Kultur
   1 Monat
Foto: Macau Photo Agency

QueerScreen - 14.12.–20.12.20

Das beste der aktuellen Fernsehwoche - gefiltert durch die schwul-lesbische Brille.

Mo, 14.12., 10 – 10:45 Uhr, ZDF info
Vermisst im Gay Village – Serienmorde in Toronto (Dokumentation, CDN 2019)

Januar 2019: Ganz Kanada hält den Atem an, als Serienmörder McArthur acht Morde gesteht. Wie konnten seine Gewalttaten an homosexuellen Männern fast zehn Jahre lang unentdeckt bleiben? Viele der Opfer waren Migranten aus Ländern, in denen Homosexualität strafbar ist. Auf ihrer Suche nach Schutz und Identitätsfreiheit trafen sie auf McArthur. Die LGBTQ-Community beklagt polizeiliche Systemunzulänglichkeiten in der Aufklärung von Vermisstenfällen. Interviews mit Mitgliedern der LGBTQ-Community, Aktivisten, Polizisten und dem Bürgermeister Torontos werfen Schlaglichter auf die vielschichtige Spurensuche der unerzählten Kriminalgeschichte von Torontos „Gay Village“.

 

Mo, 14.12., 21:35 – 22:25 Uhr, ONE
The Heart Guy: Zurückversetzt (Staffel 1, Folge 1) (Serie, AUS 2016)

Ausgerechnet nach Whyhope wird Hugh Knight versetzt. Der erfolgreiche und begnadete Herzchirurg aus Sydney hat über die Stränge geschlagen und darf nicht mehr operieren. Er soll in der Provinzstadt wieder zur Vernunft kommen. In seiner Heimatstadt trifft er auf ein schlecht ausgerüstetes Provinzkrankenhaus. Der Verwaltungschef Ken ist chaotisch und jung, seine attraktive Vorgesetzte Penny nach eigener Aussage lesbisch und seine Sprechstundenhilfe Betty ein sehr gewissenhaft esoterischer Typ. Immerhin ist da die junge, quirlige Assistenzärztin Aoife und dann wäre da noch die wahrlich offenherzige Pharmavertreterin Kimberly.

 

Mo, 14.12., 23:15 – 23:45 Uhr, WDR
Kroymann (Comedy, D 2020)

Sketch-Comedy mit Maren Kroymann.

Mit ihrer einzigartigen Erzählweise rückt die Schauspielerin, Sängerin und Kabarettistin Themen des Alltags ins rechte Licht. Wenn Algorithmen zum Beispiel auf einmal ins ganz normale Alltagsgeschäft auf dem Dorf einfallen. „Und ihr Online-Verhalten weist auch nicht darauf hin, dass Sie bald wieder Lust auf Schweinebauch haben“, ist sich da die Fleischereifachverkäuferin Maren Kroymann sicher. „Frauen in ungewollten Führungspositionen“ ist ein anderes Thema bei Kroymann. „Kein vernünftiger Mann würde diesen Posten annehmen“, weiß Maren als Chefin der Personalabteilung eines kriselnden Konzerns. „Deshalb: Geben sie ihn doch einfach einer Frau!“ Das Problem für die männlichen Kollegen in der Führungsetage könnte so gelöst werden. Und andere Chancen, überhaupt an so einen Posten zu kommen, gäbe es für Frauen ja eh nicht. Die bittere Wahrheit? Auf Maren Kroymanns Reise durch Internetblasen, Himmelspforten, Familie und Beruf und übergriffige Schlachter wird sie wieder von einmaligen Schauspielkolleginnen und -kollegen unterstützt. Diesmal mit von der Partie: Anna Schudt, Rebecca Immanuel, Marie-Lou Sellem, Hansjürgen Hürrig, Pina Kühr, Franz Hartwig, Dirk Essig u. v. a. Mit der Deutschrapperin FIVA hat sie außerdem einen Song aufgelegt, der die Scheinheiligkeit von Verboten in Deutschland austariert. Natürlich darf Annette Frier hier nicht fehlen. Diesmal will sie Maren Kroymann als nativ kölschelnde Verkäuferin zum richtigen Outfit für den Kölner Karneval verhelfen. Mit unerschütterlichem Eifer führt das zu einem sehenswerten Ergebnis.

