Kultur
   2 Wochen
Foto: Francisco Andreotti

QueerScreen - 07.06.–13.06.21

Das beste der aktuellen Fernsehwoche - gefiltert durch die schwul-lesbische Brille.

Mo, 7.6., 0:20 – 1:20 Uhr, tagesschau24
Domian live (Talk, D 2021)

Ein Mann, keine Tabus. Jürgen Domian öffnet sich neuen Geschichten. Das Besondere an seiner Sendung „Domian live“: Jürgen Domian kennt weder die Gäste noch die Themen, die sie in seine Sendung mitbringen. Wiederholung vom 21.05.2021.

 

Di, 8.6., 22 -22:50 Uhr, BR
Der Schwammerlkönig: Zwanzigtausend Rindsbratwürst' (Familienserie, D 1987)

Fritz Schwaiger pachtet einen vor der Rennbahn in Riem leerstehenden Kiosk vom Bäcker Haller und macht kurzerhand eine Cocktailbar daraus. Als er von einem bevorstehenden, riesigen Open-Air Festival hört, sieht er seine große Chance als Jungunternehmer im Catering-Service. Hartnäckig und mit all seiner Überredungskraft zieht er „Dädy“ Schwaiger (Walter Sedlmayr) mit ins Geschäft.

 

Di, 8.6., 22:15 – 22:45 Uhr, ZDF
37° – In der Abseitsfalle: Kein Coming-out im Fußball? (Dokumentation, D 2021)

Für viele ist Fußball alles, nur nicht schwul! Aber klar gibt es homosexuelle Spieler. Wie groß ist der seelische Druck, nicht offen zu seiner Sexualität stehen zu können? Wie hält man das aus? Thomas Hitzlsperger, Marcus Urban und Benjamin Näßler sprechen über ihre Erfahrungen mit dem Coming-out – und darüber, wie wichtig ein offenes Bekenntnis für die Leistungsfähigkeit auf dem Platz und für das persönliche Glück ist.

Bislang gibt es keine Studie zur Anzahl der schwulen Spieler in der Bundesliga – und keinen aktiven deutschen Profispieler, der sich zu seiner Homosexualität bekannte. Thomas Hitzlsperger ist diesen Schritt bisher als Einziger gegangen. Das war 2014, allerdings erst nach seiner aktiven Spielerzeit. Als Fußballer hat er ganz oben mitgemischt: Mit dem VfB Stuttgart hat er 2007 die deutsche Meisterschaft gewonnen, mit der Nationalmannschaft wurde er Dritter beim „Sommermärchen“ – der Heim-WM 2006.

Seinem knallharten Schuss mit links verdankt er den Spitznamen „Hitz The Hammer“. Und straft damit all jene Lügen, die glauben, Schwule seien zu „weich“ für „echten Männersport“.

Es dauerte lange, bis sich der heute 38-Jährige seine Homosexualität eingestand. Als er mit dem Gedanken spielte, sich zu outen, rieten ihm die wenigen Eingeweihten dringend davon ab. „Du wirst es nicht aushalten', war ihre Sorge", erinnert sich Hitzlsperger. „Als Profispieler ist man ohnehin einem enormen Druck und der ständigen Öffentlichkeit ausgesetzt. Einen zusätzlichen Rucksack muss man erst mal tragen können.“ Marcus Urban hat der Druck und die innere Zerrissenheit wohl eine Karriere als Profifußballer gekostet. Als Jugendnationalspieler war er ein aufgehender Stern bei Rot-Weiß Erfurt, eines der großen Talente des ostdeutschen Fußballes. „Aber dass ich mich für Männer interessierte, wurde zu einem Riesenproblem für mich. Das darf nicht sein – ich bin Fußballer!“

Urban, der für sein ästhetisches und passgenaues Spiel gefeiert wurde, gab sich zunehmend aggressiv auf dem Platz, pöbelte manchmal sogar mit homophoben Beleidigungen. „Ich wollte mit keiner Geste verraten, dass ich schwul bin.“ Er hatte Angst vor dem Karriereende, Angst davor, zum Außenseiter zu werden. „Vor allem in der Kabine fühlte ich mich verdammt einsam. Ich war nie wirklich Teil der Mannschaft, habe einen großen Teil meiner Persönlichkeit vor allen versteckt, auch vor mir selbst. Das war ein ständiges Schwanken zwischen Selbsthass und Depression.“ Schließlich gab er den Traum vom Profifußball auf. „Ein Spiel hat 90 Minuten. Ein Leben, wenn's gut läuft, vielleicht 90 Jahre. Ich wollte lieber frei sein, als meine Sexualität und mein Wesen der Karriere wegen weiter zu verleugnen.“

