Schwul-lesbische TV-Highlights, 8.-14.10.2018

Das beste der aktuellen Fernsehwoche - gefiltert durch die schwul-lesbische Brille

Mo, 8.10., 9:50 – 10:50 Uhr, VO
Verklag mich doch!: Verbrannte Erde (Serie, D 2013)

Guido Schulte hat sich seinen Traum vom Landleben erfüllt. Mit seinem Mann Frank Schröder, ist er kürzlich von Köln ins Münsterland gezogen und hat sich dort ein Haus gebaut. Allerdings wollen der Feuerwehrmann und der Lehrer ihre Homosexualität im Ort zunächst verheimlichen. Doch ihr Geheimnis wird entdeckt, bevor sie sich im Ort überhaupt einleben konnten – und ihre Idylle brutal zerstört.

Mo, 8.10., 19:25 – 19:50 Uhr, NITRO
King Of Queens: Der Mann meiner Frau (Sitcom, USA 1998-2002)

Doug ist eifersüchtig auf Curt, Carries so genannten „Arbeits-Ehemann“. Der ist zwar schwul, doch das gute Verhältnis, das Carrie und er haben, wurmt Doug trotzdem gewaltig.

 

Di, 9.10., 22:15 – 23:15 Uhr, RTL
Der Lehrer: Hab ich ´nen bösen Zwilling? (Serie, D 2015)

Im neuen Schuljahr übernimmt Stefan einen Oberstufenkurs. Auch dort gibt es Ärger. Sein Schüler Bela schubst Karin weg und verletzt sie. Als Stefan den Grund für den Streit erfährt, stellt er sich schützend vor Bela und gerät in den Verdacht, HIV-positiv zu sein. Die Eltern laufen Sturm, als das Gerücht von Stefans Infektion die Runde macht. Obwohl sie kein Paar mehr sind, stellen sich Karin und Stefan gemeinsam dem Kampf für die richtige Sache.

 

Mi, 10.10., 12:25 – 14 Uhr, MDR
Männer im Wasser (Spielfilm, S 2008)

Bei einem lustigen Abend im örtlichen Hallenbad veralbert der arbeitslose Sportjournalist Fredrik mit seinen Kumpels aus dem Hockeyteam die graziösen Posen der Synchronschwimmerinnen. Der Videomitschnitt dieses Ulks ist ein derartiger Partyerfolg, dass die vom Ehrgeiz gepackten Männer sich gegen alle Widerstände zu einem Kunstschwimmerteam formieren. Ihr Ziel ist die Teilnahme an der nach 100 Jahren erstmals wieder stattfindenden Synchronschwimm-WM für Männer. Auf dem Weg nach Berlin entwickeln die verklemmten Underdogs sich zu emotionalen Freischwimmern.

Die hinreißende nordische Komödie erweist einer unterschätzten Sportart eine humorvolle Hommage. Måns Herngren gelingt eine hinreißende Geschichte über Männerfreundschaften in der Midlife-Crisis, sexuelle Diskriminierung im Wasser und verzwickte Familienbeziehungen.

 

Do, 11.10., 20:15 – 21:45 Uhr, Das Erste
Babylon Berlin (7 + 8) (Serie, D 2017)

Folge 7:

Der Güterzug aus Russland wird auf Anweisung von Regierungsrat Benda konfisziert, der Rath zugleich in einen schwerwiegenden Verdacht einweiht. Währenddessen findet Charlotte gefälschte Frachtpapiere für den eingeschmuggelten Waggon. Rath erzählt Generalmajor Seegers von den letzten Minuten mit seinem Bruder auf dem Schlachtfeld.

Folge 8:

Der Unternehmer Alfred Nyssen ist verantwortlich für die Fracht des beschlagnahmten Güterzuges und muss deshalb zu Benda zum Verhör. Gereon Rath (Volker Bruch) und sein Kollege Bruno Wolter statten dem „Moka Efti“ einen Besuch ab. Hier kommt es zu einer heftigen Auseinandersetzung mit dem Armenier, der diesen Vorfall nicht auf sich beruhen lässt.

 

Fr, 12.10., 17:40 – 18:05 Uhr, NITRO
M*A*S*H: Der werfe den ersten Stein (Sitcom, USA 1972)

Ein junger Soldat wird mit starken Blutergüssen ins Camp eingeliefert. Hawkeye erfährt, dass der Verletzte in den Verruf geraten ist, homosexuell zu sein und von seiner Einheit verprügelt wurde. Als Frank, der Moralapostel des Lazaretts, Wind von der Sache bekommt, will er sofort einen Brief an den General schreiben, um die unehrenhafte Entlassung des jungen Soldaten zu beantragen. Doch Trapper und Hawkeye gelingt es durch einen Trick, den Brief zurückzuhalten.

 

Sa, 13.10., 5:55 – 7:25 Uhr, Arte
Die wahre Miss Marple – Der Fall Margaret Rutherford (Dokumentation, D 2012)

Als eigenwillige Hobbydetektivin Miss Marple hätte Margaret Rutherford exzentrischer und britischer kaum sein können. Dabei wäre Rutherfords Leben fern der Leinwand aufregend genug gewesen, um daraus einen Film zu machen. Die Dokumentation begibt sich abseits des Krimi- und Leinwandglamours auf die Spurensuche dieser unverwechselbaren Schauspielerin. Filmemacher Rieke Brendel und Andrew Davies erkunden die Tatorte des realen Geschehens, sammeln Beweismaterial und sprechen mit Familienmitglieder – wie Rutherfords Cousin, dem Labour-Politiker Tony Benn – Schauspielerkollegen sowie weiteren Zeitgenossen.

