Kultur
   3 Wochen
Foto: Chuttersnap

QueerScreen - 31.08.–06.09.20

Das beste der aktuellen Fernsehwoche - gefiltert durch die schwul-lesbische Brille.

Di, 1.9., 7:35 – 7:45 Uhr, WDR
Planet Schule: ¡Pregunta Ya! – Amor (Reportage/Serie, D 2014)

In dieser Reihe stellen Schülerinnen und Schüler Fragen zum spanisch-sprachigen Teil der Welt. Moderatorin Tika Lahne macht sich auf den Weg nach Spanien, Kolumbien und Mexiko, um auf Fragen wie z. B. „Wie fühlt man sich als Schwuler oder Lesbe in Spanien?“ Antworten zu finden.

 

Di, 1.9., 22:15 – 22:45 Uhr, ZDF
37°: Mein Traum vom Kind – Was moderne Medizin möglich macht (Dokumentation, D 2020)

Ein eigenes Kind. Für viele Menschen ist das ein großer Traum. Rund sechs Millionen Deutsche sind ungewollt kinderlos und bereit, vieles zu wagen, um ihren Traum doch noch zu erfüllen. Die einen gehen wie Silvia und Johannes den Weg über eine Kinderwunschklinik. Andere versuchen wie Verena, über „Social Freezing“ dem Druck der biologischen Uhr zu entgehen. Denny (31) hat sich seinen Traum vom Kind bereits erfüllt. Er ist homosexuell und hätte nie gedacht, dass es überhaupt einmal so weit kommen könnte. Dass er jetzt mit seinem Sohn Emilian den ersten Geburtstag feiert, verdankt er einer Onlineplattform, die ihn mit Jaqueline (37) zusammengebracht hat. Die Alleinerziehende war bereits 35, als sie sich entschied, ein zweites Kind zu bekommen. Aber diesmal ohne Mann. Bei Emilians Geburtstagsfeier käme keiner auf die Idee, welche ungewöhnliche Geschichte sich hinter der Familienkonstellation verbirgt.

 

Di, 1.9., 23 – 23:30 Uhr, SWR
Kroymann – Sketch-Comedy mit Maren Kroymann (Comedy, D 2018)

Augen auf, sie ist zurück – politisch inkorrekt, polarisierend und furchtlos: Die Schauspielerin, Musikerin und Satirikerin Maren Kroymann präsentiert in der zweiten Folge ihrer Sketch-Comedy-Reihe „Kroymann“ wieder ihren unbestechlichen Blick auf die Welt. Im Visier hat „Kroymann“ dabei Politik, Gesellschaft und Feminismus, aber auch das Alltägliche und Zwischenmenschliche. Zum Beispiel in der Politik: Wenn Emmanuel und Brigitte Macron das Treffen von Politikern nebst Anhang Revue passieren lassen, wird die große Politik zum heimischen Schlafzimmergespräch. Oder in der Gesellschaft: Die Gastgeber erwarten wirklich nicht viel von ihrem Geflüchteten, aber Integration ist doch nur dann akzeptabel, wenn sie auch die Ressentiments erfüllt. Aber auch in Sachen unangemessener Übergriffe: Immer mehr Arbeitnehmer sind überfordert, wie sie heutzutage mit Kolleginnen umgehen sollen. Die Lösung: die Rudolph-Methode zur Überwindung der Denkblockaden bei eindeutig eindeutigen Bürosituationen.

 

Di, 1.9., 0:05 – 0:25 Uhr, ONE
Threesome: Flotter Dreier (Serie, GB 2011 – 2012)

'Threesome' ist eine Sitcom über drei unzertrennliche Freunde: Alice wohnt mit ihrem Freund Mitch und ihrem besten schwulen Freund Richie in einer WG. Zusammen bilden sie drei Ecken eines Dreiecks und haben jede Menge Spaß. 

