Kultur
   1 Monat
Foto: Nuno Antunes

QueerScreen - 07.12.–13.12.20

Das beste der aktuellen Fernsehwoche - gefiltert durch die schwul-lesbische Brille.
 

Mo, 7.12., 10:45 – 11:15 Uhr, ONE
Kroymann (Comedy, D 2020)

Sketch-Comedy mit Maren Kroymann.

Paranoia, Popkultur, Ausgrenzung und Schamanismus. Geht nicht zusammen? Klar geht das! In der neuen Folge „Kroymann“ schafft es die Satirikerin und Schauspielerin Maren Kroymann wieder mal, den Blick über die Themen der Zeit schweifen zu lassen und aufs Wesentliche zu konzentrieren. Mit einer grandiosen Verbindung aus Leichtigkeit und nötigem Ernst, die manche Dinge des Alltags einfach unbedingt brauchen. „Zubehör für besorgte Bürger. Wir nehmen Ihnen alle Ängste!“ So lockt Maren als geschäftstüchtige Verkäuferin im Baumarkt ihre Kunden. „Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen: Wir errichten eine Mauer um Ihr Grundstück, dreifünfzig mal einszwanzig, Bunkerbeton, Druckfestigkeit C90/105. Bei uns grade im Angebot: das Modell „Mexiko“.” Klingt nach einem übertriebenen Wunsch nach Sicherheitsgefühl. Klingt so, als würde es in die heutige Zeit passen. Klingt eben nach Kroymann. Genauso wie die Idee, klimafreundliche Kreuzfahrten zu den Polkappen anzubieten. Ohne Schiff, ohne Ablegen. Einer Simulation auf der „MS Thunberg“ sei Dank. Natürlich trotzdem mit Dieselqualm-Imitat auf dem Oberdeck, hyperaktivem Animateur und Seegang, dass einem schlecht wird. Kitas und Kinderbetreuung sind ein anderes Thema. „Wir sind natürlich für alle offen. Rein theoretisch“, weiß Maren Kroymann als Elvira von der Privat-Kita „Weltenbummler“. Hier müssen das Einkommen und die Herkunft der Eltern aber schon auch stimmen. Und keine Sorge: „Ihr könnt euch und eure Kinder hier abkapseln und trotzdem im Freundeskreis weiterhin linke Ideale propagieren – offene Gesellschaft, alles schön bio, nachhaltig und individuell.“ Zusammen mit den Schauspielkolleginnen und -kollegen Max Bretschneider, Valerie Niehaus, Götz Otto, Felix Vörtler, Maike Bollow und Anja Reschke und vielen anderen macht Maren außerdem einen überraschenden Abstecher ins Milieu der Bankräuber. Und das bei Kroymann-Fans beliebte Politikerpaar Emmanuel und Brigitte Macron gewährt endlich mal wieder einen Einblick in den Élysée-Palast. 

Und was macht eigentlich Barbie? Ist die überhaupt noch mit Ken zusammen? Das Duo Annette Frier und Maren Kroymann zieht sich als roter Faden durch die Sendung. Und die beiden haben deutlich ihren Spaß als Schamanin und skeptische Hilfesuchende.

 

Mo, 7.12., 15:10 – 16 Uhr, WDR
In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte (109): Unter die Haut (Serie, D 2017)

Als Dr. Ruhland und Vivienne Kling den Werbeagenturbesitzer Lars Manrich im Klinikum aufnehmen, ahnen die beiden noch nicht, dass der patente Mann mit dem gepflegten Äußeren ein Geheimnis hat. Doch während der OP kommen die Ärzte seinem Geheimnis auf die Spur und auch Lars‘ Tochter Maja macht eine Entdeckung, die sie zunächst schockiert. Lars ist transsexuell und lebt ein Doppelleben! Wie soll es nun weiter gehen? Der Alltag von Vater und Tochter wird auf eine harte Probe gestellt.

