Schwul-lesbische TV-Highlights, 5.-11.11.2018

Fr, 9.11., 21:45 – 23:10 Uhr, Arte
Freddy Mercury – The Great Pretender (Dokumentation, USA 2012)

Die Geschichte von „Queen“ ist bereits oft erzählt worden. Doch diesmal steht Leadsänger Freddy Mercury im Mittelpunkt. Er gilt als eine der charismatischsten, facettenreichsten und faszinierendsten Figuren des britischen Rock und verfolgte außerhalb der Band eine erfolgreiche Solokarriere. Umfassende, bisher unveröffentlichte Archivaufnahmen – Interviews, Konzertmitschnitte, Videos und privates Filmmaterial – sowie jüngere Interviews mit Freunden und Künstlerkollegen zeigen den Menschen Mercury hinter dem schillernden Superstar.

 

Sa, 10.11., 8 – 8:45 Uhr, ZDF neo
Terra X: Faszination Erde – mit Dirk Steffens: Kongo – Ein Fluss, zwei Welten (Dokumentation, D 2018)

Hektisches Treiben und Kreischen mitten im dichten Urwald nördlich des Kongoflusses: Hier gehen unsere nahen Verwandten – die Schimpansen – gerade auf die Jagd. Doch um Nahrung geht es nicht: Die Tiere wollen Eindringlinge vertreiben. Im Norden des Kongobeckens herrscht Krieg unter den Primaten – die Schimpansen sind aggressiv, sie töten – und sie sind Kannibalen. Doch es gibt eine andere Art, die uns ebenso nah verwandt ist und die den Schimpansen zum Verwechseln ähnlich sieht: die Bonobos. Sie leben in den Wäldern südlich des Kongoflusses. Und sie sind ganz anders als die Schimpansen. Die Anführer sind Weibchen. Wenn es in der Gruppe Konflikte gibt, lösen sie die Bonobos auf eine ganz eigene Art – mit Sex. Bonobos haben sieben Mal häufiger Sex als Schimpansen. Und bei den Bonobos kann jeder mit jedem Sex haben: Es gibt heterosexuelle und homosexuelle Kontakte, Sex zwischen Individuen unterschiedlichen Alters und sogar manuelle Stimulation zur Befriedung von Streitigkeiten. So bauen die Bonobos Spannungen ab. Sie gelten als die „Hippies“ unter den Primaten. Doch warum verhalten sich Schimpansen aggressiv und Bonobos friedlich? Dirk Steffens begibt sich mit Forschern auf einen tagelangen Fußmarsch in den abgelegenen Dschungel des Kongobeckens, um den Verhaltensunterschieden auf die Spur zu kommen.

Sa, 10.11., 10:30 – 12 Uhr, BR
Ich pfeif’ auf schöne Männer (Spielfilm, D 2000)

Artdirektorin Linda hat es doch noch geschafft, dem Mann fürs Leben zu begegnen. Linda sucht ein offenes Ohr bei ihrer „besten Freundin“, ihrem schwulen Kollegen Donald. Doch momentan braucht er selbst Hilfe. Er liebt den Agenturchef Peter König, doch Peter wagt es nicht, sich offen zu ihrer Beziehung zu bekennen. Und Linda hat ja auch kaum Zeit, Donald zu trösten.

Sa, 10.11., 22:50 – 23:40 Uhr, RTL plus
Die Sitte: Traumfrau (Serie, D 2006)

Als die hübsche Simone Jacobi tot neben einer Rheinbrücke entdeckt wird, kommt ihr gut gehütetes Geheimnis ans Licht. Simone war ein Mann. Zunächst rückt Simones Vater ins Visier der Ermittler, da sich Vater und Sohn kurz vor dessen Tod einen heftigen Streit ums Erbe geliefert hatten. Doch auch Simones Arzt, der ihre Geschlechtsumwandlung durchführen sollte, verhält sich verdächtig. Nur wenige Menschen wussten, dass die hübsche, lebensfrohe Simone in Wahrheit ein Mann war.

