Kultur
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Schwul-lesbische TV-Highlights, 22.-28.10.2018

Das beste der aktuellen Fernsehwoche - gefiltert durch die schwul-lesbische Brille

Mo, 22.10., 22:05 – 23:50 Uhr, Arte
Der Mann, der zweimal lebte (Spielfilm, USA, 1966)

Neue Identität, neues Leben: Eine mysteriöse Organisation bietet einem erfolgreichen Bankier in der Midlife-Crisis ein metamorphes Verschwinden an: Für 30.000 US-Dollar transformiert sie seinen Körper, ja sein ganzes Leben, und arrangiert sogar seinen „Tod“. Niemand erfährt, dass er in einem zweiten Leben weiter existiert. Klingt wie ein einfacher Ausweg aus der Sinnkrise. Film mit Rock Hudson.

Mo, 22.10., 22:45 – 0:15 Uhr, BR
Die Copiloten (Fernsehfilm, D 2007)

Die Männerfreundschaft zwischen Milan und Lothar, einem Flugzeugführer und einem Werbefotografen, gerät in schwere Turbulenzen. Während Milan noch sehr unter dem Tod seiner Frau leidet, stürzt sich der verheiratete Lothar in eine Affäre mit einer attraktiven Studentin – und zwar ausgerechnet mit Milans Tochter Jenny. Als diese von ihrem Studienaufenthalt aus England zurückkehrt, hat sie Brian mit im Schlepptau – ein attraktiver, athletischer junger Mann aus bester Familie, auf den Milan sofort eifersüchtig ist. Was keiner ahnt: Brian ist schwul.

 

Di, 23.10., 14 – 16:15 Uhr, Arte
Besser geht's nicht (Komödie, USA 1997)

Der exzentrische Schriftsteller und Menschenfeind Melvin Udall (Jack Nicholson) lebt zurückgezogen in New York. Seine Außenwelt quält das zynische Ekel mit seiner fatalistischen Weltanschauung. Doch Melvins Leben erfährt eine Wendung, als er eines Tages von Frank, dem Freund seines schwulen Nachbarn Simon, gebeten wird, auf dessen Brüsseler Affenpinscher aufzupassen.

 

Mi, 24.10., 20:15 – 21:05 Uhr, 3sat
Wilhelm von Habsburg – Der König der Ukraine (Dokumentation, A 2018)

Wilhelm von Habsburg – im Ersten Weltkrieg kämpfte er als k. u. k. Offizier an der Ostfront, im Gebiet der heutigen Ukraine. Erzherzog Wilhelm entwickelte eine geradezu romantische Zuneigung für diese Region. Er wollte dieses Grenzland als Monarch in die Selbstständigkeit führen. Wer war dieser habsburgische Erzherzog Wilhelm, der König der Ukraine werden wollte und dort heute noch immer als „Vasyl Vyshyvanyi“ verehrt wird? Nach dem Ersten Weltkrieg führte er das Leben eines bisexuellen Bonvivants zwischen Golfplatz, Skipiste und Nachtclub. Zwischenzeitlich kollaborierte er mit den Nationalsozialisten und arbeitete schließlich als Spion gegen Hitler und Stalin. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand er in Stalins Kerkern sein Ende. Der Film nähert sich der Persönlichkeit und den Visionen des Erzherzogs.

 

Do, 25.10., 20:15 – 21:45 Uhr, Das Erste
Babylon Berlin (11 + 12) (Serie, D 2017)

Folge 11:

Gereon Rath unternimmt mit dem Polizeifotografen Gräf einen waghalsigen Flug über Russland, um Beweismaterial gegen die Schwarze Reichswehr zu sammeln. Trotz widriger Bedingungen und unter Beschuss stehend gelingt es ihnen, belastende Bilder zu schießen. Charlotte muss bei ihrer Bewerbung für die Polizei einen Rückschlag hinnehmen.

