Kultur
   2 Wochen
Foto: Glenn Vandeperre

QueerScreen - 15.02.–21.02.21

Das beste der aktuellen Fernsehwoche - gefiltert durch die schwul-lesbische Brille.

Mo, 15.2., 10:05 – 11:30 Uhr, SWR
Charleys Tante (Spielfilm, A 1963)

Um zwei Freunden aus der Patsche zu helfen, verwandelt sich der junge Diplomat Dr. Otto Wilder (Peter Alexander) in eine reiche Erbtante aus Brasilien. Seine Pflichten als Anstandswauwau nimmt er allerdings auf sehr ungewöhnliche Weise wahr; auch hat er alle Mühe, Fassung zu bewahren, als plötzlich die (sehr attraktive) richtige Tante auftaucht.

 

Mo, 15.2., 3 – 3:30 Uhr, ZDF neo
Late Night Alter (Talk, D 2020)

Von Diversität und Gender-Themen über Gentrifizierung bis zur Klimakrise: Ariane Alter greift in ihrer Late-Night-Show gesellschaftliche, popkulturelle und boulevardeske Themen auf. 

 

Di, 16.2., 0:30 – 1:15 Uhr, WDR
Babylon Berlin (21) (Serie, D 2020)

Berlin im September 1929: eine Metropole in Aufruhr. Ökonomie und Kultur, Politik und Unterwelt – alles befindet sich in radikalem Wandel. Spekulation und Inflation zehren bereits an den Grundfesten der immer noch jungen Weimarer Republik. Wachsende Armut und Arbeitslosigkeit stehen in starkem Kontrast zum Exzess und Luxus des Nachtlebens und der nach wie vor überbordenden kreativen Energie der Stadt. „Babylon Berlin“ erzählt in der neuen, dritten Staffel die Geschichte des jungen Kommissars Gereon Rath weiter, der sich in den Illusionswelten des 20er-Jahre-Stummfilmkinos zu verirren scheint, während um ihn herum der Wahnsinn herrscht: Menschen verschulden sich, die Hochfinanz spekuliert auf den Untergang, und die rechtsnationale Partei versucht, Polizei und Verwaltung sukzessive mit kaltblütigen Mitteln zu unterwandern. Doch es gibt Hoffnung: Trotz Mord und Verzweiflung findet Rath Liebe und Solidarität, und die „Roaring Twenties“ spiegeln in all ihren Facetten Lebenshunger und Leidenschaft.

Rath, Charlotte und Böhm besuchen eine Séance, bei der Tristan Rot Kontakt zu seiner toten Frau aufnehmen will. Auch der Armenier ist dem Mörder auf der Spur. Gretas Urteil wird verkündet.

 

Mi, 17.2., 20:15 – 21 Uhr, 3sat
Rabiat: Mannomann! Moderne Männer, wo seid ihr? (Dokumentation, D 2020)

Der deutsche Mann ist auf der Suche – nach sich selbst. Feminismus, #Metoo und aufbrechende Rollenbilder stellen in Frage, was für die Herren der Schöpfung lange Zeit selbstverständlich war. Die Radio Bremen-Reportage „Rabiat: Mannomann! Moderne Männer, wo seid ihr?“ von David Donschen geht den Fragen nach: Wann ist der Mann ein Mann? Und wie bekommen wir Männer es endlich hin, uns nicht mehr selbst im Weg zu stehen? „Fangt endlich an, euch zu reflektieren!“, fordern nicht nur Demo-Teilnehmerinnen am internationalen Frauentag in Berlin. „Rabiat“-Reporter David Donschen versucht genau das und lädt Christoph May zu sich nach Hause ein. Gemeinsam mit dem Männerforscher geht er sein Bücherregal durch und stellt fest: Nicht einmal 30 Prozent seiner Literatur ist von Frauen geschrieben. Wie kann das sein? Eigentlich dachte David Donschen von sich, nicht alles durch die Männer-Brille zu sehen. Die Arbeit an der Radio-Bremen-Reportage lässt ihn daran zweifeln. „Wir Männer müssen uns endlich öffnen für die Probleme und Perspektiven von Frauen und queeren Menschen“, fordert der Forscher und Aktivist May. Für ihn steht fest: „Toxische Maskulinität schadet unserer Gesellschaft.“

