QueerScreen 08.07.–14.07.19

Das beste der aktuellen Fernsehwoche - gefiltert durch die schwul-lesbische Brille. 

Mo, 8.7., 20:15 – 21:45 Uhr, NDR
Evelyn Hamann – „sie war tatsächlich fabelhaft“ (Dokumentation/Porträt, D 2017)

Erinnerungen an Loriots geniale Partnerin: 2017 wäre Evelyn Hamann 75 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass und dem zehnten Todestag der Schauspielerin blickt diese unterhaltsame Werkschau auf ihr Leben und Wirken zurück und zeigt ein wenig von dem Menschen, der hinter den humorvollen Rollen steckte. Weggefährten, frühere Kollegen und Freunde kommen zu Wort. Darunter unter anderem Hella von Sinnen und Maren Kroymann.

 

Mo, 8.7., 20:15 – 22:15 Uhr, Arte
Philadelphia (Spielfilm, USA 1993)

Andrew „Andy“ Beckett ist ein brillanter Jurist. Seine Karriere in der Kanzlei von Charles Wheeler, einer von Philadelphias angesehensten Großkanzleien, ist vielversprechend, gerade wurde ihm ein wichtiger Fall übergeben. Von seiner Entourage bewundert, scheint nichts seinen Aufstieg aufhalten zu können. Doch nur wenige Wochen später ist Andy arbeitslos und auf der Suche nach einem Anwalt, der ihn bei einer Klage gegen seine ehemalige Kanzlei wegen unrechtmäßiger Kündigung vertreten soll. Seine ehemaligen Chefs behaupten, sie hätten Andy wegen Nachlässigkeit bei der Arbeit und seiner Mittelmäßigkeit als Anwalt entlassen. Aber Andy ist überzeugt, dass der wahre Grund seine HIV-Erkrankung und Homosexualität sind. Aufgrund des guten Rufs der Kanzlei fällt es Andy schwer, einen Juristen zu finden, der bereit ist, ihn zu vertreten. Auch der von Andy konsultierte Joe Miller will den Fall nicht übernehmen, vor allem auch wegen seiner Abneigung gegenüber Homosexuellen. Als er einige Zeit später beobachtet, wie Andy im Lesesaal der juristischen Bibliothek diskriminiert wird, ergreift er jedoch für ihn Partei und übernimmt schließlich auch seinen Fall. In vielfacher Hinsicht geht es in dem Film so sehr um Joe Miller wie um Andy selbst. Der afroamerikanische Anwalt bekommt bei seiner Vorbereitung auf die Verhandlung einen Einblick in Andys Leben und erfährt, welche Ablehnung er als Homosexueller und Aids-Kranker erlebt, so dass er schließlich Verständnis und Mitgefühl für seinen Klienten entwickelt.

 

Mo, 8.7., 22:15 – 23:50 Uhr, Arte
Teorema – Geometrie der Liebe (Spielfilm, I 1968)

Mailand, 1968: In das Leben einer großbürgerlichen Familie tritt plötzlich ein junger Mann. Der Schönling verführt den gesamten Hausstand. Nacheinander verfallen ihm das Dienstmädchen, die Mutter, der Sohn, die Tochter und schließlich auch der Patriarch der Familie. Als er abreist, ist die gutbürgerliche Ordnung zerstört und jeder versucht allein, seine Trauer zu verarbeiten. Der Film von Pier Paolo Pasolini löste nach seiner Uraufführung im Herbst 1968 einen Skandal in Italien aus. So war in zum ersten Mal in der italienischen Filmgeschichte ein nackter Mann zu sehen – wenn auch nur für einen Augenblick.

