Kultur
   4 Wochen
Foto: Jakob Owens

QueerScreen - 24.05.–30.05.21

Das beste der aktuellen Fernsehwoche - gefiltert durch die schwul-lesbische Brille.

Mo, 24.5., 17:30 – 18 Uhr, tagesschau24
Jung, schwul, gläubig – Geht das für Christen, Juden und Muslime? (Dokumentation, D 2020)

Vorbehalte, Ressentiments, Ausschluss aus der Religionsgemeinschaft. Das sind Probleme, denen sich junge gläubige Schwule stellen müssen, wenn sie sich outen. Wie vereinbaren homosexuelle Christen, Juden und Muslime in Deutschland ihren Glauben und ihre sexuelle Ausrichtung in oft repressiven und konservativen Religionsgemeinschaften? Wie kämpfen sie für Anerkennung und Gleichberechtigung? Erzählt wird die Geschichte von drei jungen Menschen, die sich entschieden haben, Glauben und Homosexualität nicht mehr als Widerspruch oder unvereinbar hinzunehmen. Alle drei sind Mitbegründer von Selbsthilfegruppen, die Betroffenen ein Sicherheitsnetz geben, ihre Feiertage gemeinsam feiern, aber auch Aufklärungsarbeit leisten, keine Konflikte scheuen und selbst den Dialog zu konservativen Gläubigen suchen. Leo Shapira ist Mitbegründer von „Keshet“, dem ersten queeren jüdischen Verein in Deutschland. Auf einer Tagung der jüdischen Gemeinden in Deutschland vertritt er als Pionier zum ersten Mal die jüdische LGBT-Gemeinde. Tugay Sarac kämpft für die Rechte queerer Muslime – und wird deshalb bedroht. In der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin betet er nicht nur, sondern verficht auch in einer Predigt das Recht, als Muslim lieben zu können, wen er will. Timo Platte brach aus der Enge seiner Wuppertaler Freikirche aus, in der er aufwuchs, und veröffentlichte das Buch „Nicht mehr schweigen“, in dem er queere Christen und Christinnen jeder Glaubensrichtung zu Wort kommen lässt. In seinen Lesungen trifft er auf Empathie, aber auch auf Skepsis und Kritik. Filmemacher Uri Schneider zeichnet in seiner Reportage ein berührendes Porträt von drei jungen Menschen, die sich entschlossen haben, sich nicht mehr zu verstecken, sondern offen und stolz schwul und gläubig zu sein.

 

Mo, 24.5., 20:15 – 21:45 Uhr, ZDF
Rosamunde Pilcher: Die Braut meines Bruders (Spielfilm, D 2019)

Emma Boyle hat zusammen mit ihrem Freund Henry ihren Traum vom eigenen Unternehmen erfüllt: Sie eröffnet einen Sandwich-Lieferdienst. Für den Aufbau hat Emma ihr bescheidenes Erbe genutzt. Doch gerade als das Geschäft anläuft, wird sie ungewollt schwanger. Optimistisch begegnet sie der Neuigkeit – ganz im Gegensatz zu Henry, der in einer Nacht- und Nebelaktion das gemeinsame Konto leerräumt und verschwindet. Mittellos und schwanger sucht Emma Zuflucht bei ihrer Tante Carolin, die in Cornwall eine physiotherapeutische Praxis betreibt. Unter Carolins Patienten ist auch der Zweitliga-Fußballer und Emmas Jugendfreund Marc Romney. Dieser hat, auch dank des großen Engagements seines Vaters William, gerade einen hoch dotierten Vertrag beim FC Liverpool angeboten bekommen. Der Karrieresprung wirft allerdings auch Probleme auf, denn Marc ist schwul. Im rauen Profigeschäft ein Unding, das nicht an die Öffentlichkeit gelangen darf. Auch, weil Marc die Erwartungen seines Vaters erfüllen will, engagiert er eine Alibifrau. Doch diese gibt ihm kurz vor Vertragsabschluss den Laufpass. Es liegt nahe, dass Marc Emma anbietet, seine neue Verlobte zu spielen. Es wäre für beide eine Win-win-Situation: Marc könnte seine Homosexualität weiter verbergen, Emmas finanzielle Zukunft und die ihres ungeborenen Kindes wäre auf Jahre gesichert. Emma lässt sich auf den Deal ein. Doch die Lügerei wird für Emma immer mehr zum Problem, denn sie hat sich in den erfolgreichen Pianisten Charles Miller verliebt. So sehr sich Emma auch gegen ihre Gefühle wehrt, gegen die Liebe ist kein Kraut gewachsen. Zusätzlich verkompliziert sich die Lage, als sich herausstellt, dass Charles und Marc Brüder sind. William und seine Frau trennten sich bereits, als die Kinder klein waren. Charles wuchs bei seiner Mutter auf und trägt deshalb auch ihren Namen. Das Verhältnis der Brüder ist sehr schwierig, und Emma gerät zwischen die Fronten. Als auch noch herauskommt, dass Emma schwanger ist, und William starke Zweifel an Marcs Vaterschaft hegt, wankt das Lügengebäude bedenklich und droht zu kippen. Die Wahrheit ist keine Option für Emma, denn damit würde sie Marc vor seinem Vater outen und der Presse ans Messer liefern. Emma droht alles zu verlieren: einen guten Freund, eine finanziell abgesicherte Zukunft und was am schwersten wiegt – die Liebe ihres Lebens.

