Kultur
   3 Wochen
Foto: Inkredo Designer

QueerScreen - 16.11.–22.11.20

Das beste der aktuellen Fernsehwoche - gefiltert durch die schwul-lesbische Brille.

Mo, 16.11., 12:45 – 14:15 Uhr, SWR
Nichts als Ärger mit den Männern (Spielfilm, D 2009)

Die junge Musikerin Katharina hält sich nach dem Abbruch ihres Studiums mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Dann aber erleidet ihr griesgrämiger Vater Hubert einen Herzanfall – und plötzlich muss Katharina sich im Alleingang um dessen Catering-Firma kümmern. Als sie erfährt, dass das Unternehmen kurz vor der Pleite steht, versucht sie die Firma wieder auf Kurs zu bringen. Mit Improvisationstalent, viel Charme und der tatkräftigen Unterstützung ihres schwulen Mitbewohners Jochen (Anian Zollner), dessen Freundes Bruno (Götz Otto) sowie der pfiffigen Sekretärin Christa (Billie Zöckler) gelingt es Katharina, die ersten kleinen Aufträge an Land zu ziehen.

 

Mo, 16.11., 15:20 – 16:10 Uhr, ONE
Der Dicke (41): Schlag auf Schlag (Serie, D 2011)

Pensionswirt Paul Siemsen bittet seinen Freund Ehrenberg um Hilfe. Gegen ihn liegt eine Anzeige wegen schwerer Körperverletzung vor. Dabei habe er, so Siemsens nur zwei Neonazis verscheucht, die in einem Park, einem stadtbekannten Schwulen-Treff, einen Mann angepöbelt und geschlagen hätten. Ehrenberg glaubt seinem Freund Siemsen. Nur präsentiert Anwalt Oskar Römer ein Gutachten, in dem den Neonazis Hanno Behrend und Sören Wieland Nasenbeinbruch, Rippenbrüche und schwere Prellungen attestiert werden. Der Einzige, der Paul Siemsen entlasten könnte, wäre Oliver Kuhnert, das Opfer der Neonazis. Aber der hat Angst vor einer Aussage.

 

Mo, 16.11., 22:45 – 23:35 Uhr, BR
Der Millionenbauer: Herzkasperl (Serie, D 1978)

Einmal reich geworden, hat Hartinger sein Leben völlig umgestellt. Hartinger hat sich in München einen Waschsalon gekauft und sich mit der Geschäftsführerin Gertrud eine Geliebte zugelegt. Rosa öffnet ein Zufall die Augen. Sie will sich scheiden lassen. Als Hartinger dahinterkommt, dass Gertrud ihn nur ausgenutzt hat, ereilt ihn bei einem Familiengericht das „Herzkasperl“, ein Schlaganfall. Kultserie mit Walter Sedlmayr in der Rolle des Josef Hartinger.

 

Di, 17.11., 13:45 – 17:20 Uhr, Arte

Der Staat gegen Fritz Bauer (Spielfilm, D 2014)

Im Deutschland der Nachkriegszeit ermittelt der hessische Generalstaatsanwalt gegen flüchtige NS-Verbrecher. Er ist ein Kämpfer, steht doch ein Großteil der Bevölkerung seiner Arbeit ablehnend gegenüber. Und auch die Behörden sind durchsetzt von Nationalsozialisten. Selbst in seiner eigenen Abteilung verschwinden immer wieder Akten, scheint seine Arbeit sabotiert zu werden. Als Bauer einen Hinweis darauf erhält, dass Adolf Eichmann sich in Argentinien aufhält, ist es zunächst unklar, wie er den SS-Offizier nun dingfest machen und vor Gericht stellen soll. Zu groß sind seine Befürchtungen, dass Eichmann gewarnt wird und erneut untertaucht. Und tatsächlich ist ihm der BND auf den Fersen und versucht Näheres über den  Stand seiner Recherchen zu erfahren. Bauer beschließt, sich an den Mossad, den israelischen Geheimdienst, zu wenden. Allerdings nur unter der Bedingung, dass Eichmann später nach Deutschland ausgeliefert wird, um hier vor Gericht gestellt zu werden. Bauer will eine öffentliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen während der NS-Zeit. Der Mossad ist nach einer oberflächlichen Untersuchung zunächst skeptisch. Sie bestehen auf eine zweite Quelle, bevor sie eine tatsächliche Ermittlung einleiten. Bauer ist außer sich, ist er doch überzeugt davon, auf der richtigen Fährte zu sein. In seinem jüngeren Kollegen Karl Angermann findet Bauer wider Erwarten einen Verbündeten. Als er von dessen ungewöhnlich geringem Strafmaß in einem Paragraf 175-Fall, einem Verstoß gegen das Verbot von Homosexualität, erfährt, fasst er Vertrauen zu dem jungen Mann. Doch auch Angermann gerät schnell ins Fadenkreuz der Behörden.