 

Mo, 7.12., 20:15 – 21:45 Uhr, Arte
Mädchen in Uniform (Spielfilm, D/F 1958)

Skandal im Mädcheninternat: Manuela von Meinhardis (Romy Schneider) kommt nach dem Tod ihrer Mutter in ein Potsdamer Mädcheninternat für höhere Töchter, in dem es zugeht wie in einer Kadettenanstalt. Dort fühlt sich das sensible Mädchen in schwärmerischer Verehrung zu der einfühlsamen Erzieherin Fräulein von Bernburg (Lilli Palmer) hingezogen. Manuelas Verhalten führt zu einem Skandal; die Reaktion der erzkonservativen Oberin (Therese Giehse) beschwört um ein Haar eine Katastrophe herauf.

 

Mo, 7.12., 22:45 – 23:35 Uhr, BR
Der Millionenbauer: Ein Mann unseres Vertrauens (Serie, D 1978)

Hartinger hat sich von einer neu gegründeten Partei aufstellen lassen und betreibt mit viel Geschick und Bauernschläue einen Wahlkampf. Als er den leitenden Herren dieser Partei, über deren wahre Absichten man nur etwas ahnen kann, zu weit geht, wollen sie Josef Hartinger zum Rücktritt bewegen. Doch der gefällt sich in seiner neuen Rolle und gründet seine eigene Partei. Mit den Bauern des Dorfes zieht er in eine groß angelegte Traktorenschlacht, die gegen den Bau eines Großmarktes mitten im Grünen gerichtet ist. Kultserie mit Walter Sedlmayr in der Rolle des Josef Hartinger.

 

Mo, 7.12., 23:15 – 23:45 Uhr, WDR
Kroymann (Comedy, D 2019)

Sketch-Comedy mit Maren Kroymann.

„Vom Gucken ist noch niemand gestorben“ – mit diesem Satz nimmt „Kroymann“ in dieser Folge die Gaffer an Unfallorten aufs Korn. Was wäre eigentlich, wenn man das Gaffen und Knipsen mit dem Smartphone einfach professionalisiert? Touren anbietet? Aus Gaffern werden dann „OTBs“, sprich „organisiert teilnehmende Beobachter“.

Als besonderes Highlight schlüpft Maren Kroymann noch einmal in ihre Paraderolle als französische Präsidentengattin Brigitte Macron. Zusammen mit Maximilian Bretschneider in der Rolle von Emmanuel Macron gibt es ein standesgemäßes Wiedersehen für das bei Kroymann-Fans beliebten Ehepaar Macron.

Einzigartig in dieser Folge ist die Besetzung der Gastrollen, die „Kroymann“ wieder eine einmalige Note geben: Anna Stieblich, Max Bretschneider, Anna von Haebler und Oliver Nägele sind diesmal mit von der Partie. 

Und Maren Kroymann bildet mit Annette Frier wieder ein grandioses Gespann. Ihr Thema ist dabei besonders delikat. „Die Menschen bereiten sich ja zum Beispiel auch ausführlich auf Geburten vor. Wieso also nicht auch auf den Tod?" Das gilt für Maren genauso wie eines ihrer obersten Gebote: keine Lust auf Wiedergeburt. Denn: „Haben Sie in letzter Zeit mal Zeitung gelesen?“

 

Mo, 7.12., 23:45 – 0:25 Uhr, WDR
Best of Kroymann –Die Entgiftung (Comedy, D 2020)

In angespannten Zeiten kommt ein wenig Ablenkung gerade recht. Für den Zuschauer bedeutet das: ein „Kroymann“-Spezial. Für die Schauspielerin, Satirikerin und Sängerin Maren Kroymann bedeutet das: Detox im mondänen Kurhotel, zusammen mit ihrer Agentin. Viel Zeit hat Maren dafür nicht, das wird gleich zu Beginn klar. Statt 14 Tagen gibt es nur zwei Tage. Der Terminplan ist also eng getaktet. Aber ihre Agentin Elisabeth wiegelt ab: „Die bieten hier einen ‚Express-Detox‘ an: ‚128 Beauty- und Wohlfühl-Behandlungen in 48 Stunden – Wir entspannen Sie so hart wie noch nie!‘“ Harte Entspannung, gepaart mit spitz-pointierten Dialogen, mit der brillanten Annette Frier, die als Marens Agentin zusammen mit ihr eine unwiderstehliche Einheit bildet. Detox heißt aber nicht nur entgiften von alten Dingen, sondern auch nur Gutes in sich aufzunehmen. Also schwelgt Maren dabei in Erinnerungen an Erfolge wie den Macrons oder sie macht einen Abstecher auf den Todesstern. Sie trifft im Kurhotel unverhofft auf Kolleginnen und Kollegen wie Cordula Stratmann, Ann-Kathrin Kramer und Kai Wiesinger. Außerdem in der Sendung: Max Bretschneider, Walter Kreye, Denis Moschitto, Thomas Heinze, Michael Wittenborn u. v. a.