 

Mi, 17.2., 20:15 – 22:05 Uhr, Arte
Mit Siebzehn (Spielfilm, F 2015)

Damien und Thomas gehen in dieselbe Klasse. Sie können sich nicht ausstehen. Es reicht die kleinste Provokation, und die beiden gehen aufeinander los. Ob es an den sozialen Unterschieden liegt? Damien wohnt mit seiner Mutter Marianne, einer Landärztin, am Fuße der Pyrenäen. Sein Vater ist als Hubschrauberpilot bei der Armee und nur selten zu Hause. Thomas hingegen wohnt mit seinen Adoptiveltern abgeschieden in den verschneiten Bergen. Jeden Tag läuft er über eine Stunde zur Schule. Er muss seinem Vater auf dem Hof helfen und hat kaum Zeit zu lernen. Als bei seiner Mutter eine Schwangerschaft mit Komplikationen festgestellt wird, besteht Marianne darauf, Thomas bei sich aufzunehmen. Der Weg ins Krankenhaus, um seine Mutter zu besuchen, und der Weg zur Schule sind von hier aus näher.

Die Atmosphäre zwischen den beiden Teenagern ist aufgeladen. Es dauert nicht lange, bis sie wieder aufeinander losgehen. Weshalb sie sich prügeln, weiß keiner von beiden so recht, und doch scheinen es beide zu brauchen. Weil Marianne ihnen das Kämpfen verboten hat, treffen sie sich an einem abgeschiedenen Ort in den Bergen. Doch der Regen unterbricht ihren Kampf. Statt sich weiter zu prügeln, suchen sie einen See auf, in dem Thomas häufig schwimmen geht. Als Damien den nackten Körper von Thomas sieht, kommen unterdrückte Gefühle hoch. Thomas waren die schon länger klar ...

 

Mi, 17.2., 21 – 21:45 Uhr, 3sat
Rabiat: Unter Singles – allein glücklicher? (Reportage, D 2020)

Die einen fühlen sich einsam und suchen verzweifelt den Partner fürs Leben, die anderen lieben ihre Freiheit und wollen keine faulen Kompromisse eingehen. In Deutschland ist jeder Dritte zwischen 16 und 65 Jahren Single. Einer von ihnen ist Reporter Nico Schmolke – und das seit er 20 Jahre alt ist. Mehr als kurze Techtelmechtel und unverbindliche Dates gibt es nicht. Der 29-Jährige genießt sein Leben voller Arbeit, guter Freunde und mit einer engen Bindung zur Familie. Mit Hilfe von schwulen Dating-Apps bleiben auch körperliche Bedürfnisse in der Single-Stadt Berlin nicht unerfüllt. Und schließlich scheint er damit auch einer neuen Norm zu folgen: Entfalte dich selbst, gehe keine Kompromisse ein, mach was aus dir!

 

Mi, 17.2., 23 – 0:35 Uhr, Arte
Die Erbinnen (Spielfilm, PY/D 2016)

