Kultur
   1 Monat
Foto: Jonas Leupe

QueerScreen 06.07.–12.07.20

Das beste der aktuellen Fernsehwoche - gefiltert durch die schwul-lesbische Brille.

Mo, 6.7., 6:40 – 7:25 Uhr, ONE
Familie Dr. Kleist (125): Fremdstoffe (Serie, D 2019)

Die Katze ist aus dem Sack: Piwi ist schwul. Während der weibliche Teil der Familie damit überhaupt kein Problem zu haben scheint und Christian seine anfänglichen Probleme überwunden hat, sieht die Sache bei Christians jüngerem Sohn Paul etwas anders aus. Pauls Schwester Clara will für ihren großen Bruder da sein, kommt nach Eisenach und versucht zu vermitteln. Dann steht Piwis Frau Anke vor der Tür. Zutiefst verletzt will sie einfach nicht wahrhaben, dass ihr Mann und Vater ihres Kindes tatsächlich homosexuell sein soll. Als sie versucht, ihn zu küssen, macht ihr Piwi unmissverständlich klar, dass er das nicht mehr möchte. Anke droht, ihm Ben wegzunehmen. Das alarmiert Christian …

 

Mo, 6.7., 10:25 – 12:15 Uhr, RTL II
Frauentausch (412) – Rositta tauscht mit Sandra (Doku-Soap, D 2015)

In dieser Folge nehmen die 50-jährige Rositta, eine Verfechterin gesunder Ernährung, und die 36-jährige lesbische Sandra, die einfach das Leben genießen möchte, jeweils den Platz der anderen ein. Sandra (36) lebt mit ihrer Frau Ines (41) sowie dem schwulen Hausfreund Andreas aus Cottbus zusammen. Hausfrau Ines ist gerne mal eifersüchtig, wenn Sandra zum Telefonhörer greift, um mit Bekannten zu telefonieren. Aber beim Essen sind sich die beiden immer einig: Hauptsache es schmeckt. Gesund? Egal! Beide Frauen leben ohne großes Ziel in den Tag hinein, genauso wie Dauergast Andreas (36). Der schwule Freund der beiden vertreibt sich seine Zeit am liebsten mit Yoga.

 

Mo, 6.7., 20:15 – 21:15 Uhr, TLC
Dragnificent! Entdecke die Queen in dir: Eine taffe Braut (Serie, USA 2020)

In „Dragnificient“ reist ein schillerndes Dragqueen-Quartett kreuz und quer durchs Land, um Frauen für einen besonders wichtigen Tag zu rüsten und ihnen umfassend unter die Arme zu greifen: von einer Kandidatin, die sich nach massivem Gewichtsverlust ein neues Selbstbewusstsein aufbauen will, über eine Frau, die Angst vor ihrem High School-Ehemaligentreffen hat, bis zu einer Braut, die von Angstzuständen geplagt wird. Mode-Expertin Jujubee, Make-up & Hair-Spezialistin Alexis, Party-Queen Thorgy und Event-Planerin BeBe machen aus grauen Mäusen und schüchternen Mauerblümchen strahlende Power-Frauen, die nicht nur durch ihr gutes Aussehen glänzen, sondern auch durch neu gewonnenes Selbstvertrauen, Mut und Selbstliebe.

Corinne ist eine erfolgreiche Wrestlerin aus New Jersey. Doch nachdem sie nun schon seit Jahren verlobt ist, will sie nicht mehr in den Ring steigen, sondern lieber heiraten. Da die Profi-Sportlerin oft wegen ihrer maskulinen Statur schikaniert wurde, ist sie überzeugt, dass sie nie im Leben ein Brautkleid finden wird, in dem sie sich an ihrem großen Tag wirklich gefällt. Doch das Drag Queen-Quartett bestehend aus Mode-Expertin Jujubee, Make-up & Hair-Spezialistin Alexis, Party-Queen Thorgy und Event-Planerin BeBe kommt Corinne zur Hilfe und zeigt ihr alle Tricks perfekter Weiblichkeit.

