Kultur
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Schwul-lesbische TV-Highlights, 27.8-2.9.2018

Das beste der aktuellen Fernsehwoche - gefiltert durch die schwul-lesbische Brille

Mo, 27.8., 7:15 – 7:45 Uhr, ZDF info
ZDFzoom: Mächtige Täter, hilflose Opfer? – Was tun bei Hetze im Netz (Dokumentation, D 2018)

Die sozialen Netzwerke sind voller Beleidigungen. In einem Fall fielen Worte wie „Schwuchtel“ und „Homo“, daneben pornografische Fotos. Monatelang wurde der 13-jährige Junge Keanu-Joël Horn auf diese Weise im Netz beschimpft, von Klassenkameraden gemobbt. Er hatte keine Designerkleidung und wog ein paar Kilo zu viel. Der Junge hielt die ständigen Angriffe im Netz schließlich nicht mehr aus und nahm sich das Leben. Seine Mutter will erreichen, dass sich nicht wiederholt, was ihrem Sohn zugestoßen ist. Sie engagiert sich für eine Gesetzesänderung in Österreich, um die Täter nicht davonkommen zu lassen. Der Fall von Keanu-Joël zeigt, wie gnadenlos Menschen im Internet agieren. In der Anonymität lässt es sich leicht mit dem Finger auf andere zeigen, können Lügen schnell verbreitet und mit einem „Like“ unterstützt werden. Treffen kann es jeden. Viele Politiker und Prominente erleben täglich, wie aggressiv die sogenannten „Hater“ mit ihrem Hass agieren. Vom dummen Witz zur strafbaren Handlung ist es dabei oft nicht mehr weit. Immer mehr Täter trauen sich mittlerweile, ihre Äußerungen offen unter ihrem Klarnamen zu verbreiten. Viele sehen sich als politische Aufklärer und fühlen sich als „Wahrheitspfleger“, dabei verbreiten sie „Fake News“, Hass und Hetze. Die „ZDFzoom“-Autoren sprechen in der Dokumentation mit Opfern, Tätern und Experten und gehen den Möglichkeiten einer Strafverfolgung nach. Ihr Fazit: Man ist nicht machtlos gegen den Hass im Netz.

Mo, 27.8., 20:15 – 22:05 Uhr, Arte
Der Diener (Spielfilm, GB 1963)

Tony, wohlhabender Lebemann der britischen Oberschicht, stellt Hugo Barrett als Diener an. Doch kaum ist dieser in seine Arbeitskleidung geschlüpft, beginnt er, seinen Herrn auf subtile, aber wirkungsvolle Weise zu beeinflussen und ihn langsam aber sicher zu kontrollieren. Tony merkt davon lange nichts. Er lässt sich von der willfährigen Omnipräsenz seines Bediensteten täuschen und zu fast allem überreden. Etwa dazu, für eine laut Barrett unumgängliche Hausrenovierung einen saftigen Geldbetrag aufzuwenden. Aber das ist erst der Anfang von Barretts Machtübernahme. Denn während er einerseits geschickt vortäuscht, lediglich seinen angemessenen Platz als Dienstbote in der britischen Klassengesellschaft einzunehmen, hält er das Zepter im Haushalt bald schon fest in seiner Hand. Nicht zuletzt durch die von Barrett geschaffene homoerotische Atmosphäre verliert Tony schließlich die Kontrolle über sich. Im Gegensatz zu Tony durschaut seine Verlobte Susan Barretts Spiel zwar, kann sich aber kein Gehör verschaffen. Als Barrett eines Tages auch noch seine vermeintliche Schwester Vera als Dienstmädchen ins Haus einlädt und sie dazu veranlasst, Tony zu verführen, verliert Susan schließlich jeden Einfluss auf ihren Verlobten. Ab jetzt kann Tony sich nur noch selbst retten.