 

Mo, 14.12., 23:45 – 0:15 Uhr, WDR
Kroymann (Comedy, D 2018)

Sketch-Comedy mit Maren Kroymann.

Vorweihnachtsstress bei „Kroymann“: Zartbitter widmet sich die Schauspielerin und Satirikerin Maren Kroymann der Hektik im Vorfeld des Festes der Feste. Die Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk eskaliert im Gender- und Perfektionswahn, bei den Macrons geht es im weihnachtlichen Élysée-Palast hoch her, und irgendwann muss eine 69-jährige Feministin ja mal die Frage nach dem Geschlecht Gottes diskutieren. Ungewöhnliche Perspektiven erlaubt sich „Kroymann“ natürlich auch wieder auf mehr oder weniger alltägliche Fragen: Lässt sich der Geist der 68er konservieren? Oder: Wie sieht die erwachsene Pippi Langstrumpf die Welt? Mit dabei sind erneut Annette Frier, die dieses Mal als Steuerprüferin bei Maren Kroymann auf der Matte steht, und Max Bretschneider als französisicher Präsident und Gatte von Maren „Brigitte“ Kroymann. Weitere Gäste in dieser Folge sind u. a. Peter Lohmeyer, Leon Ullrich und Christina Hecke

 

Mo, 14.12., 0:40 – 2:35 Uhr, 3sat
Philadelphia (Spielfilm, USA 1993)

In Philadelphia soll ein junger Anwalt gerade Partner in seiner Kanzlei werden, als er an Aids erkrankt und entlassen wird. Daraufhin verklagt er seinen Arbeitgeber wegen Diskriminierung. Denn seine Entlassung wurde mit einem vorgetäuschten geschäftlichen Vergehen begründet, während er vermutet, aufgrund seiner zuvor verschwiegenen Homosexualität untragbar geworden zu sein. Gleichzeitig wird es sehr schwierig für ihn, einen geeigneten Anwalt zu finden. Andrew Beckett (Tom Hanks) ist ein ehrgeiziger junger Anwalt in einer renommierten Kanzlei in Philadelphia. Einer großen Karriere steht eigentlich nichts mehr im Wege, doch Beckett hat ein Geheimnis: Er ist homosexuell und HIV-positiv. Als sich die ersten sichtbaren Zeichen einer Aids-Erkrankung zeigen, wird Beckett wegen eines angeblichen geschäftlichen Vergehens entlassen. Beckett vermutet, aufgrund seiner als moralisch anrüchig betrachteten Krankheit diskriminiert zu werden, und verklagt seinen ehemaligen Arbeitgeber auf Entschädigung. Doch die Suche nach einem Anwalt, der ihn in einem Zivilprozess vertreten könnte, erweist sich als schwieriger als gedacht. Becketts letzte Hoffnung ist der erfolgreiche und durch Fernsehwerbung ziemlich bekannte Anwalt Joe Miller (Denzel Washington). Der verheiratete und gerade Vater gewordene Miller jedoch lehnt zuerst ab, da er nichts mit Homosexuellen zu tun haben möchte und außerdem die Gefahr einer Ansteckung fürchtet. Als er jedoch selbst zufällig Zeuge wird, wie Beckett in der Bibliothek der juristischen Fakultät brutal ausgegrenzt wird, beginnt er, seinen Standpunkt zu überdenken. In einem allmählichen Prozess muss er erkennen, was eine Aids-Erkrankung für den Betroffenen bedeutet und wie tief er selbst in einen Wust von Vorurteilen verstrickt war. Als Anwalt des immer schwerer erkrankenden Beckett wird der homophobe Miller zum glühenden Kämpfer gegen Schwulen-Diskriminierung. Er mutiert vor Gericht vom Saulus zum Paulus.

Jonathan Demmes sehr emotionales Drama war die erste große Hollywood-Produktion, die sich mit Starbesetzung dem Thema Aids widmete. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits über 200 000 US-Amerikaner an der Immunschwächekrankheit gestorben. Tom Hanks brachte seine Darstellung 1994 seinen ersten Oscar als „Bester Hauptdarsteller“ ein. In einer damals eher untypischen Rolle, für die er sich 35 Pfund runtergehungert hatte, um das Leiden seines Helden glaubhaft verkörpern zu können.

