Schwul-lesbische TV-Highlights, 19.-25.02.2018

Mo, 19.2., 20:15 – 23 Uhr, Arte
Cloud Atlas
(Spielfilm, USA 2011)

Im Jahr 1846 wird der junge Notar Adam Ewing auf einer entlegenen Pazifikinsel mit den Schrecken der Sklaverei konfrontiert. Er vertraut die schockierende Erfahrung seinem Tagebuch an, nicht ahnend, dass seine bewegenden Schilderungen knapp 100 Jahre später den talentierten Komponisten Robert Frobisher zu seinem Opus Magnum inspirieren: dem Cloud-Atlas-Sextett. In leidenschaftlichen Briefen an seinen Liebhaber Rufus Sixsmith beschreibt er seine künstlerische Vision einer niemals endenden Seelenwanderung. 1973 übergibt Sixsmith, inzwischen ein alter Mann, die Briefe seines Geliebten an die Journalistin Luisa Rey, die über einen Atomskandal recherchiert. Ihr aufgeweckter junger Nachbar schreibt die abenteuerliche Geschichte nieder, doch erst 2012 verarbeitet der Autor Dermot Hoggins sie zu einem Bestseller. Der Erfolg des Buches verwickelt den Verleger Timothy Cavendish in eine teuflische Intrige: Gegen seinen Willen landet er in einem Sanatorium, das sich als heimtückisches Privatgefängnis entpuppt. Ein Video von seiner Flucht ermutigt im Jahr 2144 die geklonte Kellnerin Sonmi-451 zu einer Rebellion gegen das totalitäre Regime der Zukunft. In der postapokalyptischen Welt des Jahres 2346 ist Sonmis Botschaft vom friedlichen Zusammenleben der Menschen zu einer tröstlichen Religion geworden.

Di, 20.2., 14 – 15:30 Uhr, Arte
Endlich Vater (Spielfilm, F 2007)

Manu ist Kinderarzt, ein echter Familienmensch und schwul. Er wünscht sich ein Kind, stößt damit bei seinem Partner Philippe aber nur auf taube Ohren. Für Manu ist der Kinderwunsch mittlerweile so dringend geworden, dass er sich von Philippe trennt, um sich seinen Traum alleine zu erfüllen. Ein Adoptionsantrag beim Jugendamt scheitert, weil die Mitarbeiterin bei einem Hausbesuch entdeckt, dass Manu homosexuell ist. Doch dann lernt er bei einem Autounfall die junge Argentinierin Fina kennen, die keine Aufenthaltserlaubnis hat. Er schlägt ihr im Tausch gegen ein Kind eine Scheinehe vor. Fina ist zunächst empört, wird dann aber wegen ihrer fehlenden Papiere verhaftet und sieht in ihrer Not keinen anderen Ausweg, als Manu als ihren Verlobten anzugeben. Manu nimmt Fina, die lediglich bei einer Freundin untergekommen war, bei sich auf. Die aus der Not entstandene Wohngemeinschaft bewirkt, dass die beiden sich näherkommen und dass Fina ihm dieses Wunschkind doch schenken will. Doch es gibt noch ein Problem: Manu ist unfruchtbar. Wer käme als Samenspender infrage? Manu ringt sich dazu durch, seinen Exfreund Philippe um diesen Gefallen zu bitten. Bei der Hochzeit im Kreise der Familie geben Fina und Manu ein gutes Paar ab. Doch auch Philippe ist da und Fina muss erkennen, dass ihr ihre Rolle im Dreier- beziehungsweise Vierergespann nicht reicht. Und wie so oft folgen die Gefühle nicht den eigentlichen Plänen.

Di, 20.2., 20:15 – 21 Uhr, Das Erste
Um Himmels Willen (214): Im falschen Körper (Serie, D 2018)

Hanna kümmert sich um die 16-jährige Sarah Völkl, die einem Mitschüler die Nase blutig geschlagen hat. Direktor Knierer ist sehr ungehalten, weil Sarah sich in letzter Zeit öfter danebenbenommen hat. Auch ihre beste Freundin Lilly hat keine Erklärung für die Vorfälle. Nach anfänglichem Zögern vertraut sich Sarah schließlich Hanna an: Sie will künftig als Junge weiterleben und das nun endlich öffentlich machen. Doch während ihre Mutter hinter ihr steht und auch bereits alles mit Ärzten und Psychologen geklärt ist, stellt sich ihr Vater quer.

Di, 20.2., 23:15 – 0 Uhr, ZDF info
Rätselhafte Morde – Profiler im Einsatz (Reportage, D 2016)

Sie werden bei besonders komplizierten Mordermittlungen hinzu gerufen: die Profiler. Ihr Auftrag: Unterstützung der Kriminalbeamten. In Hamburg hat die Abteilung Operative Fallanalyse, kurz OFA, eine Messerstecherei in der Schwulenszene analysiert, mit teils überraschenden Ergebnissen.