Alice, ihr Freund Mitch und ihr schwuler bester Freund Richie feiern Alices 30. Geburtstag. Da Alice sich und ihnen unbedingt beweisen will, dass sie deshalb noch lange nicht langweilig ist, läuft die Party schon bald ziemlich aus dem Ruder, und nach einer Menge Alkohol und Drogen landen die drei schließlich miteinander im Bett. Doch damit nicht genug, wird Alice auch noch schwanger. Sie und Mitch beschließen, dass sie das Kind abtreiben lässt, weil sie sich noch nicht reif genug fühlen, um Eltern zu sein. Doch dann überredet Richie Mitch, dass sie das Kind zu dritt großziehen könnten. Die beiden rasen in die Klinik, um Alice aufzuhalten. Und sie ahnen nicht, dass ihnen noch eine große Überraschung bevorsteht.

 

Di, 1.9., 0:25 – 0:45 Uhr, ONE
Threesome: Keine Drogen (Serie, GB 2011 – 2012)

Nach ihrer Entscheidung, das Kind zu behalten, müssen die drei nun herausfinden, wie sie ihre ungewöhnliche Dreiecksbeziehung der Welt erklären sollen. Und vor allem Alices dominanter Mutter Lorraine, die Mitch nicht leiden kann, aber Richie vergöttert. Inzwischen stoßen Mitch und Richie, die aus Solidarität mit Alice Alkohol und Drogen abgeschworen haben, auf ein geheimes Drogen  und Alkoholversteck. Werden Sie stark genug sein, der Versuchung zu widerstehen und die Kinderzimmermöbel aufzubauen? Oder ist es vielleicht sogar ein Naturgesetz, dass sich so ein Kinderzimmer viel leichter aufbauen lässt, wenn man Drogen genommen hat?

 

Di, 1.9., 0:45 – 1:10 Uhr, ONE
Threesome: Rabeneltern (Serie, GB 2011 – 2012)

Threesome ist eine Sitcom über drei unzertrennliche Freunde: Alice wohnt mit ihrem Freund Mitch und ihrem besten schwulen Freund Richie in einer WG. Zusammen bilden sie drei Ecken eines Dreiecks und haben jede Menge Spaß. Ein ganz besonderer Abend, es ist Alices 30. Geburtstag, endet in einem ungeplanten Dreier, der wiederum zu einer noch weniger geplanten Schwangerschaft führt. Die Drei beschließen einstimmig, sich vom wilden Partyleben zu verabschieden und das Kind zu bekommen. Sie wollen es gemeinsam großziehen.

Alice, Mitch und Richie haben ihren ersten Termin beim Geburtsvorbereitungskurs. Zu ihrer aller Überraschung sind Alice und Richie hoffnungslose Fälle, während Mitch sich als Mustervater entpuppt. Alice und Richie geraten in Panik, ob sie als zukünftige Eltern geeignet sind, deshalb besorgt Mitch ihnen ein Roboter Baby zum Üben. Alles, was sie tun müssen, ist, es zu füttern, es in den Armen zu wiegen, die Windeln zu wechseln und es nicht kaputt zu machen. 

Richie lernt einen tollen Mann kennen: Dave, einen Bauarbeiter. Richie mag ihn. Allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt. Er fühlt sich noch nicht erwachsen genug, um eine Beziehung zu führen. Kann Mitch ihn überzeugen, dass es nun an der Zeit ist, der Liebe eine Chance zu geben?