Auch Benjamin Näßler hat jahrelang seine Homosexualität vor seiner Familie, seinen Freunden und seiner Mannschaft versteckt. Dabei spielte der heute 31-Jährige bloß in der Kreisliga in seiner schwäbischen Heimat. „Es ging eigentlich um nichts – und doch um alles. Ich wusste, was die Menschen in meiner Umgebung mit dem Wort 'schwul' assoziierten. Das war nie was Gutes.“ Benjamin Näßler tat alles, um nicht aufzufallen.

„Ich habe Freundinnen erfunden und mich machohaft benommen. Als mir alles über den Kopf wuchs, dachte ich sogar daran, mich umzubringen.“ Nach langen inneren Kämpfen fand er den Mut, sich zu seiner Homosexualität zu bekennen. 2017 heiratete er seinen langjährigen Freund. Und im Jahr 2020 wagte er sogar den Schritt an die Öffentlichkeit und setzt sich nun als amtierender „Mr. Gay Germany“ mit seinen Kampagnen „Doppelpass“ und „Liebe kennt keine Pause“ gegen Diskriminierung und Schwulenhass im Fußball ein. „Vor allem jungen Spielern will ich es leichter machen, sich zu outen und stolz auf sich zu sein. Im Fußball geht es um Erfolg, und dabei ist es völlig egal, wen du liebst!“

Welche Erfahrungen haben prominente Akteure der Branche mit Homophobie im Fußball gemacht? Das fragt „37°“ auch den Ex-Trainer und Technischen Direktor vom FC St. Pauli, Ewald Lienen, die beiden Bundesliga-Spieler Christopher Trimmel und Christian Gentner von Union Berlin sowie den St.-Pauli-Fan und Sänger der Band Kettcar, Marcus Wiebusch. Wo sehen sie die Ursachen für die Tabuisierung? Und welche Ansätze und Signale gibt es aktuell für mehr Toleranz und Diversität?

 

Mi, 9.6., 14 – 15:30 Uhr, ONE
Der große Rudolph (Spielfilm, D/CZ 2018)