Sa, 10.11., 4 – 4:50 Uhr, 3sat
Callboys – Männer für gewisse Stunden (Dokumentation, CH 2013)

In der Dokumentation geben drei unterschiedliche Männer einen Einblick in die Welt der „Männer für gewisse Stunden“. Die Autorin Gabriele Köstler-Kull legt den Fokus auf die Schweiz und will wissen, wie es für einen Mann ist, sich für Geld zu verkaufen. Aber auch Kundinnen kommen zu Wort. Sie schildern, warum Frauen für eine Affäre bezahlen.

Sa, 10.11., 4:50 – 5:55 Uhr, 3sat
Erektion um jeden Preis (Dokumentation, CH 2017)

1998 kam Viagra auf den Markt. Seitdem nehmen Millionen Männer weltweit das Potenzmittel. Aber ist Viagra die Lösung aller Sex-Probleme? Männer und Frauen sprechen über ihre Erfahrungen. Den einen hilft das Medikament, auch im Alter sexuell aktiv zu bleiben. Bei anderen hat es negative Auswirkungen. Für manche ist Viagra sogar zur Gefahr geworden. Fabrice erzählt, wie er Viagra in der Homosexuellen-Szene als Party-Drogen nutzte. Dass Viagra teils von Männern genommen wird, die es eigentlich gar nicht brauchen, liegt auch an der Strategie des Herstellers Pfizer, der nach immer neuen Kunden sucht.

 

So, 11.11., 7:05 – 8 Uhr hr
Gleiche Liebe, falsche Liebe?!? Homophobie in Europa (Dokumentation, D 2015)

Zwei Drittel aller Homosexuellen in der EU trauen sich nicht, öffentlich Händchen zu halten, fast die Hälfte erlebt Diskriminierung, ein Fünftel sogar körperliche Gewalt. Das ist das schockierende Fazit einer Studie der EU-Grundrechtekommission vom Mai 2013. Diese Homophobie ist nicht nur ein Gefühl. Sie äußert sich in realer Benachteiligung und oft sogar in brutaler Gewalt. In vielen Ländern vor allem Mittel- und Osteuropas müssen Lesben und Schwule, die sich offen zu ihrer Sexualität bekennen, sogar um ihr Leben fürchten. In seiner Dokumentation zeigt Peter Gerhardt die Auswirkungen von Homophobie in Frankreich, Deutschland, Litauen und Ungarn. Zu Wort kommen Homohasser, die erklären, warum sie so vehement gegen die Gleichstellung von Homosexuellen kämpfen. Im Gespräch mit den Opfern zeigt sich, welche tiefen Spuren Homophobie bei den Betroffenen hinterlässt. Die Reife einer Demokratie zeigt sich im Umgang mit gesellschaftlichen Minderheiten. „Gleiche Liebe, falsche Liebe?!?“ zeigt, dass Europa im Hinblick auf den Umgang mit Homosexuellen noch einen weiten Weg vor sich hat.

So, 11.11., 12:35 – 14:05 Uhr, ONE
Winnetous Weiber (Spielfilm, D 2014)

Fünf Frauen auf den Spuren Winnetous: Die alleinerziehende Mutter Maren Bogner hat ihre Tochter Nora auf einen Urlaub in die Weiten Kroatiens eingeladen: Drehort der legendären Karl-May-Filme. Marens beste Freundin, die stressgeplagte Firmenchefin Gabriele Hochmann, begleitet sie. Auch die spröde Adelige Elisabeth zu Hallbach-Süren (Maren Kroymann) macht sich nebst ihrer Assistentin Simone Lehmann zu den Schauplätzen deutscher Wildwest-Nostalgie auf. Während einer strapaziösen Reittour stellt sich heraus, dass jede der Damen ihren eigenen „Schatz im Silbersee“ zu bergen hat. Abenteuerkomödie mit Frauenpower.

So, 11.11., 20:15 – 21:45 Uhr, ONE
Unser Kind (Fernsehfilm, D 2018)

Katharina ist nach einer künstlichen Befruchtung Mutter geworden, als sie bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt. Ihre Frau Ellen ist zwar Vormund des kleinen Franz, das Sorgerecht hat sie – anders als in heterosexuellen Ehen – ohne Adoption aber nicht. Und nicht nur der biologische Vater des Kindes, auch die Eltern der verstorbenen Katharina melden Ansprüche an. Der Fernsehfilm „Unser Kind“ stellt auf emotional packende Weise die Frage nach der gesetzlichen Grundlage der Elternschaft in gleichgeschlechtlichen Ehen – und thematisiert eine Ungleichbehandlung, an der auch das neue Gesetz zur „Ehe für alle“ nichts ändern wird.