 

Di, 15.12., 6:05 – 8:05 Uhr, 3sat
Philadelphia (Spielfilm, USA 1993)

In Philadelphia soll ein junger Anwalt gerade Partner in seiner Kanzlei werden, als er an Aids erkrankt und entlassen wird. Daraufhin verklagt er seinen Arbeitgeber wegen Diskriminierung. Denn seine Entlassung wurde mit einem vorgetäuschten geschäftlichen Vergehen begründet, während er vermutet, aufgrund seiner zuvor verschwiegenen Homosexualität untragbar geworden zu sein. Gleichzeitig wird es sehr schwierig für ihn, einen geeigneten Anwalt zu finden. Andrew Beckett (Tom Hanks) ist ein ehrgeiziger junger Anwalt in einer renommierten Kanzlei in Philadelphia. Einer großen Karriere steht eigentlich nichts mehr im Wege, doch Beckett hat ein Geheimnis: Er ist homosexuell und HIV-positiv. Als sich die ersten sichtbaren Zeichen einer Aids-Erkrankung zeigen, wird Beckett wegen eines angeblichen geschäftlichen Vergehens entlassen. Beckett vermutet, aufgrund seiner als moralisch anrüchig betrachteten Krankheit diskriminiert zu werden, und verklagt seinen ehemaligen Arbeitgeber auf Entschädigung. Doch die Suche nach einem Anwalt, der ihn in einem Zivilprozess vertreten könnte, erweist sich als schwieriger als gedacht. Becketts letzte Hoffnung ist der erfolgreiche und durch Fernsehwerbung ziemlich bekannte Anwalt Joe Miller (Denzel Washington). Der verheiratete und gerade Vater gewordene Miller jedoch lehnt zuerst ab, da er nichts mit Homosexuellen zu tun haben möchte und außerdem die Gefahr einer Ansteckung fürchtet. Als er jedoch selbst zufällig Zeuge wird, wie Beckett in der Bibliothek der juristischen Fakultät brutal ausgegrenzt wird, beginnt er, seinen Standpunkt zu überdenken. In einem allmählichen Prozess muss er erkennen, was eine Aids-Erkrankung für den Betroffenen bedeutet und wie tief er selbst in einen Wust von Vorurteilen verstrickt war. Als Anwalt des immer schwerer erkrankenden Beckett wird der homophobe Miller zum glühenden Kämpfer gegen Schwulen-Diskriminierung. Er mutiert vor Gericht vom Saulus zum Paulus.

Jonathan Demmes sehr emotionales Drama war die erste große Hollywood-Produktion, die sich mit Starbesetzung dem Thema Aids widmete. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits über 200 000 US-Amerikaner an der Immunschwächekrankheit gestorben. Tom Hanks brachte seine Darstellung 1994 seinen ersten Oscar als „Bester Hauptdarsteller“ ein. In einer damals eher untypischen Rolle, für die er sich 35 Pfund runtergehungert hatte, um das Leiden seines Helden glaubhaft verkörpern zu können.

 

Di, 15.12., 3:25 – 4:20 Uhr, ZDF
Masters of Sex: Außenseiter (Serie, USA 2016)

Virginia reist nach New York, um den Verleger Bob Drag aufzusuchen. Er will das neueste Buch von Masters und Johnson nicht veröffentlichen. Die Gründe sind fadenscheinig. Virginia erfährt von Verlagsbesitzer Arnold Ketterman selbst, dass Bob degradiert wurde, nachdem er seine Hochzeit absagen musste. Der Grund: Ketterman unterstellt Bob, ein Homosexueller zu sein. Betty und ihre Freundin Helen leben zusammen. Helen erwartet ein Kind. Der Vater ist ein ehemaliger Kollege von Betty, der Arzt Dr. Austin Langham, der auf Wunsch der beiden Frauen Sex mit Helen hatte. Helens Eltern dürfen nicht wissen, dass die Tochter in einer lesbischen Beziehung lebt. Guy wird von Dr. Masters erwischt: Guy übernachtet heimlich in der Praxis, im Therapie-Schlafzimmer, weil er sich keine Wohnung leisten kann. Dr. Masters hilft, denn Guys Geschichte rührt ihn. Guy war im Vietnamkrieg und wurde wegen seiner Homosexualität unehrenhaft aus der US-Army entlassen.