Di, 20.2., 23:15 – 0:40 Uhr, ZDF neo
Kommissar Beck: Mord an Margareta Oberg (Serie, D/S 2007)

Der Paparazzo Gösta Jansson wird ermordet, auf seinem USB-Stick finden sich Fotos von Promis. Wenig später wird Kommissar Becks Vorgesetzte Margareta Oberg Opfer eines Attentats. Es stellt sich heraus, dass Oberg zwei Prominentenfotos aus Janssons Stick an sich genommen hatte. Sie zeigen eine Freundin von ihr, die Politikerin Andrea Lundmark, zusammen mit Erik Gindorf, einem Prediger der ultrakonservativen Sekte „Lots Bruderschaft“. Diese Sekte predigt Hass gegen Schwule. Die Bruderschaft hat auch eine Abteilung für die Ausführung von Strafmaßnahmen, die für die Ermordung mehrerer Schwuler im ganzen Land verantwortlich ist. Lundmark gibt zu, mit Gindorf eine Affäre zu haben, was aber auf keinen Fall publik werden darf, um ihre politische Zukunft nicht zu gefährden. Sie gesteht, Oberg einen Deal vorgeschlagen zu haben: die Fotos gegen belastendes Material, mit dem Oberg gegen „Lots Bruderschaft“ vorgehen könne. Doch Oberg hatte abgelehnt. Gunvald schleicht sich in „Lots Bruderschaft“ ein, um auf eigene Faust zu recherchieren. Ein lebensgefährliches Unterfangen.

Di, 20.2., 1 – 1:25 Uhr, TLC
Das Böse in mir: Im falschen Körper (Dokumentation, USA 2012)

Als die sechsjährige Michelle Dorr spurlos verschwindet, hat die Polizei ihren Vater Carl als Tatverdächtigen im Auge. Auch nach einigen Verhören bleibt Carl verdächtig, doch die Ermittler haben nichts gegen ihn in der Hand, und so ist er bald wieder auf freiem Fuß. Jahre später wird die 23-jährige Laura Houghteling als vermisst gemeldet. Die Polizei hat den Gärtner der Familie im Visier, ein verschrobener Kerl, mit einer Vergangenheit als Transvestit. Lauras Mutter ist überzeugt, dass ihr Angestellter unschuldig ist. Doch als die Ermittler seinen Lagerschuppen durchsuchen, machen sie eine schockierende Entdeckung.

 

Do, 22.2., 14:30 – 15:15 Uhr, ZDF info
Schick nach Plan – Die bunte Modewelt der DDR (Dokumentation, D 2017)

Die Dokumentation sucht nach den Spuren der DDR-Mode – ein graues und zugleich buntes Kapitel der DDR. Der verordnete Einheitslook gefiel nicht allen. Auch in der DDR gab es Models, Modesendungen im Fernsehen, Mode-Magazine und ein staatliches Modeinstitut. Es gab Textilproduktion und Modenschauen. Alles ein bisschen anders als im Westen. Vieles gab es nicht zu kaufen, da musste Frau selber nähen. Zur lebendigen Modeszene der DDR gehörte Detlef Heising. Er leitet heute eine Künstleragentur und war zu DDR-Zeiten Dressman – der Dressman Nummer eins. Er modelte für Zeitschriften, Fernsehsendungen, Plakate und Modenschauen. Er gründete selbst eine eigene Modenschau namens Modeexpress, mit der er durch die Lande tourte. Heising und seine Truppe brachten Farbe in den grauen DDR-Alltag. Mit einem Dieselbus ging es in die entlegensten Winkel des Landes. Zu Bestzeiten spielten sie bis zu 50 Shows in der Woche. Die schwule Stilikone zu DDR-Zeiten war Frank Schäfer. Er war Maskenbildner und Stylist bei Mode-Fotoshootings und Fernsehsendungen. Ihm vertrauten die Models ihre Ängste und Sorgen an. Frank Schäfer war der Mann hinter den Kulissen der DDR-Mode-Industrie, der die Models kurz vor dem großen Aufritt zurechtmachte.

Do, 22.2., 20:15 – 22 Uhr, Das Erste + ONE
Eurovision Song Contest 2018 – Unser Lied für Lissabon (ESC/Show, D 2018)

Moderation: Linda Zervakis und Elton

Diese sechs haben die Chance, Deutschland beim Eurovision Song Contest in Lissabon zu vertreten: Xavier Darcy, Ivy Quainoo, Ryk, Michael Schulte, Natia Todua und die Band voXXclub sind die Teilnehmer der Show 'Unser Lied für Lissabon'. In einem dreitägigen Song Writing Camp hat jeder der sechs einen Song maßgeschneidert bekommen, den sie bzw. er heute Abend performen wird. Neben den Fernsehzuschauerinnen und -zuschauern aus Deutschland entscheiden ein 100-köpfiges Eurovisions-Panel und eine internationale Expertenjury über den deutschen Beitrag für Lissabon.