 

Di, 1.9., 2:10 – 2:40 Uhr, SWR
Kroymann – Sketch-Comedy mit Maren Kroymann (Comedy, D 2018)

Augen auf, sie ist zurück – politisch inkorrekt, polarisierend und furchtlos: Die Schauspielerin, Musikerin und Satirikerin Maren Kroymann präsentiert in der zweiten Folge ihrer Sketch-Comedy-Reihe „Kroymann“ wieder ihren unbestechlichen Blick auf die Welt. Im Visier hat „Kroymann“ dabei Politik, Gesellschaft und Feminismus, aber auch das Alltägliche und Zwischenmenschliche. Zum Beispiel in der Politik: Wenn Emmanuel und Brigitte Macron das Treffen von Politikern nebst Anhang Revue passieren lassen, wird die große Politik zum heimischen Schlafzimmergespräch. Oder in der Gesellschaft: Die Gastgeber erwarten wirklich nicht viel von ihrem Geflüchteten, aber Integration ist doch nur dann akzeptabel, wenn sie auch die Ressentiments erfüllt. Aber auch in Sachen unangemessener Übergriffe: Immer mehr Arbeitnehmer sind überfordert, wie sie heutzutage mit Kolleginnen umgehen sollen. Die Lösung: die Rudolph-Methode zur Überwindung der Denkblockaden bei eindeutig eindeutigen Bürosituationen.

 

Mi, 2.9., 10:30 – 11:15 Uhr, ZDF
Notruf Hafenkante: Die Tangotänzerin (Serie, D 2011)

Ein Einsatz führt die Kollegen vom PK zum Männer-Ruder-Club Hamburg 1905, auf dessen Gelände Ramona Hellwig schwer verletzt aufgefunden wurde. Die Liste derer, die Ramona skeptisch gegenüberstehen, ist lang, denn Ramona war früher ein Mann. Der mittlerweile erwachsene Sohn möchte nichts mehr mit ihr zu tun haben, der beste Freund wendet sich ab. Selbst Ramonas Tangolehrer Eduardo gerät unter Verdacht. Er hatte erst am Vorabend von ihrer Vergangenheit als Mann erfahren – Grund genug für einen Überfall? Mattes fühlt sich von Claudia in Sachen Toleranz gegenüber der Transsexualität des Opfers bevormundet.

 

Do, 3.9., 15:15 – 15:45 Uhr, ONE
Kroymann (Comedy, D 2018)

Die Angst vor dem Fremden, Fragen an die Kirche, das gute Gewissen beim Umweltschutz – auch in der fünften Folge der Sketch-Comedy-Reihe „Kroymann“ betrachtet die Schauspielerin und Satirikerin Maren Kroymann die Welt in bester „Kroymann“-Manier aus ungewöhnlichen Winkeln. Das garantiert hintergründige Pointen, mit denen die Zuschauerinnen und Zuschauer nicht rechnen – zum Beispiel wenn es um Nachwuchskräfte in der Kirche oder um die Meldung eines Autodiebstahls geht, bei dem das Thema sexuelle Diskriminierung eine Rolle spielt. Auch wer seinen komfortablen Lebensstil und sein grünes Gewissen unter einen Hut bringen will, findet in der fünften Folge der Sketch-Comedy „Kroymann“ die Lösung. Das erfolgreiche Team um Maren Kroymann wird dabei wieder von der unvergleichlichen Annette Frier angeführt. Weitere Gäste sind in dieser Folge: Denis Moschitto, Jasmin Gerat, Michaela May, Nadine Wrietz, Tina Seydel und andere.

 

Do, 3.9., 21:30 – 22 Uhr, ONE
Kroymann (Comedy, D 2018)

Vorweihnachtsstress in der sechsten Folge der Sketchcomedy-Reihe „Kroymann“: Zartbitter widmet sich die Schauspielerin und Satirikerin Maren Kroymann der Hektik im Vorfeld des Festes der Feste. Die Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk eskaliert im Gender- und Perfektionswahn, bei den Macrons geht es im weihnachtlichen Élysée-Palast hoch her, und irgendwann muss eine 69-jährige Feministin ja mal die Frage nach dem Geschlecht Gottes diskutieren. Ungewöhnliche Perspektiven erlaubt sich „Kroymann“ natürlich auch wieder auf mehr oder weniger alltägliche Fragen: Lässt sich der Geist der 68er konservieren? Oder: Wie sieht die erwachsene Pippi Langstrumpf die Welt? Mit dabei sind erneut Annette Frier, die dieses Mal als Steuerprüferin bei Maren Kroymann auf der Matte steht, und Max Bretschneider als französisicher Präsident und Gatte von Maren „Brigitte“ Kroymann. Weitere Gäste in dieser Folge sind u. a. Peter Lohmeyer, Leon Ullrich und Christina Hecke