Rudolph Moshammer (Thomas Schmauser) ist der prominenteste Modemacher im München der 1980er-Jahre. An der Seite seiner Mutter Else (Hannelore Elsner) empfängt er in seinem Laden in der Maximilianstraße die Schickeria der Stadt. Das reicht seinen stillen Teilhabern und Finanziers Toni (Hanns Zischler) und Gerdi (Sunnyi Melles) aber nicht mehr aus. Sie wollen den Umsatz des Geschäfts steigern – mit dem Hoch- und Geldadel als Kundschaft. Rudolph Moshammer soll den schwerreichen Grafen von Antzenberg (Robert Stadlober) für sich gewinnen. Toni rät ihm, eine junge, verführerische Frau für den Verkauf einzustellen. Durch Zufall findet Rudolph Moshammer die auf den ersten Blick nicht besonders auffällige und ungeschickte Evi (Lena Urzendowsky), eine junge Fußpflegerin aus Augsburg. Aus ihr, so erklärt Rudolph Moshammer, werde er eine aufregende Frau machen. Evi hebt sich mit ihrer unkonventionellen und naiven Art von Moshammers restlichen Angestellten ab. Der Modemacher setzt viel Vertrauen in sie und eröffnet ihr einen neuen Blick auf sich selbst. Das scheint sich zu rächen, als Evi den Grafen von Antzenberg in Moshammers Laden aufgrund seiner Kleiderwahl als farbenblind bezeichnet. Empört verlässt dieser das Geschäft, gefolgt von Rudolph Moshammer, der sich für seine Angestellte entschuldigt und ihn mit seiner philosophischen Sichtweise zum Nachdenken anregt. Toni und Gerdi glauben, alles sei verloren, doch der Graf ist so beeindruckt von Moshammer, dass er beschließt, ihm einen Großauftrag zu erteilen. Es stellt sich heraus, dass Evi eingeweiht und ihr Auftreten vom Modemacher geplant war. Ihre Fähigkeit, die Menschen zu berühren, sieht Moshammer als große Gabe. Moshammers Affinität zu Evi stellt das Verhältnis zwischen ihm und seiner Mutter allerdings gehörig auf die Probe. Immer noch besorgt wegen des drohenden Ausstiegs ihrer Finanziers, lädt Else den Reporter Yogi Darchinger (Daniel Christensen) vom Privatsender München TV ein. Ihre Idee, Moshammers langjähriges Engagement zugunsten der Bedürftigen in München medienwirksam zu inszenieren, stößt bei ihrem Sohn jedoch auf Ablehnung. Nur widerwillig beugt Moshammer sich den Plänen seiner Mutter. Der Modedesigner lädt auf Anweisung des Reporters Obdachlose in seinen Laden ein, doch die Aktion eskaliert, als Yogi Darchinger die Menge aufstachelt, um seinen Bericht aufzuwerten. Während die Obdachlosen in Moshammers Laden rebellieren, ruft Graf von Antzenberg an und lädt ihn, seine Mutter Else und Evi zu einem Fest bei sich ein. Am Abend spricht Rudolph mit seiner Mutter und eröffnet ihr, dass Evi sie zur Feier begleiten wird. Else, der die neue Angestellte von Anfang an ein Dorn im Auge war, entwickelt einen Plan, um endgültig einen Keil zwischen Evi und ihren Sohn zu treiben und zu verhindern, dass Evi tatsächlich auf das Fest des Grafen geht. Durch die Intrigen seiner Mutter sieht Moshammer sich plötzlich gezwungen, sich zwischen ihr und Evi zu entscheiden. Doch Evi lässt sich nicht mehr alles gefallen. Auf dem Anwesen der von Antzenbergs eskaliert die Situation vor den Augen derjenigen, die der Modemacher eigentlich als Kunden gewinnen wollte.

Angelehnt an das Leben des 2005 verstorbenen Modemachers Rudolph Moshammer, erzählt die Gesellschaftssatire 'Der große Rudolph' eine fiktive Geschichte über Schönheit, Geld, Glamour und eine ungewöhnliche Freundschaft zweier Außenseiter und Einzelgänger im München der 1980er-Jahre. Es ist außerdem eine Geschichte über die Kunst des Verkaufens, aber auch über eine einzigartige Hassliebe zwischen Mutter und Sohn.

 

Mi, 9.6., 20:15 – 21 Uhr, 3sat
Mein Körper, meine Liebe – Lesben, Schwule und Transgender (Dokumentation, D 2021)

Schwule, Lesben und Transgender – immer mehr Menschen bekennen sich dazu, dass sie anders fühlen als ihr biologisches Geschlecht es nahelegt. Wie offen können sie heute ihre Sexualität ausleben? 

Erst vor 27 Jahren endete die Strafverfolgung von Homosexuellen. Heute sehen sich 7,4 Prozent der Deutschen als sexuelle Abweichler, als „queer“ – ein Spitzenwert in Europa. Ist die Gesellschaft toleranter geworden? Ist die Homo-Ehe mittlerweile akzeptiert? 

Die Dokumentation „Mein Körper, meine Liebe – Lesben, Schwule und Transgender“ zeigt Menschen, die abseits der sexuellen Norm leben: einen schwulen Fußballclub in München, ein lesbisches Paar in Zürich, einen schwulen Polizisten in Wien, eine transsexuelle Politikerin. Wie wichtig war für sie das Coming-out? Wo stoßen sie auf gesellschaftliche Grenzen? Was macht ihnen das Leben schwer? 

Benjamin und Chris aus Frankfurt beispielsweise sind seit über elf Jahren ein Paar. Die beiden konnten sich ganz offiziell das Jawort geben, denn seit 2017 ist in Deutschland die Ehe für alle erlaubt. Davon können Karin und Iris aus Zürich nur träumen. Sie haben zwei Kinder, doch eine gleichgeschlechtliche Ehe ist in der Schweiz noch immer verboten. 