Mo, 27.8., 20:15 – 22:05 Uhr, ONE
Carol (Spielfilm, GB/USA 2015)

New York, in den 1950er Jahren. Die elegante Hausfrau Carol möchte ihrem Goldenen Käfig entfliehen: Sie ist fest entschlossen, sich von ihrem wohlhabenden Ehemann Harge  zu trennen und mit ihm das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter zu teilen. Was der wahre Grund für das Scheitern der äußerlich perfekten Ehe ist, darf niemand außer ihrer besten Freundin Abby wissen: Carol fühlt sich zu Frauen hingezogen. Als sie in einem Warenhaus die Verkäuferin Therese Belivet kennenlernt, ist es für beide Liebe auf den ersten Blick. Auch die junge Frau, deren Freund Richard Semco bereits Pläne für eine gemeinsame Zukunft schmiedet, lässt sich auf das Abenteuer ein. Harge gibt jedoch nicht auf und fängt einen Scheidungskrieg an: Er will Carol ihre Tochter entziehen und sie so zwingen, in die Rolle als Ehefrau und Mutter zurückzukehren. Während Carol ihr neues Leben zu genießen beginnt, scheut er vor keinem Mittel zurück, ihren „unmoralischen“ Lebensstil auszuschlachten. Carol steht vor der schweren Wahl, sich für ihr Kind oder ihre Geliebte entscheiden zu müssen. Die zweifache Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett und Rooney Mara begeistern in dem eleganten Hollywood-Melodram „Carol“ als Liebespaar. Die Romanvorlage „Salz und sein Preis“ veröffentlichte Patricia Highsmith im Jahr 1952 unter Pseudonym, weil das damals brisante Thema einer gleichgeschlechtlichen Beziehung ihren Aufstieg als Krimiautorin hätte gefährden können.

Mo, 27.8., 23:15 – 23:45 Uhr, NDR
Unter deutschen Dächern – Mann oder Frau? (Dokumentation, D 2018)

Karsten ist ein richtiger Kerl. Er ist 1,82 Meter groß, fährt Motorrad und arbeitet als Busfahrer. Er lebt gern als Mann, aber manchmal möchte Karsten sich in eine Frau verwandeln. In Ekaterina. Geholfen hat ihm bei dieser Verwandlung der Transgenderservice schwesternzeit von Karin Robrahn-Faul. In den kleinen Räumlichkeiten in Hamburg sind Silikonbrüste, Korsetts und Perücken vorhanden für Männer, die einem Bedürfnis nachgeben, dem sie sich nicht länger verwehren können. Sie wollen als Frau leben, einige von ihnen ausschließlich, andere im Wechsel mit ihrer Männerrolle. Karin Robrahn-Faul verwandelt die Männer äußerlich zu Frauen. Mit sicherem Blick und geübter Hand stylt sie ihre Besucher um, sodass diese, vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben, aussehen wie die Frau, die sie immer sein wollten. Manche dieser Besucher haben sich nie getraut, ihre innere Frau auch äußerlich erscheinen zu lassen, andere wissen nicht, wie sie sich vorteilhaft in Szene setzen können. Ihnen allen gibt Karin Rat und steht ihnen zur Seite. Auch Manuela hat schwesternzeit aufgesucht. Die 67-jährige studierte Physikerin lebte bis vor einem Jahr ein Leben als Mann. Sie ist transident, also für ihr Gefühl im falschen Körper geboren worden. Jetzt ist Manuela pensioniert und lebt ein Leben als Frau. Sie ist verheiratet mit der ebenfalls pensionierten Realschullehrerin Doris, die sie in allen Bereichen unterstützt. Diese neue Folge der Reihe „Unter deutschen Dächern“ beleuchtet den Mikrokosmos schwesternzeit und nähert sich behutsam Männern, die ihre Identität fernab von alten Rollen- und Geschlechtermuster definieren. Der Film von Susan Tratz begleitet sie während ihrer Transformation und in ihrem Alltag, besucht das Ehepaar Manuela und Doris zu Hause, spricht mit beiden über die Veränderungen in ihrem Leben nach Manuelas Entscheidung, ihre Männlichkeit für immer abzulegen. Das Filmteam begleitet Karsten zu Karins schwesternzeit, wo er sich als Frau perfektionieren lassen will, erstmals seinem persönlichen Schönheitsideal nahe kommen möchte, um dann zum ersten Mal als Ekaterina auf die Straße zu gehen. In dem Film werden Menschen gezeigt, die sich voller Mut die Frage stellen: Wer will ich sein? Welcher Stil entspricht meinem Gefühl? Fragen, die bis hin zum richtigen Make-up reichen, die aber letztlich alle auf eines hinauslaufen: Wie werde ich mit meinem Bedürfnis innerhalb der Gesellschaft akzeptiert? Es eröffnet sich der Blick in das Leben von Menschen, die sich den gesellschaftlichen Konventionen nicht unterwerfen können. Das erfordert immer wieder den Mut, zu sich selbst zu stehen, gegen die Angriffe von außen.