 

Do, 3.9., 22:15 – 23:15 Uhr, TLC
Dein schlimmster Albtraum: Angriff in der Nacht (Doku-Serie, USA 2016)

Die Doku-Serie zeigt reale Kriminalfälle, die mit Beiträgen und Einschätzungen von Kriminalistik-Experten, Psychologen sowie Freunden und Familien der Opfer verflochten sind. Dabei werden klassische Filmtechniken verwendet, um einige der grausigsten Verbrechen, die je begangen wurden, spannungsreich nachzuzeichnen. Das Reversioning der US-Serie wurde eigens mit einem deutschen Moderationsteil versehen, in dem Ulrike Folkerts, bekannt als „Tatort“-Kommissarin Lena Odenthal, behutsam und doch eindrücklich von schrecklichen Taten berichtet, die den Zuschauern Schauer über den Rücken jagen.

Tennyson und Kyle Jacobson sind frisch verheiratet, gerade Eltern geworden und haben sich in Seattle ein Haus gebaut. Die Schwiegermutter zieht mit ein, um sich um den Enkel zu kümmern. Der Familie geht es gut, bis sich am Muttertag ein dramatischer Zwischenfall ereignet: Tenny ist mit dem Baby nachhause gekommen, als ihr ein Mann den Weg versperrt, Geld fordert und sie brutal ins Gesicht schlägt. Die Polizei ist schnell zur Stelle, doch vom Täter fehlt jede Spur. Tennyson kann sich nicht beruhigen und hat panische Angst, dass der Kerl wiederkommt – zurecht, wie sich noch in derselben Nacht herausstellt. (Text: TLC)

 

Do, 3.9., 1:25 – 1:55 Uhr, ONE
Kroymann (Comedy, D 2018)

Vorweihnachtsstress in der sechsten Folge der Sketchcomedy-Reihe „Kroymann“: Zartbitter widmet sich die Schauspielerin und Satirikerin Maren Kroymann der Hektik im Vorfeld des Festes der Feste. Die Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk eskaliert im Gender- und Perfektionswahn, bei den Macrons geht es im weihnachtlichen Élysée-Palast hoch her, und irgendwann muss eine 69-jährige Feministin ja mal die Frage nach dem Geschlecht Gottes diskutieren. Ungewöhnliche Perspektiven erlaubt sich „Kroymann“ natürlich auch wieder auf mehr oder weniger alltägliche Fragen: Lässt sich der Geist der 68er konservieren? Oder: Wie sieht die erwachsene Pippi Langstrumpf die Welt? Mit dabei sind erneut Annette Frier, die dieses Mal als Steuerprüferin bei Maren Kroymann auf der Matte steht, und Max Bretschneider als französisicher Präsident und Gatte von Maren „Brigitte“ Kroymann. Weitere Gäste in dieser Folge sind u. a. Peter Lohmeyer, Leon Ullrich und Christina Hecke.

 

Do, 3.9., 4:25 – 4:50 Uhr, Arte
50 Shades of Greek: Greek Parade (Zeichentrickserie, F 2019)

Die Mythologie lebt! Und wie! Die Zeichentrickserie „50 Shades of Greek“ transportiert die großen Mythen der Antike in die heutige Zeit.