 

Mo, 6.7., 21:15 – 22:15 Uhr, TLC
Ich bin Jazz: Die nächste Etappe (Serie, USA 2020)

Geboren im falschen Körper. Jazz Jennings, die als Junge zur Welt kam, lebt seit dem Kindergarten als Mädchen. Inzwischen ist sie 18 Jahre alt und kämpft noch mit einigen Teenagerproblemen: Aussehen, Schule, Dating, Gruppenzwang und vieles mehr. Doch für Jazz ist das Erwachsenwerden weit schwieriger als für ihre Freundinnen: Das Transgender-Mädchen hat die Hormontherapie, die ihren knabenhaften Körper fraulicher macht, gut vertragen, doch die geschlechtsangleichende OP, die Jazz ganz zur Frau werden lässt, ist nicht optimal verlaufen. Nun muss sie für die dritte Operation wieder nach New York fliegen. Außerdem steht Jazz kurz vor ihren High School-Abschluss und muss sich entscheiden, ob sie nach Harvard oder Pomona geht.

Jazz‘ Brüder Sander und Griffen werden 21, also offiziell volljährig – und dürfen nun endlich Alkohol trinken. Bei der Feier am Meer kippen sie mit der Familie ihre ersten Schnäpse, nur Jazz darf nicht mittrinken. Doch Jazz hat andere Sorgen: Sie macht bald ihren High School-Abschluss und muss entscheiden, auf welches College sie geht. Außerdem wird das Transgender-Mädchen ein weiteres Mal operiert. Ihre geschlechts-angleichende OP lief nicht allzu gut, es gab heftige Komplikationen. Nun ist zwar alles verheilt, doch vom optischen Gesichtspunkt muss noch einiges nachgebessert werden.

 

Mo, 6.7., 23:40 – 0:40 Uhr, WDR
Zimmer frei! – Thomas Hermanns (Show, D 2013)

„Ich bin unterhaltungssüchtig. Ich muss immer und überall Entertainment produzieren“", meint Thomas Hermanns, der mit dem „Quatsch Comedy Club“ die Stand-up-Comedy hierzulande salonfähig machte und als Fernsehmoderator, Comedian und Autor seit mehr als zwei Jahrzehnten erfolgreich im deutschen Showgeschäft mitmischt. Für musikalische Unterhaltung sorgte Thomas Hermanns schon in der elterlichen Wohnung. „Ich bin ein Heimorgelkind und war so der kleine Franz Lambert unseres Blocks“, erinnert er sich an seine ersten Schritte als Entertainer. Nach Abschluss des Studiums der Theaterwissenschaften zog es ihn zunächst nach New York, wo er erstmals mit Stand-up-Comedy in Berührung kam. Thomas Hermans war begeistert und wagte 1992 in Hamburg das Experiment mit dem „Quatsch Comedy Club“, trotz vieler skeptischer Stimmen: „Da war Comedy bei uns eigentlich noch nicht existent, es gab nur Kleinkunstprogramme.“ Aus dem Experiment wurde schnell eine Erfolgsgeschichte, seit 1996 ist die Comedyshow regelmäßig bei Pro7 zu sehen und gilt bis heute als wichtiges Sprungbrett für die Karriere junger Nachwuchs-Comedians. Immer wieder inszeniert Thomas Hermanns auch die Shows befreundeter Künstler, und 2011 brachte er gemeinsam mit Hape Kerkeling dessen Film „Kein Pardon“ als Musical auf die Bühne. „Das war ein echter Brocken, wenn man zum ersten Mal ein Musical schreibt“, beschreibt er die künstlerische Herausforderung. Eher gelassen sieht Thomas Hermanns seinem Auftritt bei Christine Westermann und Götz Alsmann am Sonntag in Köln entgegen. Denn in einem Hörfunkinterview von WDR 4 sagte er vor Kurzem: „Das kölsche Motto ‚Et kütt wie et kütt‘ ist gar nicht so dumm, auch in einem größeren buddhistischen Kontext.“