Nach der Kurzgeschichte „A walk in the snow“.

 

Di, 25.5., 8:30 – 10 Uhr, SWR
Mein Sohn Helen (Spielfilm, D 2015)

Als Tobias Wilke (Heino Ferch) den 17-jährigen Finn (Jannik Schümann) nach dessen einjährigem Auslandsaufenthalt vom Flughafen abholen will, steht ihm eine junge Frau gegenüber, in der er nur langsam seinen Sohn wiedererkennt. Finn erklärt seinem verwirrten Vater, sich schon immer als Mädchen im Jungenkörper gefühlt zu haben. Er nennt sich nun Helen. Das Austauschjahr bei seiner Tante in den USA hat er genutzt, um die sexuelle Identität endlich offen zu zeigen. In der Zeit in San Francisco ist sein Entschluss endgültig gereift, sich ab sofort als Mädchen zu kleiden, um den gesetzlich vorgeschriebenen „Alltagstest“ bestehen und bei Eintritt der Volljährigkeit eine geschlechtsangleichende Operation vornehmen lassen zu können. Für sein Umfeld beginnt der Härtetest. Nach dem ersten Schrecken sieht sich der aufgewühlte Vater mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert: Wie kann es sein, dass er nichts gemerkt hat? Hat seine vor zwei Jahren tödlich verunglückte Frau, deren Verlust Tobias noch nicht überwunden hat, etwas gewusst? Aber auch Helen muss sich schmerzlichen Fragen stellen: Wird es ihr gelingen, bei ihrem Entschluss zu bleiben? Selbst auf die Gefahr hin, die Menschen, die ihr am meisten bedeuten, zu verlieren? Gemeinsam begeben sich Vater und Tochter auf eine Reise, die sie gleichermaßen zueinander und zu sich selbst führt: ein komisches, liebevolles Ringen um Wahrheit und Selbstbestimmung.

 

Di, 25.5., 9:05 – 9:50 Uhr, tagesschau24
Quarks: Intersexualität – Warum es mehr als zwei Geschlechter gibt (Magazin, D 2020)

Wir lassen uns einfach in „männlich“ und „weiblich“ einteilen? Das denken wir – stimmt aber nicht! Was unser Geschlecht ausmacht, ist vielfältig: Hormone, Chromosomen, Anatomie, Geschlechtsorgane oder unser Gehirn. Dabei gibt es Variationen – so häufig, dass immer mehr Forscher das Geschlecht als Kontinuum betrachten, auf dem „weiblich“ und „männlich“ nur die Endpole sind. Aber was bedeutet das für uns?

 

Di, 25.5., 16:45 – 18:20 Uhr, TLC
Mein Leben mit 300 kg: Destinee's Story (Serie, USA 2019)

Destinee LaShaee aus Pineville, Louisiana, wurde als „Matthew“ geboren und lebte als Mann, bis sie 22 war. Ihre Kindheit war von Anfang an chaotisch, weil ihre Mom erst 16 war und einfach zu jung, um Mutter zu sein. Der alleinerziehende Teenager geriet auf die falsche Bahn und verlor das Sorgerecht. Um den Trennungsschmerz auszublenden, stopfte Destinee sich mit Essen voll, wog mit 12 Jahren schon 100 Kilo, mit 15 waren es über 160, und nach ihrem Outing als Transsexuelle nahm sie weiter rapide zu. Inzwischen ist Destinee 27 Jahre alt und bringt 303 Kilo auf die Waage. Sie weiß, dass das Essen sie umbringen wird, findet aber keinen Weg aus dem Teufelskreis. In der siebten Staffel der Doku-Serie begleitet die Kamera stark übergewichtige Menschen, die ihr Leben radikal verändern wollen.

 

Mi, 26.5., 10:45 – 11:15 Uhr, ZDF info
Und jetzt wir – Eine Generation schlägt Alarm: Wo ist der Dialog? (Dokumentation, D 2021)

Der Film erzählt u. a. vom politischen Kampf der LGBTQ-Bewegung in Polen und dem wichtigen Einfluss der Kunst.

 

Mi, 26.5., 20:15 -21 Uhr, ARD alpha
Expeditionen ins Tierreich (3) – Der Blaue Planet: Faszination Korallenriff (Dokumentation, D 2018)

Der dritte Teil der spektakulären Serie „Der Blaue Planet“ führt in die farbenprächtigsten Riffe der Welt: von den Malediven und der Südsee übers Rote Meer und die Karibik bis zum größten Riff der Erde, dem Great Barrier Reef. Korallenriffe bieten vielerlei skurrile Lebensgeschichten, von hypnotisierenden Tintenfischen, transsexuellen Seeanemonenbewohnern und Zackenbarschen beim Massenrendezvous. Doch Vorsicht: manche Sexorgie endet in einem Massaker!

