Kultur
   1 Monat
Foto: Markus Winkler

QueerScreen - 27.04.–03.05.20

Das beste der aktuellen Fernsehwoche - gefiltert durch die schwul-lesbische Brille.

Mo, 27.4., 15:50 – 16:40 Uhr, ONE
Familie Dr. Kleist (78): Aus und vorbei (Serie, D 2016)

Clara, die von ihren Gefühlen zu Sabrina verwirrt ist, sucht Rat bei ihrem großen Bruder: Wie kann sie herausfinden, ob sie nun lesbisch ist oder nicht? Piwi rät ihr, es noch einmal mit einem Jungen zu versuchen, um sich endgültig über ihre Sexualität klarzuwerden. Als Clara sich zu diesem Zweck mit ihrem Exfreund Yannick trifft, werden sie jedoch heimlich von Sabrina beobachtet, die aus allen Wolken fällt.

 

Di, 28.4., 21:32 – 22 Uhr, tagesschau24
Echtes Leben: Jung, schwul, gläubig – Geht das für Christen, Juden und Muslime? (Dokumentation, D 2020)

Vorbehalte, Ressentiments, im schlimmsten Fall Ausschluss aus der Religionsgemeinschaft: Viele junge, gläubige Schwule und Lesben machen diese Erfahrungen, wenn sie sich outen. Wie vereinbaren homosexuelle Christen, Juden und Muslime in Deutschland Glaube und sexuelle Ausrichtung in oft repressiven und konservativen Religionsgemeinschaften? Wie kämpfen sie für Anerkennung und Gleichberechtigung, und haben sie Erfolg damit? Der Film erzählt die Geschichte von drei jungen Menschen, die sich entschieden haben, Glauben und Homosexualität nicht mehr als Widerspruch hinzunehmen. Alle drei sind Mitbegründer von Selbsthilfegruppen, die Betroffenen ein Sicherheitsnetz geben wollen. Die Reportage „Jung, schwul, gläubig – Geht das für Christen, Juden und Muslime?“ zeigt deren Kampf um Akzeptanz. Leo Schapiro ist Mitbegründer von „Keshet“. Keshet ist Hebräisch und heißt Regenbogen. „Keshet“ ist der erste queere jüdische Verein in Deutschland. „Wir möchten gemeinsam dafür sorgen“, sagt Leo, „dass offen queeres Leben und auch queere Familien in den jüdischen Gemeinden selbstverständlich werden.“ Tugay Sarac kämpft für die Rechte queerer Muslime – und wird deshalb bedroht. Tugay, schwul und gläubig, ist einer der paar wenigen deutschen Muslime, die öffentlich zu beidem stehen. Timo Platte ist Grafikdesigner in Wuppertal. Die kleine, fromme Freikirche, in der er aufwuchs, war seine ganze Welt. Doch seine Homosexualität war dort Tabu. Als er sich entschloss auszubrechen, fand er in der Organisation „Zwischenraum“ Gleichgesinnte. Mit deren Unterstützung entstand sein Buch „Nicht mehr schweigen“.

 

Mi, 29.4., 15 – 15:45 Uhr, ZDF info
Mordakte Mittelalter: Das Ende von König Edward II. (Dokumentation, GB 2015)

Sein Tod soll grausam gewesen sein: Historischen Quellen zufolge wurde König Edward II. von England 1327 mit einer glühenden Eisenstange ermordet. In seinem Gefängnis auf Berkeley Castle. Sexuelle Eskapaden und intrigante Politik: Der Tod König Edwards II. gehört zu den dunkelsten Kapiteln in der Geschichte des Mittelalters. Offiziell wurde sein Ableben auf „natürliche Ursachen“ zurückgeführt. Doch sein Ende kam vielen seiner Feinde sehr gelegen. Schon damals gab es zahlreiche Gerüchte über seinen Tod. Und noch immer rätseln Experten über die wahren Umstände: Wurde dem angeblich homosexuellen Monarchen tatsächlich eine glühende Eisenstange in den After getrieben? Wurde er in seiner Zelle erwürgt oder erstickt? Konnte er im letzten Augenblick entkommen?

Die Doku-Reihe „Mordakte Mittelalter“ untersucht einige der größten ungeklärten Mordfälle der englischen Geschichte. Sie lässt die verschiedenen Möglichkeiten, wie die Opfer zu Tode kamen, in nachgestellten Szenen wieder aufleben. Namhafte britische Experten versuchen, ihre persönliche Theorie zu untermauern. Die Taten mögen bereits Hunderte Jahre zurückliegen – doch mithilfe von moderner Forensik, Kriminologen, Historikern und anderer Experten wird die „Mordakte Mittelalter“ noch einmal geöffnet.

 

Do, 30.4., 14:10 – 15 Uhr, Das Erste
Rote Rosen (3117) (Serie, D 2020)

Während Freddy überlegt, Pia seine Liebe zu gestehen, drängt Vivien Pia, ihm zu helfen, zu seinem Schwulsein zu stehen.