 

Mo, 8.7., 23:50 – 1:15 Uhr, Arte
Männerfreundschaften (Dokumentation, D 2018)

Mit „Männerfreundschaften“ hat der Kultregisseur Rosa von Praunheim einen Film über Homoerotik in der deutschen Klassik geschaffen. Schon in Goethes Werk gab es viele Andeutungen auf Homosexualität. Viele Frauenbeziehungen hat man dem Dichter unterstellt. In Wirklichkeit scheint er erst mit Ende 30 in Italien Sex mit einer Frau gehabt zu haben. Und es gibt viele Männerfreundschaften in der deutschen Klassik. In Schillers letztem unveröffentlichtem Theaterstück „Die Malteser“ sollten die Hauptpersonen ein schwules glückliches Paar verkörpern – im Sinne der griechischen Liebe. Der Kunsthistoriker Johann Joachim Winckelmann besang in seinen Werken die Schönheit der männlichen griechischen Skulptur und beeinflusste damit eine ganze Epoche. Ebenso unterhielt Alexander von Humboldt enge Männerbeziehungen, die er zeitlebens nur versteckt auf Reisen leben konnte. Der Dichter August von Platen wurde von Heinrich Heine als homosexuell geoutet – und bei Heinrich von Kleist findet sich ein leidenschaftlicher Liebesbrief an den General Ernst von Pfuel. Nicht zu vergessen der exzentrische Herzog Emil August von Sachsen-Gotha-Altenburg, der Napoleon in Frauenkleidern empfangen haben soll. Der Film lässt Historiker zu Wort kommen und illustriert die Interviews mit Spielszenen.

 

Mo, 8.7., 1:10 – 1:50 Uhr, RTL II
Exklusiv – Die Reportage: Nicht Frau, nicht Mann! – Mein Leben als Zwitter (Reportage, D 1993 - 2009)

Die Reportage berichtet über fünf Menschen, die sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsmerkmale aufweisen – sogenannte Zwitter oder Hermaphroditen.

 

Di, 9.7., 16 – 17 Uhr, RTL II
Hilf mir! Jung, pleite, verzweifelt ... (454): Mein schwuler Freund ist hetero (Serie, D 2016)

Miko will eine feste Freundin, doch die Mädels stehen eher auf coole, muskelbepackte Machos als auf schmächtige Nerds wie ihn. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als auf Umwegen an die Ladys zu gelangen: Er wird ihr schwuler bester Freund.

 

Di, 9.7., 22:55 – 23:25 Uhr, SWR
Kroymann (Comedy, D 2018)

Weltraumheldin, sparsame Schwäbin, Zeitreisende und mehr – die Schauspielerin und Satirikerin Maren Kroymann ist in der siebten Episode der Sketch-Comedy „Kroymann“ von Radio Bremen, SWR und NDR in vielen Rollen unterwegs. Ihr Ziel bleibt: Perspektiven mit besonderen Pointen, Humor für den zweiten Gedanken, Lacher zum Zerbeißen. Dabei schreckt Maren Kroymann vor keinem gesellschaftlichen Minenfeld zurück und wird wieder von der ebenso unerschrockenen Annette Frier begleitet. Weitere Gäste sind Marie-Luise Marjan, Johann von Bülow, Lilli Fichtner, Florian Wünsche, Lukas Piloty, Vivien Sczesny und andere.

 

Mi, 10.7., 23:30 – 0:15 Uhr, SWR
Vorstadtweiber (3/10): Heimlichkeiten (Serie, A 2015)

Es ist nicht gut bestellt ums eheliche Leben in der Vorstadt. Maria spioniert Georg bei seiner vermeintlichen Geschäftsreise nach Dubai nach und verfolgt ihn vom Flughafen bis zu seiner heimlichen Stadtwohnung.

 

Do, 11.7., 23:30 – 0:20 Uhr, Das Erste
Kroymann: Der Geburtstag (Comedy, D 2019)

Ein Geburtstag, einer mit einer Null am Ende und auch noch einer 7 am Anfang: Die Schauspielerin und Satirikerin Maren Kroymann wird stolz 70 Jahre alt und bereitet ihren Geburtstag vor. Aber da hat sie die Rechnung ohne Annette Frier gemacht. In „Kroymann: Der Geburtstag“ organisiert die Eventplanerin mit oder manchmal auch gegen Marens Willen die große Feier. Eingeladen wird natürlich die halbe Film- und Fernsehbranche. Der Weg zur Party entwickelt sich aber zum wahren Spießrutenlauf: Maren Kroymann und Annette Frier gehen keiner Wahrheit aus dem Weg bei ihren Diskussionen um Zahlen auf Geburtstagstorten, Liebessünden in den Siebzigern oder politisch korrekter Ernährung beim Catering. „Kroymann: Der Geburtstag“ präsentiert die besten Sketche des Formats und Maren Kroymann glänzt in verschiedensten Rollen: als Göttin, die die testosterongeschwängerte Welt vor dem Untergang bewahren will, oder als Ärztin, die auch mal die Diagnose „AfD positiv“ stellt, oder als Beraterin für männliche Kollegen, die dem korrekten Machtmissbrauch fröhnen wollen, wobei Machtmissbrauch natürlich nicht nur was für Männer sein muss – Sketche, die sich zu Publikumslieblingen entwickelt haben. Die Eheleute Macron sind natürlich mit von der Partie. Das Wiedersehen mit Stars wie Cordula Stratmann, Jasmin Gerat, Peter Lohmeyer, Max Bretschneider und Peter Heinrich Brix und vielen anderen garantiert bissige Gesellschaftskritik und entblößende Alltagsbeobachtungen.