 

Mi, 26.5., 23:25 – 0:55 Uhr, 3sat
Unser Kind (Fernsehfilm, D 2018)

Ellen und Katharina lieben sich, heiraten und wünschen sich Kinder. Das befreundete Paar Natalie und Wolfgang hilft. Nach einer künstlichen Befruchtung wird Katharina Mutter von Franz. Jetzt muss nur noch Ellens Adoptionsantrag durchgehen, dann ist sie auch rechtlich genauso Franz' Mutter wie Katharina. Die Angst, Franz verlieren zu können, macht Ellen verrückt. Da stirbt Katharina bei einem Verkehrsunfall, bevor die Adoption geregelt ist. Als der biologische Vater Wolfgang und auch Katharinas Eltern sich um Franz bemühen, erwacht Ellens Misstrauen: Sie ist seine Mutter! Warum stellen das alle in Frage?! Es beginnt ein Kampf um Franz, um „unser Kind“. Das Gericht muss entscheiden – zum Wohle des Kindes. Der Fernsehfilm „Unser Kind“ stellt auf emotional packende Weise die Frage nach der gesetzlichen Grundlage der Elternschaft in gleichgeschlechtlichen Ehen – und thematisiert eine Ungleichbehandlung, an der auch das neue Gesetz zur „Ehe für alle“ nichts ändern wird.

 

Mi, 26.5., 23:50 – 0:20 Uhr, NDR
Kroymann – Sketch-Comedy mit Maren Kroymann (Comedy, D 2018)

Spießertum, Vorurteile, Älterwerden: Auch in dieser Folge redet Maren Kroymann wieder Klartext. Die Schauspielerin schlüpft in verschiedenste Frauenrollen und zeigt ihren ganz eigenen Blick auf unseren Alltag. Und das wieder mal bissig, pointiert und mit prominenter Unterstützung: Annette Frier, Cordula Stratmann, Walter Kreye, Victoria Trauttmansdorff und Pierre M. Krause.

 

Do, 27.5., 9:25 – 11 Uhr, Arte
Wie krank ist Homo-Heilung? (Dokumentation, F 2019)

Elektroschocks, frontale Lobotomien, Hormonbehandlungen und Aversionstherapien – seit Homosexualität in der WHO-Klassifizierung nicht mehr als psychische Erkrankung geführt wird, gelten diese dubiosen Praktiken eigentlich als verschwunden. Doch an ihre Stelle sind andere, ebenso grausame und menschenverachtende Methoden getreten, die weiterhin weltweit verbreitet werden. Wie es um solche Pseudotherapien steht, haben Bernard Nicolas und sein Journalistenteam zwei Jahre lang in den USA, in Frankreich, Deutschland, Polen und der Schweiz ermittelt. In den Vereinigten Staaten bekennen sich evangelikale Vereinigungen lautstark zu ihren Praktiken. In Frankreich, Deutschland und der Schweiz dagegen verhalten sich Katholiken und Evangelikale zurückhaltender, selbst wenn einige dieser „Heiler“ hohes Ansehen genießen und ein florierendes Geschäft betreiben. Der Dokumentarfilm enthält erschütternde Aussagen von Opfern, die erstmals vor der Kamera über die von ihnen erlittenen Qualen sprechen. So berichtet Benoit, dass ihn seine streng katholischen Eltern vom 15. bis zum 18. Lebensjahr in ein Sommerlager für Homosexuelle schickten, die dort umerzogen werden sollten. Deb, die Tochter eines evangelikalen Paares aus Arkansas, verfiel nach schlimmen Exorzismus-Sitzungen in eine tiefe Depression. Auch Jean-Michel erlitt die verheerenden Auswirkungen von Teufelsaustreibungen; er wähnte sich lange vom Dämon der Homosexualität besessen und kämpfte mehrere Jahre gegen seine sexuellen Bedürfnisse an, da er sie für unvereinbar mit seiner Religion hielt. Ewa wiederum musste qualvolle Heilungsmessen, Umerziehungslager und Elektroschocks über sich ergehen lassen, die sie von ihrer Homosexualität „erlösen“ sollten.

 

Do, 27.5., 23:15 – 23:45 Uhr, SWR
lesenswert (Literatur/Magazin, D 2021)

Denis Scheck im Gespräch u. a. mit Ralf König. Hausbesuch: In Köln lebt auch der renommierte Comic-Zeichner Ralf König, der sich mit witzigen, aber auch tiefsinnigen und bewegenden Geschichten gegen Vorurteile gegenüber Homosexuellen engagiert. In seinem neuen Buch „Vervirte Zeiten“ kommentiert er mithilfe seiner beliebten Figuren die Coronakrise. Das Buch versammelt Kurzcomics zur Krise, die Ralf König seit März 2020 auf verschiedenen Social-Media-Kanälen täglich veröffentlicht: Das Männerpaar Konrad und Paul erlebt die typischen Szenarien und Herausforderungen des Lockdowns. Aber trotz des Virus geht das Leben weiter und Paul verliebt sich in den Filialleiter des örtlichen Supermarkts. Wie nähert man sich aber mit Abstandsregeln und Mund-Nasen-Schutz an?

 

Fr, 28.5., 13 – 13:45 Uhr, Arte
Stadt Land Kunst (Magazin, F 2021)

U. a. mit dem Beitrag „Lesbos: Sapphos lyrische Liebe zu Frauen“: Von der Küste des Dorfes Eresos bis hin zum Tempel von Messa: Die antike Dichterin Sappho fand auf Lesbos eine Fülle an lyrischer Inspiration. Von der ägäischen Insel aus besang eine Frau etwa 600 v. Chr. erstmals die Liebe zwischen Frauen. In ihren Schriften über Lesbos offenbarte Sappho eine Welt brennender, bisweilen von Schmerz getrübter Leidenschaften.