Folge 12:

Rath ist erleichtert, nach seinem riskanten Flug wieder festen Boden unter den Beinen zu haben. Seine Freude währt jedoch nicht lange, als er vom Mord an einem Kollegen erfährt. Charlotte macht sich deswegen Vorwürfe und auf der Suche nach dem Täter erhärtet sich ein anfänglicher Verdacht.

 

Do, 25.10., 20:15 – 21:45 Uhr, ZDF
Lena Lorenz – Eindeutig uneindeutig (Serie, D 2018)

Lena Lorenz kommt gerade noch rechtzeitig, um die Sturzgeburt von Nina Cramers zweitem Baby zu betreuen. Alles geht gut. Doch Lena kann das Geschlecht des Kindes nicht eindeutig erkennen. Im Krankenhaus bestätigt sich Lenas Vermutung: Das Baby ist intersexuell. Nina und ihr Mann Thomas sind schockiert. Ihr Kind hat Merkmale beider Geschlechter. Aber wie soll das in Zukunft funktionieren? Kann nicht eine Operation das Problem lösen?

 

Fr, 26.10., 11:05 – 11:55 Uhr, 3sat
Wilhelm von Habsburg – Der König der Ukraine (Dokumentation, A 2018)

Wilhelm von Habsburg – im Ersten Weltkrieg kämpfte er als k. u. k. Offizier an der Ostfront, im Gebiet der heutigen Ukraine. Erzherzog Wilhelm entwickelte eine geradezu romantische Zuneigung für diese Region. Er wollte dieses Grenzland als Monarch in die Selbstständigkeit führen. Wer war dieser habsburgische Erzherzog Wilhelm, der König der Ukraine werden wollte und dort heute noch immer als „Vasyl Vyshyvanyi“ verehrt wird? Nach dem Ersten Weltkrieg führte er das Leben eines bisexuellen Bonvivants zwischen Golfplatz, Skipiste und Nachtclub. Zwischenzeitlich kollaborierte er mit den Nationalsozialisten und arbeitete schließlich als Spion gegen Hitler und Stalin. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand er in Stalins Kerkern sein Ende. Der Film nähert sich der Persönlichkeit und den Visionen des Erzherzogs.

Fr, 26.10., 13:10 – 14 Uhr, NDR
In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte (5): Ehrlichkeit (Serie, D 2015)

Lina Schubert und Bernd Haller kommen mit einem Kinderwunsch ins Johannes-Thal-Klinikum. Bei einer Ultraschalluntersuchung stellt Dr. Niklas Ahrend fest, dass Lina gar nicht schwanger werden kann. Sie hat keine Gebärmutter. Aufgelöst gesteht die Patientin ihm, intersexuell zu sein. Aus Angst, ihren Freund Bernd für immer zu verlieren, nimmt Lina Niklas in die Pflicht, ihm nichts von der Intersexualität zu erzählen. Doch als Niklas ihr die Möglichkeit einer Gebärmuttertransplantation in Aussicht stellt, muss sich Lina entscheiden, ob sie ihr Geheimnis um jeden Preis bewahren will. Sollte sie den komplizierten Eingriff wagen, müsste sie Bernd die Wahrheit anvertrauen.

Fr, 26.10., 19:25 – 20:15 Uhr, ZDF
Bettys Diagnose: Nur ein Spiel (Serie, D 2018)

Betty und Dr. Stern behandeln derweil die Patientin Anne Bechstein, die einen schweren Autounfall hatte und von Oliver und seinem Kollegen Jens aus ihrem Auto geborgen wurde. Als Betty feststellt, dass Jens sich bei der Rettungsaktion selbst verletzt hat, weist sie ihn auf die Notwendigkeit einer HIV-Prophylaxe hin. Doch Jens reagiert unwirsch und lässt Betty stehen. Erst, als Betty Jens später in Annes Zimmer ertappt, kommt sie seinem Geheimnis auf die Spur.