In männerdominierten Berufen, in denen gern mal der Macho rausgelassen wird, haben es Homosexuelle nach wie vor schwer. Der schwule Wiener Polizist Dominique Schibler engagiert sich deshalb bei den „GayCopsAustria“. Der Verein sieht der sich als Anlaufstelle für schwule, lesbische und Transgender-Beamte, will Vorurteile innerhalb der österreichischen Polizei abbauen. Dominique berichtet von offenen und verdeckten Diffamierungen schwuler Polizisten im Berufsalltag. 

Wie schwer es die Gesellschaft jungen Menschen macht, zu ihrer sexuellen Identität zu finden, zeigt das Beispiel der jungen Helen, die in der niederrheinischen Provinz lebt. Sie hat sich ihrer Mutter per Brief geöffnet – zu groß war die Angst vor Ablehnung und Zurückweisung. Ihre Freundinnen in der Schule wussten da längst Bescheid. 

„Ein Coming-out ist wie einem Sprung vom Zehnmeterbrett. Jeder springt für sich allein“, sagt Experte Johannes Kram. Er hat das Buch „Ich habe nichts gegen Schwule, aber ...“ geschrieben. Er fordert weitere spektakuläre „Coming out“-Aktionen, wie die kürzlich von 185 deutschen Schauspielern und Bühnenstars. Es muss noch eine Menge passieren, glaubt Kram. Noch immer ist „schwule Sau“ eines der beliebtesten Schimpfwörter auf deutschen Schulhöfen und in den Fußballstadien. 

Wie schwer es ist, gesellschaftliche Muster aufzubrechen, weiß auch Tessa Ganserer. Sie ist die erste deutsche Politikerin, die sich als transsexuell geoutet hat. Ganserer sitzt im bayerischen Landtag und muss Wähler für sich gewinnen. Sie will bald für ihre Partei Bündnis 90/Die Grünen in den Bundestag einziehen. Sie berichtet, wie sehr sie unter dem „falschen Leben“, dem früheren Versteckspiel, gelitten hat.

In osteuropäischen Ländern wie Polen oder Ungarn wird die Lage für queere Menschen immer schwieriger. Kleinstädte und Gemeinden werden zu „LGBTQ-freien Zonen“ erklärt, Anfeindungen und Übergriffe auf „Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer“ nehmen zu. Könnte der neue Hass auf sexuelle Minderheiten auch auf uns übergreifen? 

Volker Wasmuth und Patrick Zeilhofer zeigen mit ihrer Dokumentation, wie Europa mit sexuellen „Abweichlern“ umgeht. Welche Hürden müssen Schwule und Lesben überwinden, welche Erfahrungen haben Transsexuelle gemacht? Sind wir auf einem guten Weg in eine offene, buntere Gesellschaft?

 

Mi, 9.6., 21 – 22:30 Uhr, 3sat
Hass gegen LGBTQ – Von Diskriminierung und Widerstand (Dokumentation, CH 2021)

Sie werden angepöbelt, angespuckt und zusammengeschlagen: queere Menschen. Gewalt, Demütigung und Diskriminierung gehören zu ihrem Alltag. Homofeindlichkeit ist allgegenwärtig. 

Zu Übergriffen gibt es in der Schweiz keine offizielle Statistik, doch die Schwulenorganisationen stellen eine starke Zunahme fest. Im Film erzählen Queers von offensichtlicher und subtiler Diskriminierung. Zu Wort kommen auch ihre Familien und Freund*innen. 

Um Problemen aus dem Weg zu gehen, vermeiden es viele Lesben, Schwule und Transmenschen, öffentlich Händchen zu halten und die Partnerin oder den Partner zu küssen. Schwule haben gegen offene Aggressionen zu kämpfen, sie werden als „abnormal“ und „unnatürlich“ beschimpft. Lesben werden oft nicht ernst genommen und erleben grobe Anmache: „Darf ich mitmachen?“ gehört zu den Standardsprüchen, die sie von Männern zu hören bekommen – erniedrigende Sexualisierung als wiederkehrende Alltagserfahrung. 