 

Di, 7.7., 11:30 – 12 Uhr, NDR
Typisch! Onkel Emma im Szeneviertel (Dokumentation, D 2020)

Max Läufer hat sich dazu entschieden, den Feinkostladen in der Langen Reihe in Hamburg-St. Georg weiterzuführen. Sein Vater hat ihn vor 58 Jahren gegründet. Sogar die Neueröffnung eines Supermarktes vor zwei Jahren hat das kleine Geschäft überlebt. Jetzt muss der Hamburger täglich den Spagat machen. Sich einerseits den Kundinnen und Kunden zuwenden, für sie da sein. Aber so ist das eben als „Onkel Emma“. „Du bist alles in einem: Seelentröster, Entertainer, Eheberater, Plaudertasche, Hundefreund, Nachbar und Verkäufer“, sagt Max Läufer. Dazu kommt: Die Welt, die sich auf seiner 70 Quadratmeter großen Verkaufsfläche trifft, ist vielfältig. So wie das Viertel um den Hauptbahnhof. Es kommen alteingesessene Originale, schwule Pärchen, junge Familien, transsexuelle Friseure, gut verdienende Juppies, um sechs Uhr die Müllwerker, der Sportchirurg aus dem Krankenhaus gegenüber und Jens Riewa von der tagesschau. 

 

Di, 7.7., 14:30 – 16 Uhr, rbb
Herzlichen Glückwunsch (Spielfilm, D 2005)

Die treu sorgende Hausfrau und Mutter Vera steht kurz vor ihrem 50. Geburtstag. Die Vorbereitungen für die geplante Party laufen auf Hochtouren. Veras Ehemann Werner und ihre Mutter Charlotte sind von dem Tohuwabohu bereits leicht genervt, zumal sich Veras beste Freundin Regine ständig in alles einmischt. Die Ankunft von Veras und Werners erwachsenen Kinder sorgt für zusätzliche Aufregung. Da ist zum Beispiel Philipp, der seiner überfürsorglichen Mutter so manche Kopfschmerzen bereitet: Nicht nur, dass er anstatt eine Pilotenkarriere zu machen, „nur“ Flugbegleiter geworden ist – Philipp ist zudem auch noch schwul! Und seinen neuen Freund, den Franzosen Michel, hat er auch gleich mitgebracht.

 

Mi, 8.7., 11:30 – 13 Uhr, rbb
Herzlichen Glückwunsch (Spielfilm, D 2005)

Die treu sorgende Hausfrau und Mutter Vera steht kurz vor ihrem 50. Geburtstag. Die Vorbereitungen für die geplante Party laufen auf Hochtouren. Veras Ehemann Werner und ihre Mutter Charlotte sind von dem Tohuwabohu bereits leicht genervt, zumal sich Veras beste Freundin Regine ständig in alles einmischt. Die Ankunft von Veras und Werners erwachsenen Kinder sorgt für zusätzliche Aufregung. Da ist zum Beispiel Philipp, der seiner überfürsorglichen Mutter so manche Kopfschmerzen bereitet: Nicht nur, dass er anstatt eine Pilotenkarriere zu machen, „nur“ Flugbegleiter geworden ist – Philipp ist zudem auch noch schwul! Und seinen neuen Freund, den Franzosen Michel, hat er auch gleich mitgebracht.