Bei den Göttereltern von Hermaphroditos hängt der Haussegen schief: Unter anderem, weil immer nur Mails gecheckt werden, anstatt ein romantisches Wochenende zu planen oder sich zur Abwechslung mal um das Kind zu kümmern. Und ausgerechnet jetzt – am Tag nach der Greek Parade – wagt Hermaphroditos auch noch sein ganz persönliches „Coming-out“ …

 

Fr, 4.9., 11:25 – 12:25 Uhr, Arte
Fritz Bauer – Generalstaatsanwalt. Nazi-Jäger (Dokumentation, F 2016)

Am 20. Dezember 1963 begann am Frankfurter Landgericht das erste große bundesdeutsche Gerichtsverfahren gegen Nazi-Kriegsverbrecher. Die Ermittlungen leitete ein hessischer Generalstaatsanwalt, der als Jude und Sozialdemokrat selbst vom NS-Regime verfolgt worden war: der homosexuelle Jurist Fritz Bauer (1903-1968). In den Wirtschaftswunder-Jahren Deutschlands stellte er sich gegen eine Politik des Schweigens und Vergessens. Mit dem Prozess gewann die Auseinandersetzung mit dem Holocaust in der Bundesrepublik Deutschland erstmals eine öffentliche Dimension.

 

Fr, 4.9., 12:30 – 13:58 Uhr, MDR
Lilly Schönauer – Liebe mit Familienanschluss (Spielfilm, D/A 2013)

Die geschiedene Johanna will mit ihrem neuen Freund Klaus zusammenziehen, als sie völlig unerwartet ihrer großen Ex-Liebe Walter wiederbegegnet. Vor 20 Jahren ist der renommierte Literaturprofessor in die USA ausgewandert und nun erstmals wieder in seine Heimat zurückgekehrt. Johanna hatte sich damals auf einen Seitensprung mit Walter eingelassen und weiß bis heute nicht, ob ihre Tochter Marie, mit der sie daraufhin schwanger wurde, von ihm oder ihrem früheren Ehemann ist. Als Marie sich ausgerechnet in Walters Sohn Tom verliebt, wird es höchste Zeit, dies herauszufinden. Denn wie soll sie ihrer Tochter dies beibringen, falls Marie und Tom Halbgeschwister sind? Als ihr Sohn Max seiner Mutter mit zitternder Stimme gesteht, er sei schwul, ist das für Johanna das geringste Problem.

 

Sa, 5.9., 5:10 – 6:40 Uhr, MDR
Lilly Schönauer – Liebe mit Familienanschluss (Spielfilm, D/A 2013)

Die geschiedene Johanna will mit ihrem neuen Freund Klaus zusammenziehen, als sie völlig unerwartet ihrer großen Ex-Liebe Walter wiederbegegnet. Vor 20 Jahren ist der renommierte Literaturprofessor in die USA ausgewandert und nun erstmals wieder in seine Heimat zurückgekehrt. Johanna hatte sich damals auf einen Seitensprung mit Walter eingelassen und weiß bis heute nicht, ob ihre Tochter Marie, mit der sie daraufhin schwanger wurde, von ihm oder ihrem früheren Ehemann ist. Als Marie sich ausgerechnet in Walters Sohn Tom verliebt, wird es höchste Zeit, dies herauszufinden. Denn wie soll sie ihrer Tochter dies beibringen, falls Marie und Tom Halbgeschwister sind? Als ihr Sohn Max seiner Mutter mit zitternder Stimme gesteht, er sei schwul, ist das für Johanna das geringste Problem.

