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Foto: A.P.

Kann man die Lotterie-Ergebnisse vorhersagen?

Mit einer Software?
Glauben Sie an Orakel und Propheten? Menschen, die von sich behaupten, die Zukunft zu kennen, sollte man keinen Glauben schenken. Die Lotterie-Ergebnisse können demnach auch nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden. Aber sogenannte Lotterie-Prädikatoren können dennoch nützliche Anhaltspunkte bieten. Doch man muss bei der Auswahl der Software sehr vorsichtig sein, um keinem Betrüger auf den Leim zu gehen. Wenn Sie Fan von modernem Glücksspiel sind, können Sie übrigens mit einem Casino Echtgeld Bonus ohne Einzahlung einmal Ihr Glück im Online Casino bei einem tollen Spielautomaten versuchen!

Sie finden im Netz verschiedene Tools, die eine Vorhersage von Lotterien versprechen. Warum sollten Sie sich eine solche Seite anschauen? Vorteile:

Kostenlos: Für viele Tools müssen Sie überhaupt nichts bezahlen. Es schadet also nichts, einmal vorbeizuschauen.

Präzision: Die ausgeklügelten Algorithmen berücksichtigen viele verschiedene Daten und sorgen so für ein möglichst genaues Ergebnis.

Verlässlichkeit: Ein solcher Prädikator arbeitet nicht mit irgendwelchen Zaubertricks, sondern mit dem Gesetz der großen Zahlen und den zugrundeliegenden Wahrscheinlichkeiten.

Können Lotterie-Ergebnisse vorhergesagt werden?

Wer träumt nicht davon, in einer Lotterie einmal den Hauptpreis zu ziehen und den Jackpot zu gewinnen? So schön sich diese Vorstellung auch anhört: Es ist vollkommen unmöglich, die Zahlen sicher im Voraus zu bestimmen. Der Gewinner der Lotterie ist also einfach die Person mit dem meisten Glück.

Prädikatoren sind aber ein beliebtes Mittel, mit dem man versuchen kann, seine Chancen zu steigern. Sie beruhen auf komplizierten Algorithmen und sollen Kombinationen herausfinden, die bessere Chancen als andere versprechen. Das liegt aber einzig und allein daran, dass manche Kombinationen häufiger getippt werden, als andere! Man kann seinen Erwartungswert also insofern erhöhen, dass die Wahrscheinlichkeit, zu gewinnen, zwar gleich klein bleibt, man den Gewinn aber unter weniger Leuten aufteilen muss. Aufeinanderfolgende Zahlen werden beispielsweise vergleichsweise oft getippt.

Sie sollten aber auch die folgenden Fehlerquellen kennen, bevor Sie bei Lotterien mitmachen. Viele Spieler schätzen ihre Chancen nämlich völlig falsch ein und gehen mit einer falschen Erwartungshaltung ans Tippen:

Kontrollillusion: Zwar wissen die meisten Glücksspieler, dass die Ergebnisse einer Lotterie vom Zufall abhängen, doch viele geben sich doch allzu oft der Illusion hin, durch eigene Fertigkeiten den Ausgang eines Zufallsereignisses vorhersagen zu können. Viele Spieler eignen sich zu diesem Zweck statistische Kenntnisse an und lesen spezielle Lektüre. Diese Verzerrung der Realität wird auch als Kontrollillusion bezeichnet.

Nicht jeder Mensch ist gleich empfänglich für derartige Überzeugungen. Oftmals überschätzen Spieler ihre Kontrolle, je länger sie sich mit der Materie beschäftigen, je besser sie die Lotterie kennen und je mehr sie in das Spielgeschehen einbezogen werden.

Die Tatsache, dass man beim klassischen Lotto selbst Zahlen auf seinem Gewinnschein auswählen kann, veranlasst viele Spieler leicht dazu, die Gewinnwahrscheinlichkeit zu überschätzen und gegebenenfalls höhere Einsätze zu platzieren. Insbesondere, wenn man dann anfänglich auch mal vom Glück gesegnet ist, neigt man schnell dazu, die Gewinne mit der eigenen Kompetenz in Verbindung zu bringen.

