Schwul-lesbische TV-Highlights, 24.-30.12.2018

Fr, 28.12., 19:15 – 19:30 Uhr, ARD alpha
RESPEKT: Schwul, lesbisch, glücklich – Vielfalt für alle (Reportage, D 2018)

„Schwuchtel“, „Kampf-Lesbe“ – geläufige Schimpfwörter, nicht nur in der Jugendsprache. Im Juni 2017 verabschiedete der Bundestag das Gesetz „zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts“, umgangssprachlich die „Ehe für alle“. Seitdem dürfen auch in Deutschland homosexuelle Paare ohne größeren bürokratischen Aufwand heiraten. Die Gesetze sind beim Thema Homosexualität scheinbar weiter als die Gesellschaft. Denn auch wenn eine große Mehrheit der Bevölkerung – mehr als 80% – für die Gleichbehandlung von Homo- und Heterosexuellen sind, halten sich trotzdem unzählige Vorurteile gegenüber Schwulen und Lesben. Die RESPEKT-Reportage „Schwul, lesbisch, glücklich“ geht einigen gängigen Vorurteilen auf den Grund und fragt nach, beispielsweise ob alle Schwulen wirklich so sehr auf ihr Äußeres achten, wie es das Klischee verlangt. Der österreichische Blogger und Youtuber Michael Buchinger entlarvt im Gespräch mit Moderator Ramo Ali anschaulich weit verbreitete Denkmuster zum Thema Homosexualität.

Wie schwierig für Homosexuelle auch heute noch das Outing sein kann, zeigt das Interview mit einer lesbischen Polizistin, die selbst immer schon sehr offen mit ihrer sexuellen Orientierung umging und nie Probleme hatte. Trotzdem kennt sie viele Fälle, in denen homosexuelle Frauen nicht nur Vorurteile, sondern auch Hass bis hin zu physischer Gewalt erfahren. Immer noch bezeichnen in repräsentativen Studien 10% der Befragten Homosexualität als „unmoralisch“ und 18% als „unnatürlich“. Einen Kuss zwischen zwei Männern in der Öffentlichkeit, empfinden knapp 40% als unangenehm. Forscher sind sich sicher: Noch immer wirkt die jahrzehntelange Diskriminierung von Homosexuellen in der Gesellschaft.

Fr, 28.12., 23:30 – 0:15 Uhr, SWR
Mathias Richling – Das Jahr 2018 (Kabarett, D 2018)

Das Jahr 2018 bietet eine Menge Gesprächsstoff. Mathias Richling lässt die vergangenen Monate Revue passieren. Der Titan des deutschen Kabaretts lädt die erste Liga der Prominenten in Deutschland ein. Sie kommen nicht, also spielt Richling seine Gäste kurzerhand selbst. Winfried Kretschmann und Thomas Strobl feiern die Halbzeit ihrer Koalition. Jogi Löw erklärt das schlechte Abschneiden seines Teams und die schlechten Haltungsnoten seines Verbands. Innen- und Heimatminister Horst Seehofer entdeckt nach Antritt des neuen Jobs in Berlin auch noch die Leidenschaft, die Große Koalition regelmäßig fast platzen zu lassen. Angela Merkel klopft zur Sicherheit schon in China an – vielleicht bekommt sie dort politisches Asyl. Mathias Richling begibt sich auf eine unterhaltsame Achterbahnfahrt durch die vergangenen Monate. Vor dem Mann mit den tausend Gesichtern bleibt in diesem messerscharfen Jahresrückblick niemand sicher.

Fr, 28.12., 1:30 – 2:30 Uhr, WDR
Zimmer frei! – Jorge González (Show/Talk, D 2016)

„Wie du gehst, so gehst du auch durchs Leben.“ So lautet das Motto des Choreografen, Stylisten und Models Jorge Gonzáles, der als „Catwalk-Trainer“ in der Casting-Show „Germany's Next Topmodel“ bekannt wurde und seit 2013 als Juror in der Tanzshow „Let's Dance“ die Parkettschritte prominenter Paare kommentiert und bewertet. Bei „Zimmer frei!“ schildert der gebürtige Kubaner seinen außergewöhnlichen Lebensweg, der ihn schließlich nach Deutschland führte, wo er als ebenso schillernder wie charmanter Paradiesvogel – Markenzeichen: High Heels – seine Fans immer wieder begeistert.