 

Sa, 5.9., 17:30 – 19 Uhr, 3sat
Heimat ist kein Ort (Spielfilm, D 2015)

Udo Wittes Roadmovie entführt in die Weiten der ostpreußischen Landschaft. Inge, 54, Klaus, 53, und Uwe, 44, hatten und haben es nicht leicht im Leben. Der Vater gab sie ins Heim, als die Mutter viel zu früh starb. Inge hat es zur gefürchteten Stationsleitung im Krankenhaus gebracht. Ihr Bruder Klaus hat ein Alkoholproblem. Deswegen hat er gerade den Führerschein verloren – und damit seinen Job als Taxifahrer. Außerdem will ihn seine Frau Monika nicht mehr sehen. Ihr jüngerer Bruder Uwe führt als schwuler Single die Hunde anderer Leute Gassi. Einzig Inges Tochter Jule scheint als Medizinstudentin einen besseren Start ins Leben zu finden. Die Geschwister sind sich in herzlicher Abneigung verbunden. Umso größer der Schock, als sie bei der Testamentseröffnung erfahren, dass sie innerhalb von 14 Tagen zusammen nach Polen reisen müssen, um die Asche des Vaters an ausgewählten Orten zu verstreuen. Als Pfadfinder und Aufpasser dient ihnen der junge polnische Notar Krzysztof. Der kann nicht fassen, wie schlimm die Geschwister miteinander umgehen, und schon gar nicht, dass der führerscheinlose Klaus den alten Mercedes-Wohnbus so übermütig fährt, dass sie nach einer Schlägerei mit der polnischen Polizei fast im Knast landen. Erst danach kommen alle langsam zur Besinnung, während sie immer mehr über das dramatische Schicksal ihres Vaters erfahren, der als Kind die Mutter und später die geliebte Frau verlor – und immer von der Rückkehr in die Heimat geträumt hatte. Die endlosen Weiten Ostpreußens mit seinen Seen und Feldern beruhigen die Gemüter und fördern zarte Liebesbande zwischen dem jungen Notar und Jule. Schließlich lotst Krzysztof sie zur traditionellen Hochzeit seiner Schwester, wo seine Ex-Freundin Nina vehement ihre Rechte einfordert und Inge der Hof gemacht wird. Nur Klaus bekämpft seine Verlassensängste weiter mit Alkohol und landet mit Uwe mitten in der Hochzeitstorte. Aber ausgerechnet Uwe ebnet ihm noch einmal den Weg zu Monika. Über all die persönlichen Veränderungen wird das Ziel der Reise – das Erbe – immer unwichtiger. Was auch gut ist, denn schließlich ist alles ganz anders als gedacht. 

 

Sa, 5.9., 18:45 – 18:50 Uhr, MDR
Glaubwürdig: Matthias Stiehler (Porträt, D 2019)

In den 1980ern studiert Matthias Stiehler Theologie, um Pfarrer zu werden. Was er nicht ahnt, es ist für ihn eine Fehlentscheidung. Seine erste Pfarrstelle tritt er in einem kleinen Dorf im Erzgebirge an. „Das hat mich verändert. Beim Glaubensbekenntnis, wenn ich vor dem Kreuz und mit dem Rücken zur Gemeinde stand, spürte ich jedes Mal: Nein, das bin nicht ich“, erzählt er. Matthias Stiehler quittiert nach zweieinhalb Jahren seinen Dienst bei der Kirche. Auch wenn er der Institution den Rücken kehrte, vom Glauben abgefallen ist er nicht. Er plädiert für eine Religiosität ohne Illusion. Es gibt für ihn keine Erlösung. Der Mensch muss sein Schicksal akzeptieren und selbst in die Hand nehmen. Falsche Hoffnungen gilt es aufzugeben so seine Thesen. Die vertritt er auch in seinem neuen Beruf. Der 58-Jährige arbeitet seit Mitte der 90er als Tiefenpsychologe. Die Themen Liebe und Männergesundheit beschäftigen ihn am meisten. Er promovierte zur AIDS-Prävention, berät Paare in der Krise und leitet verschiedene Männergruppen.