 

Mi, 16.12., 23:40 – 0:20 Uhr, MDR
Kroymann (Comedy, D 2020)

Sketch-Comedy mit Maren Kroymann.

 

Do, 17.12., 20:15 – 22:25 Uhr, ZDF neo
Besser geht's nicht (Komödie, USA 1997)

Der Schriftsteller Melvin Udall ist kein freundlicher Zeitgenosse, er fällt öfter durch menschenverachtende Kommentare auf. Als er die Pflege für einen Hund übernimmt, ändert sich das. Jack Nicholson und Helen Hunt wurden für den Film mit den Oscars als „Bester Hauptdarsteller“ und „Beste Hauptdarstellerin“ ausgezeichnet, und Regisseur James L. Brooks gelang abermals ein großer Erfolg bei Kritik und Publikum. Der alternde Schriftsteller Melvin Udall (Jack Nicholson) ist kein Mensch, dem man gern auf der Straße begegnet. Was auch nicht sehr oft vorkommt, denn der von Zwangsneurosen geplagte Misanthrop zieht es vor, einen Großteil des Lebens im Schutze seines New Yorker Apartments zu verbringen, das er nur verlässt, um in seinem Stammlokal das tägliche Mittagessen einzunehmen. Dort arbeitet die Kellnerin Carol Connelly (Helen Hunt), alleinstehende Mutter eines kleinen, an Asthma erkrankten Jungen. Trotz des anstrengenden, oft frustrierenden Alltags versucht sie, ihren Mitmenschen mit Güte und Nachsicht zu begegnen – was bei einem unausstehlichen Zeitgenossen wie Melvin schwerfällt, der mit beleidigenden, menschenverachtenden Äußerungen auffällt. Besonders deutlich zu spüren bekommt das Melvins Nachbar Simon Bishop (Greg Kinnear), ein sensibler Maler, der seine Homosexualität offen auslebt und von dem störrischen Autor regelmäßig als „Tunte“ beschimpft wird. Doch als Simon eines Tages von einer Jugendbande überfallen und schwer verletzt wird, ist es ausgerechnet Melvin, der sich – wenn auch widerwillig – um Simons Schoßhündchen Verdell kümmert. Überraschenderweise entwickelt sich zwischen dem kleinen Hund und seinem neuen Herrchen bereits nach kurzer Zeit eine herzliche Freundschaft, und es fällt Melvin spürbar schwer, das Tier an Simon zurückzugeben, als der nach einem längeren Krankenhausaufenthalt wieder nach Hause kommt. Dieser steht vor dem Ruin. Um finanziell wieder auf die Beine zu kommen, muss der Maler zu seinen Eltern nach Baltimore fahren und sie um ein Darlehen bitten. Aber er braucht einen Chauffeur und fragt ausgerechnet Melvin. Dieser willigt zwar ein, bittet jedoch Carol, der er in der Zwischenzeit einen großen finanziellen Dienst erwiesen hat, sie auf der Fahrt zu begleiten. Melvin hat sich insgeheim längst in die resolute Kellnerin verliebt. Mehr noch: Er glaubt, dass sie die Einzige ist, die ihm helfen kann, ein besserer Mensch zu werden.

 

Do, 17.12., 20:45 – 21:15 Uhr, ONE
Kroymann (Sketch-Comedy, D 2020)

Sketch-Comedy mit Maren Kroymann.