Fr, 1.5., 20.15 – 21:35 Uhr, Arte

Jonas – Vergiss mich nicht (Spielfilm, F 2018)

Es ist die Zeit von Walkmans, Lady Diana und dem Hit „Don’t Speak“ der Band No Doubt. Der 15-jährige Jonas ist schüchtern. In der Schule hat er kaum Freunde. Doch als zu Beginn des neuen Schuljahrs der rebellische Nathan in seine Klasse kommt, ändert sich alles für ihn. Vom ersten Moment an fühlen sich die Jungen zueinander hingezogen. Jonas ist von Nathan fasziniert. Selbst die fiesen Kommentare von ein paar anderen Jungen aus der Klasse lassen Nathan kalt. Er scheint vor nichts Angst zu haben. Durch Nathan lernt Jonas die Welt mit neuen Augen kennen. Jonas dreht sich der Kopf, doch mit Nathan ist alles so einfach, so natürlich. Für ihn ist Liebe zwischen Männern total cool. Die beiden Jungen sind unzertrennlich und verschaffen sich selbst beim gemeinsten Tyrannen der Klasse Respekt. Doch dann soll eine Nacht, eine falsche Entscheidung, ein Fremder alles für immer verändern. 18 Jahre später ist Jonas kaum wiederzuerkennen. Er feiert zu viel, betrügt permanent seinen Freund, prügelt sich. Er versucht sich in Exzessen zu verlieren. Aber die Wut, die Schuld, die er in sich trägt, schafft er nicht loszulassen. Als ihn sein Freund endgültig aus der Wohnung wirft, beginnt für Jonas eine Irrfahrt durch die Stadt, die in der Nacht in einem teuren Hotel endet. Jonas kennt den jungen Mann, der im Hotel arbeitet. Er hat ihn seit langem immer wieder von weitem beobachtet, ist ihm gefolgt. Jetzt steht er ihm das erste Mal gegenüber. Doch was verbindet Jonas mit dem 18-Jährigen? Kann sich Jonas endlich seiner Vergangenheit stellen, um eine Chance auf eine neue Zukunft zu haben?

 

Fr, 1.5., 20:15 – 21:45 Uhr, WDR
Geschichte wird gemacht! – Unser Land in den 80ern (Dokumentation, D 2018)

Neon-Leggings, Zauberwürfel und Neue Deutsche Welle von Aachen bis Bielefeld. Die 80er waren ein buntes Jahrzehnt, das Nordrhein-Westfalen geprägt, bewegt und oft genug auch erschüttert hat. Hier Disco-Fieber, schrille Mode und schräge Frisuren, dort leidenschaftliche Proteste, politische Umbrüche und Skandale. So herrschte 1984 in Bonn helle Aufregung im Verteidigungsministerium. Der höchste deutsche General, Günter Kießling, wurde unehrenhaft entlassen – weil er angeblich schwul war. Und In Köln-Bocklemünd baute der WDR an der Zukunft des Fernsehens und ging mit der ersten deutschen Seifenoper an den Start: der „Lindenstraße“.

 

Sa, 2.5., 7:15 – 7:45 Uhr, tagesschau24
Echtes Leben: Jung, schwul, gläubig – Geht das für Christen, Juden und Muslime? (Dokumentation, D 2020)

Vorbehalte, Ressentiments, im schlimmsten Fall Ausschluss aus der Religionsgemeinschaft: Viele junge, gläubige Schwule und Lesben machen diese Erfahrungen, wenn sie sich outen. Wie vereinbaren homosexuelle Christen, Juden und Muslime in Deutschland Glaube und sexuelle Ausrichtung in oft repressiven und konservativen Religionsgemeinschaften? Wie kämpfen sie für Anerkennung und Gleichberechtigung, und haben sie Erfolg damit? Der Film erzählt die Geschichte von drei jungen Menschen, die sich entschieden haben, Glauben und Homosexualität nicht mehr als Widerspruch hinzunehmen. Alle drei sind Mitbegründer von Selbsthilfegruppen, die Betroffenen ein Sicherheitsnetz geben wollen. Die Reportage „Jung, schwul, gläubig – Geht das für Christen, Juden und Muslime?“ zeigt deren Kampf um Akzeptanz. Leo Schapiro ist Mitbegründer von „Keshet“. Keshet ist Hebräisch und heißt Regenbogen. „Keshet“ ist der erste queere jüdische Verein in Deutschland. „Wir möchten gemeinsam dafür sorgen“, sagt Leo, „dass offen queeres Leben und auch queere Familien in den jüdischen Gemeinden selbstverständlich werden.“ Tugay Sarac kämpft für die Rechte queerer Muslime – und wird deshalb bedroht. Tugay, schwul und gläubig, ist einer der paar wenigen deutschen Muslime, die öffentlich zu beidem stehen. Timo Platte ist Grafikdesigner in Wuppertal. Die kleine, fromme Freikirche, in der er aufwuchs, war seine ganze Welt. Doch seine Homosexualität war dort Tabu. Als er sich entschloss auszubrechen, fand er in der Organisation „Zwischenraum“ Gleichgesinnte. Mit deren Unterstützung entstand sein Buch „Nicht mehr schweigen“.