 

Fr, 28.5., 19:25 – 20:15 Uhr, ZDF
Bettys Diagnose: Auf einem Auge blind (Serie, D 2020)

Ava Edemir arrangiert sich mit der Vorstellung, Lukas Hilpert sei schwul.

 

Sa, 29.5., 5:30 – 6 Uhr, SWR
Schatten des Todes – Die Geschichte der Seuchen (1/6): Vergiftete Pfeile Amors – Aids und Syphilis (Dokumentation, D 2010)

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts tritt plötzlich eine „neue“ Seuche auf, die in antiken Texten nicht erwähnt war: die Syphilis. In Deutschland lange Zeit als „Franzosenkrankheit“ bezeichnet, breitet sie sich schnell in allen Bevölkerungsschichten aus. Erst nach der Entdeckung des Erregers werden mit „Salvarsan“ und später Penicillin wirksame Gegenmittel entwickelt. Inzwischen erkranken wieder mehr Menschen an der Syphilis, vor allem im Zusammenhang mit Aids. Diese Immunschwächekrankheit trat Ende der 1970er Jahre auf, als Infektionskrankheiten als nahezu besiegt galten. Trotz der Entdeckung des HI-Virus Anfang der 1980er-Jahre ist bis heute weder eine Impfung noch eine Heilung von Aids möglich. Durch eine Kombinationstherapie kann HIV-Infizierten immerhin ein weitgehend normales Leben ermöglicht werden. Die Sterberate ist erheblich gesunken.

 

Sa, 29.5., 6:30 – 7:15 Uhr, tagesschau24
Quarks: Intersexualität – Warum es mehr als zwei Geschlechter gibt (Magazin, D 2020)

Wir lassen uns einfach in „männlich“ und „weiblich“ einteilen? Das denken wir – stimmt aber nicht! Was unser Geschlecht ausmacht, ist vielfältig: Hormone, Chromosomen, Anatomie, Geschlechtsorgane oder unser Gehirn. Dabei gibt es Variationen – so häufig, dass immer mehr Forscher das Geschlecht als Kontinuum betrachten, auf dem „weiblich“ und „männlich“ nur die Endpole sind. Aber was bedeutet das für uns?

 

So, 30.5., 13:15 – 13:45 Uhr, BR
Neuschwanstein – Vom Mythos zur Marke (Dokumentation, D 2019)

Bereits wenige Wochen nach dem Tod König Ludwigs II. wurde Schloss Neuschwanstein geöffnet, obwohl der Bauherr immer strikt dagegen war. Der märchenhafte Erfolg ist heute Fluch und Segen zugleich. Die Region um Hohenschwangau lebt von den Touristenmassen, aber sie bedeuten gleichzeitig puren Stress. Auch das Schloss selbst leidet unter ihnen, denn durch die vielen Besucher verfällt es immer mehr.Ein Jahr lang wurden Menschen begleitet, die ihr Leben dem Schloss gewidmet haben und manchmal auch mit ihm hadern: Ein Schlossführer, der eigentlich Industriemechaniker ist, dann aber durch Zufall auf Neuschwanstein seinen Traumjob gefunden hat. Ein erfolgreicher Souvenirladenbesitzer, der zum letzten Mal vor über 30 Jahren im Schloss war, weil es ihm dort nicht gefällt. Und Restauratoren, die die einmalige Gelegenheit haben, nachts die Prunkräume ganz für sich alleine zu haben.

 

So, 30.5., 13:45 – 14:05 Uhr, BR
Polizeiinspektion 1: Ein Sack mit Brillanten (Serie, D 1978)

Auf einem Ruinengrundstück in der Nähe der Inspektion 1 steht, schwer bewacht, ein Sack mit Brillanten. Mit Walter Sedlmayr in der Rolle des Franz Schöninger.

 

So, 30.5., 14:05 – 14:30 Uhr, BR
Polizeiinspektion 1: Der Skiausflug (Serie, D 1978)

Helmut Heinl und seine Frau Ilona wollen zum Skifahren. Aber wohin mit dem Baby? Sitter sind rar und Heinl fällt kein Geeigneterer ein als sein Jugendfreund Pfeffer Franze. Mit Walter Sedlmayr in der Rolle des Franz Schöninger.

 

So, 30.5., 18:20 – 20:15 Uhr, TLC
Mein Leben mit 300 kg: Destinee's Story (Serie, USA 2019)

Destinee LaShaee aus Pineville, Louisiana, wurde als „Matthew“ geboren und lebte als Mann, bis sie 22 war. Ihre Kindheit war von Anfang an chaotisch, weil ihre Mom erst 16 war und einfach zu jung, um Mutter zu sein. Der alleinerziehende Teenager geriet auf die falsche Bahn und verlor das Sorgerecht. Um den Trennungsschmerz auszublenden, stopfte Destinee sich mit Essen voll, wog mit 12 Jahren schon 100 Kilo, mit 15 waren es über 160, und nach ihrem Outing als Transsexuelle nahm sie weiter rapide zu. Inzwischen ist Destinee 27 Jahre alt und bringt 303 Kilo auf die Waage. Sie weiß, dass das Essen sie umbringen wird, findet aber keinen Weg aus dem Teufelskreis. In der siebten Staffel der Doku-Serie begleitet die Kamera stark übergewichtige Menschen, die ihr Leben radikal verändern wollen.