In der neuen Folge der Sketch-Comedy „Kroymann“ ist Maren Kroymann u. a. mit Marleen Lohse, Rainer Bock und natürlich Annette Frier wieder damit beschäftigt, komisch und entlarvend die Welt zu sezieren. Wunderbar absurd erscheint zum Beispiel, dass es Agenturen geben könnte, die Alibi-Eheleute an prominente Homosexuelle vermittelt. Mit einer bitteren Wahrheit bringt es der Agenturchef auf den Punkt: „In Deutschland ist es eigentlich überhaupt kein Problem, wenn Sie homosexuell sind. Es darf halt nur keiner wissen.“ Er weiß, wovon er spricht – als ehemaliger Fußballprofi. In einem anderen Sketch beklagt sich der Chef eines mittelständischen Unternehmens über die Personalstruktur. Sein Ziel: Seine Firma braucht mehr Diversität. Die Mitarbeiter sind alle weiß, männlich und blond. „Also das kann doch wohl nicht so schwer sein, einen ordentlichen Ausländer zu finden“. Ein Fazit der Besprechung: „Was ist, wenn wir das mit den Ausländern aufs nächste Jahr schieben und erstmal nach Schwulen gucken? Das zählt doch auch, oder nicht?“ Außerdem glänzt Maren Kroymann in der Rolle als Oma, die ihre Enkelin zum Umzug aufs Land verführen will – schließlich winken dafür eine Prämie und ein zwölfteiliges Messerset. Oder als knallharte Polizistin, die eine Mutter der unbezahlten Pflegearbeit überführt, weil sie sich um ihre Kinder, Obdachlose und ihre bettlägerige Mutter kümmert. Der Ermittlerin erwartet da ein hartes Urteil: „Kurklinik. Schwarzwald oder Ostsee. Es sei denn, Sie erwischen Richter Geuel. Seine Schwester hat ein Spa-Hotel in Südtirol.“

 

Fr, 18.12., 22 – 23:30 Uhr, rbb
Von Abba bis Vicky Leandros – Lieder meiner Kindheit (Musik, D 2018)

Der Lieblingsschlager von Großmutter, die Hits aus der Tanzstunde, die Songs auf der ersten eigenen Schallplatte - all diese Lieder ergeben die erste persönliche Hitparade. Stefanie Hertel erinnert sich an die schwedische Popgruppe Abba, Moderatorin Kim Fisher an Vicky Leandros, Schauspielerin Valerie Niehaus an Michael Jackson und Kerstin Ott an Juliane Werding. Natürlich werden die Lieblingslieder in der Sendung gespielt. Dazu gibt es amüsante Geschichten über geschmuggelte Schallplatten aus dem Westen, das erste eigene Radio und den ersten eigenen Kassettenrecorder.

 

Fr, 18.12., 23:30 – 0:30 Uhr, WDR
Domian live (Talk, D 2020)

Ein Mann, keine Tabus. Jürgen Domian öffnet sich – wegen des großen Zuspruchs nun alle zwei Wochen – immer am zweiten und am letzten Freitag des Monats neuen Geschichten. Das Besondere an seiner Sendung „Domian live“: Jürgen Domian kennt weder die Gäste noch die Themen, die sie in seine Sendung mitbringen.

 

Fr, 18.12., 1:05 – 1:50 Uhr, ONE
The Heart Guy: Zurückversetzt (Staffel 1, Folge 1) (Serie, AUS 2016)

Ausgerechnet nach Whyhope wird Hugh Knight versetzt. Der erfolgreiche und begnadete Herzchirurg aus Sydney hat über die Stränge geschlagen und darf nicht mehr operieren. Er soll in der Provinzstadt wieder zur Vernunft kommen. In seiner Heimatstadt trifft er auf ein schlecht ausgerüstetes Provinzkrankenhaus. Der Verwaltungschef Ken ist chaotisch und jung, seine attraktive Vorgesetzte Penny nach eigener Aussage lesbisch und seine Sprechstundenhilfe Betty ein sehr gewissenhaft esoterischer Typ. Immerhin ist da die junge, quirlige Assistenzärztin Aoife und dann wäre da noch die wahrlich offenherzige Pharmavertreterin Kimberly.

 

Sa, 19.12., 5:25 – 7:35 Uhr, Arte
Aschenbrödel (Oper, F 2018)