 

Mi, 8.7., 0:05 – 0:33 Uhr, MDR
Kroymann (Comedy, D 2020)

 

Do, 9.7., 23:30 – 2:10 Uhr, rbb
La belle saison – Eine Sommerliebe (Spielfilm, F/B 2015)

Im Frankreich der 1970er-Jahre zieht die 23-jährige Delphine vom Bauernhof ihrer Eltern nach Paris, um Engstirnigkeit und ländlichen Moralvorstellungen zu entkommen. Dort lernt sie die extrovertierte Carole kennen, mit der sie sich gemeinsam in der Frauenrechtsbewegung engagiert und sich sogleich unsterblich in sie verliebt. Es dauert nicht lange, bis auch Carole, die noch nie mit einer Frau zusammen war, ihre Gefühle für Delphine entdeckt. Ihre stürmische Affäre wird jäh unterbrochen, als Delphines Vater schwer erkrankt und sie aufs Land zurückkehren muss, um ihrer Mutter bei der Arbeit auf dem elterlichen Bauernhof zu helfen. Von Sehnsucht getrieben, beschließt Carole ihren langjährigen Freund zu verlassen und Delphine zu folgen. Für die beiden Frauen beginnt ein Sommer voller leidenschaftlicher und glücklicher Momente. Als das idyllische Landleben jedoch erste Schattenseiten zeigt, muss Delphine schon bald entscheiden, wie offen sie zu ihrer Liebe stehen kann.

 

Do, 9.7., 0:15 – 1:15 Uhr, SWR
Express Yourself – Die Tänzer der Queen of Pop (Dokumentation, NL 2015)

Madonnas legendäre „Blond Ambition Tour“ 1990 schockierte die Öffentlichkeit: Der Superstar setzte sich bei der Welt-Tournee provokativ für die Rechte Homosexueller ein. Mit dabei waren ihre sieben Tänzer, alle blutjung, fast alle schwul. Mit Madonna wurden sie berühmt, Madonna selbst bekam immense Publicity. Die Truppe wurde von einem Filmteam begleitet, das die Tournee-Wochen hinter den Kulissen dokumentierte. Die Aufnahmen gingen um die Welt. Doch was während der Tournee so harmonisch wirkte, hatte Schattenseiten, die niemand erfuhr. In dem Film „Express yourself“ von Ester Gould und Reijer Zwaan treffen sich Madonnas Tänzer erstmals nach 25 Jahren wieder. Diesmal erzählen sie ihre wahre Geschichte.

 

Fr, 10.7., 17:20 – 17:50 Uhr, ONE
Lindenstraße (1702): Gelüftete Geheimnisse (Serie, D 2019)

Obwohl Lisa versucht, locker mit Pauls Outing umzugehen, kommt ihr der Gedanke, dass es sich dabei vielleicht nur um eine Phase im Teenageralter handeln könnte. Sie will der Sache auf den Grund gehen – und begeht unbeabsichtigt einen folgenschweren Fehler. Sunny begleitet Tanja beim Ausschleichen der Tabletten mit positivem Ergebnis. Heute aber hat sie einen wichtigen Termin. Kann sie Tanja allein lassen, ohne dass diese rückfällig wird?

 

Fr, 10.7., 21:45 – 22:40 Uhr, Arte
Pop Utopia: Der Traum von Gerechtigkeit (Dokumentation, D 2020)

Die zweiteilige Dokumentation „Pop Utopia“ zeichnet ein fesselndes Porträt der großen Träume der Menschheit im 20. und 21. Jahrhundert. Anhand des Soundtracks der Jahrzehnte werden die großen Utopien der Popkultur unter die Lupe genommen und soziale Bewegungen nachgezeichnet – vom Streben nach Gleichberechtigung und Antirassismus über den Drang nach sexueller Befreiung und einem Leben im Einklang mit der Natur bis hin zu Friedensprotesten. Der erste Teil führt von Martin Luther Kings Traum vom Ende des Rassismus über den American Dream – den Wunsch, es von ganz unten nach ganz oben zu schaffen – bis hin zu den Träumen der LGBT-Community von der Gleichberechtigung aller Geschlechter.