 

Mo, 24.5., 17:30 – 18 Uhr, tagesschau24
Jung, schwul, gläubig – Geht das für Christen, Juden und Muslime? (Dokumentation, D 2020)

Vorbehalte, Ressentiments, Ausschluss aus der Religionsgemeinschaft. Das sind Probleme, denen sich junge gläubige Schwule stellen müssen, wenn sie sich outen. Wie vereinbaren homosexuelle Christen, Juden und Muslime in Deutschland ihren Glauben und ihre sexuelle Ausrichtung in oft repressiven und konservativen Religionsgemeinschaften? Wie kämpfen sie für Anerkennung und Gleichberechtigung? Erzählt wird die Geschichte von drei jungen Menschen, die sich entschieden haben, Glauben und Homosexualität nicht mehr als Widerspruch oder unvereinbar hinzunehmen. Alle drei sind Mitbegründer von Selbsthilfegruppen, die Betroffenen ein Sicherheitsnetz geben, ihre Feiertage gemeinsam feiern, aber auch Aufklärungsarbeit leisten, keine Konflikte scheuen und selbst den Dialog zu konservativen Gläubigen suchen. Leo Shapira ist Mitbegründer von „Keshet“, dem ersten queeren jüdischen Verein in Deutschland. Auf einer Tagung der jüdischen Gemeinden in Deutschland vertritt er als Pionier zum ersten Mal die jüdische LGBT-Gemeinde. Tugay Sarac kämpft für die Rechte queerer Muslime – und wird deshalb bedroht. In der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin betet er nicht nur, sondern verficht auch in einer Predigt das Recht, als Muslim lieben zu können, wen er will. Timo Platte brach aus der Enge seiner Wuppertaler Freikirche aus, in der er aufwuchs, und veröffentlichte das Buch „Nicht mehr schweigen“, in dem er queere Christen und Christinnen jeder Glaubensrichtung zu Wort kommen lässt. In seinen Lesungen trifft er auf Empathie, aber auch auf Skepsis und Kritik. Filmemacher Uri Schneider zeichnet in seiner Reportage ein berührendes Porträt von drei jungen Menschen, die sich entschlossen haben, sich nicht mehr zu verstecken, sondern offen und stolz schwul und gläubig zu sein.

 

Mo, 24.5., 20:15 – 21:45 Uhr, ZDF
Rosamunde Pilcher: Die Braut meines Bruders (Spielfilm, D 2019)

Emma Boyle hat zusammen mit ihrem Freund Henry ihren Traum vom eigenen Unternehmen erfüllt: Sie eröffnet einen Sandwich-Lieferdienst. Für den Aufbau hat Emma ihr bescheidenes Erbe genutzt. Doch gerade als das Geschäft anläuft, wird sie ungewollt schwanger. Optimistisch begegnet sie der Neuigkeit – ganz im Gegensatz zu Henry, der in einer Nacht- und Nebelaktion das gemeinsame Konto leerräumt und verschwindet. Mittellos und schwanger sucht Emma Zuflucht bei ihrer Tante Carolin, die in Cornwall eine physiotherapeutische Praxis betreibt. Unter Carolins Patienten ist auch der Zweitliga-Fußballer und Emmas Jugendfreund Marc Romney. Dieser hat, auch dank des großen Engagements seines Vaters William, gerade einen hoch dotierten Vertrag beim FC Liverpool angeboten bekommen. Der Karrieresprung wirft allerdings auch Probleme auf, denn Marc ist schwul. Im rauen Profigeschäft ein Unding, das nicht an die Öffentlichkeit gelangen darf. Auch, weil Marc die Erwartungen seines Vaters erfüllen will, engagiert er eine Alibifrau. Doch diese gibt ihm kurz vor Vertragsabschluss den Laufpass. Es liegt nahe, dass Marc Emma anbietet, seine neue Verlobte zu spielen. Es wäre für beide eine Win-win-Situation: Marc könnte seine Homosexualität weiter verbergen, Emmas finanzielle Zukunft und die ihres ungeborenen Kindes wäre auf Jahre gesichert. Emma lässt sich auf den Deal ein. Doch die Lügerei wird für Emma immer mehr zum Problem, denn sie hat sich in den erfolgreichen Pianisten Charles Miller verliebt. So sehr sich Emma auch gegen ihre Gefühle wehrt, gegen die Liebe ist kein Kraut gewachsen. Zusätzlich verkompliziert sich die Lage, als sich herausstellt, dass Charles und Marc Brüder sind. William und seine Frau trennten sich bereits, als die Kinder klein waren. Charles wuchs bei seiner Mutter auf und trägt deshalb auch ihren Namen. Das Verhältnis der Brüder ist sehr schwierig, und Emma gerät zwischen die Fronten. Als auch noch herauskommt, dass Emma schwanger ist, und William starke Zweifel an Marcs Vaterschaft hegt, wankt das Lügengebäude bedenklich und droht zu kippen. Die Wahrheit ist keine Option für Emma, denn damit würde sie Marc vor seinem Vater outen und der Presse ans Messer liefern. Emma droht alles zu verlieren: einen guten Freund, eine finanziell abgesicherte Zukunft und was am schwersten wiegt – die Liebe ihres Lebens.