Chela und Chiquita, beide jenseits der 60, leben als Paar in einem bürgerlichen Viertel von Asunción. Weil sich Chelas Erbe – von dem sie lange gelebt haben – dem Ende zuneigt, hat Chiquita verschiedentlich Geld geborgt und muss nun als säumige Schuldnerin ins Gefängnis. Für Chela ist das anfangs eine Katastrophe, verlässt sie sich doch schon seit Jahren in allen praktischen Dingen auf die energische Chiquita. Um ein wenig Geld zu verdienen beginnt sie, mit ihrem geerbten 70er-Jahre-Mercedes die alten Damen der Nachbarschaft zu ihren nachmittäglichen Karten- und Klatschrunden zu chauffieren. Dabei lernt Chela auch die lebenslustige, deutlich jüngere Angy kennen, in die sie sich schüchtern verliebt. Als dann Chiquita aus dem Gefängnis entlassen wird, ist zu Hause nichts mehr so wie vorher. „Die Erbinnen“ erzählt die Geschichte eines Paares, das sich in seinem Milieu und in seiner Beziehung selbst eingekerkert hat; und zeigt, wie ein Ausbruch aus dieser Situation aussehen könnte. Dabei spielt der Begriff des Erbes eine zentrale, schillernde Rolle. Denn „Erbe“ sind nicht nur das Mobiliar und die Kunstgegenstände, die Stück für Stück zu Geld gemacht werden. Erbe bezieht sich auch auf die Wertvorstellungen in Chelas bürgerlichen Zirkeln; auf die Klassengesellschaft, in der das indigene Dienstmädchen zum Hausstand gehört; und generell auf die Gesellschaft in Paraguay, die nach langen Jahren der Diktatur und der Absetzung der ersten demokratischen Regierung noch nicht in ruhige politische Gewässer gefunden hat. Der Ausverkauf des Erbes ist deshalb auch ein großer Schritt der Befreiung.

 

Mi, 17.2., 0:35 – 1:30 uhr, Arte
André Téchiné – Filmregisseur mit Leidenschaft (Dokumentation, F 2018)

André Téchiné, der in der Nähe von Lyon in Valence geboren wurde, gilt als Einzelgänger unter den französischen Regisseuren. Er hat rund 25 Langfilme gedreht, darunter auch seinen aufsehenerregenden Debütfilm „Paulina haut ab“ aus dem Jahr 1969. Der zurückhaltende Filmemacher steht lieber im Hintergrund als im Rampenlicht: Fernsehkameras geht er nach Möglichkeit aus dem Weg und lässt stattdessen seine Filme für sich sprechen. In Thierry Klifas Film, dem es gelang, eines der wenigen Porträts von Téchiné zu realisieren, spricht der französische Regie-Altmeister offen über seine Herkunft aus der „engstirnigen“ Bourgeoise der französischen Provinz, über die enge Beziehung zu seiner Mutter, seine Neurosen, sein Verhältnis zur Religion, seine Zeit bei der Filmzeitschrift „Cahiers du Cinéma“, die prägende Begegnung mit Roland Barthes, über Pariser Nächte, Psychoanalyse, seine offen gelebte Homosexualität – und schließlich über seine Leidenschaft für das Kino, die zweifellos bedeutendste Geschichte seines Lebens. Die Dokumentation schildert den Werdegang des jungen Mannes aus dem Südwesten Frankreichs, der eines Morgens Anfang der 60er-Jahre im Bahnhof Gare d'Austerlitz aus dem Zug stieg, um in Paris sein Studium zu absolvieren – und davon träumte, Filme zu drehen. Präzise und feinfühlig erfassen seine Filme die Widersprüche in der Gesellschaft und der Gefühlswelt der Menschen, die Qualen seiner Generation und die Erwartungen der heutigen Jugend. In poetischer Sprache und Optik thematisieren Téchinés Werke brisante Themen unserer Zeit: Er erzählt aus dem Leben von Exilanten und von verpassten Lebenschancen, in „Weit weg“ beziehungsweise „Changing Times“, vom Aufkommen der Immunschwächekrankheit Aids in den 80er-Jahren in „Wir waren Zeugen“, von männlicher Prostitution in „Ich küsse nicht“ oder von der schmerzlichen Suche nach politischer, sexueller und beruflicher Identität vor dem Hintergrund des Algerienkriegs in „Wilde Herzen“. Seinen größten Erfolg feierte er 1985 mit „Rendez-vous“, einer temporeichen Liebes- und Selbstfindungsgeschichte mit Juliette Binoche in der weiblichen Hauptrolle, für die er auf dem Festival von Cannes mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet wurde. Die Dokumentation verbindet Archivaufnahmen, zahlreiche Filmausschnitte, persönliche Dokumente, O-Töne seiner Drehbuchautoren Olivier Assayas und Cédric Anger sowie seiner Schauspielerinnen und Schauspieler – darunter Catherine Deneuve, Isabelle Adjani, Sandrine Kiberlain, Juliette Binoche, Emmanuelle Béart, Guillaume Canet und Daniel Auteuil – zu einem packenden Porträt, das aus Téchinés Leben erzählt, das vor allem aber auch eine Liebeserklärung an das Kino ist.