Mo, 27.8., 2 – 2:25 Uhr, 3sat
Reiseckers Reisen: Laaer Berg – Ein österreichisches Roadmovie (Dokumentation, A 2017)

Michael Reisecker erkundet diesmal den Laaer Berg am Südrand von Wien. Dort trifft er auf einen Enten-Liebhaber, eine stressresistente Hotelchefin und eine transsexuelle Französin. Im Böhmischen Prater geht es mit dem Riesenrad und seinem Besitzer hoch hinaus, bevor der umtriebige Filmemacher in Unterlaa auf den Traktor eines Biobauern umsattelt.

 

Di, 28.8., 20:15 – 21:50 Uhr, Arte
Starbucks ungefiltert (Dokumentation, F 2017)

28.000 Cafés in 75 Ländern: Die international tätige Starbucks Coffee Company wurde zu einem Symbol der Globalisierung. Die Marke ist in unserem Alltag präsent wie kaum eine andere. Gilles Bovon und Luc Hermann haben genauer untersucht, welche Strategien hinter dem Erfolg von Starbucks stehen. Starbucks wirbt mit verantwortungsvollem Anbau und Einkauf, mit Vielfalt und Gleichberechtigung – Starbucks will seinen Kunden qualitativ hochwertigen Kaffee anbieten und dabei helfen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Doch wie sieht es hinter der Fassade des guten Images aus? So engagiert sich der Konzern aus Seattle für die Gesundheit und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Zum Repertoire der Marke gehören auch symbolische Gesten wie die Unterstützung von gleichgeschlechtlichen Ehen, die Aufforderung zur Wahlbeteiligung, die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung und Kriegsveteranen sowie das Versprechen, 10.000 Flüchtlinge einzustellen.

 

Mi, 29.8., 11:15 – 12 Uhr, ZDF
SOKO Stuttgart: Knock out (Serie, D 2011)

 

Der junge und unauffällige Informatiker Tobias Timm wird erstochen in seinem kleinen Haus am Rande Stuttgarts aufgefunden. Sein Computer wurde entwendet. Als das Ermittlerteam am Tatort eintrifft, fällt Kriminalhauptkommissar Jo Stoll ein Fahrradfahrer ins Auge. Es stellt sich heraus, dass es Peter Kerz ist, der mit Tobias Timm vor einiger Zeit eine Internetfirma betrieben hatte. Unterdessen macht sich Kriminalhauptkommissarin Martina Seiffert auf, um den Tatort zu inspizieren. Dort wurden Timms Sachen durchwühlt und die Spuren beseitigt. IT-Experte Rico Sander findet heraus, dass Tobias Timm die Homepage für den erfolgreichen Boxer Dennis Panker gestaltet und die Rechte für 50 000 Euro an dessen Manager verkauft hat. Auffällig daran ist, dass das Opfer sich den Betrag am Vortag der Tat komplett hat auszahlen lassen. Beansprucht Peter Kerz etwa die Hälfte des Gewinns für sich, da er damals Mitinhaber von Timms Internetfirma war und seit dem Ausstieg Geldnöte hat? Doch dann gibt es einen neuen Verdächtigen: den erfolgreichen Boxer Dennis Panker. Jan Arnaud, Leiter der KTU, hat am Tatort Pankers Fingerabdrücke an ziemlich privaten Orten im Haus sichergestellt. Durch die erfolgreiche Ermittlungsarbeit von Rico Sander im Netz stellt sich heraus, dass Dennis Panker und das Opfer heimlich eine Beziehung führten. Bei Pankers Verhör gibt dieser unter Tränen die Beziehung zu. Er erklärt den Ermittlern, dass sein Manager Demir Hölzer ihm aus PR-Gründen eine Freundin organisiert habe, die bei dem ganzen Starrummel mitspielt und davon auch selbst profitiert. Das Ex-Model Tatjana Marquardt profitierte so sehr von der Scheinbeziehung, dass sie ihre eigene Bikini-Kollektion erfolgreich vermarkten kann. Außerdem erzählt der Boxer den Ermittlern, dass er und Tobias Timm von Peter Kerz erpresst wurden. Er forderte 50 000 Euro von Panker als Schweigegeld dafür, dass er ihr Geheimnis nicht an die Presse verkauft. Daraufhin wuchs Panker alles über den Kopf, und er plante mit Timm sein Outing. Das SOKO-Team steht vor einem großen Rätsel mit drei Fragezeichen: Peter Kerz, Demir Hölzer und Tatjana Marquardt. Drei Verdächtige, drei Motive und ein Opfer.