„Cinderella“, die Geschichte von „Aschenbrödel“ in der Version des französischen Märchendichters Charles Perrault, ist ein abendfüllendes Ballett in drei Akten mit der Musik von Sergei Prokofjew. Die Uraufführung fand 1945 am Moskauer Bolschoi-Theater statt. Rudolf Nurejew schuf im Oktober 1986 eine moderne Bearbeitung des Stückes und verlegte die Handlung nach Hollywood. Cinderella ist darin eine unbekannte Schauspielerin, die von einem Produzenten entdeckt und zum Filmstar wird. Aschenbrödel schafft es in der Rolle der guten Fee und dank des Märchenprinzen in Gestalt eines berühmten Schauspielers, ihrem traurigen Schicksal zu entkommen und ihre Träume zu verwirklichen. Etwas erinnert das Ballett an das Leben des Choreographen selbst: Nurejew war ein junger Tänzer tatarischer Herkunft aus der Sowjetunion, der 1961 nach Frankreich floh, wo er politisches Asyl bekam. Von hier aus begann er seine internationale Karriere. 1983 wurde Rudolf Nurejew zum künstlerischen Leiter des Balletts der Pariser Oper ernannt. Leider währte das Glück nicht lange. Noch bevor er seinen Posten angetreten hatte, erfuhr er, dass er HIV-positiv war. Rudolf Nurejew starb 1992 mit nur 54 Jahren. 2018 wäre er 80 Jahre alt geworden. Die Pariser Oper gedachte ihres ehemaligen Ballettdirektors mit einer Reihe von Gedenkfeiern und Ausstellungen, unter anderem mit der Wiederaufnahme seiner Fassung von Prokofjews „Aschenbrödel“. In der Aufführung vom 31. Dezember 2018 tanzt Valentine Colasante die Rolle der Cinderella, Karl Paquette gibt den berühmten Schauspieler. Es ist Karl Paquettes letzter Auftritt an der Opera de Paris. Mit dem Auftritt vom 31.12.2018 nimmt der langjährige Solotänzer der Pariser Oper Abschied von der Bühne.

 

Sa, 19.12., 7 – 7:30 Uhr, NDR
Alle Jahre wieder (Seriendiplom, D 2012)

Bernhard wird mit der erschreckenden Tatsache konfrontiert, dass seine Kinder erwachsen werden. Er muss sich mit diversen, potenziellen Schwiegersöhnen herumschlagen, die Anna-Maria in das Weihnachtszimmer hineinschleppt. Alle sind Bernhard gleichermaßen verhasst. Der gewiefte Karsten F. Wieland kann Bernhards Herz erobern, aber gleichzeitig versorgt er Stefan mit Drogen. Als Karsten um die Hand von Anna-Maria anhält, sieht Bernhard seine Tochter bereits ganz in Weiß vor sich. Doch dann wird Karsten in letzter Sekunde von Tante Moni als Bigamist entlarvt. Wer denkt, nun sei das Schlimmste überstanden, der irrt sich. Denn Stefan outet sich als schwul und bringt seinen Freund Malte mit an den Weihnachtstisch. Dass der schon mal mit Anna-Maria zusammen war, stört offenbar nur Bernhard. So muss das leidgeprüfte Familienoberhaupt kurz darauf im Angesicht des homophoben Opas die größte Bewährungsprobe seines Lebens bestehen, ausgerechnet an Heiligabend: in dieser Folge in den Jahren 1988, 1990, 1991 und 1992.

 

Sa, 19.12., 11:50 – 12:20 Uhr, ONE
Kroymann (Sketch-Comedy, D 2020)

In der neuen Folge der Sketch-Comedy „Kroymann“ ist Maren Kroymann u. a. mit Marleen Lohse, Rainer Bock und natürlich Annette Frier wieder damit beschäftigt, komisch und entlarvend die Welt zu sezieren. Wunderbar absurd erscheint zum Beispiel, dass es Agenturen geben könnte, die Alibi-Eheleute an prominente Homosexuelle vermittelt. Mit einer bitteren Wahrheit bringt es der Agenturchef auf den Punkt: „In Deutschland ist es eigentlich überhaupt kein Problem, wenn Sie homosexuell sind. Es darf halt nur keiner wissen.“ Er weiß, wovon er spricht – als ehemaliger Fußballprofi. In einem anderen Sketch beklagt sich der Chef eines mittelständischen Unternehmens über die Personalstruktur. Sein Ziel: Seine Firma braucht mehr Diversität. Die Mitarbeiter sind alle weiß, männlich und blond. „Also das kann doch wohl nicht so schwer sein, einen ordentlichen Ausländer zu finden“. Ein Fazit der Besprechung: „Was ist, wenn wir das mit den Ausländern aufs nächste Jahr schieben und erstmal nach Schwulen gucken? Das zählt doch auch, oder nicht?“ Außerdem glänzt Maren Kroymann in der Rolle als Oma, die ihre Enkelin zum Umzug aufs Land verführen will – schließlich winken dafür eine Prämie und ein zwölfteiliges Messerset. Oder als knallharte Polizistin, die eine Mutter der unbezahlten Pflegearbeit überführt, weil sie sich um ihre Kinder, Obdachlose und ihre bettlägerige Mutter kümmert. Der Ermittlerin erwartet da ein hartes Urteil: „Kurklinik. Schwarzwald oder Ostsee. Es sei denn, Sie erwischen Richter Geuel. Seine Schwester hat ein Spa-Hotel in Südtirol.“