 

Do, 11.7., 23:30 – 1:05 Uhr, rbb
Du sollst nicht lieben (Fernsehfilm, ISL/D/F 2009)

Aaron ist ein angesehener Fleischer in der ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde in Jerusalem. Der Ehemann und Vater von vier Kindern gerät in eine tiefe Krise, als er sich in Ezri verliebt – einen 22-jährigen Studenten, der ihm in seinem Geschäft aushilft. Zunächst begreift er seine Gefühle als religiöse Herausforderung, doch als beide Männer schließlich ihrer Leidenschaft nachgeben, wächst der Druck der Gemeinde auf Aaron. Da er keinen Weg sieht, seine Gefühle mit den religiösen Regeln in Einklang zu bringen, fasst er einen radikalen Entschluss.

Haim Tabakmans erster Spielfilm erzählt das Drama eines Mannes, der seinen Glauben mit seiner Leidenschaft zu vereinbaren sucht, und berührt ein Tabu – Homosexualität im ultraorthodoxen Judentum. Nach der Uraufführung von „Du sollst nicht lieben“ in der Reihe „Un Certain Regard“ beim Festival de Cannes reagierte die internationale Presse begeistert, stellte die Zurückhaltung und inszenatorische Strenge des Films heraus und verglich die emotionale Kraft einer Liebesgeschichte in einer feindlichen Umwelt mit Ang Lees „Brokeback Mountain“.

 

Do, 11.7., 4:15 – 4:45 Uhr, ZDF info
Schick nach Plan – Die bunte Modewelt der DDR (Dokumentation, D 2017)

Die Dokumentation sucht nach den Spuren der DDR-Mode – ein graues und zugleich buntes Kapitel der DDR. Der verordnete Einheitslook gefiel nicht allen. Auch in der DDR gab es Models, Modesendungen im Fernsehen, Mode-Magazine und ein staatliches Modeinstitut. Es gab Textilproduktion und Modenschauen. Alles ein bisschen anders als im Westen. Vieles gab es nicht zu kaufen, da musste Frau selber nähen. Zur lebendigen Modeszene der DDR gehörte Detlef Heising. Er leitet heute eine Künstleragentur und war zu DDR-Zeiten Dressman – der Dressman Nummer eins. Er modelte für Zeitschriften, Fernsehsendungen, Plakate und Modenschauen. Er gründete selbst eine eigene Modenschau namens Modeexpress, mit der er durch die Lande tourte. Heising und seine Truppe brachten Farbe in den grauen DDR-Alltag. Mit einem Dieselbus ging es in die entlegensten Winkel des Landes. Zu Bestzeiten spielten sie bis zu 50 Shows in der Woche. Die schwule Stilikone zu DDR-Zeiten war Frank Schäfer. Er war Maskenbildner und Stylist bei Mode-Fotoshootings und Fernsehsendungen. Ihm vertrauten die Models ihre Ängste und Sorgen an. Frank Schäfer war der Mann hinter den Kulissen der DDR-Mode-Industrie, der die Models kurz vor dem großen Aufritt zurechtmachte.