Mi, 29.8., 19 – 19:30 Uhr, BR
Gott und die Welt: Papa heißt jetzt Verena (Dokumentation, D 2017)

Länger als 30 Jahre lebte Verena im falschen Körper. Im Allgäu geboren und als Junge aufgewachsen, ist Florian ein eher schüchternes Kind. Er spürt, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Nach außen führt er ein normales Leben, heiratet, renoviert ein Haus, bekommt Kinder. Doch innerlich ist er zerrissen, sucht die richtige Identität, bis ihm immer klarer wird: Er steckt im falschen Körper, er ist transsexuell, er ist eine Frau. Weihnachten 2014 erlebt Florian die schlimmste Woche seines Lebens: Outing bei den Eltern, im Job, seine Ehefrau will die Trennung. Einerseits die Erleichterung, endlich zu wissen, was „falsch“ war, andererseits die Angst vor dem radikalen Neuanfang. Für Verena beginnt ein harter Weg mit psychologischen Gutachten, Arztbesuchen, Behördengängen, Scheidung, Mobbing bis hin zur geschlechtsangleichenden Operation im vergangenen Dezember. Ein neues Leben mit zahllosen Hürden.

 

Do, 30.8., 22:10 – 22:40 Uhr, WDR
Menschen hautnah: Ich bin Sophia! Leben als Transgender-Kind (Dokumentation, D 2018)

Sophia ist gerade zehn Jahre alt geworden. Sie sieht aus wie ein Mädchen und fühlt sich als Mädchen. Geboren wurde Sophia aber als Junge. Mit gerade mal vier Jahren beschloss sie, kein Junge mehr zu sein. Sie will nur noch Röcke und Kleider tragen und lässt sich die Haare lang wachsen. Am Anfang dachten ihre Eltern, es sei vielleicht nur eine Phase. Doch Sophia ist sich sicher: „Ich bin als Junge auf die Welt gekommen, aber ich war immer schon ein Mädchen. Schon seit ich ganz klein bin!“. Sie reagiert aggressiv, wenn sie mit ihrem alten Namen angesprochen wird. In der Klinik für Kinderpsychiatrie am Universitätsklinikum Münster bekommen die Eltern die offizielle Diagnose für Sophias Verhalten: Sophia ist ein Transgender-Kind. Beratungsstellen in Deutschland beobachten seit Anfang 2000 einen starken Anstieg von Kindern und Jugendlichen, die den Konflikt, im „falschen Körper“ zu sein, erleben. Familien sind mit dieser Situation häufig überfordert. Ein neuer Name, andere Klamotten – das ist meist nur der Anfang. Denn schon früh müssen Entscheidungen getroffen werden, die ein ganzes Leben bestimmen können. Nur das Beste für sein Kind zu wollen, ist plötzlich alles andere als einfach. Vor einem Jahr haben wir bei Menschen hautnah zum ersten Mal über Sophia berichtet. Jetzt steht sie kurz vor der Pubertät und sagt: „Ich wünsche mir, dass ich ganz ein Mädchen bin, dass ich keinen Bart kriege und nicht so eine Stimme bekomme wie ein Mann!“ Schon jetzt fragt sie nach einer „Zaubermedizin“. Sophias Eltern unterstützen sie und wollen verhindern, dass sie die Pubertät eines Jungen erleben muss. „Sie hat panische Angst, sich wie ein Junge zu entwickeln, weil sie sich als Mädchen fühlt. Das Wort Pubertät benutzt sie gar nicht so, aber sie sagt, sie möchte nicht, dass der Körper sich so entwickelt wie bei Papa“, sagt Sophias Mutter. Helfen könnten dabei sogenannte Pubertätsblocker. Sie unterdrücken die Produktion von Sexualhormonen und damit das Einsetzen der Pubertät. Sophia gehört zur ersten Generation von transidenten Menschen, die bereits als Kind ihr Geschlecht ändern dürfen. So sind sie nicht mehr dazu gezwungen, im für sie als „falsch“ empfundenen Körper aufzuwachsen. Aber können sich die Kinder sicher sein, dass sie dauerhaft im anderen, im gefühlten Geschlecht leben wollen? Können sie wirklich schon eine dauerhafte Aussage über ihre Geschlechtsidentität treffen?

