Kultur
   2 Monate
Foto: Mike Von

QueerScreen - 13.04.–19.04.20

Das beste der aktuellen Fernsehwoche - gefiltert durch die schwul-lesbische Brille.

Mo, 13.4., 7:30 – 8:15 Uhr, ZDF info
Schick nach Plan – Die bunte Modewelt der DDR (Dokumentation, D 2017)

Die Dokumentation sucht nach den Spuren der DDR-Mode – ein graues und zugleich buntes Kapitel der DDR. Der verordnete Einheitslook gefiel nicht allen. Auch in der DDR gab es Models, Modesendungen im Fernsehen, Mode-Magazine und ein staatliches Modeinstitut. Es gab Textilproduktion und Modenschauen. Alles ein bisschen anders als im Westen. Vieles gab es nicht zu kaufen, da musste Frau selber nähen. Zur lebendigen Modeszene der DDR gehörte Detlef Heising. Er leitet heute eine Künstleragentur und war zu DDR-Zeiten Dressman – der Dressman Nummer eins. Er modelte für Zeitschriften, Fernsehsendungen, Plakate und Modenschauen. Er gründete selbst eine eigene Modenschau namens Modeexpress, mit der er durch die Lande tourte. Heising und seine Truppe brachten Farbe in den grauen DDR-Alltag. Mit einem Dieselbus ging es in die entlegensten Winkel des Landes. Zu Bestzeiten spielten sie bis zu 50 Shows in der Woche. Die schwule Stilikone zu DDR-Zeiten war Frank Schäfer. Er war Maskenbildner und Stylist bei Mode-Fotoshootings und Fernsehsendungen. Ihm vertrauten die Models ihre Ängste und Sorgen an. Frank Schäfer war der Mann hinter den Kulissen der DDR-Mode-Industrie, der die Models kurz vor dem großen Aufritt zurechtmachte.

 

Mo, 13.4., 17:45 – 18:30 Uhr, BR
Gipfeltreffen: Werner Schmidbauer trifft Patrick Lindner (Dokumentation/Talk, D 2020)

Fast vom Föhnsturm verweht hätte es Werner Schmidbauer und seinen Gast, Patrick Lindner, als sie sich im Oktober 2019 zum „Gipfeltreffen“ aufmachten. Sie beschlossen kurzerhand, das Ziel der Tour zu ändern: Statt auf das exponierte Schlehdorfer Kreuz gingen die beiden auf den windgeschützten 1.675 Meter hohen Martinskopf. Der guten Stimmung tat der Wind keinen Abbruch; schon auf den ersten Metern am Ufer des Walchensees erzählte der Schlagersänger Patrick Lindner, der 2020 seinen 60. Geburtstag feiert, von seiner Kindheit als einziger Sohn von Wirtsleuten. Nach der Schule machte Lindner eine Kochlehre, entschied sich aber dann doch für die Musik. Sehr offen erzählt er von seinem Coming-out, von der Adoption seines Sohnes, der in einem russischen Waisenhaus lebte, vom Tod seiner Mutter und seiner neuen großen Liebe. Weil es auch hier am Gipfel zu stürmisch war, suchten Schmidbauer und sein Gast für die Gipfelbrotzeit Schutz auf einem Plateau unterhalb des Gipfels. Und dort erwies sich Patrick Lindner, der nach seiner Ausbildung vier Jahre in einem großen Hotel gearbeitet hat, als Profi im Weißbier-Einschenken und als Fleischpflanzerl-Experte. 

 

Mo, 13.4., 18:40 – 19:27 Uhr, rbb
Bilderbuch: Berlin-Wilmersdorf (Dokumentation, D 2020)