So, 11.11., 0:35 – 2:05 Uhr, rbb
Der Ost-Komplex – Die Geschichte des Mario Röllig (Dokumentation, D 2017)

Fast drei Jahrzehnte nach dem Fall der Mauer ist der Kampf um die Deutungshoheit über Geschichte und Bedeutung der DDR in vollem Gange. Mario Röllig, Jahrgang 1967, aus SED-treuem Elternhaus und offen schwul, ist ein viel gefragter „DDR-Zeitzeuge“. Er macht Führungen in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, hier war er 1987 inhaftiert. Der ehemalige Kellner am Ost-Berliner Flughafen und spätere Zigarrenverkäufer im West-Berliner KaDeWe hält Vorträge vor Schulklassen, an US-Universitäten sowie vor der CDU, in der er heute selbst Mitglied ist. Röllig macht sein Schwulsein bei seinen Auftritten stets auch zum Thema, was bisweilen zu Irritationen führt. Eine schwule Liebesgeschichte ist der Ausgangspunkt seines Dramas: 1985 lernte Röllig auf einer Reise nach Ungarn in einem Budapester Thermalbad einen Politiker aus West-Berlin kennen, der in Röllig die Lust auf den Westen weckte. Zwei Jahre lang trafen sich die beiden immer wieder in Ost-Berlin – unter fortwährender Beobachtung der Stasi. 1987 versuchte Röllig über die grüne Grenze von Südungarn nach Jugoslawien zu fliehen, um zu seinem Freund in West-Berlin zu gelangen. Doch die Flucht misslang. Später wird Röllig „freigekauft“. Über Umwege und mit Verzögerungen gelangte Röllig schließlich doch in den Westen: Heute diskutiert Röllig mit Politikern, beteiligt sich an Mahnwachen und Demonstrationen und stößt dabei auch mit Befürwortern sozialistischer und kommunistischer Gesellschaftsentwürfe zusammen. Diese sehen in Menschen wie Röllig Geschichtsverfälscher und Kommunistenhasser im Auftrag des herrschenden Systems. Wie funktionieren Zuhören, Gespräch, Verständigung, Streit und Konfrontation auf dem Minenfeld deutsch-deutscher Geschichtsaufarbeitung, welches noch heute mit Tabus und Redeverboten durchsetzt scheint. Und was macht dies mit einem Menschen wie Röllig, der seine für ihn traumatisierende Geschichte bereits mehr als 1000 Mal vorgetragen hat. „Der Ost-Komplex“ beobachtet Rölligs Führungen und Begegnungen.

So, 11.11., 2:20 – 3:15 Uhr, ZDF
Masters of Sex: Affenliebe (Serie, USA 2015)

Nach zehnjähriger Forschungsarbeit veröffentlichen Masters und Johnson ihr Buch „Die sexuelle Reaktion“. Staffel drei schildert, wie es beruflich und privat mit den beiden weitergeht.

Betty und ihre Lebensgefährtin Helen wünschen sich ein Kind. Da sie in den sechziger Jahren als lesbische Frauen legal kein Kind adoptieren können, brechen sie nachts in Dr. Masters' Praxis ein. Dort will Betty Helen den Samen eines anonymen Spenders injizieren, doch die Frauen können sich für keinen der Kandidaten entscheiden. Betty hat eine Idee: In einem Nachtclub treffen sie Dr. Austin Langham wieder, einen Orthopäden und ehemaligen Kollegen von Dr. Masters an der Klinik der Washington University. Langham ist Arzt, gut aussehend und charmant. Er hatte an der Versuchsreihe von Dr. Masters teilgenommen und ist bereits Vater von mehreren Kindern. Wird er sich auf Betty und Helen einlassen?

So, 11.11., 3:15 – 4:05 Uhr, ZDF
Masters of Sex: Ersatzpartner (Serie, USA 2015)

Barton Scully hat einen neuen Mitarbeiter, spezialisiert auf Ultraschall-Untersuchungen. Jonathan erkennt schnell, dass Barton wie er schwul ist und unternimmt einen Annäherungsversuch.

 

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