 

Fr, 10.7., 22:30 – 23:15 Uhr, ZDF
Aufgeklärt – Spektakuläre Kriminalfälle: Falsche Fährten: Der Fall Walter Sedlmayr (Dokumentation, D 2019)

Juli 1990. Ein Mann wird in seiner Wohnung brutal ermordet. Das Opfer: der bayerische Volksschauspieler Walter Sedlmayr. Sein größtes Geheimnis kommt nun ans Licht. Der Vorzeige-Bayer war homosexuell. Damals ein Riesenskandal. Sedlmayr lag gefesselt im Bett – daneben: Kondome, eine Peitsche. Was ist hier geschehen? Wer hat Walter Sedlmayr umgebracht? Zwei Kriminal-Experten rollen den spektakulären Fall noch einmal auf. Die Psychologin Katinka Keckeis arbeitet im Gefängnis mit gefährlichen Straftätern. Der ehemalige Profiler Axel Petermann war fast 30 Jahre lang als Mordermittler tätig. Die beiden folgen den Spuren des Walter Sedlmayr. Walter Sedlmayr, am 6. Januar 1926 in München geboren, war der Inbegriff eines Parade-Bayern. Sein Vater, ein Tabakhändler, war der Typ Bayer, den er später in seinen Rollen immer gespielt hat. Schauspielerisch gelingt Sedlmayr 1971 als Leibkoch von Ludwig II. der Durchbruch. Die Mischung aus Dokumentation und Fiktion macht ihn schlagartig bekannt. Er wird Star zahlreicher Fernsehserien und zum Inbegriff des kleinen Grantlers mit dem großen Herzen. Jeder kennt ihn als Revierleiter der „Polizeiinspektion 1“ oder als „Millionenbauer“ Josef Hartinger. Er wird zum Gesicht einer bekannten Brauerei und zum Highlight auf dem Münchner Nockherberg. Ins Visier der Ermittler gerät zuerst der Privatsekretär Sedlmayrs, der ein falsches Testament präsentiert. Mehr und mehr konzentriert sich der Verdacht dann auf den Ziehsohn des Schauspielers, der bei seinem Gönner in Ungnade gefallen ist. Zwei Jahre nach der Tat wird ihm und seinem Halbbruder der Prozess gemacht. Am 21. Mai 1993 werden sie zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Ihre Täterschaft streiten sie ab. Am 24. Juli 1993 bestätigt der Bundesgerichtshof das Urteil, die Revision wird verworfen, die Wiederaufnahme nicht bestätigt. Seit 2008 sind beide Brüder wieder frei. Ihre Strafe haben sie abgesessen. 2018 wollten sie vor Gericht erreichen, dass ihre Namen aus online archivierten Pressetexten verschwinden. Doch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte spricht ihnen dieses Recht nicht zu. Ihre beiden Namen werden immer untrennbar mit dem Mord an Walter Sedlmayr zusammenhängen.

 

Fr, 10.7., 22:45 – 23:35 Uhr, Arte
Pop Utopia: Die Flucht in den Traum (Dokumentation, D 2020)

Der zweite Teil erzählt vom Traum alternativer Lebensformen, von wilden Drogenexperimenten der 60er- und 70er-Jahre, dem gemeinschaftlichen Rausch der sexuellen Befreiung und dem Traum, für den Jugendliche bis heute weltweit auf die Straße gehen: das Leben in Einklang mit der Natur und die Rettung unseres Planeten. „What a wonderful world“, sang Louis Armstrong noch verträumt, Marvin Gaye gab dem Umweltthema in den 70er-Jahren mit „Mercy Mercy Me“ eine neue Dringlichkeit, und Michael Jackson dichtete auf dem Zenit seines Ruhms mit dem „Earth Song“ eine wahre Hymne auf unseren Planeten. Zu diesen großen Träumen des 20. und 21. Jahrhunderts – den erfüllten, den geplatzten, den älteren und den neuen – äußern sich Musiker wie Michael Stipe von R.E.M., Jorma Kaukonen von Jefferson Airplane und die Politikerin und ehemalige Managerin von Ton Steine Scherben, Claudia Roth.