Nach der Kurzgeschichte „A walk in the snow“.

 

Di, 25.5., 8:30 – 10 Uhr, SWR
Mein Sohn Helen (Spielfilm, D 2015)

Als Tobias Wilke (Heino Ferch) den 17-jährigen Finn (Jannik Schümann) nach dessen einjährigem Auslandsaufenthalt vom Flughafen abholen will, steht ihm eine junge Frau gegenüber, in der er nur langsam seinen Sohn wiedererkennt. Finn erklärt seinem verwirrten Vater, sich schon immer als Mädchen im Jungenkörper gefühlt zu haben. Er nennt sich nun Helen. Das Austauschjahr bei seiner Tante in den USA hat er genutzt, um die sexuelle Identität endlich offen zu zeigen. In der Zeit in San Francisco ist sein Entschluss endgültig gereift, sich ab sofort als Mädchen zu kleiden, um den gesetzlich vorgeschriebenen „Alltagstest“ bestehen und bei Eintritt der Volljährigkeit eine geschlechtsangleichende Operation vornehmen lassen zu können. Für sein Umfeld beginnt der Härtetest. Nach dem ersten Schrecken sieht sich der aufgewühlte Vater mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert: Wie kann es sein, dass er nichts gemerkt hat? Hat seine vor zwei Jahren tödlich verunglückte Frau, deren Verlust Tobias noch nicht überwunden hat, etwas gewusst? Aber auch Helen muss sich schmerzlichen Fragen stellen: Wird es ihr gelingen, bei ihrem Entschluss zu bleiben? Selbst auf die Gefahr hin, die Menschen, die ihr am meisten bedeuten, zu verlieren? Gemeinsam begeben sich Vater und Tochter auf eine Reise, die sie gleichermaßen zueinander und zu sich selbst führt: ein komisches, liebevolles Ringen um Wahrheit und Selbstbestimmung.

 

Di, 25.5., 9:05 – 9:50 Uhr, tagesschau24
Quarks: Intersexualität – Warum es mehr als zwei Geschlechter gibt (Magazin, D 2020)

Wir lassen uns einfach in „männlich“ und „weiblich“ einteilen? Das denken wir – stimmt aber nicht! Was unser Geschlecht ausmacht, ist vielfältig: Hormone, Chromosomen, Anatomie, Geschlechtsorgane oder unser Gehirn. Dabei gibt es Variationen – so häufig, dass immer mehr Forscher das Geschlecht als Kontinuum betrachten, auf dem „weiblich“ und „männlich“ nur die Endpole sind. Aber was bedeutet das für uns?

 

Di, 25.5., 16:45 – 18:20 Uhr, TLC
Mein Leben mit 300 kg: Destinee's Story (Serie, USA 2019)

Destinee LaShaee aus Pineville, Louisiana, wurde als „Matthew“ geboren und lebte als Mann, bis sie 22 war. Ihre Kindheit war von Anfang an chaotisch, weil ihre Mom erst 16 war und einfach zu jung, um Mutter zu sein. Der alleinerziehende Teenager geriet auf die falsche Bahn und verlor das Sorgerecht. Um den Trennungsschmerz auszublenden, stopfte Destinee sich mit Essen voll, wog mit 12 Jahren schon 100 Kilo, mit 15 waren es über 160, und nach ihrem Outing als Transsexuelle nahm sie weiter rapide zu. Inzwischen ist Destinee 27 Jahre alt und bringt 303 Kilo auf die Waage. Sie weiß, dass das Essen sie umbringen wird, findet aber keinen Weg aus dem Teufelskreis. In der siebten Staffel der Doku-Serie begleitet die Kamera stark übergewichtige Menschen, die ihr Leben radikal verändern wollen.

 

Mi, 26.5., 10:45 – 11:15 Uhr, ZDF info
Und jetzt wir – Eine Generation schlägt Alarm: Wo ist der Dialog? (Dokumentation, D 2021)

Der Film erzählt u. a. vom politischen Kampf der LGBTQ-Bewegung in Polen und dem wichtigen Einfluss der Kunst.

 

Mi, 26.5., 20:15 -21 Uhr, ARD alpha
Expeditionen ins Tierreich (3) – Der Blaue Planet: Faszination Korallenriff (Dokumentation, D 2018)

Der dritte Teil der spektakulären Serie „Der Blaue Planet“ führt in die farbenprächtigsten Riffe der Welt: von den Malediven und der Südsee übers Rote Meer und die Karibik bis zum größten Riff der Erde, dem Great Barrier Reef. Korallenriffe bieten vielerlei skurrile Lebensgeschichten, von hypnotisierenden Tintenfischen, transsexuellen Seeanemonenbewohnern und Zackenbarschen beim Massenrendezvous. Doch Vorsicht: manche Sexorgie endet in einem Massaker!