 

Sa, 5.9., 20:15 – 21:45 Uhr, WDR
Die verrückten 70er – Das wilde Jahrzehnt der Deutschen (Dokumentation, D 2017)

Die 70er sind da! Mit popolangen Haaren, mit grenzdebilen Trimm-Dich-Comics, die ein zu dick gewordenes Volk auf Trab bringen sollen, und mit „Disco-Musik“, die bereits ahnen lässt, was in den folgenden Jahrzehnten an schaurigen Klängen auf die Menschen zukommen wird. Ohne Zweifel, das sind die 70er. Unter anderem. Denn die 70er sind auch die Friedenspolitik eines Willy Brandts und Walter Scheels, es sind die Kämpfe für die Rechte der Frauen und der Homosexuellen.

 

So, 6.9., 7:25 – 7:30 Uhr, MDR
Glaubwürdig: Matthias Stiehler (Porträt, D 2019)

In den 1980ern studiert Matthias Stiehler Theologie, um Pfarrer zu werden. Was er nicht ahnt, es ist für ihn eine Fehlentscheidung. Seine erste Pfarrstelle tritt er in einem kleinen Dorf im Erzgebirge an. „Das hat mich verändert. Beim Glaubensbekenntnis, wenn ich vor dem Kreuz und mit dem Rücken zur Gemeinde stand, spürte ich jedes Mal: Nein, das bin nicht ich“, erzählt er. Matthias Stiehler quittiert nach zweieinhalb Jahren seinen Dienst bei der Kirche. Auch wenn er der Institution den Rücken kehrte, vom Glauben abgefallen ist er nicht. Er plädiert für eine Religiosität ohne Illusion. Es gibt für ihn keine Erlösung. Der Mensch muss sein Schicksal akzeptieren und selbst in die Hand nehmen. Falsche Hoffnungen gilt es aufzugeben so seine Thesen. Die vertritt er auch in seinem neuen Beruf. Der 58-Jährige arbeitet seit Mitte der 90er als Tiefenpsychologe. Die Themen Liebe und Männergesundheit beschäftigen ihn am meisten. Er promovierte zur AIDS-Prävention, berät Paare in der Krise und leitet verschiedene Männergruppen.

 

So, 6.9., 9:03 – 9:30 Uhr, ZDF
sonntags Späte: Versöhnung (Magazin, D 2020)

Menschen trennen sich, obwohl sie häufig selbst nicht verstehen, wie es zum Kontaktabbruch kam. „sonntags“ beleuchtet das Phänomen und setzt auf Versöhnung, auch wenn sie spät kommt. Psychotherapeutin Dunja Voos erklärt, was einem jahrelangen Schweigen vorausgegangen ist und wie Versöhnung gelingen kann. Wie geht Vergeben, Vergessen, Verzeihen? Was raten Geistliche? Und ist Verzeihen wirklich nötig, um wieder zueinander zu finden? Ralf Bryer outet sich mit Anfang 40 als schwul. Seine Eltern verstoßen ihn. Es folgt jahrelanges Schweigen. Versuche der Annäherung misslingen. Heute sind die Eltern tot. Ralf Bryer hat dazugelernt, will versöhnlich mit ihren Eltern abschließen können.

Moderation: Andrea Ballschuh.

 

So, 6.9., 21 – 21:45 Uhr, ZDF info
Aufgeklärt – Spektakuläre Kriminalfälle: Falsche Fährten: Der Fall Walter Sedlmayr (Dokumentation, D 2019)