 

Fr, 10.7., 0:20 – 2:10 Uhr, MDR
Dallas Buyers Club (Spielfilm, USA 2013)

Dallas, 1985: Ron Woodroof führt ein Leben voller Exzesse. Der großspurige White-Trash-Cowboy steht auf Rodeo, Glücksspiel, Whiskey, Kokain und Frauen. Schlägereien und ungeschützter Sex mit Prostituierten gehören für ihn zum Alltag. Genauso wie seine Wett- und Saufkumpane verachtet er Homosexuelle und lässt kein Mitgefühl aufkommen für Hollywoodstar Rock Hudson, der gerade an Aids gestorben ist. Niemals hätte er es sich träumen lassen, selbst daran erkrankt zu sein. Deshalb tickt der Choleriker komplett aus, als ihm Dr. Sevard und Dr. Eve Saks nach einem Arbeitsunfall die niederschmetternde Diagnose mitteilen. Statt den Ärzten zu vertrauen, die ihm nur noch 30 Tage geben, beginnt er sich selbst zu behandeln und findet heraus, dass alternative Präparate mehr bringen als das einzige amerikanische Medikament AZT. Doch die Beschaffung im Ausland ist teuer und die Einfuhr jedes Mal ähnlich riskant wie Drogenschmuggel. Zudem möchte der Autodidakt Ron bei seinen Selbstversuchen ständig neue Mittel aus der ganzen Welt probieren. Weil er das auf Dauer alleine nicht finanzieren kann, muss der homophobe Texaner über seinen Schatten springen. Zusammen mit dem ebenfalls HIV-infizierten Transvestiten Rayon gründet er einen Beschaffungsring: den „Dallas Buyers Club“, der eine Gesetzeslücke nutzt und rasant wächst. Damit ruft er die mächtige Pharmalobby auf den Plan.

 

Fr, 10.7., 0:40 – 1:10 Uhr, Arte
Tracks (Magazin, D 2020)

„Tracks“ ist unterwegs im Popuniversum. Und im Zeichen des „Summer of Dreams“. „Tracks“ lebt den Traum von der befreiten Sexualität: Lieb' doch, wen du willst! Das Drehteam erforscht international den Einfluss der Popkultur auf die Akzeptanz von Queerness, spricht mit schwulen Musikern über ihre Erlebnisse im Popbusiness, trifft und erfährt von Julio Salgado wie es ist, als homosexueller Künstler ohne Papiere in den USA zu leben.

Mit folgenden Beiträgen:

(1): 60 Jahre Queer Pop: „Tracks“ wirft sich mitten rein in die traumhafte Geschichte von 60 Jahren queerer Popmomente. Die heutige Ausgabe wagt den Ritt durch die regenbogenfarbenen Geschichtsbücher des Pop – von Madonna und Grace Jones bis hin zu Lady Gaga und Sam Smith. 

(2): GayPop: Ob Conchita Wurst, Bright Light Bright Light oder Adam Lambert – sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind schwul. Auch wenn nicht alle von ihnen ihre Sexualität auch zum Teil ihrer Kunst machen, so haben doch alle unterschiedliche Erfahrungen mit Akzeptanz gemacht. „Tracks“ skizziert den Status quo der schwulen Popkultur.

(3): Dreamer: Julio Salgado: Julio Salgado gehört zur Generation der Dreamer – jener Einwanderer, die als Kinder illegal in die USA kamen und von einem sicheren Status und einem glücklichen Leben träumen. Doch Julio träumt nicht nur. Der Einwanderer ohne gültigen Aufenthaltsstatus formuliert mit seiner Kunst Forderungen an Gesellschaft und Politik.

 

Fr, 10.7., 1:10 – 2:55 Uhr, Arte
Mapplethorpe: Look at the Pictures (Dokumentation, GB 2016)

Wenige moderne Künstler haben die Gemüter zu Lebzeiten so erregt wie der Fotograf Robert Mapplethorpe. So skandalreich seine Kunst, so skandalös sein Leben. Offen gelebte Homosexualität und Besuche von Sadomaso-Clubs prägen sowohl sein ausschweifendes Leben als auch sein Werk. Mit seinen kunstvollen Porträts, seinen makellosen und hochartifiziellen floralen Stillleben aber auch fetischistischen Schockfotos erhob er die Fotografie, die seinerzeit noch nicht als gleichwertig zu Malerei oder Skulptur angesehen war, zur bildenden Kunst. Heute gilt Robert Mapplethorpe als einer der bekanntesten und wichtigsten amerikanischen Fotografen des 20. Jahrhunderts.