 

Do, 18.2., 22:15 – 22:45 Uhr, ZDF neo
Late Night Alter (Talk, D 2020)

Von Diversität und Gender-Themen über Gentrifizierung bis zur Klimakrise: Ariane Alter greift in ihrer Late-Night-Show gesellschaftliche, popkulturelle und boulevardeske Themen auf. 

 

Do, 18.2., 23:15 – 23:45 Uhr, ZDF neo
Late Night Alter (Talk, D 2020)

Von Diversität und Gender-Themen über Gentrifizierung bis zur Klimakrise: Ariane Alter greift in ihrer Late-Night-Show gesellschaftliche, popkulturelle und boulevardeske Themen auf.

 

Fr, 19.2., 17:50 – 18:30 Uhr, Arte
Das verborgene Leben der Bonobos (Dokumentation, D 2019)

Obwohl Bonobos unsere nächsten Verwandten sind, wissen wir wenig über sie. Immerhin ist bekannt, dass Weibchen und Männchen in der Gruppe gleichberechtigt sind und dass Sex bei ihnen eine wichtige Rolle spielt. Ganz egal ob homo- oder heterosexuell: „Make love, not war“ – das ist ihre Methode, um Konflikte zu beheben. Und es ist eine Methode, die sich bewährt hat. So kommt es, dass Bonobos außergewöhnlich friedlich sind. Doch was ist der Grund für diese besondere Veranlagung? Nur im tiefen Dschungel des Kongo haben Forscher aus aller Welt die Gelegenheit, diese faszinierenden Affen besser kennenzulernen. Eine junge Forscherin, Leveda Cheng, will dort die Gruppendynamik der wild lebenden Tiere enträtseln. Dafür muss sie deren Urin sammeln, da dieser Rückschlüsse auf die hormonelle Befindlichkeit zulässt. Die Herausforderung ist groß, zumal die Bonobos unermüdlich querfeldein durchs Dickicht ziehen, dort giftige Schlangen lauern und die Gruppendynamik der Bonobos von einem Augenblick zum nächsten umschlagen kann. Doch der Ehrgeiz der Forscherin ist groß: Sie bleibt den faszinierenden Primaten dicht auf den Fersen, um ihnen das Geheimnis ihrer Friedfertigkeit zu entlocken.

 

Fr, 19.2., 20:15 – 21:45 Uhr, 3sat
Ku'damm 59 (2/3): Der Skandal (Fernsehfilm, D 2018)

Helga hat inzwischen herausgefunden, dass sich Wolfgang ernsthaft in einen Kollegen verliebt hat. Als sie Zuflucht bei ihrer Mutter Caterina sucht, ist diese jedoch mit sich selbst beschäftigt, denn Kurt Moser hat sein wahres Gesicht gezeigt.

 

Fr, 19.2., 21:50 – 22:45 Uhr, Arte
Karl Lagerfeld – Eine Legende (Dokumentation, D 2019)

