatte. Einfach mal die Vorzeichen ändern, die Dinge aus einer anderen Perspektive betrachten – wie immer bricht Maren Kroymann humorvoll mit etablierten Denkmustern und schärft so den Blick auf gesellschaftliche Herausforderungen. Einen intergalaktischen Perspektivwechsel gibt es außerdem: Wie wäre es, wenn eine sehr viel weiter entwickelte Spezies aus einer anderen Galaxie darüber entscheidet, der Menschheit Asyl zu gewähren? Bei der Geschichte, mit den Kriegen, bei den hochmütigen Umweltverschmutzungen und dem forschem Umgang miteinander – werden sie da helfen? Die Bewohner und Berater des fiktiven Planeten Superia Prime sind nicht sicher: „Offenbar hatten die in den letzten 300 Jahren erhebliche Probleme mit der Bedienung ihres Planeten. Globale Erwärmung, Pandemien, Völkermorde, Fremdenhass ...“ Musikalisch widmet sich die Allrounderin einer ganz besonderen Liebesbeziehung der heutigen Zeit: der mit dem Smartphone. Ohne geht es anscheinend nicht mehr und bei den meisten Menschen nimmt der Akku-betriebene Zeitdieb mindestens den Stellenwert eines Lebenspartners ein. Maren Kroymann bietet sich wieder einen Schlagabtausch mit Annette Frier, die in dieser Folge als Online-Beraterin für Inneneinrichtung dabei ist. Ihre schwerwiegende Frage: „Wollen Sie eine Einrichtung, die zu Ihrem tatsächlichen Leben passt? Oder wollen Sie eine Einrichtung, die zu dem Leben passt, das Sie gerne hätten?“

 

Sa, 7.11., 12 – 13:30 Uhr, BR
Die letzten Millionen (Spielfilm, D 2014)

In einer Berliner Seniorenresidenz kommt es zu einem unerwarteten Geldregen: Sechs Bewohner knacken als Tippgemeinschaft den Lottojackpot von 30 Millionen Euro. Was aber soll man auf seine alten Tage mit so viel Geld anstellen? Der Lebemann Conrad möchte noch einmal ordentlich auf den Putz hauen, während das schwule Paar Otto (Joachim Bliese) und Jakob (Ulrich Pleitgen) sich den Traum vom eigenen Segelboot erfüllt. Die gutmütige Rosi wird von ihren Kindern hemmungslos ausgenommen, während die entdeckungsfreudige Karin endlich die Welt bereisen will, zur Not auch ohne ihren missmutigen Ehemann. Doch obwohl fast alle sich ihre Träume erfüllen können, hält das Schicksal nach dem Lottoglück auch ein paar Rückschläge parat.

 

Sa, 7.11., 12:50 – 13:20 Uhr, ONE
Total normal (1/7) – mit Hape Kerkeling (Comedyserie, D 1995)

Ein unschlagbares Team waren Hape Kerkeling und Achim Hagemann in sieben Sendungen „Total Normal“. Höhepunkte folgten auf Höhepunkte. Gäste in der zweiten Sendung waren Mary Roos und Wolfgang Lippert.

 

Sa, 7.11., 22:15 – 0:15 Uhr, RTL II
The Big 50: Abenteuer, die die Welt bewegten (4) (Reportage, D 2019)

Es gibt viele Abenteuer, die in die Weltgeschichte eingingen. „The Big 50“ berichtet über 50 dieser Ereignisse. Prominente Zeitgenossen wie Entertainerin Olivia Jones kommentieren das Ranking. Bewegende Momente und Sprüche, Sternstunden der Geschichte, dramatische Niederlagen und heftige Katastrophen. In den letzten 100 Jahren gibt es auf der ganzen Welt mehr als genug Ereignisse, die unser Leben bewegt, beeinflusst und beeindruckt haben. Momente, die alles auf den Kopf stellten, die große Erfindungen zu Tage brachten, die Geschichte schrieben und Helden hervorbrachten. Ob der Terroranschlag von New York, die erste Mondlandung, das Woodstock-Festival, die Erfindung des Bikinis oder der Hype um die „Harry Potter“-Geschichten: In der Ranking-Show „The Big 50 – Abenteuer, die die Welt bewegten“ begeben wir uns auf eine Reise durch die Zeit voller unglaublicher Augenblicke.