 

Di, 17.11., 13:50 – 15:20 Uhr, ONE
Verliebt in Amsterdam (Spielfilm, D 2017)

Was sich liebt, das neckt sich. Dieser Satz gilt nicht nur für die Zweisamkeit, sondern auch das deutsch-holländische Verhältnis. Auf amüsante Weise spielt die Culture-Clash-Komödie „Verliebt in Amsterdam“ mit den unterschiedlichen Mentalitäten, den gegenseitigen Vorurteilen und der besonderen Rivalität im Fußball. 

Der junge Anwalt Max ist von Kassel nach Amsterdam gezogen, um sich fernab seines Elternhauses endlich ein eigenes Leben aufzubauen. In der malerischen Grachtenstadt hat er eine kleine, aber schicke Wohnung bezogen. Bei einer Immobilienfirma möchte der ehrgeizige Berufsanfänger nun Karriere machen. Zeit für Romantik ist nicht eingeplant. Gerade jetzt läuft ihm Sophie über den Weg. Hals über Kopf verliebt sich der in allen Lebenslagen perfekt organisierte Deutsche in die chaotisch-sympathische Betreiberin einer Sandwichbar, die mit Papa Johan, Schwester Marijke und deren lesbischer Freundin auf einem Hausboot lebt.

 

Di, 17.11., 14:30 – 16 Uhr, rbb
Herzlichen Glückwunsch (Spielfilm, D 2005)

Die treu sorgende Hausfrau und Mutter Vera steht kurz vor ihrem 50. Geburtstag. Die Vorbereitungen für die geplante Party laufen auf Hochtouren. Veras Ehemann Werner und ihre Mutter Charlotte sind von dem Tohuwabohu bereits leicht genervt, zumal sich Veras beste Freundin Regine ständig in alles einmischt. Die Ankunft von Veras und Werners erwachsenen Kinder sorgt für zusätzliche Aufregung. Da ist zum Beispiel Philipp, der seiner überfürsorglichen Mutter so manche Kopfschmerzen bereitet: Nicht nur, dass er anstatt eine Pilotenkarriere zu machen, „nur“ Flugbegleiter geworden ist – Philipp ist zudem auch noch schwul! Und seinen neuen Freund, den Franzosen Michel, hat er auch gleich mitgebracht.

 

Di, 17.11., 20:15 – 21 Uhr, ZDF info
Fatale Zusammentreffen: Die Traumfrau (Serie, USA 2018)

Für ihre Freunde sind sie das perfekte lesbische Paar. Doch die Liebesgeschichte von Crystal Parker und Danielle Dixon gipfelt in einem tödlichen Eifersuchtsdrama. Die Polizistin Crystal lebt mit Danielle zusammen, ihrer absoluten Traumfrau. Eine glückliche Beziehung, um die sie viele beneiden. Doch als Crystal eine alte Schulfreundin wiedertrifft, gerät das Glück ins Wanken. Was harmonisch beginnt, endet mit einem Verbrechen.

Die Serie erzählt spannende Mordfälle aus den USA. Es sind allesamt Wiedersehen mit tödlichen Folgen: Alltägliche Treffen setzen eine mörderische Kettenreaktion in Gang. Von jetzt auf gleich wird aus Liebe Hass, aus Familienmitgliedern oder Freunden werden Erzfeinde. Was als triviale Begegnung beginnt, endet mit einem kaltblütigen Verbrechen. Ermittler der Polizei und engste Bezugspersonen von Täter und Opfer erzählen die emotionalen Geschichten aus erster Hand.

