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Gibt es heute bessere Möglichkeiten für LGBTQ-Spieleentwickler?

Statistisch gesehen ist die Repräsentation der LGBTQ-Community in Videospielen und in der Videospielentwicklung besser als je zuvor. Spiele wie Haven investieren viel Zeit und Mühe, um die Darstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren zu verstärken, und mehr Entwickler wie 343 Industries unterstützen die Erstellung von Charakteren, die sich nicht an strikte Geschlechterrollen halten. Darüber hinaus beziehen jedes Jahr im Juni, wenn der Pride-Monat ansteht, immer mehr Studios LGBTQ-Inhalte in ihre Spiele ein und nehmen an lokalen Pride-Paraden teil. Bedeutet das also, dass LGBTQ-Spieleentwicklern jetzt mehr Möglichkeiten geboten werden?

Die besten LGBTQ-Spiele 2022

Auch wenn die Norm für Videospielcharaktere immer noch heterosexuelle, weiße Männer sind, hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Spieleentwickler stellen zunehmend die Normen in Frage und nehmen mehr LGBTQ-Charaktere in ihre Spiele auf. David Gaider, der selbst Teil der LGBTQ-Gemeinschaft ist, stellte z. B einen der bekanntesten schwulen Videospielcharaktere vor: Dorian Pavus aus Dragon Age. Seitdem strömen immer mehr LGBTQ-Spiele auf den Markt:

  • Die Sims 4: Eigentlich hat sich in den rund zwanzig Jahren, die es die Spielereihe nun schon gibt, nicht viel geändert. Doch die Serie bringt ihre Unterstützung für die LGBTQ-Community sehr deutlich zum Ausdruck. Wie bei jedem Sandkastenspiel, in denen es um Beziehungen gibt, können die Spieler ihre Sims auf jedem gewünschten Weg zusammenbringen.
  • Tell me Why: Dieses Spiel folgt zwei Geschwistern mit telekinetischen Fähigkeiten auf der Suche nach Hinweisen auf den Tod ihrer Mutter. Das Spiel erweist der Transgender-Community auf bemerkenswerte Weise seinen Respekt und war ursprünglich das erste Triple-A-Spiel, das eine Transgender-Figur als Protagonisten einführte.
  • Life is Strange: Before the Storm: Die Spielreihe ist dafür bekannt, dass sie einige der einprägsamsten und emotionalsten Liebesgeschichten der Branche hervorbringt. Obwohl das erste Kapitel von Before the Storm relativ kurz ist, macht es das wieder wett, indem es eine wunderschöne Geschichte zwischen zwei außergewöhnlichen Stadtbewohnerinnen, Chloe und Rachel, in einer kurzen, aber fesselnden episodischen Geschichte erzählt.
  • LGBTQ-freundliche Casinos: Immer mehr Online-Casinoanbieter versuchen, ihre Zielgruppe zu erweitern, indem sie Spielautomaten hinzufügen, die z. B. die traditionellen Karten- und Fruchtsymbole durch LGBT-Themensymbole ersetzen. Die Glücksspielindustrie ist riesig, so dass es einfach ist, Casinos mit allen möglichen Themen zu finden. Deshalb ist es auch umso wichtiger, sich vorher über die besten Anbieter zu informieren und zu verstehen, wofür RTP steht. Denn der Return to Player (RTP) gibt schließlich an, wie viel dem Spieler letztendlich ausgezahlt wird.

Herausforderungen für LGBTQ-Spieleentwickler auf dem Arbeitsmarkt

Die steigende Nachfrage nach LGBTQ-Spielen erfordert mehr LGBTQ-Entwickler, und es gibt viele bekannte queere Entwickler und Schöpfer in der Glücksspielbranche, die in ihrem Bereich sehr erfolgreich sind. Neben dem Autor David Gaider, den wir oben bereits vorgestellt haben, dürften einigen von euch auch Namen wie Danielle Bunten Berry oder Rebecca Heineman ein Begriff sein. Beide Transfrauen wurden für ihre Arbeit ausgezeichnet und haben einen Platz in verschiedenen Ruhmeshallen der Spielebranche erhalten.

Auch wenn dies zeigt, dass LGBTQ-Personen heutzutage mehr Möglichkeiten geboten werden, gibt es immer noch Herausforderungen, denen sich die LGBTQ-Community auf dem Arbeitsmarkt stellen muss.

LGBTQ-Menschen werden immer noch mit Diskriminierung konfrontiert

Ein Blick auf das aktuelle Weltgeschehen macht deutlich, dass die Diskriminierung der LGBTQ-Community immer noch sehr präsent ist. Der US-Bundesstaat Texas beispielsweise hat kürzlich versucht, die geschlechtsangleichende Betreuung von Minderjährigen als „Kindesmisshandlung“ einzustufen. Florida arbeitet an einem Gesetzentwurf, der die Erwähnung von Homosexualität in Schulen verbieten soll. Währenddessen haben auch Länder wie China, Russland und das Vereinigte Königreich innenpolitische Maßnahmen ergriffen, die sich gegen Homosexuelle und Transgender-Personen richten.

LGBTQ-Personen werden seltener eingestellt

Auch auf dem Arbeitsmarkt gibt es also nach wie vor Diskriminierung. In einer kürzlich in den „Archives of Sexual Behaviour“ veröffentlichten Studie, die von Forschern der University of Surrey im Vereinigten Königreich durchgeführt wurde, wurden einer Gruppe heterosexueller Männer und Frauen Stimmproben und Bilder von homosexuellen und heterosexuellen Personen vorgelegt. Die Teilnehmer wurden nicht über die sexuelle Orientierung der Probanden informiert, sondern durften sie allein anhand der Stimme und der Fotos erraten.

Die Prämisse der Studie war, dass die heterosexuellen Teilnehmer Personalvermittler und Personalverantwortliche waren und angewiesen wurden, die Beschäftigungsfähigkeit der Kandidaten zu bewerten. Sie fanden heraus, dass die Teilnehmer, wenn sie die Probanden als LGBTQ+ wahrnahmen, diese für ungeeignet als Führungskräfte hielten. Diese Studie zeigt, dass es in unserer Gesellschaft immer noch ein inakzeptables Maß an Diskriminierung gibt, sei sie nun unbewusst oder bewusst.

 

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