Do, 30.8., 23:45 – 1:25 Uhr, rbb
Duke of Burgundy (Spielfilm, GB 2014)

In einem alten herrschaftlichen Haus irgendwo in Europa leben die Insektenforscherinnen Evelyn und Cynthia. Ihre Tage laufen immer nach dem gleichen Muster ab: die strenge Cynthia widmet sich ihrer wissenschaftlichen Arbeit, während Evelyn zu entwürdigenden Tätigkeiten abkommandiert wird. Bald wird klar, dass es sich dabei um das alltägliche erotische Ritual eines Liebespaars handelt. Niemand stört sie in ihrer idyllischen, ländlichen Abgeschiedenheit, in der ihre einzigen sozialen Kontakte regelmäßige Vorträge über Schmetterlinge und Grillen vor weiblichem Publikum sind. Doch im Laufe des Herbsts verändert sich das Machtverhältnis zwischen den beiden Frauen und ihre Rollenspiele nehmen die Züge eines subtilen Psychothrillers an. Eines Tages hält sich Cynthia nicht mehr an das verabredete Codewort.

 

Fr, 31.8., 10:30 – 11:15 Uhr, ZDF
Notruf Hafenkante: Minderheitenkrieg (Serie, D 2012)

Claudia und Tarik werden zum Einsatz auf den Kiez gerufen. Bei einem Steinwurf-Anschlag auf eine Schwulen-Bar wird ein junger Barmann schwer verletzt. Die Besitzerin der Bar, Kieztranse und Urgestein Clara Corn, hat sofort einen Verdächtigen: den Besitzer des türkischen Dönerladens gegenüber der Bar. Eine Zeugenaussage bestätigt den Verdacht: Sein Wagen wurde tatsächlich zur Tatzeit vor der Bar gesehen. War der Steinwurf ein gezielter Anschlag oder der spontane Wutausbruch eines Schwulenhassers? Während die Kollegen ermitteln, nimmt die charmant abgebrühte Transe Corn die Dinge lieber selbst in die Hand und verpasst ihrem Gegenspieler eine Abreibung. Die Fronten Dönerbude und Schwulen-Bar verhärten sich.