Wilmersdorf liegt mitten in Berlin und doch Lichtjahre entfernt von den coolen und rauen Kiezen der Stadt, die Touristen und Künstler inspirieren. Der Bezirk zwischen Ku'Damm und Breitenbachplatz gilt als grün, beschaulich und betucht – gutes, altes West-Berlin! Hier wird Tradition gepflegt und geschätzt. U. a. befindet sich in Wilmersdorf die älteste Moschee Deutschlands: Der „Mini-Tadsch Mahal“ an der Brienner Straße, 1928 erbaut für die liberale Ahmadiyya-Gemeinde. Amir Aziz, der Imam der Moschee, lädt nach dem Freitagsgebet Gäste zum Tee mit seinen Töchtern. Das Gebäude, vor allem aber die christlich-islamisch-jüdische Geschichte dieser Moschee ist faszinierend. Mehrere hundert Berliner konvertierten während der Weimarer Republik zum Islam – unter ihnen Hugo Marcus, ein homosexueller, jüdischer Schriftsteller. Als er 1938 von den Nationalsozialisten inhaftiert wird, rettet ihm die Gemeinde das Leben und hilft ihm bei der Flucht in die Schweiz. Dieser liberalen Haltung fühlt sich Amir Aziz verpflichtet. 

 

Di, 14.4., 17:45 – 18:30 Uhr, ZDF info
ZDF-History: Geheimes Hollywood – Die dunkle Seite der Traumfabrik (Dokumentation, D 2015)

Anhand bewegender Einzelschicksale ergründen die Autorinnen Natascha Walter und Annette Baumeister die dunkle Seite der Traumfabrik. Warum führte z. B. das FBI jahrzehntelang eine Geheimakte über Rock Hudson?

 

Mi, 15.4., 16:30 – 17:15 Uhr, ARD alpha
Erlebnis Hessen: Die Ziegenbauern vom Bergwinkel (Dokumentation, D 2020)

Frank Simon und Timo Haas sind Partner, privat wie auch im Beruf: Sie sind Ziegenbauern, in den Vierzigern, verheiratet. Sie haben sich ein Lebensprojekt geschaffen, das ihnen schon viel Kraft und Mut abverlangt hat: 2000 kauften sie einen alten, heruntergekommenen Hof im in dem Neunzig-Seelen-Dorf Gomfritz, einem Ortsteil von Schlüchtern, und begannen, ihn umzubauen, um für sich und rund 300 Ziegen Platz zu schaffen. Inzwischen produzieren sie gut drei Tonnen Ziegenkäse pro Jahr und haben die Lizenz zum Biobetrieb nach EU-Richtlinien. Anfangs wurden die Ziegenbauern belächelt und als schwules Paar nicht von allen im Dorf akzeptiert. Ein „Gayfarmer“ zu sein, das scheint auch heute noch nicht selbstverständlich. Zudem leben sie stets mit der Herausforderung, auf dem umkämpften Lebensmittelmarkt zu bestehen. Der Betrieb muss rund um die Uhr laufen, und sie brauchen genug Vermarktungsmöglichkeiten für ihren „Klosterhöfer Ziegenkäse“. Doch die beiden sind selbstbewusst und stecken voller Ideen.

 

Mi, 15.4., 20:15 – 22:05 Uhr, Arte
3 Tage in Quiberon (Spielfilm, D/F/A, 2018)

Robert Lebecks Bilder von Romy Schneider gingen um die Welt. Sie fangen das widersprüchliche Wesen der Schauspielerin ein, ihre Ausgelassenheit, ihre Melancholie, ihren Schmerz. Lebeck machte auch die Fotos für das legendäre Interview, das Romy Schneider 1981 in Quiberon dem „Stern“-Reporter Michael Jürgs trotz schlechter Erfahrungen mit der deutschen Presse gab. In den bretonischen Küstenort hatte sie sich zur Erholung zurückgezogen, wie es hieß. Tatsächlich hatte der Produzent ihres nächsten Films ihr eine Entgiftung verordnet. Um dem Reporter gelassener begegnen zu können, bestellte Romy ihre österreichische Jugendfreundin Hilde nach Quiberon. Und forderte für die Fotos Robert Lebeck an, der sie schon mal fotografiert hatte – und ihr nahegekommen war. Das Interview und die Schwarz-Weiß-Fotos sind die Grundlage für den Spielfilm, der die besondere Atmosphäre jener Tage einfängt, in denen sich Romy Schneider bis zur Schmerzgrenze öffnet. Je mehr die Schauspielerin von sich zeigt, der Mensch hinter dem Star zum Vorschein kommt, desto mehr Bewegung kommt in das Quartett. Hilde möchte die Freundin vor sich selbst schützen, die mit entwaffnender Ehrlichkeit den zynischen Reporter aus der Reserve lockt. Lebeck entdeckt bei seinen Sessions die vielen Gesichter der Romy Schneider noch einmal neu. Es entsteht das vielschichtige Porträt einer mitreißenden Schauspielerin und Frau, die schonungslos alles gibt und sich dennoch nur selten gesehen und wahrgenommen fühlt.