 

Mo, 7.12., 0:05 – 1:30 Uhr, ZDF
Searching Eva (Spielfilm, D 2020)

Eva, 25, in Berlin lebende Italienerin, führt ein öffentliches Leben mit allen Konsequenzen. Mit 14 Jahren und neuem Namen erklärte sie die Privatsphäre zu einem überholten Konzept. Schon ihren ersten Tagebucheintrag veröffentlichte sie online. Seitdem teilt sie ihr Leben bis in intimste Details mit Menschen aus aller Welt. Sie lebt vielfältige Identitäten: Model, Dichterin, Sexarbeiterin, Bisexuelle, Ex-Junkie, Feministin, anarchistischer Freigeist. Erwachsen wurde Eva Collé im Internet, wo sie aus ihrer Identitätssuche ein öffentliches Spektakel machte. Dieses wirft die Frage auf, wie „eine Frau denn genau zu sein hat“. Ihre Realität ist virtuell, und das Leben ist eine subjektive Konstruktion unter eigener Regie. Der Film springt von Berlin in Evas alte Heimat Italien, von Mexiko nach Athen, so, als klickten die Zuschauer sich durch ihr Instagram-Profil. Eva läuft bei Fashion Shows in Paris, wird von Sugardaddys in gutbürgerlichen Hotels massiert, nimmt Drogen, föhnt die Haare ihrer Freundin, spielt mit ihrer Katze. Anstatt einem narrativen Faden zu folgen, kreist der Film um Themen, die Evas Leben von sich aus aufwerfen: Fragen nach Sexualität, Gender, dem Konzept von Arbeit und dem einer fixen Identität. In ihren Blog-Beiträgen, Gedankenspuren und Ideenfragmenten demonstriert Eva ihren Scharfsinn und eine entwaffnende Ehrlichkeit. 

„Searching Eva“ ist der Debütfilm der Künstlerin Pia Hellenthal, für den sie unter anderem das Gerd Ruge Stipendium erhielt. Der Film hatte seine Premiere auf der Berlinale 2019, wurde bei vielen Filmfestivals weltweit gezeigt, erhielt Auszeichnungen und wurde unter anderem für den Preis der Deutschen Filmkritik als Bester Dokumentarfilm nominiert.

 

Di, 8.12., 4:25 – 5:20 Uhr, ZDF
Masters of Sex: Mäntel oder Schlüssel (Serie, USA 2016)

Bill Masters und Virginia Johnson, die beiden berühmten Sexforscher, haben ihre Affäre beendet, arbeiten aber noch zusammen. Vierte und letzte Staffel der US-Serie „Masters of Sex“. Die lesbische Betty rettet sich bei der Partnerzuweisung auf einer heterosexuellen Swinger-Party zum schwulen Pianisten Guy (Nick Clifford), dem sie kurze Zeit später eine Stellung in der Rezeption der Praxis anbietet. Er nimmt an.

