Kultur
   11 Jahre
Foto: Giel Domen (EBU)

Shalalie, Shalala!

Favoritenstürze prägten das zweite Halbfinale des Eurovision Song Contest in Oslo, unser Reporter Michael Blesser war wieder dabei.

Nach Meinung der Fans war das zweite Halbfinale am Donnerstag viel stärker besetzt als das erste zwei Abende zuvor. So war klar, dass es diesmal auch Favoriten nicht ins Finale schaffen würden. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass sich der Geschmack der Fans nicht mit dem der Zuschauer in Europa deckt.

Rüpel aus Litauen

Diesmal war die Halle wesentlich voller als am Dienstag, sodass zum ersten Mal ESC-Stimmung aufkam. Dies merkte man auch schon beim ersten Beitrag von des Abends, von InCulto aus Litauen. Jedoch nicht im positiven Sinne. Etwa 100 litauische Fans stürmten mit großen Fahnen von den hinteren Rängen in den vorderen Bereich der Halle und versperrten den dahinter sitzenden Zuschauern die Sicht, die dies mit lauten Buh-Rufen auch prompt quittierten. Ob dies wohl der Grund fürs Ausscheiden war?

Schwule Schwingungen

Der offen schwule Michael von der Heide aus der Schweiz, der sogar 1999 an der deutschen Vorentscheidung teilnahm und hier bei seinen Pressekonferenzen für einige Lacher sorgte, scheiterte genauso wie die Schwedin Anna Bergendahl. Die schwedische Delegation ließ Lämpchen an alle Zuschauer verteilen, die während ihres Beitrages fleißig geschwenkt wurden, aber nur auch nur, weil man hierzu vorher auf großen Großbildleinwänden dazu aufgefordert wurde.

Miro aus Bulgarien erschien beim offiziellen Empfang im Rathaus von Oslo Hand in Hand mit einem Mann, was hier im toleranten Norwegen jedoch niemanden gestört hat. Aber auch er muss am Samstag Abend zuschauen, sein Lied "Angel si ti" kam zu uninspiriert rüber.

Geen liefde voor Nederland

Der niederländische Beitrag war schon in den Probenwoche einer der Party-Hits. Als sie auf die Bühne kam, stand die ganze Halle förmlich auf den Stühlen und stimmte im Chor ihr "Shalalie Shalala, Ik ben verliefd" an. Dass es für die sympathische Sieneke vielleicht nicht für das Finale reichen würde, war allen klar, aber doch waren viele über ihr Scheitern enttäuscht.

Verwunderung und Entsetzen dann über das Abschneiden des Lied aus Kroatien, dass hier sogar als Anwärter auf den Sieg gehandelt wurde. Für die drei hübschen Damen von Feminnem wäre das die zweite Teilnahme an einem Finale nach 2005 gewesen.

Die Qualifikation von Armenien und Israel hingegen war keine Überraschung. Die Armenier ließen an die Presse passend Eva Rivas’ Titel "Apricot Stone" Aprikosensteine verteilen.
Die israelische Party war einer der besten hier in Oslo, und Harel Skaat sang sich nicht nur in die Herzen der Fans, sondern anscheinend auch in die der Zuschauer vor dem Bildschirm.

Safura kontra Lena?

Große Erleichterung machte sich in der Telenor Arena breit, als der Umschlag von Dänemark als 10. und Letzter gezogen wurde, gilt auch dieser Beitrag unter den Fans in ganz Europa als potenzielle Nummer 1. Leider machte sich das Duo Chanée und N'Evergreen hier in Oslo sehr rar. N'Evergreen alias Thomas Christensen, der in Moskau lebt, mit seiner übergroßen Brille bei den wenigen Auftritten hier für Aufsehen.

Keine Überraschung ist auch der Finalplatz für Aserbaidschan, liegt sie im Moment bei den Buchmachern hinter unserer Lena doch auf dem zweiten Platz. Safura überreichte Lena bei der gemeinsamen Party von Deutschland und der Ukraine sogar ein Geschenk. Nun bleibt abzuwarten, wer von den beiden das Rennen macht. Oder wird es am Ende doch eine Überraschung? Am Sonntag Morgen um 0.15 Uhr wissen wir alle mehr.

Mehr im Netz: www.eurovision.de und www.eurovision.tv
 

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