 

Di, 17.11., 4:20 – 5:15 Uhr, ZDF
Masters of Sex: Freier Fall (Serie, USA 2016)

Bill Masters und Virginia Johnson, die beiden berühmten Sexforscher, haben ihre Affäre beendet, arbeiten aber noch zusammen. Vierte und letzte Staffel der US-Serie „Masters of Sex“. In ihrer Praxis behandeln Masters und Johnson Paare mit sexuellen Problemen. Gleichzeitig suchen sie privat nach einer neuen Orientierung. Virginia gibt vor, verheiratet zu sein. Bill wartet auf seinen Prozess. Hugh Hefner könnte ein neuer Geschäftspartner werden.

Staffel vier ist die letzte Staffel der auf einem Buch von Thomas Maier beruhenden Serie „Masters of Sex“. Die berühmten Forscher sind am Ende der 60er-Jahre angekommen, einer Zeit, die historisch in Teilen der Welt den Beginn eines weniger verkrampften Umgangs mit der menschlichen Sexualität markiert und maßgeblich die Folgejahrzehnte des 20. Jahrhunderts prägen wird. „Die sexuelle Reaktion“ ist ein Wegbereiter der „sexuellen Revolution“, denn mit ihrer Studie haben Masters und Johnson dazu beigetragen, viele Vorurteile und Mythen über die menschliche Sexualität zu entlarven. Sie haben intimste Vorgänge zum ersten Mal gemessen und wissenschaftlich erforscht. Dabei hatten sie im prüden Amerika der 50er- und 60er-Jahre mit erheblichen gesellschaftlichen Widerständen zu kämpfen. Die vierte Staffel der Serie spielt in den Jahren 1968 und 1969. Große gesellschaftliche Veränderungen werfen ihre Schatten voraus. Die Amerikaner kämpfen in Vietnam, junge Männer verbrennen ihre Einberufungsbefehle, die Hippies feiern im Schlamm von Woodstock, Frauen fordern Gleichberechtigung und das Recht auf den eigenen Körper, liberalere Zeiten kündigen sich an.

 

Mi, 18.11., 19:25 – 20:15 Uhr, ZDF
Heldt: Das Müller muss weg (Serie, D 2020)

Heldt, der Ellen Bannenberg bei einer Elternversammlung vertritt, wird Zeuge eines Angriffs auf Emilys Lehrerin Andrea Müller. Diese engagiert sich im Selbsthilfeverein „Transgender Bochum“. Dem Angreifer gelingt die Flucht. Auf der anschließenden Versammlung wird Frau Müller von Norbert Preuss, dem Vater ihres Schülers Marius, vor den Eltern bloßgestellt: Er verkündet, dass sie früher ein Mann gewesen ist. Andrea will auf eine Anzeige verzichten. Heldt macht ihr klar, dass sie mit einer Anzeige Betroffenen helfen kann, indem sie sich nicht zum Opfer machen lässt. Ist Hass auf Transgender ein Motiv für den Angriff gewesen? Neben Norbert Preuss rückt Marius in den Fokus der Ermittlungen, der während der Tat in der Sporthalle trainiert und einen ähnlichen Hoodie getragen hat wie der Täter. Doch Andrea ist von der Unschuld ihres Schülers überzeugt. Auch die Spur zu Andreas ehemaliger Lebensgefährtin Sabine Weber, die mit der Geschlechtsumwandlung ihres damaligen Partners überfordert war, läuft ins Leere. Die Spur des Sportpullovers dagegen führt Heldt und Grün in das Sportstudio von Mike Stankowsky, in dem auch Norbert Preuss trainiert. Hier scheint einiges nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Die Ermittlung scheint festzustecken, als ein Mordanschlag auf Andrea verübt wird: Sie wird auf offener Straße von einem Wagen attackiert und fast umgefahren. Die negative Reaktion der Elternschaft an der Schule führt zu einem Graffiti mit der deutlichen Botschaft: „Das Müller muss weg!“. Wer will die engagierte und damit unbequeme Lehrerin und Leiterin des Selbsthilfevereins aus dem Weg schaffen. Und warum?