Die schwelende Homofeindlichkeit zeigt sich auch in der Alltagssprache. Die Bezeichnungen „Schwuchtel“ oder „schwul“ werden noch immer im Kontext einer Beschimpfung oder Beleidigung ausgesprochen. Oft bleibt es nicht bei verbaler Gewalt. 

Der 21-jährige Lenny zum Beispiel hat eine Attacke erlebt, die sein Leben für immer veränderte. Lenny identifiziert sich als „nonbinär“, fühlt sich also weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugehörig. Vor zwei Jahren lief Lenny einer alkoholisierten Gruppe über den Weg. Die jungen Männer drangsalierten ihn und nannten ihn eine Schwuchtel. Einer der Täter schlug Lenny eine Bierflasche über den Kopf. Seit dem Schlag ist Lenny auf einem Ohr taub. Den Traum von einer Karriere als Musiker musste er aufgeben. Zudem leidet er seit dem Angriff unter einer posttraumatischen Belastungsstörung und ist in psychiatrischer Betreuung. 

Der Film erzählt von roher Gewalt, Herabsetzung und innerer Not. Es geht um die Diskriminierung zweier werdender Mütter, um das Schicksal eines Schwulen, der als Gastarbeitersohn in einem durch und durch homophoben Umfeld aufgewachsen ist, und um die Ausgrenzung eines lesbischen Paars in der Freikirche. Dass der Hass gegen Queers eine lange Geschichte hat, zeigt die Lebensgeschichte von Liva Tresch. Die 87-jährige Fotografin hat sich früh entschieden, ihre Liebe zu Frauen offen zu leben. Sie stellte sich dem Druck von außen, musste aber auch die Prägung aus ihrer Kindheit im Urnerland überwinden: „Ich war mein größter Feind.“

In den letzten Jahrzehnten hat sich Vieles verändert. Dennoch ist Homofeindlichkeit in einer scheinbar toleranten Gesellschaft immer noch weiter verbreitet als angenommen. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2019 der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ergab: Rund zehn Prozent aller Erwachsenen in der Schweiz halten Homosexualität für unmoralisch, fast 30 Prozent lehnten die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren zum Zeitpunkt der Befragung ab. 

Keinesfalls existiert die Homophobie nur in der älteren Generation. Von den jüngeren Erwachsenen, die sich zur Umfrage äußerten, fanden es 23 Prozent ekelhaft, wenn sich Homosexuelle in der Öffentlichkeit küssen. Männliche Jugendliche, ergab die Umfrage, äußern doppelt so häufig homofeindliche Einstellungen wie junge Frauen.

 

Mi, 9.6., 22 – 22:50 Uhr, NDR
Großstadtrevier: Der Master (Serie, D 2018)

Warum ist die 13-jährige Hanna Weber in eine Apotheke eingebrochen? Piet Wellbrook und Paul Dänning bringen Hanna, die sie auf frischer Tat ertappt haben, zu ihrem Vater Ulrich Weber, der das Mädchen nach dem Tod seiner Ehefrau alleine aufzieht. Piet bemerkt einige Bücher des Gurus Sky Masterssohn in der Wohnung der Webers. Schon am nächsten Tag treffen sie Hanna im Krankenhaus wieder. Das Mädchen ist auf offener Straße zusammengebrochen. Aber als die Diagnose Herzmuskelentzündung vermutlich infolge einer verschleppten Mandelentzündung feststeht, ist Hanna aus dem Krankenhaus verschwunden. Was hat der Guru Sky Masterssohn, der sich in die Suche nach Hanna einmischt und dem der Vater Ulrich aufs Wort gehorcht, mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun?

Dirk Matthies und Harry Möller ermitteln derweil im Panoptikum an der Reeperbahn. Die Wachsfigur von Olivia Jones ist verschwunden. Holger Wiedanje, der Chef des Wachsfigurenkabinetts, behauptet, dass zwei kleine Mädchen ihn niedergeschlagen und in eine Putzkammer gesperrt haben. Dann seien sie mit der Wachsfigur von Olivia Jones verschwunden.