 

Sa, 7.11., 22:30 – 23 Uhr, 3sat
KlassiXS – die großen Dramen in jungen Kurzfilmen: Julka und Julie (Kurzfilm, D 2020)

Nach „Deine John. Die Liebesbriefe der Radclyffe Hall“. In Zusammenarbeit von 3sat und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf schuf Regisseurin Gloria einen Kurzfilm zum Thema „Schuld und Sühne in der dramatischen Weltliteratur“. Grundlage des Films sind die Liebesbriefe der Schriftstellerin Radclyffe Hall, die sie in den Jahren vor ihrem Tod 1943 an ihre Geliebte Evgenia Souline schrieb. Radclyffe Hall war eine der ersten Frauen, die sich in Europa offen zur Homosexualität bekannte. Mit knapp 75 Jahren scheint Julka am Ende ihres Lebens angekommen: Ihr Mann ist seit einigen Jahren tot und ihre Tochter erwachsen. Sie lebt ein einsames und geregeltes Leben auf dem Land – bis ihre Jugendfreundin Julie plötzlich auftaucht und ihre Welt ins Wanken bringt. Julka und Julie waren vor knapp 60 Jahren mehr als nur Freundinnen, sie waren ein Liebespaar. Doch die damaligen und gesellschaftlichen Normen und Zwänge verhinderten, dass sie ihre Liebe auslebten. Julie wurde in ein Erziehungsheim gesteckt, Julka blieb im Dorf zurück. Sie haben sich nie mehr wiedergesehen, bis heute. Nun wird schnell klar, dass die Liebe von damals nicht erloschen ist. Wie hat die Trennung sie verändert? Welche Schuld geben sie sich und der Gesellschaft, die ihre Liebe verhinderte? Haben Julka und Julie jetzt eine Chance? Die Welt von heute ist zwar offener als die vor einigen Jahrzehnten, aber die Liebe zwischen zwei älteren Frauen ist noch immer ein Tabu. „Julka und Julie“ ist die Liebesgeschichte zweier Frauen, die ihre Liebe nicht leben konnten und einander nach knapp 60 Jahren Trennung wiedersehen. Gloria Stern hat einen emotionalen Kurzfilm geschaffen, der elegant zwischen der heutigen und der damaligen Zeit wechselt und die Liebe der jungen und der älteren „Julka und Julie“ in poetischen Bildern so glaubwürdig inszeniert, dass sie unter die Haut geht.

 

Sa, 7.11., 0:40 – 1:10 Uhr, ONE
Kroymann (Comedy, D 2019)

Weltraumheldin, sparsame Schwäbin, Zeitreisende und mehr – die Schauspielerin und Satirikerin Maren Kroymann ist in dieser Episode der Sketch Comedy „Kroymann“ in vielen Rollen unterwegs. Ihr Ziel bleibt: Perspektiven mit besonderen Pointen, Humor für den zweiten Gedanken, Lacher zum Zerbeißen. Bei einer Marsmission das All erobern und dabei gut aussehen: Die Weltraumheldin Dr. Dr. Gabriele Richmeier sollte doch wohl wissen, wie Schönheit im All geht und modische Weltraumanzüge geschnitten sind – findet zumindest die Presse. „Nichts ist umsonst, nicht mal der Tod. Aber mit ein bisschen Fantasie und etwas handwerklichem Geschick kann das Ganze trotzdem ein Riesenspaß für die Hinterbliebenen werden!“ Do-it-yourself-Videos sind im Trend und der aus Europaletten gezimmerte Sarg die Antwort von Video-Bloggerin Margitta Steward auf steigende Beerdigungskosten. Zurück in die Vergangenheit aus einer mehr als gleichberechtigten Zukunft: Sechzehn Jahre Bundeskanzlerin und dann noch die Doppelbelastung als Päpstin und UNO-Generalsekretärin führen zu einer Warnung an ihr jüngeres Ich: „Wer hätte ahnen können, dass wir in jeder verdammten Disziplin besser sind als Männer?!“

 

So, 8.11., 11:35 – 12:05 Uhr, ONE
Total normal (2/7) – mit Hape Kerkeling (Comedyserie, D 1989)

Ein unschlagbares Team waren Hape Kerkeling und Achim Hagemann in sieben Sendungen „Total Normal“. Höhepunkte folgten auf Höhepunkte. Gäste in der zweiten Sendung waren Margarethe Schreinemakers, Paul Kuhn, Margot und Maria Hellwig, u. a.