Schon als Kind interessiert sich Jorge González mehr für Mode und Tanz, sitzt lieber bei den Frauen, als auf dem Fußballplatz zu bolzen. Früh entdeckt er auch seine Vorliebe fürs eigene Geschlecht, angesichts des herrschenden Machismo im sozialistischen Kuba keine guten Voraussetzungen für ein Leben auf der Karibikinsel. „Lieber einen kriminellen, als einen homosexuellen Sohn“, habe es dort geheißen, sagt Jorge González. Unterstützung erfährt er durch seine Großmutter. „Du bist gut, wie du bist“, habe sie ihm immer wieder gesagt.

 

Sa, 29.12., 18:45 – 20:15 Uhr, 3sat
Winchester '73 (Spielfilm, USA 1950)

Westernklassiker, der bis in die Nebenrollen hochkarätig besetzt ist, u. a. mit Rock Hudson als Indianerhäuptling „Young Bull“.

Sa, 29.12., 17:15 – 18:45 Uhr, 3sat
Meuterei am Schlangenfluss (Spielfilm, USA 1952)

Der Ex-Bandit Glyn McLyntock geleitet einen Treck nach Oregon, in eine paradiesische Wildnis, in der die Siedler den ersten Winter nur mit Vorräten aus der Stadt überstehen können. Als die verabredete Lieferung ausbleibt, droht den Siedlern der Hungertod. McLyntock findet heraus, dass der Goldrausch zu einer Preissteigerung geführt hat, wodurch Lebensmittel zum heiß begehrten Spekulationsobjekt geworden sind. Der Schurke Emerson Cole will die von den Siedlern längst bezahlten Vorräte gewinnbringend an Goldsucher verkaufen. McLyntock kann das nicht zulassen. Mit Rock Hudson in der Rolle des Trey Wilson.

Sa, 29.12., 22:40 – 23:35 Uhr, Arte
Abba, Bee Gees, Carpenters (1/2) – Das ABC der Rock-Tabus (Dokumentation, F 2016)

Was haben Abba, die Bee Gees und die Carpenters gemeinsam? Mehr als 800 Millionen verkaufte Alben – Hits am laufenden Band. Trotzdem schrieb die Musikpresse anfangs abfällig über sie: Im Vergleich zum Rock galt ihr Sound als zu glatt, ihre Outfits als uncool. 40 Jahre später sind sie gefeierte Superstars. Die zweiteilige, wie ein Vorher-Nachher-Bericht aufgebaute Dokumentation erzählt die Geschichte dreier Bands, die zunächst für ihre Musik und ihre Auftritte verachtet wurden, doch, heute, Jahrzehnte später, mehr als Kult sind.

Sa, 29.12., 23:35 – 0:25 Uhr, Arte
Abba, Bee Gees, Carpenters (2/2) – Das ABC der Rockjuwelen (Dokumentation, F 2016)

Nur Easy-Listening? Lange für das geschmäht, was sie populär gemacht hat, sind Abba, die Bee Gees und die Carpenters mittlerweile nicht nur rehabilitiert – sie werden gefeiert. Der zweite Teil der Dokumentation zeigt, wie diese Künstler, die man Anfang der 80er-Jahre noch ganz unten wähnte, jeder auf seine Art – in den letzten Jahrzehnten – zurück zu Aufmerksamkeit und Anerkennung gefunden haben.