 

Do, 10.6., 21:15 – 22:10 Uhr, TLC
Mutter muss mit! (Staffel: 2 , Folge: 8) (Serie, USA 2020)

Zwischen Mama Mary und ihrer Tochter gibt es nun keinerlei Geheimnisse mehr: Mary weiß nun, dass Brittani bisexuell ist und ihre erste Liebe ein Mädchen war. Diese Intimität macht Mary glücklich, denn ihr nächstes Mutter-Tochter-Highlight ist ein Besuch beim Schönheitschirurgen, wo sich die beiden am selben Tag operieren lassen wollen. Brittany möchte sich nach einer extremen Gewichtsabnahme die Haut straffen lassen und endlich einen flachen Bauch bekommen, um sich wieder wohl zu fühlen. Da sie große Angst vor der OP hat, ist sie überglücklich, dass ihre Mom mitkommt.

 

Do, 10.6., 22 – 22:50 Uhr, NDR
Die Kanzlei: Blutgrätsche (Serie, D 2016)

Der Profi-Fußballer Marco Verween befürchtet, von dem Videoblogger Gunther Lüttich geoutet zu werden. Lüttich, der für seine gründlichen Recherchen bekannt ist, will zum Thema „schwule Fußballer“ einen Bericht machen und Verween als Beispiel nennen. Vermutlich hat Lüttich Fotos von Marco und seinem Freund. Marco Verween ist sich sicher, dass er als schwuler Fußballspieler keine Chance mehr hätte, seine Karriere fortzusetzen. Markus Gellert muss verhindern, dass Gunther mit seinem Wissen an die Öffentlichkeit geht. Aber vor allem will er wissen, was Lüttich davon hat!

 

Fr, 11.6., 21:05 – 21:30 Uhr, RTL plus
Nikola: Ganz unten (Sitcom, D 2003)

Nikola befindet sich im Tief: Ihr schwuler Freund Tim hat ihr die Freundschaft gekündigt, sie hat ihren Job verloren und der Versuch, mit Schmidt auf einen grünen Zweig zu kommen, ist auch gescheitert. Aber als echte Kämpfernatur kann sie nichts aus der Bahn werfen: Nikola kümmert sich um einen neuen Job.

 

Sa, 12.6., 9:45 – 11:15 Uhr, ONE
Der große Rudolph (Spielfilm, D/CZ 2018)

Rudolph Moshammer (Thomas Schmauser) ist der prominenteste Modemacher im München der 1980er-Jahre. An der Seite seiner Mutter Else (Hannelore Elsner) empfängt er in seinem Laden in der Maximilianstraße die Schickeria der Stadt. Das reicht seinen stillen Teilhabern und Finanziers Toni (Hanns Zischler) und Gerdi (Sunnyi Melles) aber nicht mehr aus. Sie wollen den Umsatz des Geschäfts steigern – mit dem Hoch- und Geldadel als Kundschaft. Rudolph Moshammer soll den schwerreichen Grafen von Antzenberg (Robert Stadlober) für sich gewinnen. Toni rät ihm, eine junge, verführerische Frau für den Verkauf einzustellen. Durch Zufall findet Rudolph Moshammer die auf den ersten Blick nicht besonders auffällige und ungeschickte Evi (Lena Urzendowsky), eine junge Fußpflegerin aus Augsburg. Aus ihr, so erklärt Rudolph Moshammer, werde er eine aufregende Frau machen. Evi hebt sich mit ihrer unkonventionellen und naiven Art von Moshammers restlichen Angestellten ab. Der Modemacher setzt viel Vertrauen in sie und eröffnet ihr einen neuen Blick auf sich selbst. Das scheint sich zu rächen, als Evi den Grafen von Antzenberg in Moshammers Laden aufgrund seiner Kleiderwahl als farbenblind bezeichnet. Empört verlässt dieser das Geschäft, gefolgt von Rudolph Moshammer, der sich für seine Angestellte entschuldigt und ihn mit seiner philosophischen Sichtweise zum Nachdenken anregt. Toni und Gerdi glauben, alles sei verloren, doch der Graf ist so beeindruckt von Moshammer, dass er beschließt, ihm einen Großauftrag zu erteilen. Es stellt sich heraus, dass Evi eingeweiht und ihr Auftreten vom Modemacher geplant war. Ihre Fähigkeit, die Menschen zu berühren, sieht Moshammer als große Gabe. Moshammers Affinität zu Evi stellt das Verhältnis zwischen ihm und seiner Mutter allerdings gehörig auf die Probe. Immer noch besorgt wegen des drohenden Ausstiegs ihrer Finanziers, lädt Else den Reporter Yogi Darchinger (Daniel Christensen) vom Privatsender München TV ein. Ihre Idee, Moshammers langjähriges Engagement zugunsten der Bedürftigen in München medienwirksam zu inszenieren, stößt bei ihrem Sohn jedoch auf Ablehnung. Nur widerwillig beugt Moshammer sich den Plänen seiner Mutter. Der Modedesigner lädt auf Anweisung des Reporters Obdachlose in seinen Laden ein, doch die Aktion eskaliert, als Yogi Darchinger die Menge aufstachelt, um seinen Bericht aufzuwerten. Während die Obdachlosen in Moshammers Laden rebellieren, ruft Graf von Antzenberg an und lädt ihn, seine Mutter Else und Evi zu einem Fest bei sich ein. Am Abend spricht Rudolph mit seiner Mutter und eröffnet ihr, dass Evi sie zur Feier begleiten wird. Else, der die neue Angestellte von Anfang an ein Dorn im Auge war, entwickelt einen Plan, um endgültig einen Keil zwischen Evi und ihren Sohn zu treiben und zu verhindern, dass Evi tatsächlich auf das Fest des Grafen geht. Durch die Intrigen seiner Mutter sieht Moshammer sich plötzlich gezwungen, sich zwischen ihr und Evi zu entscheiden. Doch Evi lässt sich nicht mehr alles gefallen. Auf dem Anwesen der von Antzenbergs eskaliert die Situation vor den Augen derjenigen, die der Modemacher eigentlich als Kunden gewinnen wollte.