Fr, 31.8., 21:15 – 22 Uhr, ZDF
Letzte Spur Berlin: Fluchtversuch (Serie, D 2015)

Als der 17-jährige Leon vor seiner Schule verschwindet, glaubt Radek an einen normalen Fall von Schulangst. Doch die Spur des Jungen führt die Ermittler zu einer Leiche. Corvin Larsen wird mit einem Golfschläger erschlagen in einer Blutlache in seiner Wohnung aufgefunden. Der Anwalt hatte regelmäßig Affären mit jungen Männern. In der Wohnung finden die Ermittler Leons Schultasche und seine Fingerabdrücke auf einer Sektflasche. Scheinbar hatten der Anwalt und der Schüler eine heimliche Beziehung. Die Mordkommission geht von einer Eifersuchtstat aus und setzt Leon auf die Fahndungsliste. An Leons Schule taucht derweil ein Handyvideo auf, das zeigt, wie Leon auf dem Schulhof zusammengeschlagen wurde. Anscheinend wurde der schwule Junge zum Ziel seines homophoben Freundes Dennis, der Larsen ebenfalls kennt. War Leon vielleicht lediglich ein unbeteiligter Zeuge des Mordes?

Fr, 31.8., 22:15 – 0:15 Uhr, ONE
Carol (Spielfilm, GB/USA 2015)

New York, in den 1950er Jahren. Die elegante Hausfrau Carol möchte ihrem Goldenen Käfig entfliehen: Sie ist fest entschlossen, sich von ihrem wohlhabenden Ehemann Harge  zu trennen und mit ihm das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter zu teilen. Was der wahre Grund für das Scheitern der äußerlich perfekten Ehe ist, darf niemand außer ihrer besten Freundin Abby wissen: Carol fühlt sich zu Frauen hingezogen. Als sie in einem Warenhaus die Verkäuferin Therese Belivet kennenlernt, ist es für beide Liebe auf den ersten Blick. Auch die junge Frau, deren Freund Richard Semco bereits Pläne für eine gemeinsame Zukunft schmiedet, lässt sich auf das Abenteuer ein. Harge gibt jedoch nicht auf und fängt einen Scheidungskrieg an: Er will Carol ihre Tochter entziehen und sie so zwingen, in die Rolle als Ehefrau und Mutter zurückzukehren. Während Carol ihr neues Leben zu genießen beginnt, scheut er vor keinem Mittel zurück, ihren „unmoralischen“ Lebensstil auszuschlachten. Carol steht vor der schweren Wahl, sich für ihr Kind oder ihre Geliebte entscheiden zu müssen. Die zweifache Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett und Rooney Mara begeistern in dem eleganten Hollywood-Melodram „Carol“ als Liebespaar. Die Romanvorlage „Salz und sein Preis“ veröffentlichte Patricia Highsmith im Jahr 1952 unter Pseudonym, weil das damals brisante Thema einer gleichgeschlechtlichen Beziehung ihren Aufstieg als Krimiautorin hätte gefährden können.

Fr, 31.8., 0:15 – 1:40 Uhr, MDR
Familie verpflichtet (Spielfilm, D 2015)

Das glückliche Schwulenpärchen David (Max von Pufendorf) und Khaled (Omar El-Saeidi) würde nur zu gerne öffentlich heiraten, wäre da nicht Khaleds arabischstämmige Familie, insbesondere sein homophober Vater Aledrissi. Auch Davids Mutter Lea (Maren Kroymann), die zurück zum Glauben gefunden hat und sich als Geschäftsführerin der jüdischen Gemeinde engagiert, sorgt für Ärger. Als plötzlich auch noch die schwangere Sarah vor der Tür des Paares steht und behauptet, das Kind sei von Daniel, droht alles außer Kontrolle zu geraten.

Sa, 1.9., 16:45 – 17:35 Uhr, NDR
Die Kanzlei (25): Blutgrätsche (Serie, D 2016)

Der Profi-Fußballer Marco Verween befürchtet, von dem Videoblogger Gunther Lüttich geoutet zu werden. Lüttich, der für seine gründlichen Recherchen bekannt ist, will zum Thema „schwule Fußballer“ einen Bericht machen und Verween als Beispiel nennen. Vermutlich hat Lüttich Fotos von Marco und seinem Freund. Marco Verween ist sich sicher, dass er als schwuler Fußballspieler keine Chance mehr hätte, seine Karriere fortzusetzen. Markus Gellert muss verhindern, dass Gunther mit seinem Wissen an die Öffentlichkeit geht. Aber vor allem will er wissen, was Lüttich davon hat!