 

So, 8.11., 15:30 – 16:15 Uhr, rbb
Bilderbuch: Berlin-Wilmersdorf (Dokumentation, D 2020)

Wilmersdorf liegt mitten in Berlin und doch Lichtjahre entfernt von den coolen und rauen Kiezen der Stadt, die Touristen und Künstler inspirieren. Der Bezirk zwischen Ku'Damm und Breitenbachplatz gilt als grün, beschaulich und betucht – gutes, altes West-Berlin! Hier wird Tradition gepflegt und geschätzt. U. a. befindet sich in Wilmersdorf die älteste Moschee Deutschlands: Der „Mini-Tadsch Mahal“ an der Brienner Straße, 1928 erbaut für die liberale Ahmadiyya-Gemeinde. Amir Aziz, der Imam der Moschee, lädt nach dem Freitagsgebet Gäste zum Tee mit seinen Töchtern. Das Gebäude, vor allem aber die christlich-islamisch-jüdische Geschichte dieser Moschee ist faszinierend. Mehrere hundert Berliner konvertierten während der Weimarer Republik zum Islam – unter ihnen Hugo Marcus, ein homosexueller, jüdischer Schriftsteller. Als er 1938 von den Nationalsozialisten inhaftiert wird, rettet ihm die Gemeinde das Leben und hilft ihm bei der Flucht in die Schweiz. Dieser liberalen Haltung fühlt sich Amir Aziz verpflichtet.

 

So, 8.11., 16:10 – 17:10 Uhr, Arte
Coco Chanel, die Revolution der Eleganz (Dokumentation, F 2018)

Von der kleinen Gehilfin, die mit elf Jahren ihre Mutter verlor, zur weltweit gefeierten Modeschöpferin: Coco Chanel musste viele Kämpfe austragen, um zu jener Ikone zu werden, die die Französin noch heute, beinahe 50 Jahre nach ihrem Tod, verkörpert. Weit entfernt vom offiziellen Storytelling vermittelt „Coco Chanel, die Revolution der Eleganz“ neue Aufschlüsse über das romanhafte Schicksal der ewigen Mademoiselle. Die Modemacherin des 20. Jahrhunderts befreite die Frauen in den 1920er-Jahren nicht nur vom Korsett, sondern schuf sich durch ihren unkonventionellen Lebens- und Modestil ein ganzes Imperium.

 

So, 8.11., 22:05 – 23 Uhr, Arte
John Wayne – Amerika um jeden Preis (Dokumentation, F 2018)

Wer an den klassischen Westernhelden denkt, denkt an John Wayne. Er war der Prototyp des einsamen Cowboys. Wie kein zweiter Hollywoodschauspieler schuf er im Laufe seiner beeindruckenden Karriere mit über 170 Filmen amerikanische Mythen und Legenden. Was weniger bekannt ist: Im wahren Leben war Wayne als Mitglied der rechtsradikalen John Birch Society ein ultrarechter, homophober Macho und Rassist.

 

So, 8.11., 0:35 – 2:05 Uhr, SWR
Freier Fall (Spielfilm, D 2013)

Karriereaussichten bei der Bereitschaftspolizei, Nachwuchs unterwegs, die Doppelhaushälfte von den Eltern vorfinanziert: Marcs Leben ist gut eingerichtet. Doch dann lernt er bei einer Fortbildung den Kollegen Kay kennen. Der bringt ihm beim Lauftraining ein neues Gefühl von Leichtigkeit bei – und wie es ist, Gefühle für einen Mann zu entwickeln. Hin- und hergerissen zwischen der ihm vertrauten Welt und dem Rausch der neuen Erfahrung gerät ihm sein Leben zusehends außer Kontrolle. Im freien Fall kann Marc es niemandem mehr recht machen. Am wenigsten sich selbst.

Karsten Dahlem und Stephan Lacant als Drehbuchautoren ist es gelungen, in einem eindringlichen und souveränen Erzählstil das Buch zu einem intensiven Liebesfilm zu entwickeln. In der filmischen Umsetzung greift Lacant indes mit Unterstützung der starken Bildgestaltung von Sten Mende vor allem auf Bilder und Blicke zurück. Hauptfigur Marc (Hanno Koffler, der für diese Rolle für den deutschen Filmpreis nominiert war) pendelt zwischen der testosterongeschwängerten Polizeiwelt und der homosexuellen Welt, zwischen kleinbürgerlicher Familienidylle und dem verführerischen Lover Kay.

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