 

Do, 19.11., 20:15 – 21 Uhr, tagesschau24
Rabiat: Mannomann! Moderne Männer, wo seid ihr? (Dokumentation, D 2020)

Der deutsche Mann ist auf der Suche – nach sich selbst. Feminismus, #Metoo und aufbrechende Rollenbilder stellen in Frage, was für die Herren der Schöpfung lange Zeit selbstverständlich war. Die Radio Bremen-Reportage „Rabiat: Mannomann! Moderne Männer, wo seid ihr?“ von David Donschen geht den Fragen nach: Wann ist der Mann ein Mann? Und wie bekommen wir Männer es endlich hin, uns nicht mehr selbst im Weg zu stehen? „Fangt endlich an, euch zu reflektieren!“, fordern nicht nur Demo-Teilnehmerinnen am internationalen Frauentag in Berlin. „Rabiat“-Reporter David Donschen versucht genau das und lädt Christoph May zu sich nach Hause ein. Gemeinsam mit dem Männerforscher geht er sein Bücherregal durch und stellt fest: Nicht einmal 30 Prozent seiner Literatur ist von Frauen geschrieben. Wie kann das sein? Eigentlich dachte David Donschen von sich, nicht alles durch die Männer-Brille zu sehen. Die Arbeit an der Radio-Bremen-Reportage lässt ihn daran zweifeln. „Wir Männer müssen uns endlich öffnen für die Probleme und Perspektiven von Frauen und queeren Menschen“, fordert der Forscher und Aktivist May. Für ihn steht fest: „Toxische Maskulinität schadet unserer Gesellschaft.“

 

Do, 19.11., 20:45 – 21:15 Uhr, ONE
Kroymann (Comedy, D 2019)

Sketch-Comedy mit Maren Kroymann.

„Vom Gucken ist noch niemand gestorben“ – mit diesem Satz nimmt „Kroymann“ in dieser Folge die Gaffer an Unfallorten aufs Korn. Was wäre eigentlich, wenn man das Gaffen und Knipsen mit dem Smartphone einfach professionalisiert? Touren anbietet? Aus Gaffern werden dann „OTBs“, sprich „organisiert teilnehmende Beobachter“.

Als besonderes Highlight schlüpft Maren Kroymann noch einmal in ihre Paraderolle als französische Präsidentengattin Brigitte Macron. Zusammen mit Maximilian Bretschneider in der Rolle von Emmanuel Macron gibt es ein standesgemäßes Wiedersehen für das bei Kroymann-Fans beliebten Ehepaar Macron.

Einzigartig in dieser Folge ist die Besetzung der Gastrollen, die „Kroymann“ wieder eine einmalige Note geben: Anna Stieblich, Max Bretschneider, Anna von Haebler und Oliver Nägele sind diesmal mit von der Partie. 

Und Maren Kroymann bildet mit Annette Frier wieder ein grandioses Gespann. Ihr Thema ist dabei besonders delikat. „Die Menschen bereiten sich ja zum Beispiel auch ausführlich auf Geburten vor. Wieso also nicht auch auf den Tod?" Das gilt für Maren genauso wie eines ihrer obersten Gebote: keine Lust auf Wiedergeburt. Denn: „Haben Sie in letzter Zeit mal Zeitung gelesen?“

 

Do, 19.11., 22:15 – 22:45 Uhr, ZDF neo
Late Night Alter (Talk, D 2020)

Von Diversität und Gender-Themen über Gentrifizierung bis zur Klimakrise: Ariane Alter greift in ihrer Late-Night-Show gesellschaftliche, popkulturelle und boulevardeske Themen auf. ZDFneo zeigt „Late Night Alter“ immer donnerstags um 22.15 Uhr. In der ZDFmediathek ist die jeweilige Ausgabe bereits ab 20.15 Uhr verfügbar.