Sa, 1.9., 17:15 – 18:15 Uhr, TLC
Ich bin Jazz: Ein Sturm zieht auf (Dokumentation, USA 2017)

Jazz will eine neue Phase in ihrem Leben einläuten: Die geschlechtsangleichende OP durchführen lassen, sich nicht mehr abschotten, das Leben genießen und richtige Dates haben, anstelle von halbherzigen Dating-Versuchen. Und mit ihrem neu erworbenen Führerschein geht es gleich zum Frisör, wo sich die 16-Jährige ihre Haare färben lässt, um wie eine Meerjungfrau auszusehen. Leider hat Jazz auch ihre Ernährungsgewohnheiten geändert und isst zu viel Junkfood – was bereits an Bauch und Hüften sichtbar ist. Außerdem: Jazz und Jeanette dachten, dass für die OP alles geklärt sei, doch Dr. Bowers bittet sie zu einem neuen Termin in Kalifornien

Sa, 1.9., 0:20 – 5:15 Uhr, RTL
Das Sommerhaus der Stars – Kampf der Promipaare (1-3/6) (Show, D 2017)

Acht Promipaare zogen für zwei Wochen gemeinsam unter ein Dach, kämpfen um den Titel und 50.000 Euro Siegprämie! Die Zuschauer lernten die Stars von einer ganz anderen Seite kennen, denn sie wurden rund um die Uhr von Kameras beobachtet. Das enge Zusammenleben mit anderen Paaren stellte die Beziehungen auf eine harte Probe und in Spielen mussten die Paare ihren Zusammenhalt beweisen. Wer war harmoniebedürftig und wer streitsüchtig? Welche Promis mochten sich auf Anhieb und wer konnte sich überhaupt nicht leiden? Wer ging für den Sieg bis an die Grenzen? Jede Woche musste ein Promipaar das Sommerhaus verlassen. Die Paare nominierten sich gegenseitig. Wer bekam die meisten Stimmen der anderen Mitbewohner und vor allem: mit welcher Begründung erfolgte der Rauswurf? Nur die Gewinner des Paarspiels konnten sich vor der Nominierung schützen.

Um den Titel 'DAS Promipaar 2017' kämpften u. a. auch das schwule und schrille 'Hot oder Schrott'-TV-Paar Hubert Fella und Matthias Mangiapane.

 

So, 2.9., 8:05 – 8:50 Uhr, ZDF neo
Terra X: Faszination Erde – mit Dirk Steffens: Kongo – Ein Fluss, zwei Welten (Dokumentation, D 2018)

Hektisches Treiben und Kreischen mitten im dichten Urwald nördlich des Kongoflusses: Hier gehen unsere nahen Verwandten – die Schimpansen – gerade auf die Jagd. Doch um Nahrung geht es nicht: Die Tiere wollen Eindringlinge vertreiben. Im Norden des Kongobeckens herrscht Krieg unter den Primaten – die Schimpansen sind aggressiv, sie töten – und sie sind Kannibalen. Doch es gibt eine andere Art, die uns ebenso nah verwandt ist und die den Schimpansen zum Verwechseln ähnlich sieht: die Bonobos. Sie leben in den Wäldern südlich des Kongoflusses. Und sie sind ganz anders als die Schimpansen. Die Anführer sind Weibchen. Wenn es in der Gruppe Konflikte gibt, lösen sie die Bonobos auf eine ganz eigene Art – mit Sex. Bonobos haben sieben Mal häufiger Sex als Schimpansen. Und bei den Bonobos kann jeder mit jedem Sex haben: Es gibt heterosexuelle und homosexuelle Kontakte, Sex zwischen Individuen unterschiedlichen Alters und sogar manuelle Stimulation zur Befriedung von Streitigkeiten. So bauen die Bonobos Spannungen ab. Sie gelten als die „Hippies“ unter den Primaten. Doch warum verhalten sich Schimpansen aggressiv und Bonobos friedlich? Dirk Steffens begibt sich mit Forschern auf einen tagelangen Fußmarsch in den abgelegenen Dschungel des Kongobeckens, um den Verhaltensunterschieden auf die Spur zu kommen.

 
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