Er war unglaublich talentiert: Modeschöpfer, Fotograf, Verleger, Innenarchitekt, Kostümbildner, Trendsetter, alles in einer Person – Karl Lagerfeld. Als er am 19. Februar 2019 im Alter von 85 Jahren stirbt, ist nicht nur die Modewelt traurig. Bis zuletzt hat er gearbeitet – an neuen Kollektionen, an einer Fotoausstellung und an Buchpublikationen. Karl Lagerfeld gönnte sich zeitlebens keine Schaffenspausen. Wer war Karl Lagerfeld? Wer prägte ihn? Lagerfeld wächst behütet in Norddeutschland auf und kommt als Sohn einer wohlhabenden Unternehmerfamilie mit Anfang 20 von Hamburg nach Paris – unterstützt von seinen Eltern. Ihnen hat er viel zu verdanken. In Paris gewinnt er einen Modepreis, hat erste berufliche Erfolge und führt gleichzeitig ein aufwendiges Jetset-Leben. Lagerfeld lernt mit dem Dandy Jacques de Bascher seine große Liebe kennen. Wie seine Eltern, prägt auch de Bascher Lagerfelds Leben. Im Geiste seiner Mutter, mit Unterstützung seines Partners, arbeitet Karl Lagerfeld fast pausenlos. Er baut sich – ähnlich wie sein Vater, der Dosenmilchfabrikant Otto Lagerfeld – ein Imperium auf, in dem er eine unverwechselbare Marke kreiert. In „Karl Lagerfeld - Eine Legende“ sprechen Bekannte aus Lagerfelds Kindheit über die gemeinsame Zeit in den 40er Jahren. Verleger Gerhard Steidl erzählt von der jahrzehntelangen Zusammenarbeit. Zu Wort kommen Freunde wie das Model Baptiste Giabiconi oder Sebastien Jondeau, einer seiner engsten Vertrauten und die Journalistin Raphaëlle Bacqué, die eine umfassende Biografie über Lagerfeld geschrieben hat.

 

Fr, 19.2., 23:15 – 0:50 Uhr, rbb
ABBA – Der Film (Konzertfilm, AUS/S 1977)

Die Gruppe ABBA tourt durch ganz Australien – einer der größten Erfolge ihrer an Höhepunkten reichen Karriere. Ihre Popularität ist gigantisch, die Massen strömen in die Konzerte, die sie in Sydney, Melbourne, Perth und Adelaide geben. Der Reporter und Radio-Discjockey Ashley Wallace wird von seinem Redaktionschef beauftragt, das erhellende, ultimative Interview den anderen „Fab Four“ (die „anderen“, das waren die Beatles) zu entlocken. Dieser Auftrag erweist sich als nervenaufreibend und führt zu einer turbulenten Verfolgungsjagd durch halb Australien, ohne dass die ABBA-Stars Ashley überhaupt bemerken – Gelegenheit genug, die ABBA's auf der Bühne mit immerhin 21 ihrer Hits zu präsentieren. Immer wieder verhindern kuriose und unglückliche Zwischenfälle das mögliche Interview, immer wieder muss Ashley seinen ungeduldigen und ob der Misserfolge wütenden Chef vertrösten. Und wenn der Zufall ihm kein Bein stellt, dann ist garantiert der Bodyguard der ABBA's zur Stelle, um ihn zu vertreiben. Doch dann geschieht das Wunder: Ashley stößt völlig unverhofft und unspektakulär in einem Hotel-Aufzug auf die Gruppe, die ihm endlich ein ausführliches Exklusiv-Interview gibt. In seiner kultigen Mischung aus Musik- und Spielfilm verknüpfte Lasse Hallström geschickt die umjubelten Konzertauftritte mit der Spielfilmhandlung – einer langen, aber kurzweiligen, hindernisreichen Verfolgungsjagd quer durch den Fünften Kontinent. Über 20 der großen ABBA-Welterfolge werden im schrägen Glitzerlook und auf aberwitzigen Plateau-Sohlen dargeboten. Lasse Hallström inszenierte mit „ABBA – Der Film“ einen der erfolgreichsten Kinofilme der Saison 1978.

 

Fr, 19.2., 0:50 – 2:40 Uhr, Arte
Mit Siebzehn (Spielfilm, F 2015)

Damien und Thomas gehen in dieselbe Klasse. Sie können sich nicht ausstehen. Es reicht die kleinste Provokation, und die beiden gehen aufeinander los. Ob es an den sozialen Unterschieden liegt? Damien wohnt mit seiner Mutter Marianne, einer Landärztin, am Fuße der Pyrenäen. Sein Vater ist als Hubschrauberpilot bei der Armee und nur selten zu Hause. Thomas hingegen wohnt mit seinen Adoptiveltern abgeschieden in den verschneiten Bergen. Jeden Tag läuft er über eine Stunde zur Schule. Er muss seinem Vater auf dem Hof helfen und hat kaum Zeit zu lernen. Als bei seiner Mutter eine Schwangerschaft mit Komplikationen festgestellt wird, besteht Marianne darauf, Thomas bei sich aufzunehmen. Der Weg ins Krankenhaus, um seine Mutter zu besuchen, und der Weg zur Schule sind von hier aus näher.