Angelehnt an das Leben des 2005 verstorbenen Modemachers Rudolph Moshammer, erzählt die Gesellschaftssatire 'Der große Rudolph' eine fiktive Geschichte über Schönheit, Geld, Glamour und eine ungewöhnliche Freundschaft zweier Außenseiter und Einzelgänger im München der 1980er-Jahre. Es ist außerdem eine Geschichte über die Kunst des Verkaufens, aber auch über eine einzigartige Hassliebe zwischen Mutter und Sohn.

 

Sa, 12.6., 20:15 – 21:15 Uhr, TLC
Body Bizarre (Staffel: 2 , Folge: 6) (Serie, USA 2014)

Die 18 Jahre alte Katie Hill und der 16-jährige Arin Andrews wirken wie ein durchschnittliches junges Liebespaar, doch ihre Geschichte ist komplizierter: Bis vor kurzem war das hübsche Mädchen ein Junge und hieß Luke. Und der gutaussehende Junge war ein Mädchen namens Emerald. Die beiden sind Transgender, die seit früher Kindheit das Gefühl hatten, im falschen Körper zu stecken. Außerdem in dieser Episode: Eine Mutter mit verkehrtherum sitzenden Händen und Füßen, eine Frau mit einer lebensgefährlichen Geschwulst am Bauch und eine riskante Gesichtstumor-OP.

 

Sa, 12.6., 1:55 – 3:10 Uhr, rbb
Sex (Spielfilm, DK 2019)

Eine laue Sommernacht auf einem Hausdach, ein Kuss unter Kolleginnen in Sektlaune – und dann ein richtiger, der in einem einzigen Moment die Welt aus den Angeln hebt. So stürzt die 22-jährige Cathrine in ein Beziehungschaos. Eigentlich hat sie in dem gut aussehenden Musiker Simon ihren Traummann gefunden. Die harmonische Beziehung ist jedoch in einem für Cathrine nicht unerheblichen Punkt unerfüllt: Während bei ihr das sexuelle Verlangen zunimmt, kommt ihm die Lust abhanden. Nach dem aufregenden Kuss mit ihrer lesbischen Kollegin Selma versteht Cathrine die Welt nicht mehr – zumal sie sich ihrer sexuellen Orientierung absolut sicher ist. Vor ihrer besten Freundin Nanna kann sie kaum verbergen, dass bei ihr etwas vor sich geht. Simon dagegen hat keine Ahnung, was mit seiner Freundin los ist. Ihre erotischen Fantasien gehen längst über diesen einen Kuss hinaus doch Cathrine nimmt sich fest vor, diesem Verlangen keine Chance zu lassen. Der Gedanke an ein erotisches Abenteuer mit ihrer Kollegin lässt sie jedoch nicht los.