 

Fr, 20.11., 10:30 – 12 Uhr, rbb
Ich pfeif’ auf schöne Männer (Spielfilm, D 2000)

Artdirektorin Linda hat es doch noch geschafft, dem Mann fürs Leben zu begegnen. Linda sucht ein offenes Ohr bei ihrer „besten Freundin“, ihrem schwulen Kollegen Donald. Doch momentan braucht er selbst Hilfe. Er liebt den Agenturchef Peter König, doch Peter wagt es nicht, sich offen zu ihrer Beziehung zu bekennen. Und Linda hat ja auch kaum Zeit, Donald zu trösten.

 

Sa, 21.11., 12:35 – 13:05 Uhr, ONE
Kroymann (Comedy, D 2019)

Sketch-Comedy mit Maren Kroymann.

„Vom Gucken ist noch niemand gestorben“ – mit diesem Satz nimmt „Kroymann“ in dieser Folge die Gaffer an Unfallorten aufs Korn. Was wäre eigentlich, wenn man das Gaffen und Knipsen mit dem Smartphone einfach professionalisiert? Touren anbietet? Aus Gaffern werden dann „OTBs“, sprich „organisiert teilnehmende Beobachter“.

Als besonderes Highlight schlüpft Maren Kroymann noch einmal in ihre Paraderolle als französische Präsidentengattin Brigitte Macron. Zusammen mit Maximilian Bretschneider in der Rolle von Emmanuel Macron gibt es ein standesgemäßes Wiedersehen für das bei Kroymann-Fans beliebten Ehepaar Macron.

Einzigartig in dieser Folge ist die Besetzung der Gastrollen, die „Kroymann“ wieder eine einmalige Note geben: Anna Stieblich, Max Bretschneider, Anna von Haebler und Oliver Nägele sind diesmal mit von der Partie. 

Und Maren Kroymann bildet mit Annette Frier wieder ein grandioses Gespann. Ihr Thema ist dabei besonders delikat. „Die Menschen bereiten sich ja zum Beispiel auch ausführlich auf Geburten vor. Wieso also nicht auch auf den Tod?" Das gilt für Maren genauso wie eines ihrer obersten Gebote: keine Lust auf Wiedergeburt. Denn: „Haben Sie in letzter Zeit mal Zeitung gelesen?“

 

Sa, 21.11., 13:05 – 13:25 Uhr, ONE
Total normal (3/7) – mit Hape Kerkeling (Comedyserie, D 1989)

Ein unschlagbares Team waren Hape Kerkeling und Achim Hagemann in sieben Sendungen „Total Normal“. Höhepunkte folgten auf Höhepunkte. Gäste in der dritten Sendung waren Paul Kuhn, Wilhelm Wieben, Dagmar Berghoff und Herdis Zernial.

 

Sa, 21.11., 19:20 – 20 Uhr, 3sat
100 Jahre Berlinograd: Der russische Mythos an der Spree (Dokumentation, D 2020)

Überall in Berlin wird Russisch gesprochen. Es sind nicht nur russische Touristen, es sind Hunderttausende Menschen, die nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 ihre frühere Heimat verließen. Auf der Suche nach gesichertem Einkommen und persönlicher Sicherheit, nach der Möglichkeit, eigene Lebensentwürfe gestalten und leben zu können. Berlin galt und gilt als Zufluchtsort im Westen, wo politische, religiöse und sexuelle Freiheit gelebt werden kann. Insgesamt fünf Wellen russischsprachiger Migration zählt Dr. Tsypylma Darieva vom Berliner Zentrum für Osteuropäische und Internationale Studien (ZOIS) in den letzten 100 Jahren. Seit der Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014 flüchten vermehrt russischsprachige Intellektuelle nach Berlin, weil sie der Hetzjagd auf Andersdenkende und der politisch-strafrechtrechtlichen Verurteilung in der Heimat entgehen wollen. Darunter sind auch Homosexuelle und Journalistinnen und Journalisten, die sich gesellschaftlich in Russland bereits einen Namen gemacht haben. Sie haben eigene, zivilgesellschaftliche, politisch engagierte Klubs und Vereine in der Stadt gegründet.