•  Trugschluss des Glücksspielers: Der klassische Trugschluss wird auch als “Gambler’s fallacy” bezeichnet. Er basiert auf der Verbindung von tatsächlich unabhängigen Zufallsereignissen. Nur weil beispielsweise eine bestimmte Kombination gezogen wurde, verringert dies nicht die Wahrscheinlichkeit für eine erneute Ziehung derselben Kombination. Wenn eine Zahl schon eine längere Zeit nicht mehr gezogen wurde, stuft man innerlich leicht die Wahrscheinlichkeit für eine baldige Ziehung leicht als hoch ein. Der Trugschluss des Glücksspielers beschreibt also die Erwartungshaltung, dass sich Zufallsabweichungen selbst korrigieren. Aus vergangenen Ziehungen kann jedoch tatsächlich kein Rückschluss auf die nächsten Ziehungen gewonnen werden. Eine beliebte Strategie ist es dennoch, Zahlen anzukreuzen, die in jüngerer Vergangenheit nicht gezogen wurden.

Auch nach einer Verlustserie ist die Chance auf einen Gewinn nicht höher als zuvor. Genauso ist es nicht wahrscheinlicher, dass der Jackpot geknackt wird, nur weil das schon eine längere Zeit nicht der Fall war.

Fehlendes Verständnis von Wahrscheinlichkeiten: Nicht jeder kann sich noch an die Lehre von Wahrscheinlichkeiten erinnern, die einem mal in der Schule vermittelt wurde. Und das ist an sich auch nicht wirklich schlimm. Im Kontext von Glücksspiel und insbesondere Lotterien kann einem dieses fehlende Wissen allerdings zum Verhängnis werden.

Man neigt psychologisch dazu, Wahrscheinlichkeiten verschiedener Ereignisse in sogenannte Cluster einzuordnen. Statt also die Wahrscheinlichkeitstheorie anzuwenden, sortiert man die Gewinnchancen in leicht verständliche Schubladen wie “Gewinn ist möglich” ein. Die äußerst geringe Wahrscheinlichkeit, den Jackpot beim Lotto zu holen, wird nicht differenziert betrachtet und ist einfach schwer vorstellbar. Außerdem tendiert man leicht dazu, häufig auftretende Ereignisse in ihrer Auftrittswahrscheinlichkeit zu unterschätzen und selten vorkommende Ereignisse zu überschätzen. Studien zufolge schätzt ein Drittel der befragten Personen die Wahrscheinlichkeit für die Kombination 1, 2, 3, 4, 5, 6 geringer ein als jede andere Kombination (Coups et al. 1998).

Verfügbarkeitsfehler: Wenn ein Ereignis noch sehr präsent im Gedächtnis vorhanden ist, wird die Wahrscheinlichkeit für dieses Ereignis tendenziell überschätzt. Lotterien haben daher ein großes Interesse daran, ihre Gewinner zu vermarkten und für einen großen Hype in den Medien zu sorgen. Es wird dadurch suggeriert, dass solch gigantische Gewinne recht häufig auftreten und gar nicht so unwahrscheinlich sind. Man erinnert sich zudem lieber an Gewinne als Verluste und überschätzt dadurch die Wahrscheinlichkeit, bei einer Lotterie zu gewinnen.

Abergläubisches Denken: Es ist auch nicht selten, dass Spieler die Teilnahme an Lotterien mit bestimmten Ritualen verknüpfen. Konkret sieht dieser Aberglauben beispielsweise so aus, dass man eine bestimmte Annahmestelle aufsucht, da diese in der Vergangenheit besonders viele Gewinner hervorgebracht hat. Auch die Auswahl einer bestimmten Kombination als persönliche “Glückszahlen” aufgrund von Gewinnen in der Vergangenheit ist ein Beispiel für abergläubisches Denken beim Glücksspiel.

Fazit

Wie Sie sehen, unterliegen viele Spieler den vielfältigsten Denkfehlern und schätzen die Wahrscheinlichkeiten beim Glücksspiel falsch ein. Lotterien sind nicht vorhersagbar und man sollte das Kaufen eines Tippscheins immer als Zeitvertreib oder Hobby und nicht als ernsthafte Investition ansehen. Beim klassischen Lotto ist die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen beispielsweise etwa 1 zu 140 Millionen. Sie können Ihren Erwartungswert jedoch wie angesprochen etwas verbessern, wenn Sie selten getippte Kombinationen auf Ihrem Schein eintragen. Dabei kann entsprechende Software helfen. Sie sollten allerdings alle Angebote links liegen lassen, bei denen die Begründung für bessere Chancen beispielsweise darauf beruht, dass die entsprechende Kombination schon länger für keinen Gewinn mehr gesorgt hat.

 
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