 

Sa, 19.12., 12:20 – 12:50 Uhr, ONE
Total normal (7/7) – mit Hape Kerkeling (Comedyserie, D 1989)

Ein unschlagbares Team waren Hape Kerkeling und Achim Hagemann in sieben Sendungen „Total Normal“. Höhepunkte folgten auf Höhepunkte. Gäste in der letzten Sendung waren Roberto Blanco, Paul Kuhn, Maria Hellwig und Herdis Zernial.

 

Sa, 19.12., 12:35 – 13:55 Uhr, ZDF
Dornröschen (Spielfilm, D/A 2008)

Frei nach dem Märchen der Brüder Grimm – mit Dirk Bach in der Rolle des Königs Arthur und Gustav Peter Wöhler als Markquart, Margaretes Sekretär.

 

Sa, 19.12., 20:15 – 21:10 Uhr, Arte
Märchen für die Welt – Hans Christian Andersen (Dokumentation, D 2020)

Generationen von Kindern sind mit seinen Geschichten aufgewachsen. Auf der ganzen Welt ist Hans Christian Andersen als Märchenautor bekannt und beliebt. Am 2. April wird sein Geburtstag sogar als „Tag des Kinderbuches“ gefeiert. Dabei schrieb er für Kinder und für Erwachsene: „Ich erzähle den Kindern, während ich daran denke, dass Vater und Mutter oft zuhören, und ihnen muss man etwas für den Verstand geben.“ Das tat er. Seine Kunstmärchen sind, anders als die Volksmärchen der Brüder Grimm, oft tieftraurig und ohne Happy End. Die Meerjungfrau, die sich für ihren Prinzen in ein menschliches Wesen verwandelt, bekommt ihn am Ende nicht. Der standhafte Zinnsoldat landet nach seiner Odyssee zwar wieder im behüteten Zuhause, am Ende aber leider auch im Ofen. Und das Mädchen mit den Schwefelhölzern, das in einer kalten Winternacht erfriert, ist bittere Sozialkritik. Die Märchen spiegeln oft Andersens eigene Erfahrungen wider. Denn der dänische Märchendichter hatte es nicht leicht im Leben. In ärmlichen Verhältnissen wächst er in der Kleinstadt Odense auf. Um dem Elend zu entfliehen, macht er sich mit gerade einmal 14 Jahren auf nach Kopenhagen. Dort sucht er sein Glück und will berühmt werden. Nach zahlreichen Enttäuschungen und der Suche nach seiner Bestimmung wird er ein erfolgreicher Schriftsteller. Die Märchen schreibt er freilich zunächst aus Geldnot. Von einer lukrativen Einnahmequelle werden sie zu seinen bedeutendsten schriftstellerischen Werken. Die Dokumentation erzählt vom bewegten Leben des homosexuellen dänischen Nationaldichters und taucht in die aufregende Welt seiner Märchen ein.