 

Mi, 9.12., 22:45 – 1 Uhr, Arte
Gute Manieren (Spielfilm, BR/F 2016)

Die Krankenschwester Clara bekommt eine Anstellung bei der hochschwangeren, mysteriösen Ana. Als sie bei ihr einzieht und die ersten Aufgaben im Haushalt übernimmt, geschehen in der Nacht seltsame Dinge – vor allem bei Vollmond. Clara sieht Ana schlafwandelnd, wie in Trance durch die Wohnung laufen, wird von ihr umarmt, geküsst und gekratzt. Am nächsten Morgen scheint Ana nichts von dem Vorfall zu wissen und erzählt von einem merkwürdigen Traum. In der anschließenden Vollmondnacht folgt Clara der traumwandelnden Ana in einen Park, in der sie Zeugin eines blutigen Vorfalls wird. Die nächste Vollmondnacht nimmt ein tragisches Ende. Anas Baby kommt zu früh und tötet seine Mutter bei der Geburt. Zu Claras Entsetzen hat ein kleines pelziges Wesen, ein Werwolf-Baby, Anas Körper zerfetzt. Das Kindermädchen zieht den kleinen Joel dennoch wie ihren eigenen Sohn bei sich im Armenviertel auf. Sie führen ein fast normales Leben; abgesehen davon, dass der kleine Joel die Vollmondnächte angekettet in einem Verschlag verbringen muss. Als er in einer dieser Nächte nicht nach Hause kommt, ahnt Clara Schlimmes und begibt sich auf die Suche nach dem unberechenbaren Jungen. 

„Gute Manieren“ kombiniert Horror-, Fantasy- und Musical-Elemente, um die anhaltenden sozialen Ungleichheiten im heutigen Brasilien anzuprangern. Dabei wird die Werwolf-Mythologie von einer queeren Liebesgeschichte und einem packenden Mutter-Sohn-Drama gerahmt. Über allem liegt die „Saudade“, die portugiesisch-brasilianische Form der Wehmut, die in blauen Mondstimmungen und melancholischen Gesangseinlagen ihren Ausdruck findet.

 

Mi, 9.12., 2:20 – 3:50 Uhr, Tele 5
Boat Trip (Komödie, USA/D 2002)

Die Freunde Jerry und Nick brauchen Erholung. Gemeinsam wollen sie Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff machen. Sie freuen sich auf Sonne, Meer und schöne Frauen. Doch durch eine falsche Buchung landen Nick und Jerry auf einer Spezialreise für Schwule. Jetzt ist guter Rat teuer. Da stürzt ein Hubschrauber mit wertvoller Fracht ins Meer. „007“-Roger Moore trägt diesmal ein Tutu. Sir Roger Moore machte diesen Film wegen der Bezahlung und eines kostenlosen Urlaubs. Gedreht wurde 2001 u. a. in Köln und auf einem Kreuzfahrtschiff aus Athen, Griechenland. Zehn Tage fuhr das Filmteam mit auf dem Dampfer übers Mittelmeer, Stopps legte man in Alexandria, Istanbul und auf Rhodos ein. Die Inselszenen entstanden auf dem griechischen Eiland Hydra. Der Streifen kam erst 2003 in die US-Kinos. Er wurde teilweise als homophob eingestuft.

 

Do, 10.12., 20:45 – 21:15 Uhr, ONE
Kroymann (Comedy, D 2020)

Sketch-Comedy mit Maren Kroymann.

Maren Kroymann geht den Dingen auf den Grund: Online-Shopping, Geflüchtete und Rechtsextremismus sind nur einige der Themen denen sich die Schauspielerin, Satirikerin und Sängerin – gerne augenzwinkernd – annimmt. Dazu gehört auch Sexismus – wenn auch in unerwarteter Form. Denn der Satz 'Ein Penis ist in dieser Gesellschaft nun mal ein großes Handicap' führt zu einer ungewohnten Gleichberechtigungsdebatte. Einfach mal die Vorzeichen ändern, die Dinge aus einer anderen Perspektive betrachten – wie immer bricht Maren Kroymann humorvoll mit etablierten Denkmustern und schärft so den Blick auf gesellschaftliche Herausforderungen. Maren Kroymann liefert sich wieder einen Schlagabtausch mit Annette Frier, die in dieser Folge als Online Beraterin für Inneneinrichtung dabei ist. Ihre schwerwiegende Frage: „Wollen Sie eine Einrichtung, die zu Ihrem tatsächlichen Leben passt? Oder wollen Sie eine Einrichtung, die zu dem Leben passt, das Sie gerne hätten“ Die beiden werden wie immer von bekannten Schauspielerinnen und Schauspielern begleitet: Joe Bausch, Christin Nichols, Nora Binder, Rainer Reiners, Max Bretschneider und viele andere sind mit von der Partie.