 

Fr, 12.7., 15:15 – 16 Uhr, ZDF info
Schick nach Plan – Die bunte Modewelt der DDR (Dokumentation, D 2017)

Die Dokumentation sucht nach den Spuren der DDR-Mode – ein graues und zugleich buntes Kapitel der DDR. Der verordnete Einheitslook gefiel nicht allen. Auch in der DDR gab es Models, Modesendungen im Fernsehen, Mode-Magazine und ein staatliches Modeinstitut. Es gab Textilproduktion und Modenschauen. Alles ein bisschen anders als im Westen. Vieles gab es nicht zu kaufen, da musste Frau selber nähen. Zur lebendigen Modeszene der DDR gehörte Detlef Heising. Er leitet heute eine Künstleragentur und war zu DDR-Zeiten Dressman – der Dressman Nummer eins. Er modelte für Zeitschriften, Fernsehsendungen, Plakate und Modenschauen. Er gründete selbst eine eigene Modenschau namens Modeexpress, mit der er durch die Lande tourte. Heising und seine Truppe brachten Farbe in den grauen DDR-Alltag. Mit einem Dieselbus ging es in die entlegensten Winkel des Landes. Zu Bestzeiten spielten sie bis zu 50 Shows in der Woche. Die schwule Stilikone zu DDR-Zeiten war Frank Schäfer. Er war Maskenbildner und Stylist bei Mode-Fotoshootings und Fernsehsendungen. Ihm vertrauten die Models ihre Ängste und Sorgen an. Frank Schäfer war der Mann hinter den Kulissen der DDR-Mode-Industrie, der die Models kurz vor dem großen Aufritt zurechtmachte.

 

Fr, 12.7., 21:45 – 23:20 Uhr, Arte
Freedom: George Michael (Dokumentation, GB 2016)

Der Dokumentarfilm deckt die gesamte Karriere und das Leben des verstorbenen Musikers und Grammy-Preisträgers ab, konzentriert sich aber auf die prägenden Jahre vor und nach dem Erscheinen seines Bestseller-Albums „Listen Without Prejudice Vol. 1“ und das darauf folgende berühmt-berüchtigte Gerichtsverfahren mit seinem damaligen Plattenlabel Sony. Die Dokumentation thematisiert außerdem in berührender Weise den Tod von Michaels erster großer Liebe, Anselmo Feleppa, der an Aids verstarb. Erzählt wird der Film vom Musiker selbst. Er arbeitete bis zu seinem überraschenden, frühen Tod an dem Projekt, das nun wie eine Art letztes Vermächtnis erscheint. Material aus Michaels umfangreichen und bislang unveröffentlichten Privatarchiven gewährt dem Zuschauer einen sehr persönlichen Einblick in diese dramatische Phase seines Lebens. Zu Wort kommen auch die fünf Supermodels aus dem Videoclip „Freedom! ’90“ des oscarnominierten Regisseurs David Fincher sowie zahlreiche Freunde, Wegbegleiter und Musiklegenden, darunter Stevie Wonder, Elton John, Ricky Gervais, Nile Rodgers, Mark Ronson, Tracey Emin, Liam Gallagher, Mary J. Blige, Jean Paul Gaultier, James Corden und Tony Bennett.

 

Fr, 12.7., 23:20 – 0:20 Uhr, Arte
George Michael: Live in London (Musik/Konzert, GB 2009)

George Michael gehört mit über 100 Millionen verkauften Alben zu den erfolgreichsten Musikern der Welt. „Live in London“ wurde Ende 2008 in der legendären Earls Court Arena in London im Rahmen des Abschlusskonzerts einer Welttournee aufgezeichnet, bei der der Brite über zwei Millionen Zuschauer verbuchte und Fans und Kritiker rund um den Planeten begeisterte.George Michael interpretierte die größten Hits aus seiner 25-jährigen Karriere, darunter „Amazing“, „Outside“, „Faith“ und „Freedom“. Er hatte seit 15 Jahren nicht mehr auf der Bühne gestanden und feierte das Wiedersehen mit seinen Fans in einer perfekt inszenierten, mitreißenden Show.

 

Sa, 13.7., 10:30 – 11:55 Uhr, BR
Tigermännchen sucht Tigerweibchen (Spielfilm, D 2001)

Rüdiger, ein frustrierter Grafiker um die 40, lebt mit seinem Sohn Max im Chaos. Marlene, allein erziehende Mutter um die Dreißig, arbeitet als Lektorin und erlebt mit Männern nur Enttäuschungen. Das Liebesleben der beiden ist ein einziges Jammertal. Marlenes treuherziger Ex-Lover kann das nicht mehr mit ansehen – und hat die gleiche Idee wie Rüdigers schwuler Freund Susu: eine Kontaktanzeige.