Die Atmosphäre zwischen den beiden Teenagern ist aufgeladen. Es dauert nicht lange, bis sie wieder aufeinander losgehen. Weshalb sie sich prügeln, weiß keiner von beiden so recht, und doch scheinen es beide zu brauchen. Weil Marianne ihnen das Kämpfen verboten hat, treffen sie sich an einem abgeschiedenen Ort in den Bergen. Doch der Regen unterbricht ihren Kampf. Statt sich weiter zu prügeln, suchen sie einen See auf, in dem Thomas häufig schwimmen geht. Als Damien den nackten Körper von Thomas sieht, kommen unterdrückte Gefühle hoch. Thomas waren die schon länger klar ...

 

Sa, 20.2., 12 – 12:45 Uhr, ZDF info
Aufgeklärt – Spektakuläre Kriminalfälle: Falsche Fährten: Der Fall Walter Sedlmayr (Dokumentation, D 2019)

Juli 1990. Ein Mann wird in seiner Wohnung brutal ermordet. Das Opfer: der bayerische Volksschauspieler Walter Sedlmayr. Sein größtes Geheimnis kommt nun ans Licht. Der Vorzeige-Bayer war homosexuell. Damals ein Riesenskandal. Sedlmayr lag gefesselt im Bett – daneben: Kondome, eine Peitsche. Was ist hier geschehen? Wer hat Walter Sedlmayr umgebracht? Zwei Kriminal-Experten rollen den spektakulären Fall noch einmal auf. Die Psychologin Katinka Keckeis arbeitet im Gefängnis mit gefährlichen Straftätern. Der ehemalige Profiler Axel Petermann war fast 30 Jahre lang als Mordermittler tätig. Die beiden folgen den Spuren des Walter Sedlmayr. Walter Sedlmayr, am 6. Januar 1926 in München geboren, war der Inbegriff eines Parade-Bayern. Sein Vater, ein Tabakhändler, war der Typ Bayer, den er später in seinen Rollen immer gespielt hat. Schauspielerisch gelingt Sedlmayr 1971 als Leibkoch von Ludwig II. der Durchbruch. Die Mischung aus Dokumentation und Fiktion macht ihn schlagartig bekannt. Er wird Star zahlreicher Fernsehserien und zum Inbegriff des kleinen Grantlers mit dem großen Herzen. Jeder kennt ihn als Revierleiter der „Polizeiinspektion 1“ oder als „Millionenbauer“ Josef Hartinger. Er wird zum Gesicht einer bekannten Brauerei und zum Highlight auf dem Münchner Nockherberg. Ins Visier der Ermittler gerät zuerst der Privatsekretär Sedlmayrs, der ein falsches Testament präsentiert. Mehr und mehr konzentriert sich der Verdacht dann auf den Ziehsohn des Schauspielers, der bei seinem Gönner in Ungnade gefallen ist. Zwei Jahre nach der Tat wird ihm und seinem Halbbruder der Prozess gemacht. Am 21. Mai 1993 werden sie zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Ihre Täterschaft streiten sie ab. Am 24. Juli 1993 bestätigt der Bundesgerichtshof das Urteil, die Revision wird verworfen, die Wiederaufnahme nicht bestätigt. Seit 2008 sind beide Brüder wieder frei. Ihre Strafe haben sie abgesessen. 2018 wollten sie vor Gericht erreichen, dass ihre Namen aus online archivierten Pressetexten verschwinden. Doch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte spricht ihnen dieses Recht nicht zu. Ihre beiden Namen werden immer untrennbar mit dem Mord an Walter Sedlmayr zusammenhängen.