 

Do, 10.12., 22:15 – 22:45 Uhr, ZDF neo
Late Night Alter (Talk, D 2020)

Von Diversität und Gender-Themen über Gentrifizierung bis zur Klimakrise: Ariane Alter greift in ihrer Late-Night-Show gesellschaftliche, popkulturelle und boulevardeske Themen auf. ZDFneo zeigt „Late Night Alter“ immer donnerstags um 22.15 Uhr. In der ZDFmediathek ist die jeweilige Ausgabe bereits ab 20.15 Uhr verfügbar.

 

Do, 10.12., 23:35 – 0:05 Uhr, Das Erste
Kroymann (Sketch-Comedy, D 2020)

Sketch-Comedy mit Maren Kroymann.

In der neuen Folge der Sketch-Comedy „Kroymann“ ist Maren Kroymann u. a. mit Marleen Lohse, Rainer Bock und natürlich Annette Frier wieder damit beschäftigt, komisch und entlarvend die Welt zu sezieren. Wunderbar absurd erscheint zum Beispiel, dass es Agenturen geben könnte, die Alibi-Eheleute an prominente Homosexuelle vermittelt. Mit einer bitteren Wahrheit bringt es der Agenturchef auf den Punkt: „In Deutschland ist es eigentlich überhaupt kein Problem, wenn Sie homosexuell sind. Es darf halt nur keiner wissen.“ Er weiß, wovon er spricht – als ehemaliger Fußballprofi. In einem anderen Sketch beklagt sich der Chef eines mittelständischen Unternehmens über die Personalstruktur. Sein Ziel: Seine Firma braucht mehr Diversität. Die Mitarbeiter sind alle weiß, männlich und blond. „Also das kann doch wohl nicht so schwer sein, einen ordentlichen Ausländer zu finden“. Ein Fazit der Besprechung: „Was ist, wenn wir das mit den Ausländern aufs nächste Jahr schieben und erstmal nach Schwulen gucken? Das zählt doch auch, oder nicht?“ Außerdem glänzt Maren Kroymann in der Rolle als Oma, die ihre Enkelin zum Umzug aufs Land verführen will – schließlich winken dafür eine Prämie und ein zwölfteiliges Messerset. Oder als knallharte Polizistin, die eine Mutter der unbezahlten Pflegearbeit überführt, weil sie sich um ihre Kinder, Obdachlose und ihre bettlägerige Mutter kümmert. Der Ermittlerin erwartet da ein hartes Urteil: „Kurklinik. Schwarzwald oder Ostsee. Es sei denn, Sie erwischen Richter Geuel. Seine Schwester hat ein Spa-Hotel in Südtirol.“

 

Fr, 11.12., 3:10 – 5:15 Uhr, 3sat
Thelma & Louise (Spielfilm, USA 1991)

Die Freundinnen Thelma (Geena Davis) und Louise (Susan Sarandon) haben die Nase voll von den Männern. Sie beschließen, gemeinsam auszureißen, um ihre Freiheit zu genießen. Doch ihre Abenteuerreise durch die USA entwickelt sich schnell zu einer staatenübergreifenden Polizeijagd. Denn Louise kann zwar ihre Freundin Thelma vor einer Vergewaltigung bewahren, erschießt dafür jedoch den alkoholisierten Täter. Ein Roadmovie ganz anderer Art, das clever die Geschlechterrollen umkehrt. Mit Susan Sarandon und Geena Davis sind die beiden Powerfrauen, die sich nehmen, was sie wollen, top besetzt.

 

Sa, 12.12., 12:20 – 12:50 Uhr, ONE
Total normal (6/7) – mit Hape Kerkeling (Comedyserie, D 1989)

Ein unschlagbares Team waren Hape Kerkeling und Achim Hagemann in sieben Sendungen „Total Normal“. Höhepunkte folgten auf Höhepunkte. Gäste in der sechsten Sendung waren Jörg Wontorra, Chris Howland, Gotthilf Fischer, Eberhard Feik und Thomas Gottschalk.