 

Sa, 13.7., 14:20 – 15:15 Uhr, RTL plus
Das Familiengericht: Nackte Tatsachen (Doku/Reality, D 2002)

Ruth Lautenbach (29) fordert die Aufhebung ihrer Ehe mit Hendrik (29), denn Hendrik sei bisexuell und habe ihr das verschwiegen. Hendrik bestreitet, bisexuell zu sein und fühlt sich als Opfer von Missverständnissen und Intrigen.

 

Sa, 13.7., 20:15 – 21 Uhr, tagesschau24
Offiziere gegen Hitler: 1. Verschwörung der ersten Stunde (Dokumentation, D 2004)

Nur eine Hand voll der fast 150 am Widerstand gegen Hitler beteiligten Offiziere hatte den aggressiven Expansionskurs des Diktators von Anfang an abgelehnt – zu groß waren die gemeinsamen Interessen von Wehrmacht und NS Regime. Die scheinbaren Erfolge Hitlers halfen, über offensichtliches Unrecht der neuen Machthaber hinwegzusehen. Bis sich die späteren Verschwörer zu einem ersten zaghaften Widerstand zusammenfanden, sollte es bis 1938 dauern. Der von Hitler unter dem falschen Vorwurf der Homosexualität erzwungene Rücktritt des Generaloberst Fritsch – für das Offizierscorps ein Eingriff in die noch scheinbare Unabhängigkeit der Wehrmacht. Doch der Versuch einer bewaffneten Aktion gegen Gestapo und SS scheitert kläglich an der mangelnden Geschlossenheit der höheren Generäle. Gleichzeitig aber nimmt mit der Aktion ein Mann den Kampf gegen Hitler auf, der zum Motor des militärischen Widerstandes werden sollte: Hans Oster. Während der Diktator im Sommer 1938 auf Kriegskurs gegen die Tschechoslowakei steuert, gewinnt Oster genügend höhere Truppenführer, um Hitler mit Waffengewalt abzusetzen – die so genannte 'Septemberverschwörung.' Die Konferenz von München macht alle Planungen für einen gewaltsamen Tod Hitlers zunichte, im Jubel über die friedliche Besetzung des Sudetenlandes gehen die Hoffnungen auf einen Rückhalt in der Bevölkerung unter. Die Verschwörertruppe löst sich auf. Nur Hans Oster macht weiter, knüpft Verbindungen nach London, verrät dem Kriegsgegner schließlich die deutschen Angriffspläne gegen Frankreich. Ohne Erfolg. 1940 befördert der Sieg über Frankreich den Diktator auf den Gipfel seiner Popularität. Jeder Widerstand gegen Hitler schien jetzt zwecklos.

 

Sa, 13.7., 22:30 – 23:55 Uhr, BR
Donna Leon – Venezianisches Finale (Spielfilm, D 2003)

Der Tod des Stardirigenten Helmut Wellauer gibt Commissario Brunetti Rätsel auf. Viel zu groß ist der Kreis der Verdächtigen, denn der charakterlich umstrittene Maestro hatte so manchem seiner Kollegen die Karriere verbaut. Als biederer Moralapostel erpresste er z. B. die Verdi-Sängerin Flavia Petrelli: Wellauer wollte ihre lesbische Beziehung zu der Archäologin Brett Lynch publik machen.

 

Sa, 13.7., 4:45 – 5:30 Uhr, Das Erste
Kroymann: Der Geburtstag (Comedy, D 2019)