 

Mi, 26.5., 23:25 – 0:55 Uhr, 3sat
Unser Kind (Fernsehfilm, D 2018)

Ellen und Katharina lieben sich, heiraten und wünschen sich Kinder. Das befreundete Paar Natalie und Wolfgang hilft. Nach einer künstlichen Befruchtung wird Katharina Mutter von Franz. Jetzt muss nur noch Ellens Adoptionsantrag durchgehen, dann ist sie auch rechtlich genauso Franz' Mutter wie Katharina. Die Angst, Franz verlieren zu können, macht Ellen verrückt. Da stirbt Katharina bei einem Verkehrsunfall, bevor die Adoption geregelt ist. Als der biologische Vater Wolfgang und auch Katharinas Eltern sich um Franz bemühen, erwacht Ellens Misstrauen: Sie ist seine Mutter! Warum stellen das alle in Frage?! Es beginnt ein Kampf um Franz, um „unser Kind“. Das Gericht muss entscheiden – zum Wohle des Kindes. Der Fernsehfilm „Unser Kind“ stellt auf emotional packende Weise die Frage nach der gesetzlichen Grundlage der Elternschaft in gleichgeschlechtlichen Ehen – und thematisiert eine Ungleichbehandlung, an der auch das neue Gesetz zur „Ehe für alle“ nichts ändern wird.

 

Mi, 26.5., 23:50 – 0:20 Uhr, NDR
Kroymann – Sketch-Comedy mit Maren Kroymann (Comedy, D 2018)

Spießertum, Vorurteile, Älterwerden: Auch in dieser Folge redet Maren Kroymann wieder Klartext. Die Schauspielerin schlüpft in verschiedenste Frauenrollen und zeigt ihren ganz eigenen Blick auf unseren Alltag. Und das wieder mal bissig, pointiert und mit prominenter Unterstützung: Annette Frier, Cordula Stratmann, Walter Kreye, Victoria Trauttmansdorff und Pierre M. Krause.

 

Do, 27.5., 9:25 – 11 Uhr, Arte
Wie krank ist Homo-Heilung? (Dokumentation, F 2019)

Elektroschocks, frontale Lobotomien, Hormonbehandlungen und Aversionstherapien – seit Homosexualität in der WHO-Klassifizierung nicht mehr als psychische Erkrankung geführt wird, gelten diese dubiosen Praktiken eigentlich als verschwunden. Doch an ihre Stelle sind andere, ebenso grausame und menschenverachtende Methoden getreten, die weiterhin weltweit verbreitet werden. Wie es um solche Pseudotherapien steht, haben Bernard Nicolas und sein Journalistenteam zwei Jahre lang in den USA, in Frankreich, Deutschland, Polen und der Schweiz ermittelt. In den Vereinigten Staaten bekennen sich evangelikale Vereinigungen lautstark zu ihren Praktiken. In Frankreich, Deutschland und der Schweiz dagegen verhalten sich Katholiken und Evangelikale zurückhaltender, selbst wenn einige dieser „Heiler“ hohes Ansehen genießen und ein florierendes Geschäft betreiben. Der Dokumentarfilm enthält erschütternde Aussagen von Opfern, die erstmals vor der Kamera über die von ihnen erlittenen Qualen sprechen. So berichtet Benoit, dass ihn seine streng katholischen Eltern vom 15. bis zum 18. Lebensjahr in ein Sommerlager für Homosexuelle schickten, die dort umerzogen werden sollten. Deb, die Tochter eines evangelikalen Paares aus Arkansas, verfiel nach schlimmen Exorzismus-Sitzungen in eine tiefe Depression. Auch Jean-Michel erlitt die verheerenden Auswirkungen von Teufelsaustreibungen; er wähnte sich lange vom Dämon der Homosexualität besessen und kämpfte mehrere Jahre gegen seine sexuellen Bedürfnisse an, da er sie für unvereinbar mit seiner Religion hielt. Ewa wiederum musste qualvolle Heilungsmessen, Umerziehungslager und Elektroschocks über sich ergehen lassen, die sie von ihrer Homosexualität „erlösen“ sollten.

 

Do, 27.5., 23:15 – 23:45 Uhr, SWR
lesenswert (Literatur/Magazin, D 2021)

Denis Scheck im Gespräch u. a. mit Ralf König. Hausbesuch: In Köln lebt auch der renommierte Comic-Zeichner Ralf König, der sich mit witzigen, aber auch tiefsinnigen und bewegenden Geschichten gegen Vorurteile gegenüber Homosexuellen engagiert. In seinem neuen Buch „Vervirte Zeiten“ kommentiert er mithilfe seiner beliebten Figuren die Coronakrise. Das Buch versammelt Kurzcomics zur Krise, die Ralf König seit März 2020 auf verschiedenen Social-Media-Kanälen täglich veröffentlicht: Das Männerpaar Konrad und Paul erlebt die typischen Szenarien und Herausforderungen des Lockdowns. Aber trotz des Virus geht das Leben weiter und Paul verliebt sich in den Filialleiter des örtlichen Supermarkts. Wie nähert man sich aber mit Abstandsregeln und Mund-Nasen-Schutz an?

 

Fr, 28.5., 13 – 13:45 Uhr, Arte
Stadt Land Kunst (Magazin, F 2021)

U. a. mit dem Beitrag „Lesbos: Sapphos lyrische Liebe zu Frauen“: Von der Küste des Dorfes Eresos bis hin zum Tempel von Messa: Die antike Dichterin Sappho fand auf Lesbos eine Fülle an lyrischer Inspiration. Von der ägäischen Insel aus besang eine Frau etwa 600 v. Chr. erstmals die Liebe zwischen Frauen. In ihren Schriften über Lesbos offenbarte Sappho eine Welt brennender, bisweilen von Schmerz getrübter Leidenschaften.