 

Mi, 15.4., 22:05 – 23 Uhr, Arte
Ein Abend mit Romy (Dokumentation, F 2017)

Es ist der 12. Dezember 1976: Während über dem Kölner Dom die ersten Schneeflocken fallen, gibt Romy Schneider in einem kleinen Redaktionsbüro der engagiertesten Feministin der damaligen Zeit ein ausführliches Interview. Alice Schwarzer steckt gerade in den Vorbereitungen zur Gründung ihres Frauenmagazins „Emma“; die 38-jährige Starschauspielerin hat in Frankreich schon Erfolgsfilme wie „Der Swimmingpool“, „Die Dinge des Lebens, „César und Rosalie“ und „Das alte Gewehr“ gedreht und im selben Jahr den César als beste Hauptdarstellerin gewonnen. Sie ist auf dem Höhepunkt ihrer Karriere und muss niemandem mehr etwas beweisen. Sie hat einen kleinen Sohn aus der Ehe mit dem deutschen Regisseur und Schauspieler Harry Meyen, ist frisch mit einem neun Jahre jüngeren Mann liiert und träumt von einem zweiten Kind. Sie schmiedet Pläne für ihre nächsten Filme und möchte gerne eine eigene Produktionsfirma gründen. Alice Schwarzer stieß mit ihrer Interviewidee auf Widerstand in der Redaktion: Die meisten Mitarbeiterinnen waren gegen das Interview mit der ehemaligen „Sissi“-Darstellerin. Doch die Journalistin gab nicht nach und argumentierte, dass sie bei Romy tiefe Widersprüche und Brüche spüre, die sie ergründen wolle. Und schließlich gibt Romy Schneider in dieser Nacht ein exklusives Interview – überwiegend auf Französisch, der Sprache, die ihr eine gewisse Distanz zu sich selbst verlieh. Mutig und ängstlich, rebellisch und konformistisch, hochbegabt und voller Selbstzweifel – die Schauspielerin, die immer den Bruch und die Flucht wagte, hatte tatsächlich ein tiefes Bedürfnis nach Sicherheit und Kontinuität. Sie war zerrissen zwischen Frankreich und Deutschland, zwischen Berühmtheit und dem Wunsch nach einem gewöhnlichen Leben, zwischen Leidenschaft für die Liebe und Leidenschaft für den Beruf. 40 Jahre später stellte Alice Schwarzer ihre Tonbandaufnahmen für Patrick Jeudys Dokumentation zur Verfügung und kommentierte dieses bewegende Gespräch, in dem Romy Schneider ihr schließlich auch die Traumata ihrer Jugend anvertraut. Auf der Suche nach ihrem wahren Selbst öffnet sich Romy Schneider völlig und lässt letztendlich auch ihre tiefe Melancholie und Einsamkeit zutage treten.

 

Do, 16.4., 6:05 – 6:20 Uhr, 3sat
Montmartre – die Seele von Paris (Dokumentation, D 2013)

Montmartre ist die höchste Erhebung von Paris. Am Fuß des Hügels liegt Pigalle. Das Viertel ist verrufen, schon immer. Gangster, Zuhälter und Prostituierte gingen einst in denselben Kneipen wie Vincent van Gogh, Pablo Picasso und Henri de Toulouse Lautrec. Heute trifft man dort auf einen Mann, der immer blau gekleidet ist: Michou. Vor über 50 Jahren hat er ein kleines Transvestitenkabarett eröffnet, dass zur Kultadresse wurde. Zu seinen Gästen zählten Alain Delon, Charles Aznavour und die Chiracs.