 

So, 13.6., 10:05 – 10:35 Uhr,
lesenswert (Literaturmagazin, D 2021)

Denis Scheck im Gespräch u. a. mit Ralf König. Hausbesuch: In Köln lebt der renommierte Comiczeichner Ralf König, der sich mit witzigen, aber auch tiefsinnigen und bewegenden Geschichten gegen Vorurteile gegenüber Homosexuellen engagiert. In seinem neuen Buch „Vervirte Zeiten“ kommentiert er mithilfe seiner beliebten Figuren die Corona-Krise. Das Buch versammelt Kurzcomics, die Ralf König seit März 2020 auf verschiedenen Social-Media-Kanälen täglich veröffentlicht: Das Männerpaar Konrad und Paul erlebt die typischen Szenarien und Herausforderungen des Lockdowns. Aber trotz des Virus geht das Leben weiter, und Paul verliebt sich in den Filialleiter des örtlichen Supermarkts. Wie nähert man sich aber mit Abstandsregeln und Mund-Nasen-Schutz an?

 

So, 13.6., 13:45 – 14:05 Uhr, BR
Polizeiinspektion 1: Die Nachtigall (Serie, D 1979)

Moosgruber wird in die Villa einer reichen Dame gerufen, um die der „große Unbekannte“ streicht. Junggeselle Moosgruber trifft dort die fesche Haushälterin Margot mit ihren vielen Talenten. Mit Walter Sedlmayr in der Rolle des Franz Schöninger.

 

So, 13.6., 14:05 – 14:30 Uhr, BR
Polizeiinspektion 1: Der Huchen (Serie, D 1979)

In München trifft eine französische Abordnung aus der Schwesterstadt Bordeaux ein. Die Gäste sollen außer Kultur auch Spaß erleben. Da trifft es sich gut, dass Schöninger Gaston zugeteilt bekommt, der ebenso begeistert angelt wie er und Moosgruber. Mit Walter Sedlmayr in der Rolle des Franz Schöninger.

 

So, 13.6., 22 – 23 Uhr, Arte
Jodie Foster – Hollywoods Alleskönnerin (Dokumentation, F 2019)

Jodie Foster ist in Hollywood groß geworden, in doppeltem Sinn. Schon als Dreijährige stand sie vor der Kamera, erregte mit 13 in „Taxi Driver“ internationale Aufmerksamkeit, Blockbuster wie „Das Schweigen der Lämmer“ schrieben Filmgeschichte. Mehrere Generationen von Kinogängern sind mit diesen Filmen aufgewachsen, doch trotz ihres internationalen Erfolgs gibt es bisher kaum europäische Dokumentationen über die Karriere dieser großartigen und hochintelligenten US-amerikanischen Schauspielerin.

Der Filmstar fürchtete stets einen Imageverlust und hat nur wenige persönliche Informationen nach außen dringen lassen. Doch Privatsphäre ist im mediengesteuerten Showbusiness und der Welt Hollywoods ein schwieriges Unterfangen. Nach ihrer Rolle in „Taxi Driver“ wurde Foster massiv von einem Stalker belästigt und später für die Verheimlichung ihrer Homosexualität stark kritisiert. Doch sie hat sich den zahlreichen Angriffen der Öffentlichkeit gestellt und wurde schließlich zu einer Ikone der Emanzipation.

Foster ist eine Schauspielerin, deren langjähriger und im Verborgenen geführter Kampf um Anerkennung vielen der heutigen Feminismusdebatten vorgreift. Ausgehend von den persönlichen Erfahrungen der Schauspielerin wirft die Dokumentation auch einen Blick auf die aktuelle Situation der Kinobranche. Dank kaum bekannter Archivaufnahmen wird ein Teil des Geheimnisses um den Star Jodie Foster gelüftet.

 

So, 13.6., 2:40 – 4:40 Uhr, NDR
NDR Talk Show – Best of: Sport! Spiel! Spaß! (Talkshow, D 2021)

Talk-Highlights u. a. mit Ralf Schmitz und Olivia Jones.

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