Kultur
   6 Jahre
Foto: Pro-Fun Media

Zerrissen zwischen Frau und Lover

Der Architekt Bruno (Francisco Celhay) ist zu Hause ausgezogen und schläft vorübergehend in der schäbigen Werkstatt seines Opas. Seine Frau (Daniela Ramírez) hat kein Verständnis für den Schritt, und sein Sohn ist deshalb unglücklich. Doch Bruno braucht seine Ruhe um nachzudenken. Irgendwie fühlt er sich nicht mehr wohl in seinem Leben. In der chilenischen Hauptstadt Santiago bekommt er den Auftrag, ein Bauwerk von historischer Bedeutung zu entwickeln. Sein Auftraggeber Germán bringt ihn mit dem Studenten Fernando (Emilio Edwards) zusammen, der ihm die Stadt zeigen und alle Fragen dazu beantworten soll.

Fernando ist schwul und fühlt sich bald zu Bruno hingezogen. Er flirtet mit Bruno, doch als er ihn bei einem Date in einer schwulen Disco zu küssen versucht, wehrt dieser ab. Erst bei einem gemeinsamen Abendessen taut Bruno auf, und die beiden kommen sich näher. Doch ist es wirklich das, was Bruno bei seiner Familie vermisst hat? Er genießt zwar die Zeit mit Fernando, doch wenn er seine Lieben sieht, ist er auch glücklich. Wie wird er sich entscheiden?

Der Film von Claudio Marcone stellt diesen inneren Konflikt auf gelungene Weise dar. Der Regisseur erzählt ruhig, manchmal nur in kurzen Szenen, und arbeitet so die Beweggründe des Protagonisten überzeugend heraus. Insbesondere vermeidet er jegliche Schwarz-Weiß-Malerei. Die titelgebende „Skala der Grautöne“ zwischen hetero und schwul wird so glaubwürdig ausgeleuchtet.

„In the Grayscale“, Chile 2015, Regie: Claudio Marcone, mit Francisco Celhay, Emilio Edwards, Daniela Ramirez, Sergio Hernandez, Matías Torres, Marcial Tagle, 93 Min., OmU, FSK ab 12 Jahre, Vertrieb: Pro-Fun Media

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