Do, 22.2., 0 – 1:45 Uhr, ONE
Eurovision Song Contest 2018 – Unser Lied für Lissabon (ESC/Show, D 2018)

Moderation: Linda Zervakis und Elton

Diese sechs haben die Chance, Deutschland beim Eurovision Song Contest in Lissabon zu vertreten: Xavier Darcy, Ivy Quainoo, Ryk, Michael Schulte, Natia Todua und die Band voXXclub sind die Teilnehmer der Show 'Unser Lied für Lissabon'. In einem dreitägigen Song Writing Camp hat jeder der sechs einen Song maßgeschneidert bekommen, den sie bzw. er heute Abend performen wird. Neben den Fernsehzuschauerinnen und -zuschauern aus Deutschland entscheiden ein 100-köpfiges Eurovisions-Panel und eine internationale Expertenjury über den deutschen Beitrag für Lissabon.

 

Fr, 23.2., 23:30 – 1 Uhr, BR
Meuterei am Schlangenfluss (Spielfilm, USA 1952)

Der Ex-Bandit Glyn McLyntock geleitet einen Treck nach Oregon, in eine paradiesische Wildnis, in der die Siedler den ersten Winter nur mit Vorräten aus der Stadt überstehen können. Als die verabredete Lieferung ausbleibt, droht den Siedlern der Hungertod. McLyntock findet heraus, dass der Goldrausch zu einer Preissteigerung geführt hat, wodurch Lebensmittel zum heiß begehrten Spekulationsobjekt geworden sind. Der Schurke Emerson Cole will die von den Siedlern längst bezahlten Vorräte gewinnbringend an Goldsucher verkaufen. McLyntock kann das nicht zulassen. Mit Rock Hudson in der Rolle des Trey Wilson.

 

Sa, 24.2., 17:35 – 18 Uhr, Arte
Vergissmeinnicht: Sylvin Rubinstein, Tänzer des Lebens (Dokumentation, F 2014)

Die Flamencotänzerin Sylvin Rubinstein war in Wirklichkeit keine Frau. Unter ihrem Kostüm und ihrer Perücke verbarg sich ein Mann. In den 30er-Jahren tanzten er und seine Schwester als Flamenco-Paar „Dolores & Imperio“ auf den größten Bühnen Europas. Sie waren Juden und wurden von den Nazis für immer getrennt. Sylvin und Maria waren Zwillinge. Am 10. Juni 1914 kamen sie in Moskau als uneheliche Kinder des Fürsten Pjetr Dodorow und der jüdischen Tänzerin Rachel Rubinstein zur Welt. Der Erste Weltkrieg begann zu toben, und 1917 brach das Zarenreich unter der Revolution zusammen. Zum Schutz schickte der Fürst seine Familie über die Grenze nach Galizien. Sie waren zehn, als ihre Mutter mit ihnen nach Riga zog und sie in die Ballettschule von Frau Litwinowa schickte, einer ehemaligen Primaballerina der Oper des russischen Zaren. Mit 16 Jahren verließen sie Riga und bekamen sofort ein Engagement im „Adria“, dem großen Varietétheater von Warschau. Während die Zwillinge auf der Erfolgswelle schwammen, ergriffen die Nazis die Macht. Im Holocaust verlor Rubinstein nahezu seine gesamte jüdische Familie: Schwester, Mutter und seine Ehefrau, die er wegen ihrer zwei unehelichen Kinder auf Bitten seiner Mutter geheiratet hatte. Sylvin schloss sich dem Widerstand an und entkam dem Warschauer Ghetto. Im Hamburg der Nachkriegszeit baute sich Rubinstein als Travestietänzer ein neues Leben auf.

Sa, 24.2., 18:30 – 20:15 Uhr, ONE
Schwule Mütter ohne Nerven (Spielfilm, E 2005)

Reyes, Nuria und Magda verkörpern drei höchst unterschiedliche spanische Frauen: Reyes ist eine hochnäsige, reiche Filmdiva, Nuria eine überdrehte Nymphomanin und Magda eine geschäftstüchtige Unternehmerin, die ein Hotel für Homosexuelle betreibt. Die drei Frauen haben jedoch eines gemein: Ihre drei geliebten Söhne sind schwul und wollen den jeweiligen Lebenspartnern im Rahmen einer feierlichen Massenhochzeit gemeinsam das Jawort geben. Anlass ist die offizielle Anerkennung der Homo-Ehe durch den Staat, entsprechend groß ist das Medieninteresse. Doch hinter den Kulissen der sich politisch korrekt gebenden Mütter beginnt es heftig zu brodeln.