 

Sa, 20.2., 13:10 – 13:25 Uhr, 3sat
Montmartre – die Seele von Paris (Dokumentation, D 2013)

Montmartre ist die höchste Erhebung von Paris. Am Fuß des Hügels liegt Pigalle. Das Viertel ist verrufen, schon immer. Gangster, Zuhälter und Prostituierte gingen einst in denselben Kneipen wie Vincent van Gogh, Pablo Picasso und Henri de Toulouse Lautrec. Heute trifft man dort auf einen Mann, der immer blau gekleidet ist: Michou. Vor über 50 Jahren hat er ein kleines Transvestiten-Kabarett eröffnet, dass zur Kultadresse wurde. Zu seinen Gästen zählten Alain Delon, Charles Aznavour und die Chiracs.

 

Sa, 20.2., 21:45 – 23:15 Uhr, NDR
Von Abba bis Vicky Leandros – Lieder meiner Kindheit (Musik, D 2018)

Der Lieblingsschlager von Großmutter, die Hits aus der Tanzstunde, die Songs auf der ersten eigenen Schallplatte - all diese Lieder ergeben die erste persönliche Hitparade. Stefanie Hertel erinnert sich an die schwedische Popgruppe Abba, Moderatorin Kim Fisher an Vicky Leandros, Schauspielerin Valerie Niehaus an Michael Jackson und Kerstin Ott an Juliane Werding. Natürlich werden die Lieblingslieder in der Sendung gespielt. Dazu gibt es amüsante Geschichten über geschmuggelte Schallplatten aus dem Westen, das erste eigene Radio und den ersten eigenen Kassettenrecorder.

 

Sa, 20.2., 23:15 – 0:45 Uhr, NDR
ABBA – Der Film (Konzertfilm, AUS/S 1977)

Die Gruppe ABBA tourt durch ganz Australien – einer der größten Erfolge ihrer an Höhepunkten reichen Karriere. Ihre Popularität ist gigantisch, die Massen strömen in die Konzerte, die sie in Sydney, Melbourne, Perth und Adelaide geben. Der Reporter und Radio-Discjockey Ashley Wallace wird von seinem Redaktionschef beauftragt, das erhellende, ultimative Interview den anderen „Fab Four“ (die „anderen“, das waren die Beatles) zu entlocken. Dieser Auftrag erweist sich als nervenaufreibend und führt zu einer turbulenten Verfolgungsjagd durch halb Australien, ohne dass die ABBA-Stars Ashley überhaupt bemerken – Gelegenheit genug, die ABBA's auf der Bühne mit immerhin 21 ihrer Hits zu präsentieren. Immer wieder verhindern kuriose und unglückliche Zwischenfälle das mögliche Interview, immer wieder muss Ashley seinen ungeduldigen und ob der Misserfolge wütenden Chef vertrösten. Und wenn der Zufall ihm kein Bein stellt, dann ist garantiert der Bodyguard der ABBA's zur Stelle, um ihn zu vertreiben. Doch dann geschieht das Wunder: Ashley stößt völlig unverhofft und unspektakulär in einem Hotel-Aufzug auf die Gruppe, die ihm endlich ein ausführliches Exklusiv-Interview gibt. In seiner kultigen Mischung aus Musik- und Spielfilm verknüpfte Lasse Hallström geschickt die umjubelten Konzertauftritte mit der Spielfilmhandlung – einer langen, aber kurzweiligen, hindernisreichen Verfolgungsjagd quer durch den Fünften Kontinent. Über 20 der großen ABBA-Welterfolge werden im schrägen Glitzerlook und auf aberwitzigen Plateau-Sohlen dargeboten. Lasse Hallström inszenierte mit „ABBA – Der Film“ einen der erfolgreichsten Kinofilme der Saison 1978.

 

So, 21.2., 13:35 – 14 Uhr, BR
Polizeiinspektion 1: Chloroform für zwei (Serie, D 1977)

Bei einem Streifengang läuft der junge Lebenskünstler Franzi dem Revierbeamten Heinl bei dessen Streifengang über den Weg. Und Heinl ahnt, dass der polizeibekannte Franzi etwas im Schilde führt. Mit Walter Sedlmayr in der Rolle des Franz Schöninger.