 

Do, 16.4., 13:30 – 14:15 Uhr, ZDF info
Deutschlands große Clans: Die Joop-Story (Dokumentation, D 2020)

In der Welt der Mode hat es die Marke zu Weltruhm gebracht: „JOOP!“. Ihr Schöpfer zählt zu Deutschlands bedeutendsten Designern: Wolfgang Joop gilt als Gründer einer Lifestyle-Dynastie. Mit 75 Jahren denkt Joop noch lange nicht ans Aufhören. Dabei feiert auch Tochter Jette als Modedesignerin Erfolge und verschafft dem Familiennamen Geltung. Doch geraten die beiden privat immer wieder aneinander. Der endgültige Durchbruch Wolfgang Joops als Designer kam mit einer Pelzkollektion und einem simplen Trick: Mit seinem Gesicht und seinem Namen soll Werbung für seine Mode gemacht werden. Um mehr Aufmerksamkeit zu erregen, wird dieser um ein Ausrufezeichen ergänzt: Die Geburtsstunde der Marke „JOOP!“. Schon bald geht es nicht mehr nur um Mode, das Label ziert künftig auch Schuhe, Schmuck, Brillen, Parfüm und sogar Wasserhähne. Die zunächst westdeutsche Erfolgsgeschichte sorgt auch im Osten für Furore. In einer Nacht- und Nebelaktion lassen DDR-Funktionäre Wolfgang Joop ein geheimes Angebot übermitteln: Er soll die Textilindustrie der DDR über die neuesten Trends unterrichten. Joop stammt aus Potsdam und hat nie den Bezug zur alten Heimat verloren, so ist es auch eine deutsch-deutsche Familiengeschichte. Mit viel Geschäftssinn und cleverem Kalkül hat auch Jette Joop ihren Namen zur Marke gemacht. Sie verdient Millionen mit ihren Designs, sei es für Schmuck, Kleider oder Haushaltswaren. Auf dem roten Teppich inszeniert sie sich werbewirksam als Femme fatale, um ihr Label zu stärken. „Öffentlichkeit ist mein Schicksal“, sagt sie. Offen wird auch der Vater-Tochter-Konflikt in den Medien ausgetragen – von zwei Menschen, über die man alles zu wissen glaubt. Dass dem nicht so ist, zeigt der Film von Annebeth Jacobsen und Manfred Oldenburg, der ein Porträt der Designer-Dynastie zeichnet. Neben namhaften Experten und Wolfgang Joop selbst kommen enge Wegbegleiter zu Wort, die nur selten Einblicke in das Leben der Designerfamilie gewähren, wie Wolfgangs Ehemann Edwin Lemberg und seine Ex-Ehefrau Karin Joop-Metz.

 

Do, 16.4., 1:30 – 3 Uhr, 3sat
Fassbinder (Dokumentation, D 2015)

Die Welt kennt Rainer Werner Fassbinder als eines der letzten Allroundgenies des Kinos. Erzählt wird ein deutsches Künstlerleben, das mit der Dynamik und Dramatik eines Hollywood-Filmes geführt wurde. Wer war der Mensch hinter den Filmen, die noch heute in den Bann ziehen? Annekatrin Hendel macht mit „Fassbinder“ das kurze, selbstzerstörerische Künstlerleben von nur 37 Jahren geradezu körperlich fühlbar.

 

Fr, 17.4., 17:20 – 17:50 Uhr, ONE
Lindenstraße (1645): Attacke (Serie, D 2017)

Sunny hat zu kämpfen: Als sie von betrunkenen Männern wegen ihrer Transsexualität angepöbelt wird, fliegen die Fäuste. Die Polizei muss eingreifen. Später kommt es zwischen den Streithähnen zu einem dramatischen Wiedersehen.