 

Sa, 21.11., 23:15 – 0 Uhr, Phoenix
ZDF-History: Corona, Aids & Co. – Virus oder Verschwörung? (Dokumentation, D 2020)

Gerät die Welt durch eine Pandemie ins Wanken, blühen die Verschwörungstheorien. Das war auch in vergangenen Epochen so. „ZDF-History“ blickt auf aktuelle und historische Seuchen. Hinter Corona steckt Bill Gates. Oder stammt das Virus doch aus einem US-Biowaffenlabor, wie damals HIV? Versuchen dunkle Mächte, durch Verseuchung die Menschheit zu beherrschen? In Zeiten der Bedrohung suchen viele nach einfachen Wahrheiten. Je unbekannter eine Krankheit, umso mehr blühen Desinformation, Lüge und Verwirrung. Durch die neuen Medien verbreiten sich Verschwörungstheorien meist schneller als die Krankheit selbst – und damals wie heute zielen sie auf angebliche Sündenböcke. Das Coronavirus und seine dramatischen Folgen erschüttern derzeit die Welt. Die Erforschung des Krankheitserregers hat höchste Priorität. Doch während wissenschaftliche Fakten und Erkenntnisse erst langsam Gestalt annehmen, glauben viele Menschen, die Ursache für die Pandemie bereits zu kennen: Das Virus sei das Resultat einer Verschwörung. Viele Zutaten aus der Geschichte der Verschwörungstheorien, wie missglückte Laborversuche oder das Wirken dunkler Mächte, tauchen auch in der aktuellen Corona-Krise auf. Im Irak verbreitete ein politischer Kommentator die These, bei der Pandemie handele es sich um ein amerikanisch-jüdisches Komplott. In Russland und dem Iran wurden wiederum Gerüchte verbreitet, bei der Pandemie handele es sich um einen US-Angriff mit biologischen Waffen. Für Experten ist das keine Überraschung. Die Geschichte kennt viele Beispiele. Bei einer unheimlichen Bedrohung einen Schuldigen zu suchen, scheint bei vielen Menschen ein bewusster oder unbewusster Reflex zu sein. Das Unbekannte macht Angst, und je komplexer eine Gefahrenlage ist, desto vehementer erfolgt die Suche nach einfachen Erklärungen. Die vielen Unbekannten der aktuellen Corona-Krise sind ein perfekter Nährboden für Gerüchte und Verschwörungsmythen.

 

Sa, 21.11., 23:20 – 23:50 Uhr, NDR
Kroymann (Comedy, D 2019)

Sketch-Comedy mit Maren Kroymann.

„Vom Gucken ist noch niemand gestorben“ – mit diesem Satz nimmt „Kroymann“ in dieser Folge die Gaffer an Unfallorten aufs Korn. Was wäre eigentlich, wenn man das Gaffen und Knipsen mit dem Smartphone einfach professionalisiert? Touren anbietet? Aus Gaffern werden dann „OTBs“, sprich „organisiert teilnehmende Beobachter“.

Als besonderes Highlight schlüpft Maren Kroymann noch einmal in ihre Paraderolle als französische Präsidentengattin Brigitte Macron. Zusammen mit Maximilian Bretschneider in der Rolle von Emmanuel Macron gibt es ein standesgemäßes Wiedersehen für das bei Kroymann-Fans beliebten Ehepaar Macron.

Einzigartig in dieser Folge ist die Besetzung der Gastrollen, die „Kroymann“ wieder eine einmalige Note geben: Anna Stieblich, Max Bretschneider, Anna von Haebler und Oliver Nägele sind diesmal mit von der Partie. 

Und Maren Kroymann bildet mit Annette Frier wieder ein grandioses Gespann. Ihr Thema ist dabei besonders delikat. „Die Menschen bereiten sich ja zum Beispiel auch ausführlich auf Geburten vor. Wieso also nicht auch auf den Tod?" Das gilt für Maren genauso wie eines ihrer obersten Gebote: keine Lust auf Wiedergeburt. Denn: „Haben Sie in letzter Zeit mal Zeitung gelesen?“

 

Sa, 21.11., 23:50 – 0:20 Uhr, NDR
Kroymann (Comedy, D 2020)

Sketch-Comedy mit Maren Kroymann.