Sa, 13.10., 12 – 12:45 Uhr, ZDF info
Auf Verbrecherjagd – Blind für die Wahrheit (Dokumentation, GB 2018)

London, November 2016. Der 40-jährige Stephen Port wird wegen des Mordes an vier jungen Männern verurteilt, deren Leichen man in den Straßen von Barking im Osten Londons gefunden hatte. Zwei der Opfer waren innerhalb weniger Wochen in der gleichen Position auf demselben Kirchhof gefunden worden. Und doch wurde aufgrund von Ermittlungsfehlern kein Zusammenhang zwischen den Morden hergestellt und der Serienkiller konnte weiter töten. Ein Fall von institutioneller Homophobie? Port hatte die jungen Männer auf Dating-Seiten kennengelernt, seine Opfer mit einer tödlichen Dosis der Droge GHB ermordet und dann ihre Leichen entsorgt. Die aufwühlende Dokumentation zeichnet den Fall des Serienmörders nach, der ganz Großbritannien erschütterte, und lässt ehemalige Ermittler ebenso zu Wort kommen wie die Angehörigen der Opfer. Dank ihnen und ihrer Hartnäckigkeit gelang der Polizei schließlich der Durchbruch und die Verhaftung Ports.

Sa, 13.10., 17:15 – 18:15 Uhr, TLC
Ich bin Jazz: Aller Anfang ist schwer (Dokumentation, USA 2017)

Nach ihrer ersten Hypnotherapie-Sitzung bei Keli Raymond hat Jazz viel kontrollierter gegessen, doch dann kam der Jojo-Effekt, und nun ist alles wieder drauf. Also beschließt der transsexuelle Teenager, die Therapie konsequenter zu verfolgen, um dauerhaft Gewicht zu verlieren. Keli schaltet diesmal einen Gang höher und macht mit Jazz eine Rückführung in ihr früheres Leben, um tiefer in ihr Unterbewusstsein vorzudringen und nach Lösungsansätzen für ihr Essverhalten zu suchen. Außerdem: Jazz ist aufgeregt, weil sie sich mit Victoria zu einem Date verabredet hat - und Vici das erste Mädchen ist, in das Jazz sich möglicherweise verlieben könnte.

Sa, 13.10., 18:30 – 19:15 Uhr, ARD alpha
Gernstl unterwegs – Wo sind die Bayern?: Holland (Reportage, D 2017)

Der Bayer ist gern dahoam, aber er geht auch gerne weg. Der Liebe wegen, für den Job oder um eines Tages wiederkommen zu können. Warum ausgerechnet Holland oder, präzise gesagt, die Niederlande der neue Lebensmittelpunkt für einige Niederbayern, Oberpfälzer, Franken und Oberbayern geworden ist, wird von Franz Xaver Gernstl genau erkundet, Hering-Verkostung als Männlichkeitstest und Dragqueen-Show inklusive. Er trifft u. a. Theresa Huber – sie stammt aus Huglfing, in Amsterdam bietet sie alternative Stadtführungen an. Schnell war sie angetan von den hübschen Häusern, dem Radfahren, der Mentalität der Menschen. Ein großer blonder Holländer hat dazu beigetragen, dass sie geblieben ist. "Seine zweite Frage war, ob ich hetero oder homo bin, so sind die Leute hier", erzählt Theresa. Eine allgemeine Offenheit in sexuellen Dingen stellt die Oberbayerin bei unseren Nachbarn fest.

Sa, 13.10., 20:15 – 22:30 Uhr, VOX
Chuck und Larry – Wie Feuer und Flamme (Spielfilm, USA 2007)

Larry ist ein alleinerziehender Vater zweier Kinder, Chuck lebt sein Leben als Playboy. Die beiden sind beste Freunde und arbeiten seit Jahren bei der New Yorker Feuerwehr. Als Larry seine Rente in Gefahr sieht, überredet er Chuck, ihn zu ehelichen. Der willigt gutmütig ein – ahnt jedoch nicht, dass seine Unterschrift alleine nicht reicht. Weil ihre Beziehung unter Verdacht steht, zieht Chuck zu Larry, wo sie der Welt vorspielen, tatsächlich ein Paar zu sein.

 

So, 14.10., 7 – 7:30 Uhr, SWR
Die 100.000-Euro-Babys – Vaterglück per Leihmutter (Dokumentation, D 2016)

Streng genommen hat die siebenjährige Greta zwei Väter und zwei Mütter: die beiden Deutschen Jens und Andreas, eine Leihmutter und eine Eizellspenderin aus den USA. Das schwule Paar war unter den ersten Deutschen, die auf diesem Weg ein Kind bekamen. Weil Leihmutterschaft und Eizellspende bei uns verboten ist, fliegen Jens und Andreas wieder in die USA. Sie wollen ein Geschwisterkind für Greta.

 

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