 

Sa, 12.12., 22 – 23:25 Uhr, rbb
Donna Leon – Venezianisches Finale (Spielfilm, D 2003)

Der Tod des Stardirigenten Helmut Wellauer gibt Commissario Brunetti Rätsel auf. Viel zu groß ist der Kreis der Verdächtigen, denn der charakterlich umstrittene Maestro hatte so manchem seiner Kollegen die Karriere verbaut. Als biederer Moralapostel erpresste er z. B. die Verdi-Sängerin Flavia Petrelli: Wellauer wollte ihre lesbische Beziehung zu der Archäologin Brett Lynch publik machen.

 

Sa, 12.12., 23:25 – 1:25 Uhr, rbb
Die Bankiersfrau (Spielfilm, F 1980)

Emma Eckhert (Romy Schneider), eine schöne Hutmachertochter, erregt schon in jungen Jahren Aufsehen, als sie wegen einer lesbischen Affäre ins Gefängnis kommt. Durch ihre Heirat mit dem Geschäftsmann Moïse Nathanson im Jahre 1921 und dank des Vermögens ihrer Geliebten Camille steigt Emma zur Präsidentin einer Sparkasse auf, die Kleinsparern erheblich höhere Zinsen als die alteingesessenen Geldinstitute verspricht. Mit riskanten Börsenmanövern und Insider-Informationen erzielt sie spektakuläre Gewinne. Ihr weiblicher Charme, gepaart mit Wagemut und berechnendem Kalkül, öffnet ihr die Türen der feinen Gesellschaft. Selbst Schmutzkampagnen der Presse, die ihre Bisexualität enthüllen, tragen zu ihrem Ruhm als unkonventionelles Finanzgenie bei. Doch während die provozierend selbstbewusste Frau gar mit dem italienischen Diktator Mussolini ins Geschäft kommt, formieren sich ihre Feinde aus dem konservativen Finanz-Establishment. Ihr erbittertster Gegner, Bankpräsident Horace Vannister, erreicht durch seinen politischen Einfluss, dass Emma der Prozess gemacht wird. Nach ihrer vorzeitigen Entlassung aus dem Gefängnis greifen die Feinde zum äußersten Mittel.

 

Sa, 12.12., 3:40 – 4:25 Uhr, 3sat
Sam Smith: Live in London (Konzert, GB 2017)

Ende 2017 steht Sam Smith auf der Bühne der legendären Abbey Road Studios in London und präsentiert zusammen mit Band, Chor und Streichern ein stilsicheres Best-of-Konzert seiner Hits. Im Mai 2014 bekennt sich Sam Smith zu seiner Homosexualität. In einem Interview aus Anlass der Veröffentlichung seines ersten Soloalbums „In the Lonely Hour“ bekennt er, dass sein Album von seiner Liebe zu einem Mann handelt, die nicht erwidert wird. Die tiefe Emotionalität des Songs begeistert Fans und Kritiker: Bei den Grammy Awards 2015 gewinnt Sam Smith vier Auszeichnungen und bedankt sich bei seinem Ex-Freund: „I would like to thank the man that I fell in love with last year – the man who this album is about. Thank you so much for breaking my heart, because you got me four Grammys!“ Wer Sam Smith bis dahin nicht kennt, hört ihn spätestens beim Kinostart des 24. James-Bond-Films „Spectre“. Mit dem Titelsong „Writing's on the Wall“ gewinnt Sam Smith 2016 den Oscar in der Kategorie „Bester Song“ und widmet ihn der Lesbian-, Gay-, Bisexual- und Transgender-Bewegung.

 

Sa, 12.12., 3:55 – 4:25 Uhr, ONE
Kroymann (Comedy, D 2020)

Sketch-Comedy mit Maren Kroymann.