 

Sa, 19.12., 23:40 – 1:50 Uhr, ZDF neo
Besser geht's nicht (Komödie, USA 1997)

Der Schriftsteller Melvin Udall ist kein freundlicher Zeitgenosse, er fällt öfter durch menschenverachtende Kommentare auf. Als er die Pflege für einen Hund übernimmt, ändert sich das. Jack Nicholson und Helen Hunt wurden für den Film mit den Oscars als „Bester Hauptdarsteller“ und „Beste Hauptdarstellerin“ ausgezeichnet, und Regisseur James L. Brooks gelang abermals ein großer Erfolg bei Kritik und Publikum. Der alternde Schriftsteller Melvin Udall (Jack Nicholson) ist kein Mensch, dem man gern auf der Straße begegnet. Was auch nicht sehr oft vorkommt, denn der von Zwangsneurosen geplagte Misanthrop zieht es vor, einen Großteil des Lebens im Schutze seines New Yorker Apartments zu verbringen, das er nur verlässt, um in seinem Stammlokal das tägliche Mittagessen einzunehmen. Dort arbeitet die Kellnerin Carol Connelly (Helen Hunt), alleinstehende Mutter eines kleinen, an Asthma erkrankten Jungen. Trotz des anstrengenden, oft frustrierenden Alltags versucht sie, ihren Mitmenschen mit Güte und Nachsicht zu begegnen – was bei einem unausstehlichen Zeitgenossen wie Melvin schwerfällt, der mit beleidigenden, menschenverachtenden Äußerungen auffällt. Besonders deutlich zu spüren bekommt das Melvins Nachbar Simon Bishop (Greg Kinnear), ein sensibler Maler, der seine Homosexualität offen auslebt und von dem störrischen Autor regelmäßig als „Tunte“ beschimpft wird. Doch als Simon eines Tages von einer Jugendbande überfallen und schwer verletzt wird, ist es ausgerechnet Melvin, der sich – wenn auch widerwillig – um Simons Schoßhündchen Verdell kümmert. Überraschenderweise entwickelt sich zwischen dem kleinen Hund und seinem neuen Herrchen bereits nach kurzer Zeit eine herzliche Freundschaft, und es fällt Melvin spürbar schwer, das Tier an Simon zurückzugeben, als der nach einem längeren Krankenhausaufenthalt wieder nach Hause kommt. Dieser steht vor dem Ruin. Um finanziell wieder auf die Beine zu kommen, muss der Maler zu seinen Eltern nach Baltimore fahren und sie um ein Darlehen bitten. Aber er braucht einen Chauffeur und fragt ausgerechnet Melvin. Dieser willigt zwar ein, bittet jedoch Carol, der er in der Zwischenzeit einen großen finanziellen Dienst erwiesen hat, sie auf der Fahrt zu begleiten. Melvin hat sich insgeheim längst in die resolute Kellnerin verliebt. Mehr noch: Er glaubt, dass sie die Einzige ist, die ihm helfen kann, ein besserer Mensch zu werden.

 

So, 20.12., 20:15 – 23:40 Uhr, Arte
Ben Hur (Spielfilm, USA 1959)

Im Jahr 26 nach Christus verurteilt der römische Offizier Messala seinen einstigen Jugendfreund, den jüdischen Fürsten Ben Hur, zu lebenslangem Sklavendienst. Dieser wird jedoch nach drei Jahren befreit und schwört Rache. Bei einem Wagenrennen im Circus Maximus kommt es zu einem Duell auf Leben und Tod … Ein Monumentalfilm nach dem gleichnamigen Roman von Lew Wallace. Gore Vidal, der das Drehbuch überarbeitet hatte, verriet in einem Interview, wie er dem Regisseur bei einer entscheidenden Szene dazu riet, homoerotische Untertöne einzubauen. Aus erfindlichen Gründen wurde bei den Dreharbeiten dem bekanntlich schwulenfeindlichen Heston nichts von dieser neuen Interpretation der Szene erzählt.

 

So, 20.12., 4:15 – 6:10 Uhr, ZDF neo
Ein Goldfisch an der Leine (Spielfilm, USA 1964)

Hollywood-Legende Rock Hudson steht im Mittelpunkt der Komödie um Lebenslügen und ihre bizarren Auswüchse. Komödienspezialist Howard Hawks inszeniert Hudson als Gentleman in allen Lebenslagen, dem reichlich weibliche Unterstützung in der Wildnis zuteilwird: Roger Willoughby, Verkäufer in einem großen Sportgeschäft, gilt als der Experte für Fischen und Zubehör. Dumm nur, dass Roger in seinem Leben noch nie geangelt hat und mit Fisch nichts anfangen kann. Im übertragenden Sinne lief es in Hudsons Leben ähnlich, allerdings nicht mit Fischen, sondern den Frauen.

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