Mit ihrer einzigartigen Erzählweise rückt die Schauspielerin, Sängerin und Kabarettistin Themen des Alltags ins rechte Licht. Wenn Algorithmen zum Beispiel auf einmal ins ganz normale Alltagsgeschäft auf dem Dorf einfallen. „Und ihr Online-Verhalten weist auch nicht darauf hin, dass Sie bald wieder Lust auf Schweinebauch haben“, ist sich da die Fleischereifachverkäuferin Maren Kroymann sicher. „Frauen in ungewollten Führungspositionen“ ist ein anderes Thema bei Kroymann. „Kein vernünftiger Mann würde diesen Posten annehmen“, weiß Maren als Chefin der Personalabteilung eines kriselnden Konzerns. „Deshalb: Geben sie ihn doch einfach einer Frau!“ Das Problem für die männlichen Kollegen in der Führungsetage könnte so gelöst werden. Und andere Chancen, überhaupt an so einen Posten zu kommen, gäbe es für Frauen ja eh nicht. Die bittere Wahrheit? Auf Maren Kroymanns Reise durch Internetblasen, Himmelspforten, Familie und Beruf und übergriffige Schlachter wird sie wieder von einmaligen Schauspielkolleginnen und -kollegen unterstützt. Diesmal mit von der Partie: Anna Schudt, Rebecca Immanuel, Marie-Lou Sellem, Hansjürgen Hürrig, Pina Kühr, Franz Hartwig, Dirk Essig u. v. a. Mit der Deutschrapperin FIVA hat sie außerdem einen Song aufgelegt, der die Scheinheiligkeit von Verboten in Deutschland austariert. Natürlich darf Annette Frier hier nicht fehlen. Diesmal will sie Maren Kroymann als nativ kölschelnde Verkäuferin zum richtigen Outfit für den Kölner Karneval verhelfen. Mit unerschütterlichem Eifer führt das zu einem sehenswerten Ergebnis.

 

Sa, 21.11., 0:20 – 0:50 Uhr, NDR
Kroymann (Comedy, D 2020)

Sketch-Comedy mit Maren Kroymann.

Paranoia, Popkultur, Ausgrenzung und Schamanismus. Geht nicht zusammen? Klar geht das! In der neuen Folge „Kroymann“ schafft es die Satirikerin und Schauspielerin Maren Kroymann wieder mal, den Blick über die Themen der Zeit schweifen zu lassen und aufs Wesentliche zu konzentrieren. Mit einer grandiosen Verbindung aus Leichtigkeit und nötigem Ernst, die manche Dinge des Alltags einfach unbedingt brauchen. „Zubehör für besorgte Bürger. Wir nehmen Ihnen alle Ängste!“ So lockt Maren als geschäftstüchtige Verkäuferin im Baumarkt ihre Kunden. „Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen: Wir errichten eine Mauer um Ihr Grundstück, dreifünfzig mal einszwanzig, Bunkerbeton, Druckfestigkeit C90/105. Bei uns grade im Angebot: das Modell „Mexiko“.” Klingt nach einem übertriebenen Wunsch nach Sicherheitsgefühl. Klingt so, als würde es in die heutige Zeit passen. Klingt eben nach Kroymann. Genauso wie die Idee, klimafreundliche Kreuzfahrten zu den Polkappen anzubieten. Ohne Schiff, ohne Ablegen. Einer Simulation auf der „MS Thunberg“ sei Dank. Natürlich trotzdem mit Dieselqualm-Imitat auf dem Oberdeck, hyperaktivem Animateur und Seegang, dass einem schlecht wird. Kitas und Kinderbetreuung sind ein anderes Thema. „Wir sind natürlich für alle offen. Rein theoretisch“, weiß Maren Kroymann als Elvira von der Privat-Kita „Weltenbummler“. Hier müssen das Einkommen und die Herkunft der Eltern aber schon auch stimmen. Und keine Sorge: „Ihr könnt euch und eure Kinder hier abkapseln und trotzdem im Freundeskreis weiterhin linke Ideale propagieren – offene Gesellschaft, alles schön bio, nachhaltig und individuell.“ Zusammen mit den Schauspielkolleginnen und -kollegen Max Bretschneider, Valerie Niehaus, Götz Otto, Felix Vörtler, Maike Bollow und Anja Reschke und vielen anderen macht Maren außerdem einen überraschenden Abstecher ins Milieu der Bankräuber. Und das bei Kroymann-Fans beliebte Politikerpaar Emmanuel und Brigitte Macron gewährt endlich mal wieder einen Einblick in den Élysée-Palast. 