 

So, 21.2., 14 – 14:25 Uhr, BR
Polizeiinspektion 1: Verfolgungswahn (Serie, D 1977)

Herr Pfeilschifter, ein Antiquitätenhändler, ist in der Polizeiinspektion 1 bekannt als ordentlicher Mann, in dessen Kopf aber nicht mehr alles in Ordnung ist. Pfeilschifter fühlt sich verfolgt von Agenten einer „Zentrale“, die von seiner geschiedenen Frau gesteuert wird. Als er wieder einmal eine Anzeige gegen den Agenten machen will, nimmt man ihn zu spät ernst. Mit Walter Sedlmayr in der Rolle des Franz Schöninger.

 

So, 21.2., 17:30 – 17:59 Uhr, Das Erste
Echtes Leben: Jung, jüdisch, weiblich – Die selbstbewusste Generation (Dokumentation, D 2021)

Drei Frauen, drei unterschiedliche Modelle, den jüdischen Glauben und die Tradition zu leben. Sie alle spiegeln die junge Generation von Jüdinnen, die selbstbestimmt ihren Weg geht. Alle eint der Wunsch, besser verstanden zu werden, alle eint die Befürchtung, dass die gesellschaftlichen Anfeindungen eher zu als abnehmen. U. a. Helene: Sie ist 22 Jahre alt und bezeichnet sich als liberale Jüdin. „Ich bin fest vom Judentum überzeugt, ich könnte mir nicht vorstellen, nicht nach den jüdischen Traditionen zu leben, aber ich engagiere mich genauso für queeres Judentum.“ Besonders die Begeisterung junger Menschen für ein modernes Reformjudentum liegt Helene am Herzen: „Ich möchte jüdisches Leben in Deutschland gestalten - auch außerhalb fester Gemeindestrukturen“. 

 

So, 21.2., 23:20 – 23:50 Uuhr, SWR
Kroymann (Comedy, D 2021)

Sketch-Comedy mit Maren Kroymann

Mit vielen guten Vorsätzen und einer neuen Folge startet „Kroymann“ mit Maren Kroymann ins Jahr 2021. Nach dem Motto „Man muss sich ja immer wieder neuen Erfahrungen aussetzen“ probiert die Schauspielerin, Satirikerin und Sängerin, mehr Empathie zu zeigen – und sei es mit medikamentöser Unterstützung – oder Nacktbilder für ein Männermagazin zu machen.

Bei all den schlechten Dingen, die in der Welt passieren, fällt Mitgefühl zunehmend schwer und Empathie scheint nahezu restlos aufgebraucht. „Kroymann“ hat das passende Gegenmittel: die Pille „Empathie Forte“. Damit nimmt auch der Wirtschaftsboss seine Mitarbeitenden wichtiger als den eigenen Kontostand. 

Und wie steht es um die gute Ernährung? Das kleine Gewissen rät Maren Kroymann aber einfach von jeder Zutat ab. Fisch? Belastet! Reis? Sowieso! Ganz abgesehen von Eiern, Margarine oder Nussnougatcreme. Essen kann man eigentlich gar nichts mehr heutzutage.

Annette Frier spielt in der 14. Folge „Kroymann“ eine Reporterin, die ihren Augen nicht ganz traut: Sollte Maren Kroymann sich tatsächlich für ein Männermagazin ausgezogen haben? Ist das da auf ihrem Rücken wirklich ein übergroßes Drachentattoo?

Einen neuen Maren-Kroymann-Song gibt es außerdem. Zwei Mal Hinschauen lohnt sich auch hier, wie immer, bei „Kroymann“.

Die Schauspielerin, Sängerin und Satirikerin tritt in der neuen Folge wieder mit einem prominent besetzten Cast auf. Unter anderen sind dabei: Christina Hecke, Gustav Peter Wöhler, Sylvia Mayer, Klaus Nierhoff, Georg Uecker, Roland Riebeling u. v. a.

 

So, 21.2., 0:15 – 0:45 Uhr, ZDF neo
Late Night Alter (Talk, D 2020)

Von Diversität und Gender-Themen über Gentrifizierung bis zur Klimakrise: Ariane Alter greift in ihrer Late-Night-Show gesellschaftliche, popkulturelle und boulevardeske Themen auf. 

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