 

Sa, 2.5., 17 – 17:30 Uhr, SWR
Danzig, da will ich hin! (Reportage, D 2018)

Danzig kennen die meisten von uns nur aus dem Schulunterricht; „Die Blechtrommel“ von Grass, der Beginn des Zweiten Weltkriegs, die Solidarnosc-Bewegung ... mehr verbindet auch Moderatorin Simin Sadeghi nicht mit diesem Ort. Deshalb lässt sie sich das junge, moderne Danzig von einem „Einheimischen“ zeigen. Dass Danzig, im Gegensatz zu anderen, konservativ-nationalistischen Regionen Polens, Toleranz, Vielfalt und Offenheit nicht nur propagiert, sondern auch lebt, sieht Simin bei der Parade zum Christopher-Street-Day und der anschließenden Party auf dem Danziger Werftgelände.

 

So, 3.5., 12:15 – 13:45 Uhr, WDR
Geschichte wird gemacht! – Unser Land in den 80ern (Dokumentation, D 2018)

Neon-Leggings, Zauberwürfel und Neue Deutsche Welle von Aachen bis Bielefeld. Die 80er waren ein buntes Jahrzehnt, das Nordrhein-Westfalen geprägt, bewegt und oft genug auch erschüttert hat. Hier Disco-Fieber, schrille Mode und schräge Frisuren, dort leidenschaftliche Proteste, politische Umbrüche und Skandale. So herrschte 1984 in Bonn helle Aufregung im Verteidigungsministerium. Der höchste deutsche General, Günter Kießling, wurde unehrenhaft entlassen – weil er angeblich schwul war. Und In Köln-Bocklemünd baute der WDR an der Zukunft des Fernsehens und ging mit der ersten deutschen Seifenoper an den Start: der „Lindenstraße“.

 

So, 3.5., 15:45 – 16:30 Uhr, ZDF info
Deutschlands große Clans: Die Joop-Story (Dokumentation, D 2020)

In der Welt der Mode hat es die Marke zu Weltruhm gebracht: „JOOP!“. Ihr Schöpfer zählt zu Deutschlands bedeutendsten Designern: Wolfgang Joop gilt als Gründer einer Lifestyle-Dynastie. Mit 75 Jahren denkt Joop noch lange nicht ans Aufhören. Dabei feiert auch Tochter Jette als Modedesignerin Erfolge und verschafft dem Familiennamen Geltung. Doch geraten die beiden privat immer wieder aneinander. Der endgültige Durchbruch Wolfgang Joops als Designer kam mit einer Pelzkollektion und einem simplen Trick: Mit seinem Gesicht und seinem Namen soll Werbung für seine Mode gemacht werden. Um mehr Aufmerksamkeit zu erregen, wird dieser um ein Ausrufezeichen ergänzt: Die Geburtsstunde der Marke „JOOP!“. Schon bald geht es nicht mehr nur um Mode, das Label ziert künftig auch Schuhe, Schmuck, Brillen, Parfüm und sogar Wasserhähne. Die zunächst westdeutsche Erfolgsgeschichte sorgt auch im Osten für Furore. In einer Nacht- und Nebelaktion lassen DDR-Funktionäre Wolfgang Joop ein geheimes Angebot übermitteln: Er soll die Textilindustrie der DDR über die neuesten Trends unterrichten. Joop stammt aus Potsdam und hat nie den Bezug zur alten Heimat verloren, so ist es auch eine deutsch-deutsche Familiengeschichte. Mit viel Geschäftssinn und cleverem Kalkül hat auch Jette Joop ihren Namen zur Marke gemacht. Sie verdient Millionen mit ihren Designs, sei es für Schmuck, Kleider oder Haushaltswaren. Auf dem roten Teppich inszeniert sie sich werbewirksam als Femme fatale, um ihr Label zu stärken. „Öffentlichkeit ist mein Schicksal“, sagt sie. Offen wird auch der Vater-Tochter-Konflikt in den Medien ausgetragen – von zwei Menschen, über die man alles zu wissen glaubt. Dass dem nicht so ist, zeigt der Film von Annebeth Jacobsen und Manfred Oldenburg, der ein Porträt der Designer-Dynastie zeichnet. Neben namhaften Experten und Wolfgang Joop selbst kommen enge Wegbegleiter zu Wort, die nur selten Einblicke in das Leben der Designerfamilie gewähren, wie Wolfgangs Ehemann Edwin Lemberg und seine Ex-Ehefrau Karin Joop-Metz.

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