Nigeria verbannt Lesben aus Fußballteam

Der nigerianische Frauenfußballverband NFF hat offiziell erklärt, ab sofort keine lesbischen Spielerinnen mehr in seinem Nationalteam zu dulden. Die Vorsitzende des Verbandes, Dilichukwu Onyedinma, erklärte im Rahmen der jährlichen Generalversammlung: „Jede Spielerin, die mit Homosexualität in Verbindung gebracht wird, wird disqualifiziert.“

Außerdem sprach sie sich für Kontrollen der Fußballvereine in Bezug auf lesbische Spielerinnen aus. Die nigerianischen Vereine sollten ihre Spielerinnen in Zukunft auf ihre sexuelle Orientierung hin überprüfen.

Ein Sprecher der FIFA bestätigte, dass der Weltverband schriftlich Voruntersuchungen ankündigt hat. Nigerianische Aktivisten hatten sich wegen der verschärften Lage brieflich an FIFA-Präsident Joseph Blatter gewandt.

Bereits während der Frauenfußball-WM in Deutschland im Jahr 2011 sorgte die damalige nigerianische Trainerin Ngozi Uche mit homophoben Äußerungen („Es gibt keine lesbische Spielerin mehr in meinem Team. Ich kann diese dreckige Lebensweise nicht tolerieren.“) für Schlagzeilen. Eine offizielle Reaktion der FIFA blieb dennoch aus, die Frauenbeauftragte der FIFA, Tatjana Haenni, äußerte zum damaligen Zeitpunkt lediglich, man wolle „mit der nigerianischen Trainerin sprechen“.

 

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