Fr, 26.10., 23 – 23:45 Uhr, Arte
Tracks (Magazin, D 2018)

U. a. mit dem Beitrag „Queere Comedy von Talk Hole“: Zugegeben: New York hat viele angesagte Clubs. Aber am schwersten kommt man derzeit wohl an Tickets für „Talk Hole“ – eine subversive Queer-Avantgarde-Comedy-Veranstaltung im Keller eines abgerockten Asia-Restaurants in Chinatown. Hier predigen die Performer Eric Schwartau und Steven Phillips-Horst Monat für Monat ihren Post-Millennial-Nonsens-Gospel und definieren dabei den Begriff Stand-up-Comedy neu. Politisch unkorrekt und mit Hang zum konsequenten Chaos unterhalten und verführen sie ihr Publikum mit der längst überfälligen Portion Gay-Energy.

Fr, 26.10., 3:10 – 3:20 Uhr, MDR
Ursus berlinensis (Kurzfilm, D 2011)

Auf amüsante Weise werden im Raubtierdschungel der Hauptstadt verschiedene menschliche Ausprägungen des Wappentiers Bär vorgestellt. Mit Nina Queer in der Rolle der Zoobärin Nina.

 

Sa, 27.10., 12:40 – 13:20 Uhr, 3sat
Die nackte Wahrheit – Wiener Skandale um 1900 (Dokumentation, D 2005)

Die Kunst steht in Wien um 1900 im Spannungsfeld zwischen Tradition und Aufbruch in die Moderne. Maler wie Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka greifen schonungslos Tabuthemen auf: Sexualität und Macht, Homoerotik und Geschlechterkampf. Die Empörung des Publikums bleibt nicht aus. Der Film erzählt an Originalschauplätzen von den Kunstskandalen um die Jahrhundertwende. Die Gegenüberstellung von Traditionellem und Neuem macht das „Skandalöse” spürbar, die kompromisslose Modernität der Künstler und die bis heute gültige gesellschaftliche Sprengkraft ihrer Werke.

Sa, 27.10., 13 – 14:30 Uhr, Das Erste
Winnetous Weiber (Spielfilm, D 2014)

Fünf Frauen auf den Spuren Winnetous: Die alleinerziehende Mutter Maren Bogner hat ihre Tochter Nora auf einen Urlaub in die Weiten Kroatiens eingeladen: Drehort der legendären Karl-May-Filme. Marens beste Freundin, die stressgeplagte Firmenchefin Gabriele Hochmann, begleitet sie. Auch die spröde Adelige Elisabeth zu Hallbach-Süren (Maren Kroymann) macht sich nebst ihrer Assistentin Simone Lehmann zu den Schauplätzen deutscher Wildwest-Nostalgie auf. Während einer strapaziösen Reittour stellt sich heraus, dass jede der Damen ihren eigenen „Schatz im Silbersee" zu bergen hat. Abenteuerkomödie mit Frauenpower.

 

So, 28.10., 13:30 – 15 Uhr, Das Erste
Lilly Schönauer – Liebe mit Familienanschluss (Spielfilm, D/A 2013)

Die geschiedene Johanna will mit ihrem neuen Freund Klaus zusammenziehen, als sie völlig unerwartet ihrer großen Ex-Liebe Walter wiederbegegnet. Vor 20 Jahren ist der renommierte Literaturprofessor in die USA ausgewandert und nun erstmals wieder in seine Heimat zurückgekehrt. Johanna hatte sich damals auf einen Seitensprung mit Walter eingelassen und weiß bis heute nicht, ob ihre Tochter Marie, mit der sie daraufhin schwanger wurde, von ihm oder ihrem früheren Ehemann ist. Als Marie sich ausgerechnet in Walters Sohn Tom verliebt, wird es höchste Zeit, dies herauszufinden. Denn wie soll sie ihrer Tochter dies beibringen, falls Marie und Tom Halbgeschwister sind? Als ihr Sohn Max seiner Mutter mit zitternder Stimme gesteht, er sei schwul, ist das für Johanna das geringste Problem.