Und was macht eigentlich Barbie? Ist die überhaupt noch mit Ken zusammen? Das Duo Annette Frier und Maren Kroymann zieht sich als roter Faden durch die Sendung. Und die beiden haben deutlich ihren Spaß als Schamanin und skeptische Hilfesuchende.

 

Sa, 21.11., 0:50 – 1:20 Uhr, NDR
Kroymann (Comedy, D 2020)

Sketch-Comedy mit Maren Kroymann.

Maren Kroymann ist mit einer gehörigen Portion Spiellust zurück und geht auch mit dieser Folge des Sketch Comedy-Formats „Kroymann“ von Radio Bremen, SWR, NDR und WDR wieder den Dingen auf den Grund. Ein Thema ist dann Sexismus, wenn auch in unerwarteter Form. Denn der Satz „Ein Penis ist in dieser Gesellschaft nun mal ein großes Handicap“ führt zu einer ungewohnten Gleichberechtigungsdebatte. Einfach mal die Vorzeichen ändern, die Dinge aus einer anderen Perspektive betrachten: Wie immer bricht Maren Kroymann humorvoll mit etablierten Denkmustern und schärft so den Blick auf gesellschaftliche Herausforderungen. Einen intergalaktischen Perspektivwechsel gibt es außerdem: Wie wäre es, wenn eine sehr viel weiter entwickelte Spezies aus einer anderen Galaxie darüber entscheidet, der Menschheit Asyl zu gewähren? Bei der Geschichte, mit den Kriegen, bei den hochmütigen Umweltverschmutzungen und dem forschen Umgang miteinander, werden sie da helfen? Die Bewohner und Berater des fiktiven Planeten Superia Prime sind nicht sicher: „Offenbar hatten die in den letzten 300 Jahren erhebliche Probleme mit der Bedienung ihres Planeten. Globale Erwärmung, Pandemien, Völkermorde, Fremdenhass“. Musikalisch widmet sich die Allrounderin einer ganz besonderen Liebesbeziehung der heutigen Zeit: der mit dem Smartphone. Ohne geht es anscheinend nicht mehr. Und bei den meisten Menschen nimmt der Akku betriebene Zeitdieb mindestens den Stellenwert eines Lebenspartners ein. Maren Kroymann bietet sich wieder einen Schlagabtausch mit Annette Frier, die in dieser Folge als Online-Beraterin für Inneneinrichtung dabei ist. Ihre schwerwiegende Frage: „Wollen Sie eine Einrichtung, die zu Ihrem tatsächlichen Leben passt? Oder wollen Sie eine Einrichtung, die zu dem Leben passt, das Sie gerne hätten?“ Die beiden werden wie immer von bekannten Schauspielerinnen und Schauspielern begleitet: Joe Bausch, Christin Nichols, Nora Binder, Rainer Reiners, Max Bretschneider, Jacob Matschenz und Florian Bartholomäi, Fabian Jaray und viele andere sind mit von der Partie.

 

So, 22.11., 11:30 – 12 Uhr, ONE
Total normal (4/7) – mit Hape Kerkeling (Comedyserie, D 1989)

Ein unschlagbares Team waren Hape Kerkeling und Achim Hagemann in sieben Sendungen „Total Normal“. Höhepunkte folgten auf Höhepunkte. Gäste in der vierten Sendung waren Max Schautzer und Herdis Zernial.

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