Sa, 24.2., 18:45 – 18:50 Uhr, MDR
Glaubwürdig: Andreas Roth (Porträt/Dokumentation, D 2018)

Andreas Roth ist der rasende Reporter der sächsischen Kirchenzeitung „Sonntag“. Ein studierter Theologe, der sich nicht zum Pfarrer, sondern zum Journalisten berufen fühlt. Konflikte nicht unter den Teppich kehren, das ist seine Devise als Chefreporter der größten sächsischen Kirchenzeitung. Wie die Spaltung der Landeskirche in Sachsen – in liberale Großstadtgemeinden und konservative Christen im Erzgebirge. Als Letztere keine homosexuellen Theologen als Gemeindepfarrer akzeptieren wollten, berichtete Andreas Roth ausführlich und organisierte Podiumsdiskussionen.

Sa, 24.2., 20:15 – 21:35 Uhr, ZDF neo
Hals über Kopf (Spielfilm, USA 2000)

Amanda wurde oft von den Männern enttäuscht. Ihr erster Freund verließ sie für eine andere, ihr zweiter war schwul, und ihren neuesten Lebensgefährten findet sie im Bett mit einer anderen vor. Nun zieht die frustrierte New Yorker Kunst-Restauratorin in eine Model-WG und verliebt sich in Jim, den undurchsichtigen Nachbarn von gegenüber. Doch schon bald verdächtigt sie ihn eines Mordes. Gemeinsam mit ihren Freundinnen ermittelt Amanda auf eigene Faust gegen Jim. Eine charmante Hollywoodkomödie mit Anlehnung an Alfred Hitchcocks „Das Fenster zum Hof“.

Sa, 24.2., 21:50 – 23:20 Uhr, SWR
Donna Leon – Venezianische Scharade (Spielfilm, D 2000)

In der Nähe eines Schlachthofes wird die Leiche eines Transvestiten entdeckt. Commissario Brunetti (Joachim Krol) findet heraus, dass der Tote ein angesehener Bankier war. Seine Aufmachung erweist sich als falsche Fährte, die von seinen Mördern gelegt wurde, damit die Polizei in der Homoszene ermittelt.

Sa, 24.2., 0 – 2:10 Uhr, MDR
Besser geht's nicht (Komödie, USA 1997)

Der exzentrische Schriftsteller und Menschenfeind Melvin Udall (Jack Nicholson) lebt zurückgezogen in New York. Seine Außenwelt quält das zynische Ekel mit seiner fatalistischen Weltanschauung. Doch Melvins Leben erfährt eine Wendung, als er eines Tages von Frank, dem Freund seines schwulen Nachbarn Simon, gebeten wird, auf dessen Brüsseler Affenpinscher aufzupassen.

 

So, 25.2., 8:35 – 10:15 Uhr, ONE
Schwule Mütter ohne Nerven (Spielfilm, E 2005)

Reyes, Nuria und Magda verkörpern drei höchst unterschiedliche spanische Frauen: Reyes ist eine hochnäsige, reiche Filmdiva, Nuria eine überdrehte Nymphomanin und Magda eine geschäftstüchtige Unternehmerin, die ein Hotel für Homosexuelle betreibt. Die drei Frauen haben jedoch eines gemein: Ihre drei geliebten Söhne sind schwul und wollen den jeweiligen Lebenspartnern im Rahmen einer feierlichen Massenhochzeit gemeinsam das Jawort geben. Anlass ist die offizielle Anerkennung der Homo-Ehe durch den Staat, entsprechend groß ist das Medieninteresse. Doch hinter den Kulissen der sich politisch korrekt gebenden Mütter beginnt es heftig zu brodeln.

So, 25.2., 23:20 – 0:25 Uhr, MDR
Keinen Bock auf Krieg – Wehrdienstverweigerer in Russland (Dokumentation, D 2016)

Vier junge Russen haben beschlossen, dass Pazifismus für sie kein Schimpfwort ist und wollen den Wehrdienst verweigern. Eine Kommission muss nun entscheiden, ob sie zur Armee gehen müssen oder ob sie Zivildienst leisten dürfen. So unterschiedlich die Lebensumstände der jungen Männer sind, so verschieden sind auch ihre Motive und ihre Vorgehensweise. Bei Viktor, der homosexuell ist, fragt sich die Musterungskommission, ob sie überhaupt zuständig ist und stimmt schließlich für Zivildienst.

 

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