 

Sa, 11.7., 6:45 – 7:15 Uhr, ONE
Lindenstraße (1702): Gelüftete Geheimnisse (Serie, D 2019)

Obwohl Lisa versucht, locker mit Pauls Outing umzugehen, kommt ihr der Gedanke, dass es sich dabei vielleicht nur um eine Phase im Teenageralter handeln könnte. Sie will der Sache auf den Grund gehen – und begeht unbeabsichtigt einen folgenschweren Fehler. Sunny begleitet Tanja beim Ausschleichen der Tabletten mit positivem Ergebnis. Heute aber hat sie einen wichtigen Termin. Kann sie Tanja allein lassen, ohne dass diese rückfällig wird?

 

Sa, 11.7., 17:45 – 18:45 Uhr, TLC
Ich bin Jazz: Die nächste Etappe (Serie, USA 2020)

Geboren im falschen Körper. Jazz Jennings, die als Junge zur Welt kam, lebt seit dem Kindergarten als Mädchen. Inzwischen ist sie 18 Jahre alt und kämpft noch mit einigen Teenagerproblemen: Aussehen, Schule, Dating, Gruppenzwang und vieles mehr. Doch für Jazz ist das Erwachsenwerden weit schwieriger als für ihre Freundinnen: Das Transgender-Mädchen hat die Hormontherapie, die ihren knabenhaften Körper fraulicher macht, gut vertragen, doch die geschlechtsangleichende OP, die Jazz ganz zur Frau werden lässt, ist nicht optimal verlaufen. Nun muss sie für die dritte Operation wieder nach New York fliegen. Außerdem steht Jazz kurz vor ihren High School-Abschluss und muss sich entscheiden, ob sie nach Harvard oder Pomona geht.

Jazz‘ Brüder Sander und Griffen werden 21, also offiziell volljährig – und dürfen nun endlich Alkohol trinken. Bei der Feier am Meer kippen sie mit der Familie ihre ersten Schnäpse, nur Jazz darf nicht mittrinken. Doch Jazz hat andere Sorgen: Sie macht bald ihren High School-Abschluss und muss entscheiden, auf welches College sie geht. Außerdem wird das Transgender-Mädchen ein weiteres Mal operiert. Ihre geschlechts-angleichende OP lief nicht allzu gut, es gab heftige Komplikationen. Nun ist zwar alles verheilt, doch vom optischen Gesichtspunkt muss noch einiges nachgebessert werden.

 

Sa, 11.7., 20:15 – 21:45 Uhr, BR
Drei in fremden Betten (Spielfilm, D 1995)

Die Hoteliers Otto und Ludwig König sind aus dem Häuschen. Ihre reiche Schwester Nane, Besitzerin des Hotel Sacher in Wien, will zum fünften Mal heiraten. Doch leider hat der Ehekandidat Dr. Brösel allen Verführungskünsten Nanes bislang widerstanden. Von einer Blumenverkäuferin erfährt Ludwig, dass Dr. Brösel alias „Urnen Eddy“ Stammgast in Münchner Schwulen-Bars ist.