Maren Kroymann ist mit einer gehörigen Portion Spiellust zurück und geht mit der neuesten Folge des Sketch-Comedy-Formats „Kroymann“ von Radio Bremen, SWR, NDR und WDR wieder den Dingen auf den Grund. Online-Shopping, Geflüchtete und Rechtsextremismus sind nur einige der Themen der zwölften Folge mit der Schauspielerin, Satirikerin und Sängerin. Dazu gehört auch Sexismus – wenn auch in unerwarteter Form. Denn der Satz „Ein Penis ist in dieser Gesellschaft nun mal ein großes Handicap“ führt zu einer ungewohnten Gleichberechtigungsdebatte. Einfach mal die Vorzeichen ändern, die Dinge aus einer anderen Perspektive betrachten – wie immer bricht Maren Kroymann humorvoll mit etablierten Denkmustern und schärft so den Blick auf gesellschaftliche Herausforderungen. Einen intergalaktischen Perspektivwechsel gibt es außerdem: Wie wäre es, wenn eine sehr viel weiter entwickelte Spezies aus einer anderen Galaxie darüber entscheidet, der Menschheit Asyl zu gewähren? Bei der Geschichte, mit den Kriegen, bei den hochmütigen Umweltverschmutzungen und dem forschem Umgang miteinander – werden sie da helfen? Die Bewohner und Berater des fiktiven Planeten Superia Prime sind nicht sicher: „Offenbar hatten die in den letzten 300 Jahren erhebliche Probleme mit der Bedienung ihres Planeten. Globale Erwärmung, Pandemien, Völkermorde, Fremdenhass ...“ Musikalisch widmet sich die Allrounderin einer ganz besonderen Liebesbeziehung der heutigen Zeit: der mit dem Smartphone. Ohne geht es anscheinend nicht mehr und bei den meisten Menschen nimmt der Akku-betriebene Zeitdieb mindestens den Stellenwert eines Lebenspartners ein. Maren Kroymann bietet sich wieder einen Schlagabtausch mit Annette Frier, die in dieser Folge als Online-Beraterin für Inneneinrichtung dabei ist. Ihre schwerwiegende Frage: „Wollen Sie eine Einrichtung, die zu Ihrem tatsächlichen Leben passt? Oder wollen Sie eine Einrichtung, die zu dem Leben passt, das Sie gerne hätten?“

 

So, 13.12., 11:50 – 12:20 Uhr, ONE
Total normal (7/7) – mit Hape Kerkeling (Comedyserie, D 1989)

Ein unschlagbares Team waren Hape Kerkeling und Achim Hagemann in sieben Sendungen „Total Normal“. Höhepunkte folgten auf Höhepunkte. Gäste in der letzten Sendung waren Roberto Blanco, Paul Kuhn, Maria Hellwig und Herdis Zernial.

 

So, 13.12., 13:35 – 14:25 Uhr, rbb
Mord mit Aussicht (33): Einer muss singen (Serie, D 2014)

Es ist der Tag der Bürgermeisterwahl. Sangesbruder Hermann liegt erschlagen hinter dem Gasthof Aubach. Sophie kümmert sich um den Fall, doch sie kommt bei ihren Nachforschungen im Umfeld des Männergesangsvereins unter der Leitung von Volker Mauck einfach nicht weiter. Schließlich findet Sophie heraus, dass Hermanns vermeintlicher Bruder Pit eigentlich dessen Lebenspartner war. Die beiden adretten Schafzüchter hatten sich als heimlich schwules Paar in Hengasch ein neues Leben aufgebaut. Dann hat Hermann eine Affäre mit Chorleiter Volker begonnen, und Pit hat Wind von der Sache bekommen.

 

So, 13.12., 14:05 – 15:30 Uhr, NDR
Charleys Tante (Spielfilm, A 1963)

Um zwei Freunden aus der Patsche zu helfen, verwandelt sich der junge Diplomat Dr. Otto Wilder (Peter Alexander) in eine reiche Erbtante aus Brasilien. Seine Pflichten als Anstandswauwau nimmt er allerdings auf sehr ungewöhnliche Weise wahr; auch hat er alle Mühe, Fassung zu bewahren, als plötzlich die (sehr attraktive) richtige Tante auftaucht.

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