So, 28.10., 14:55 – 16:30 Uhr, ZDF
Zum Glück bleibt es in der Familie (Spielfilm, F 2011)

Kim und Alex leben zusammen in Paris und sind ein glückliches lesbisches Paar. Während einer Geschäftsreise in Thailand schließen sie das Waisenmädchen Maily ins Herz und möchten es adoptieren. Doch es gibt ein Problem: In Thailand dürfen nur verheiratete Paare Kinder adoptieren. Zurück in Paris machen sie sich auf die Suche nach einem Scheinehe-Partner. Alex' Bruder César ist die letzte Hoffnung der beiden Frauen. Da Césars Autohaus finanzielle Probleme hat, kann Alex ihn schnell überzeugen – mit Geld. Doch schon im Flugzeug steht fest, dass Kim und César sich nicht besonders mögen. Wieder am Boden bringt der chaotische, selbstverliebte César die resolute Kim auf fast jede thailändische Palme. Als die beiden dann anstelle der Waisenhausleiterin von dem baskischen Arzt Luix abgeholt werden, spitzt sich die Situation zu. Kim und César geben nicht nur ein äußerst schräges Paar ab, César scheint kleine und größere Katastrophen magisch anzuziehen: Er wird bestohlen und von der Mafia erpresst, verprügelt schließlich einen Behinderten und landet im Gefängnis. Nun ist die Hilfe der Top-Anwältin Alex nötig. Sie reist auch nach Thailand und kann César aus dem Gefängnis holen. Hals über Kopf verliebt sich Luix in Alex, was Kim gar nicht gefällt. Doch sie muss weiter die Hetero-Ehefrau mimen. Endlich im Waisenhaus angekommen, ist die Stimmung in der Vierergruppe aufgeheizt: César ist nach dem harten Gefängnisaufenthalt völlig durch den Wind, Luix schwer verliebt und Kim eifersüchtig – kann eine Scheinehe das aushalten?

Seit 2013 haben homosexuelle Paare in Frankreich das Recht auf Eheschließung und auf Adoption.

So, 28.10., 22:45 – 0:15 Uhr, WDR
Wir die Wand (Dokumentation, D 2013)

90 Minuten, eine Tribüne, 25.000 Fußballfans: Der Dokumentarfilm zeigt, was während eines Heimspiels auf Europas größter Stehplatztribüne im Stadion von Borussia Dortmund abgeht und stellt u. a. Christian (29) vor. Er gehört zum schwul-lesbischen Fanclub „Rainbow Borussen“ und weiß, dass Homophobie in den Stadien immer noch eine große Rolle spielt.

So, 28.10., 23:50 – 1:20 Uhr, rbb
Wochenendkrieger (Dokumentation, D 2012)

Jedes Jahr treffen sich in der deutschen Provinz Tausende Menschen und schlüpfen in die Rollen von Rittern, Elfen, Magiern oder Orks. Was wie ein Szenario aus „Herr der Ringe“ klingt, ist für Tausende Live-Rollenspieler aufregende Realität. Für einige Tage tauchen sie regelmäßig in eine Welt voller Mythen und Magie ab. „Wochenendkrieger“ porträtiert fünf Live-Rollenspieler und taucht in ihr Leben zwischen Schlachtfeld und Computerarbeitsplatz ein. Einer von ihnen ist Gregor, der schwule Maskenbildner aus Berlin. Er entschlüsselt als Erzmagier Lamathiel geheime Formeln und liebt das Spiel mit Identitäten und Rollen – sei es beim Magiertreffen oder in der Schwulenszene.

So, 28.10., 1:50 – 3:30 Uhr, Arte
Der Mann, der zweimal lebte (Spielfilm, USA, 1966)

Neue Identität, neues Leben: Eine mysteriöse Organisation bietet einem erfolgreichen Bankier in der Midlife-Crisis ein metamorphes Verschwinden an: Für 30.000 US-Dollar transformiert sie seinen Körper, ja sein ganzes Leben, und arrangiert sogar seinen „Tod“. Niemand erfährt, dass er in einem zweiten Leben weiter existiert. Klingt wie ein einfacher Ausweg aus der Sinnkrise. Film mit Rock Hudson.

 
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