 

Fr, 17.4., 21:15 – 22 Uhr, ZDF
Letzte Spur Berlin: Herzdame (Serie, D 2020)

Aljona Hollmann und Christine Bents sind glücklich und wollen heiraten. Als die beiden ihre Hochzeitskleider anprobieren, verschwindet Aljona aus dem Brautmodengeschäft – im Brautkleid. Bilder einer Überwachungskamera deuten darauf hin, dass Aljona entführt wurde – von ihrer homophoben russlanddeutschen Familie, da ist Christine sich sicher. Schließlich gab es schon bei der Eröffnung ihrer gemeinsamen Praxis Ärger mit Aljonas Bruder Denis. Denis bestreitet das entschieden und behauptet, dass es bei dem Streit nur darum ging, dass weder er noch seine Mutter zur Praxiseröffnung eingeladen waren, obwohl sie doch so viel für Aljona getan haben. Inzwischen haben sie sich jedenfalls längst ausgesöhnt, was Aljona ihrer Lebensgefährtin offensichtlich nicht erzählt hat. Vielleicht ist sie deshalb verschwunden: weil sie Christines Misstrauen und Intoleranz ihrer Familie gegenüber nicht mehr ertragen hat. Als jedoch kurz darauf Aljonas Brautschleier blutbefleckt in einem Park gefunden und Christine in der Arztpraxis überfallen wird, spricht alles dafür, dass Aljona nicht freiwillig gegangen ist. Eine neue Spur führt die Ermittler zu einem russischen Supermarkt, in dem auch Denis arbeitet. Jessica Papsts Zeit in der Vermisstenstelle neigt sich derweil dem Ende entgegen. Um ihre Chancen auf einen guten Folgejob zu erhöhen und weil Radek ihr keine Gelegenheit gibt, ihre wahren Fähigkeiten zu zeigen, entschließt sie sich zu einem Alleingang – und gefährdet damit nicht nur sich selbst.

 

Fr, 17.4., 22 – 23:30 Uhr, WDR
Kölner Treff (Talk/Show, D 2020)

Zu Gast bei Bettina Böttinger ist unter anderem Dragqueen Catherrine Leclery.

 

Fr, 17.4., 1:55 – 3:20 Uhr, Arte
Ein Himmel voller Wunder (Dokumentation, F 2015)

Seit Jahrhunderten pilgern die Anbeter der Madonna dell’Arco zu deren Heiligtum am Fuße des Vesuvs, nur wenige Kilometer von Neapel entfernt. Der Film zeichnet das Porträt eines Italiens des Zerfalls, auf ein Wunder wartend, auf irgendetwas wartend. Die Verletzung der Heiligen Jungfrau, der unverkennbare blaue Fleck auf ihrer Wange, symbolisiert das Leid dieser Region, der es nicht gelingen will, ihre Blessuren zu heilen. Im Mittelpunkt des Dokumentarfilms stehen drei Frauen, die einander nie begegnen, auf der Suche nach sich selbst, u. a. die Transsexuelle Fabiana. Sie führt in einem volkstümlichen Viertel mitten in Neapel eine Gruppe von Marienverehrerinnen an. Der Film begleitet sie in ihrem Alltag, in ihrem Viertel, auf der Straße, zu Hause.

 

Sa, 18.4., 5:32 – 5:35 Uhr, SWR
Planet Schule: Faces (18/23) – Amy, Taiwan (Dokumentation, D 2020)

Schon als Kind wurde Amy diskriminiert. Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler beschimpften sie als dick und machten Witze über sie. Auch nach der Schulzeit blieb sie eine Außenseiterin. Mit siebzehn erkannte Amy, dass sie lesbisch war; sie begann für die LGBT-Community zu arbeiten. Ihre Kolleginnen und Kollegen akzeptierten und schätzten sie, wie sie war. Das ermutigte Amy und zeigte ihr, wie wichtig es ist, sich selbst anzunehmen.

 

Sa, 18.4., 20:15 – 21:45 Uhr, rbb
Berlin – Schicksalsjahre einer Stadt: Das Jahr 2001 (Dokumentation, D 2020)

Das Jahr 2001 – die Terroranschläge des 11. September bringen auch das Berliner Leben zum Stillstand und Klaus Wowereit wird Regierender Bürgermeister von Berlin. Er erinnert sich an seine Wahl und sein Coming-out mit dem berühmten Satz „ich bin schwul und das ist auch gut so“.