Ein Geburtstag, einer mit einer Null am Ende und auch noch einer 7 am Anfang: Die Schauspielerin und Satirikerin Maren Kroymann wird stolz 70 Jahre alt und bereitet ihren Geburtstag vor. Aber da hat sie die Rechnung ohne Annette Frier gemacht. In „Kroymann: Der Geburtstag“ organisiert die Eventplanerin mit oder manchmal auch gegen Marens Willen die große Feier. Eingeladen wird natürlich die halbe Film- und Fernsehbranche. Der Weg zur Party entwickelt sich aber zum wahren Spießrutenlauf: Maren Kroymann und Annette Frier gehen keiner Wahrheit aus dem Weg bei ihren Diskussionen um Zahlen auf Geburtstagstorten, Liebessünden in den Siebzigern oder politisch korrekter Ernährung beim Catering. „Kroymann: Der Geburtstag“ präsentiert die besten Sketche des Formats und Maren Kroymann glänzt in verschiedensten Rollen: als Göttin, die die testosterongeschwängerte Welt vor dem Untergang bewahren will, oder als Ärztin, die auch mal die Diagnose „AfD positiv“ stellt, oder als Beraterin für männliche Kollegen, die dem korrekten Machtmissbrauch fröhnen wollen, wobei Machtmissbrauch natürlich nicht nur was für Männer sein muss – Sketche, die sich zu Publikumslieblingen entwickelt haben. Die Eheleute Macron sind natürlich mit von der Partie. Das Wiedersehen mit Stars wie Cordula Stratmann, Jasmin Gerat, Peter Lohmeyer, Max Bretschneider und Peter Heinrich Brix und vielen anderen garantiert bissige Gesellschaftskritik und entblößende Alltagsbeobachtungen.

 

So, 14.7., 8:40 – 9:25 Uhr, RTL plus
Das Familiengericht: Nackte Tatsachen (Doku/Reality, D 2002)

Ruth Lautenbach (29) fordert die Aufhebung ihrer Ehe mit Hendrik (29), denn Hendrik sei bisexuell und habe ihr das verschwiegen. Hendrik bestreitet, bisexuell zu sein und fühlt sich als Opfer von Missverständnissen und Intrigen.

 

So, 14.7., 20:15 – 22:20 Uhr, Arte
Der Club der toten Dichter (Spielfilm, USA 1988)

Ende der 50er-Jahre kommt John Keating (Robin Williams) als neuer Englischlehrer an ein konservatives Elite-Internat der amerikanischen Ostküste und versucht, bei seinen Schülern die Liebe zur Dichtung zu wecken. Die sensibelsten unter ihnen rufen daraufhin den „Club der toten Dichter“ aus Keatings Schülertagen wieder ins Leben und treffen sich heimlich in einer Höhle, die für sie zum Zufluchtsort vor der autoritären Welt des Internats wird. Rührender Film mit homoerotischen Momenten.

 

So, 14.7., 22:20 – 0:15 Uhr, Arte
Birdy (Spielfilm, USA 1984)

Nach ihrem Einsatz in Vietnam sind die Freunde Al und Birdy in unterschiedlichen Hospitälern gelandet. Al hat schwere Brandwunden im Gesicht. Sein Kopfverband lässt wenig mehr als nur die Augen frei. Birdy hingegen ist äußerlich unversehrt. Seine Verletzungen sind psychischer Natur: Er kommuniziert mit niemandem, schreckliche Visionen suchen ihn heim. Meist sitzt er stumm in einer Ecke seiner Zelle in der Psychiatrie. Sein Arzt Dr. Weiss glaubt, dass Al ihn aus der Erstarrung befreien kann. Also versucht Al, alte Erinnerungen wieder aufleben zu lassen. So will er seinen Kumpel in die Realität zurückholen. Kennengelernt haben sich die so unterschiedlichen jungen Männer in einer heruntergekommenen Vorstadt von Philadelphia, wo Birdys Mutter die Baseball-Bälle verschwinden lässt, die Al mit seinen Freunden aus Versehen in ihren Garten geschossen hat. Birdy hat weder für Baseball noch für Frauen etwas übrig. Nur Vögel faszinieren ihn. Doch Al erkennt in dem scheuen Außenseiter mehr. Da ist nicht nur Birdys Wissen über Vögel, das beiden einen Einstieg ins Brieftaubengeschäft ermöglicht – Birdy ist auch der Einzige, der sich gegen Als Vater auflehnt und vehement für seinen Freund Partei ergreift. So entwickelt sich eine enge Freundschaft, in der beide ihre familiären Probleme vergessen können. Außerdem ist Al der einzige Mensch, der Birdy bei seinen halsbrecherischen Flugversuchen unterstützt, obwohl sie regelmäßig im Crash enden. Vielleicht treibt Birdy seine Vogel-Begeisterung doch zu weit. Wieder zurück in der Gegenwart erkennt Al, in welche Welt sich Birdy in seinem Kopf geflüchtet hat.

 

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