 

Sa, 11.7., 23:40 – 1:50 Uhr, Das Erste
Besser geht's nicht (Komödie, USA 1997)

Der alternde Schriftsteller Melvin Udall (Jack Nicholson) ist kein Mensch, dem man gerne auf der Straße begegnet. Was auch nicht sehr oft vorkommt, denn der von Zwangsneurosen geplagte Misanthrop zieht es vor, einen Großteil des Lebens im Schutze seines New Yorker Apartments zu verbringen, das er nur verlässt, um in seinem Stammlokal das tägliche Mittagessen einzunehmen. Dort arbeitet die Kellnerin Carol Connelly (Helen Hunt), alleinstehende Mutter eines kleinen, an Asthma erkrankten Jungen. Trotz des anstrengenden, oft frustrierenden Alltags versucht sie, ihren Mitmenschen mit Güte und Nachsicht zu begegnen – was bei einem unausstehlichen Zeitgenossen wie Melvin schwerfällt, der mit beleidigenden, menschenverachtenden Äußerungen auffällt. Besonders deutlich zu spüren bekommt das Melvins Nachbar Simon Bishop (Greg Kinnear), ein sensibler Maler, der seine Homosexualität offen auslebt und von dem störrischen Autor regelmäßig als „Tunte“ beschimpft wird. Doch als Simon eines Tages von einer Jugendbande überfallen und schwer verletzt wird, ist es ausgerechnet Melvin, der widerwillig die Obhut von dessen Schoßhündchen Verdell übernimmt. Überraschenderweise entwickelt sich zwischen dem kleinen Hund und seinem neuen Herrchen bereits nach kurzer Zeit eine herzliche Freundschaft, und es fällt Melvin spürbar schwer, das Tier an Simon zurückzugeben, als der nach einem längeren Krankenhausaufenthalt wieder nach Hause kommt. Für den Maler brechen jetzt harte Zeiten an: Nicht nur, dass sich Verdell von ihm entfremdet hat – er steht auch vor dem Ruin. Um finanziell wieder auf die Beine zu kommen, muss Simon zu seinen Eltern nach Baltimore fahren und sie um ein Darlehen bitten. Für diese Reise gibt es nur einen geeigneten Chauffeur: ausgerechnet Melvin. Dieser willigt zwar ein, bittet jedoch Carol, der er in der Zwischenzeit einen großen finanziellen Dienst erwiesen hat, sie auf der Fahrt zu begleiten. Melvin hat sich insgeheim längst in die resolute Kellnerin verliebt. Mehr noch: Er glaubt, dass sie die Einzige ist, die ihm helfen kann, ein besserer Mensch zu werden.

 

So, 12.7., 17 – 17:50 Uhr, ZDF neo
Death in Paradise: Mord an Bord (Serie, GB 2011)

Detective Inspector Richard Poole soll den Häftling Leon Hamilton nach Sainte Marie überstellen. Dafür wird er extra an ihn gekettet. Doch auf dem Boot wird Hamilton hinterrücks erstochen. Mittel und Gelegenheit sind schnell ausgemacht. Jeder auf der Fähre hätte in dem Chaos den Mord begehen können. Viele Menschen hätten auch ein Motiv: Hamilton hat die halbe Insel mit seinem pleite gegangenen Bauprojekt um ihr Geld gebracht. Besonders schwer getroffen hat es den Investor Gordon Foster, der sich im volltrunkenen Zustand erkundigt hatte, wie viel es kosten würde, Hamilton zu beseitigen. Und so fällt der Verdacht erst einmal auf den Möchtegernkiller Samuel King. Fidel und Dwayne jagen derweil eine falsche Bettlerin, die auf dem Markt Touristen bestiehlt. Dann wird plötzlich Leon Hamiltons Witwe Ann, die extra aus Guadeloupe eingeflogen war, um die Leiche zu identifizieren, tot aufgefunden. Der Fall wird immer verworrener. Erst als sich Fidels falsche Bettlerin als junger Mann in Frauenkleidern entpuppt, geht Detective Inspector Poole ein Licht auf.

 

So, 12.7., 23:10 – 23:40 Uhr, ZDF
Lukas: Mann und Maus (Serie, D 1996 – 2011)

 

So, 12.7., 23:40 – 0:10 Uhr, ZDF
Lukas: Romeo und Julia (Serie, D 1996 – 2011)

 

So, 12.7., 0:10 – 0:35 Uhr, ZDF
Lukas: Frühlings Erwachen (Serie, D 1996 – 2011)

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