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CBD in aller Munde: Was kann das Öl aus Hanfpflanzen?

Immer häufiger hört man von diesem neuen Mittel: CBD-Öl. Wer sich allerdings damit genauer beschäftigt, weiß, dass dieser Stoff keineswegs neu ist. Hanf ist seit jeher eine medizinische Nutzpflanze und findet seit Jahrtausenden bereits Anwendung in den verschiedensten Bereichen. Bis vor kurzer Zeit war die Heilpflanze verpönt und wurde fast ausschließlich mit Drogen in Verbindung gebracht. Seit der Einführung von medizinischem Cannabis im Jahr 2017 in Deutschland hat sich diese Sichtweise verändert. Hanf hat gerade auf medizinischer Ebene so viel mehr zu bieten als eine berauschende Wirkung.

Hanf als Medizin hat Tradition

Die Geschichte von medizinischem Cannabis geht wirklich sehr weit zurück in die Vergangenheit. 2700 v. Chr. Wurde damit im alten China behandelt. Erwähnung findet es auch in einer Schrift aus dem alten Ägypten aus dem Jahr 1550 v. Chr. Später finden sich Spuren bei den alten Römern und bei den Griechen.

Dort wurde die Pflanze unter anderem zur Wundheilung und zur Schmerzlinderung benutzt. Cannabissamen wurden verwendet, um beispielsweise Bandwürmer loszuwerden.

Der britische Arzt William O’Shaugnessy benutzte Cannabis im 19. Jahrhundert für die innere Behandlung. Vorwiegend Rheuma und Übelkeit, aber auch andere Leiden wurden damit behandelt. Immer mehr gewann dabei die psychoaktive Wirkung von Cannabis an Bedeutung, was letztlich zu weltweiten Verboten führte.

Was ist CBD-Öl?

Der Cannabisextrakt, CBD oder Cannabidiol, wurde erst relativ spät entdeckt. Er gehört zu den sogenannten Cannabinoiden. Dieser Begriff beschreibt Stoffe, die hauptsächlich in der Hanfpflanze gefunden werden. Erst in den 70er Jahren konnten solche Stoffe, wie CBD oder auch THC, entdeckt und erforscht werden.

In den 80er Jahren konnte schließlich nachgewiesen werden, dass CBD verschiedene Bereiche im Körper positiv beeinflussen kann. Das machte den Stoff und die Cannabispflanze überhaupt wieder interessant für die Medizin.

Der Vorteil bei CBD-Öl ist, dass das THC fehlt. Also der Wirkstoff, der für die berauschende Wirkung verantwortlich ist. So kann das Cannabinoid rein medizinisch wirken, während auf den Rausch verzichtet wird. Es macht weder süchtig, noch ist es schädlich für die Gesundheit.

Das macht sie beispielsweise in Apotheken oder in online Shops erhältlich, wie etwa das CBD-Öl von VAAY.

Verschiedene Anwendungsgebiete für CBD

Über die Jahre haben sich eine ganze Reihe von Anwendungsgebieten für Cannabidiol herauskristallisiert. Sie kommen vor allem durch die grundsätzliche Wirkung von CBD in Frage. Während das Cannabinoid THC psychoaktiv und euphorisierend wirkt, hat CBD eher gegensätzliche Eigenschaften. Es beruhigt und wirkt schmerzstillend, entzündungshemmend und entkrampfend.

CBD bei Schlafstörungen

Durch seine beruhigende Wirkung eignet sich CBD gut, um Schlafstörungen zu therapieren. Vor allem Einschlafstörungen lassen sich bei einer regelmäßigen Anwendung gut in den Griff bekommen. Das Gehirn kann besser abschalten und die störenden Gedanken, die einen möglicherweise wachhalten, sowie der Alltagsstress können besser ausgeblendet werden.

Darüber hinaus hat CBD im Gegensatz zu herkömmlichen Schlafmitteln einen entscheidenden Vorteil. Es sorgt dafür, dass der Körper am nächsten Morgen erholt und voll leistungsfähig ist.

Wer schon einmal Schlaftabletten eingenommen hat, kennt das schwere Müdigkeitsgefühl, das einen noch ein paar Stunden nach dem Aufstehen verfolgt.  Neben der Einnahme von CBD kann die Wirkung mit einer gesunden Schlafhygiene noch weiter verstärkt werden.

CBD bei psychischen Krankheiten

Hierzu zählen beispielsweise Angststörungen, Burnout, aber auch Depressionen können durch die Einnahme von CBD-Öl gelindert werden. Wichtig ist hier eine regelmäßige Anwendung. Das Mittel interagiert mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System, einem Teil des Nervensystems, das unter anderem eine wichtige Rolle bei Angststörungen und anderen psychischen Erkrankungen spielt. Hier kann das Cannabindiol beruhigend wirken und das Endocannabinoid-System positiv beeinflussen.

CBD bei Schmerzen

CBD-Öl kann grundsätzlich kein Schmerzmittel ersetzen. Allerdings kann es bei chronischen Schmerzen Linderung verschaffen, wenn die Patienten hier auf eine regelmäßige Einnahme achten. Vor allem bei rheumatischen Erkrankungen findet das Cannabinoid großen Anklang und wird, wie bereits erwähnt, seit Jahrtausenden genutzt.

Wichtig zu wissen ist jedoch, dass es nicht die Schmerzen selbst bekämpft, sondern die Wahrnehmung der Schmerzen beeinflusst und auf diese Weise das körperliche Wohlbefinden steigert.

CBD in der Krebstherapie

Die Anwendung des Cannabidiols in der Krebstherapie ist wirklich umfassend. Im Prinzip kommen hier alle bisher genannten Wirkungen des Stoffs zusammen. Schmerzen durch Tumore und deren Therapie werden gelindert. Auf psychologische Störungen, wie Ängste und Depressionen, wirkt CBD beruhigend. Zudem kommt es im Rahmen der Therapie häufig zu Übelkeit, die ebenfalls durch den Stoff abgeschwächt werden kann.

So wird das Öl angewendet

Entscheiden sich Patienten für ein hochwertiges CBD-Produkt, kann es oral eingenommen werden. Wichtig ist, dass der Körper erst langsam an den Stoff gewöhnt wird. Zunächst wird mit einem Tropfen unter der Zunge angefangen. Das Öl wird über die Schleimhäute aufgenommen.

Zeigen sich keine unangenehmen Reaktionen oder Nebenwirkungen, empfiehlt sich eine Dosis von 4 bis 6 Tropfen morgens und abends mit einer 5-prozentigen Lösung. Wichtig ist eine regelmäßige Anwendung. Dabei gilt es jedoch auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu achten.

Zudem sollte bei einer solchen Behandlung unbedingt im Vorfeld mit dem Hausarzt Rücksprache gehalten werden. Er kann noch zusätzliche Tipps zur Einnahme geben und einschätzen, ob die Therapie mit dem Mittel überhaupt sinnvoll ist.

 
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