 

Fr, 28.5., 19:25 – 20:15 Uhr, ZDF
Bettys Diagnose: Auf einem Auge blind (Serie, D 2020)

Ava Edemir arrangiert sich mit der Vorstellung, Lukas Hilpert sei schwul.

 

Sa, 29.5., 5:30 – 6 Uhr, SWR
Schatten des Todes – Die Geschichte der Seuchen (1/6): Vergiftete Pfeile Amors – Aids und Syphilis (Dokumentation, D 2010)

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts tritt plötzlich eine „neue“ Seuche auf, die in antiken Texten nicht erwähnt war: die Syphilis. In Deutschland lange Zeit als „Franzosenkrankheit“ bezeichnet, breitet sie sich schnell in allen Bevölkerungsschichten aus. Erst nach der Entdeckung des Erregers werden mit „Salvarsan“ und später Penicillin wirksame Gegenmittel entwickelt. Inzwischen erkranken wieder mehr Menschen an der Syphilis, vor allem im Zusammenhang mit Aids. Diese Immunschwächekrankheit trat Ende der 1970er Jahre auf, als Infektionskrankheiten als nahezu besiegt galten. Trotz der Entdeckung des HI-Virus Anfang der 1980er-Jahre ist bis heute weder eine Impfung noch eine Heilung von Aids möglich. Durch eine Kombinationstherapie kann HIV-Infizierten immerhin ein weitgehend normales Leben ermöglicht werden. Die Sterberate ist erheblich gesunken.

 

Sa, 29.5., 6:30 – 7:15 Uhr, tagesschau24
Quarks: Intersexualität – Warum es mehr als zwei Geschlechter gibt (Magazin, D 2020)

Wir lassen uns einfach in „männlich“ und „weiblich“ einteilen? Das denken wir – stimmt aber nicht! Was unser Geschlecht ausmacht, ist vielfältig: Hormone, Chromosomen, Anatomie, Geschlechtsorgane oder unser Gehirn. Dabei gibt es Variationen – so häufig, dass immer mehr Forscher das Geschlecht als Kontinuum betrachten, auf dem „weiblich“ und „männlich“ nur die Endpole sind. Aber was bedeutet das für uns?

 

So, 30.5., 13:15 – 13:45 Uhr, BR
Neuschwanstein – Vom Mythos zur Marke (Dokumentation, D 2019)

Bereits wenige Wochen nach dem Tod König Ludwigs II. wurde Schloss Neuschwanstein geöffnet, obwohl der Bauherr immer strikt dagegen war. Der märchenhafte Erfolg ist heute Fluch und Segen zugleich. Die Region um Hohenschwangau lebt von den Touristenmassen, aber sie bedeuten gleichzeitig puren Stress. Auch das Schloss selbst leidet unter ihnen, denn durch die vielen Besucher verfällt es immer mehr.Ein Jahr lang wurden Menschen begleitet, die ihr Leben dem Schloss gewidmet haben und manchmal auch mit ihm hadern: Ein Schlossführer, der eigentlich Industriemechaniker ist, dann aber durch Zufall auf Neuschwanstein seinen Traumjob gefunden hat. Ein erfolgreicher Souvenirladenbesitzer, der zum letzten Mal vor über 30 Jahren im Schloss war, weil es ihm dort nicht gefällt. Und Restauratoren, die die einmalige Gelegenheit haben, nachts die Prunkräume ganz für sich alleine zu haben.

 

So, 30.5., 13:45 – 14:05 Uhr, BR
Polizeiinspektion 1: Ein Sack mit Brillanten (Serie, D 1978)

Auf einem Ruinengrundstück in der Nähe der Inspektion 1 steht, schwer bewacht, ein Sack mit Brillanten. Mit Walter Sedlmayr in der Rolle des Franz Schöninger.

 

So, 30.5., 14:05 – 14:30 Uhr, BR
Polizeiinspektion 1: Der Skiausflug (Serie, D 1978)

Helmut Heinl und seine Frau Ilona wollen zum Skifahren. Aber wohin mit dem Baby? Sitter sind rar und Heinl fällt kein Geeigneterer ein als sein Jugendfreund Pfeffer Franze. Mit Walter Sedlmayr in der Rolle des Franz Schöninger.

 

So, 30.5., 18:20 – 20:15 Uhr, TLC
Mein Leben mit 300 kg: Destinee's Story (Serie, USA 2019)

Destinee LaShaee aus Pineville, Louisiana, wurde als „Matthew“ geboren und lebte als Mann, bis sie 22 war. Ihre Kindheit war von Anfang an chaotisch, weil ihre Mom erst 16 war und einfach zu jung, um Mutter zu sein. Der alleinerziehende Teenager geriet auf die falsche Bahn und verlor das Sorgerecht. Um den Trennungsschmerz auszublenden, stopfte Destinee sich mit Essen voll, wog mit 12 Jahren schon 100 Kilo, mit 15 waren es über 160, und nach ihrem Outing als Transsexuelle nahm sie weiter rapide zu. Inzwischen ist Destinee 27 Jahre alt und bringt 303 Kilo auf die Waage. Sie weiß, dass das Essen sie umbringen wird, findet aber keinen Weg aus dem Teufelskreis. In der siebten Staffel der Doku-Serie begleitet die Kamera stark übergewichtige Menschen, die ihr Leben radikal verändern wollen.

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