 

So, 19.4., 8:50 – 9:20 Uhr, ONE
Lindenstraße (1645): Attacke (Serie, D 2017)

Sunny hat zu kämpfen: Als sie von betrunkenen Männern wegen ihrer Transsexualität angepöbelt wird, fliegen die Fäuste. Die Polizei muss eingreifen. Später kommt es zwischen den Streithähnen zu einem dramatischen Wiedersehen.

 

So, 19.4., 10:45 – 12:15 Uhr, WDR
Kölner Treff (Talk/Show, D 2020)

Zu Gast bei Bettina Böttinger ist unter anderem Dragqueen Catherrine Leclery.

 

So, 19.4., 22:50 – 0:20 Uhr, SWR
So auf Erden (Spielfilm, D 2017)

Johannes Klare ist charismatischer Prediger einer freikirchlichen Gemeinde in Stuttgart, die er gemeinsam mit seiner Frau Lydia leitet. Die beiden sind einander sehr nah, nicht zuletzt in ihrer Frömmigkeit, und sie sind Vorbilder innerhalb der bibeltreuen Gemeinschaft. Als selbstverständliches Werk der Nächstenliebe nehmen sie den drogensüchtigen Straßenmusiker Simon bei sich auf, pflegen ihn und wollen ihn in ihre Gemeinde integrieren. Simons gelebte Homosexualität, mit der er sich in den Augen der Freikirche versündigt, soll mit Hilfe des Glaubens "geheilt" werden. Doch in Johannes weckt die Nähe zu Simon ein seit langem unterdrücktes Begehren. Als er der Versuchung nachgibt, stürzt ihn das in einen tiefen Konflikt, mit seiner Frau, mit seinem Glauben und mit seiner Rolle in der Gemeinde. Er kämpft darum, wieder in sein Leben zurückzufinden, gewinnt dafür auch die Unterstützung Lydias. Während dieses Prozesses wird ihm klar, dass er sich selbst annehmen muss und seinen Glauben nur leben kann, wenn er den Konflikt mit den Rechtgläubigen in seiner Kirche aushält. Hier muss er eine Entscheidung treffen – und auch Lydia muss sich entscheiden.

 

So, 19.4., 23:05 – 0 Uhr, Arte
Operndiven – Operntunten (Dokumentation, D 2019)

Die Idee zu einem Film über Schwule und Oper bekam der Filmemacher Rosa von Praunheim durch seinen Jugendfreund, den Regisseur Werner Schroeter, der eine klassische Operntunte war und ein Leben lang für die göttliche Diva Maria Callas schwärmte. Durch seine Recherchen fand von Praunheim heraus, dass es weltweit eine sehr große Anzahl schwuler Männer gibt, die bestimmte Sopranistinnen mit hohen Stimmen verehren, ihnen nachreisen und Geschenke machen, aber auch kritisch sein können, wenn sie die Töne nicht treffen. Was aber ist es, das Schwule an der Oper so fasziniert? Mit dem Journalisten Tilman Krause und dem Musikwissenschaftler Kevin Clarke zeigt Rosa von Praunheim großartige Protagonisten, die als schwule Männer über ihre Begeisterung für bestimmte Operndiven mit großer Leidenschaft berichten. Für Kevin Clarke sind es Kiri Te Kanawa und Ljuba Welitsch, zu denen er in großer Liebe entbrannt ist. Für Tilman Krause ist es Edda Moser, deren legendäre Aufnahme der Rachearie aus Mozarts „Zauberflöte“ in der Raumsonde „Voyager 2“ ins All geschossen wurde. Rosa von Praunheim erkundet mit Tilman Krause und Kevin Clarke sowie weiteren Operntunten, darunter der Regisseur und Intendant der Komischen Oper Berlin, Barrie Kosky, der sich selbstironisch als „Gay Jewish Kangaroo“ bezeichnet, die Liebe des homosexuellen Mannes zur Oper. Selbstverständlich kommen auch einige Diven zu Wort, darunter Edda Moser, Sophie Koch und Nadine Secunde, die von einem schwulen Freund erzählt, der seine Liebe zur Oper einmal so ausgedrückt hat: „Die Oper verwandelt Schmerz in Schönheit.“

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