Juli 1990. Ein Mann wird in seiner Wohnung brutal ermordet. Das Opfer: der bayerische Volksschauspieler Walter Sedlmayr. Sein größtes Geheimnis kommt nun ans Licht. Der Vorzeige-Bayer war homosexuell. Damals ein Riesenskandal. Sedlmayr lag gefesselt im Bett – daneben: Kondome, eine Peitsche. Was ist hier geschehen? Wer hat Walter Sedlmayr umgebracht? Zwei Kriminal-Experten rollen den spektakulären Fall noch einmal auf. Die Psychologin Katinka Keckeis arbeitet im Gefängnis mit gefährlichen Straftätern. Der ehemalige Profiler Axel Petermann war fast 30 Jahre lang als Mordermittler tätig. Die beiden folgen den Spuren des Walter Sedlmayr. Walter Sedlmayr, am 6. Januar 1926 in München geboren, war der Inbegriff eines Parade-Bayern. Sein Vater, ein Tabakhändler, war der Typ Bayer, den er später in seinen Rollen immer gespielt hat. Schauspielerisch gelingt Sedlmayr 1971 als Leibkoch von Ludwig II. der Durchbruch. Die Mischung aus Dokumentation und Fiktion macht ihn schlagartig bekannt. Er wird Star zahlreicher Fernsehserien und zum Inbegriff des kleinen Grantlers mit dem großen Herzen. Jeder kennt ihn als Revierleiter der „Polizeiinspektion 1“ oder als „Millionenbauer“ Josef Hartinger. Er wird zum Gesicht einer bekannten Brauerei und zum Highlight auf dem Münchner Nockherberg. Ins Visier der Ermittler gerät zuerst der Privatsekretär Sedlmayrs, der ein falsches Testament präsentiert. Mehr und mehr konzentriert sich der Verdacht dann auf den Ziehsohn des Schauspielers, der bei seinem Gönner in Ungnade gefallen ist. Zwei Jahre nach der Tat wird ihm und seinem Halbbruder der Prozess gemacht. Am 21. Mai 1993 werden sie zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Ihre Täterschaft streiten sie ab. Am 24. Juli 1993 bestätigt der Bundesgerichtshof das Urteil, die Revision wird verworfen, die Wiederaufnahme nicht bestätigt. Seit 2008 sind beide Brüder wieder frei. Ihre Strafe haben sie abgesessen. 2018 wollten sie vor Gericht erreichen, dass ihre Namen aus online archivierten Pressetexten verschwinden. Doch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte spricht ihnen dieses Recht nicht zu. Ihre beiden Namen werden immer untrennbar mit dem Mord an Walter Sedlmayr zusammenhängen.

 

So, 6.9., 3:15 – 3:45 Uhr, SWR
Kroymann (Comedy, D 2018)

Sketch-Comedy mit Maren Kroymann.

Augen auf, sie ist zurück – politisch inkorrekt, polarisierend und furchtlos: Die Schauspielerin, Musikerin und Satirikerin Maren Kroymann präsentiert in der zweiten Folge ihrer Sketch-Comedy-Reihe „Kroymann“ wieder ihren unbestechlichen Blick auf die Welt. Im Visier hat „Kroymann“ dabei Politik, Gesellschaft und Feminismus, aber auch das Alltägliche und Zwischenmenschliche. Zum Beispiel in der Politik: Wenn Emmanuel (Max Bretschneider) und Brigitte Macron (Maren Kroymann) das Treffen von Politikern nebst Anhang Revue passieren lassen, wird die große Politik zum heimischen Schlafzimmergespräch. Oder in der Gesellschaft: Die Gastgeber (Maren Kroymann und Gottfried Vollmer) erwarten wirklich nicht viel von ihrem Geflüchteten (Mehmet Atesci), aber Integration ist doch nur dann akzeptabel, wenn sie auch die Ressentiments erfüllt. Aber auch in Sachen unangemessener Übergriffe: Immer mehr Arbeitnehmer sind überfordert, wie sie heutzutage mit Kolleginnen umgehen sollen. Die Lösung: die Rudolph-Methode (benannt nach Claude-Oliver Rudolph) zur Überwindung der Denkblockaden bei eindeutig eindeutigen Bürosituationen. Das alles und noch mehr betrachtet „Kroymann“ Folge 2 der 2018er-Staffel mit der bitterbösen Lupe einer Sketch-Comedy, die den zweiten Blick wagt. Als kongeniale Partnerin hilft wieder Annette Frier, das Wesentliche nicht aus dem Blick zu verlieren.

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