 

So, 30.12., 13:50 – 15:20 Uhr, ONE
Kein Pardon (Komödie, D 1992)

Mit seiner resoluten Mutter und seinen Großeltern betreibt Peter Schlönzke (Hape Kerkeling) im Ruhrpott einen Schnittchenservice, der Familienfeiern aller Art mit Häppchen versorgt. Heimlich träumt Peter jedoch davon, ein Fernsehstar zu sein wie sein Idol Heinz Wäscher, Moderator seiner Lieblingsshow „Witzischkeit kennt keine Grenzen“. Eines Tages erhält Peter die Chance, in Wäschers Sendung einzusteigen – doch die harte und banale Wirklichkeit des TV-Alltags enttäuscht ihn maßlos.

So, 30.12., 15:40 – 16:25 Uhr, rbb
Geheimnisvolle Orte: Die Schönhauser Allee (Dokumentation, D 2013)

Nur wenige Straßen in Berlin sind so bekannt, so beliebt und so berüchtigt wie die Schönhauser Allee. Bis heute ist diese Straße in Berlin‑Prenzlauer Berg ein Ort der Geschichte und der Geheimnisse. Früher lebten hier Arbeiter und Angestellte, Oppositionelle und Hausbesetzer, Homosexuelle und Künstler.

So, 30.12., 21:45 – 22:35 Uhr, WDR
Mord mit Aussicht (33): Einer muss singen (Serie, D 2014)

Es ist der Tag der Bürgermeisterwahl. Sangesbruder Hermann liegt erschlagen hinter dem Gasthof Aubach. Sophie kümmert sich um den Fall, doch sie kommt bei ihren Nachforschungen im Umfeld des Männergesangsvereins unter der Leitung von Volker Mauck einfach nicht weiter. Schließlich findet Sophie heraus, dass Hermanns vermeintlicher Bruder Pit eigentlich dessen Lebenspartner war. Die beiden adretten Schafzüchter hatten sich als heimlich schwules Paar in Hengasch ein neues Leben aufgebaut. Dann hat Hermann eine Affäre mit Chorleiter Volker begonnen, und Pit hat Wind von der Sache bekommen.

So, 30.12., 23:15 – 23:45 Uhr, SWR
Kroymann (Comedy, D 2018)

Die neue Staffel mit vier Folgen der preisgekrönten Sketch-Comedy „Kroymann“ nähert sich ganz beiläufig den zentralen Themen unserer Zeit. Kroymann täuscht vorne an, um hinten vorbeizuziehen, zeigt lustvoll Widersprüche auf und sieht das Politische im scheinbar Unpolitischen – immer aus der Perspektive einer unerschrockenen 69-Jährigen. Maren Kroymann schlüpft in den aufwendig produzierten und hochkarätig besetzten Sketchen wieder in unterschiedlichste Frauenrollen. Sie singt, sie parodiert, sie überrascht. Gäste in den vier Folgen sind diesmal Annette Frier, Peter Heinrich Brix, Denis Moschitto, Jasmin Gerat und andere.

So, 30.12., 0:45 – 1:30 Uhr, SWR
Mathias Richling – Das Jahr 2018 (Kabarett, D 2018)

Das Jahr 2018 bietet eine Menge Gesprächsstoff. Mathias Richling lässt die vergangenen Monate Revue passieren. Der Titan des deutschen Kabaretts lädt die erste Liga der Prominenten in Deutschland ein. Sie kommen nicht, also spielt Richling seine Gäste kurzerhand selbst. Winfried Kretschmann und Thomas Strobl feiern die Halbzeit ihrer Koalition. Jogi Löw erklärt das schlechte Abschneiden seines Teams und die schlechten Haltungsnoten seines Verbands. Innen- und Heimatminister Horst Seehofer entdeckt nach Antritt des neuen Jobs in Berlin auch noch die Leidenschaft, die Große Koalition regelmäßig fast platzen zu lassen. Angela Merkel klopft zur Sicherheit schon in China an – vielleicht bekommt sie dort politisches Asyl. Mathias Richling begibt sich auf eine unterhaltsame Achterbahnfahrt durch die vergangenen Monate. Vor dem Mann mit den tausend Gesichtern bleibt in diesem messerscharfen Jahresrückblick niemand sicher.

So, 30.12., 1:15 – 2:10 Uhr, ZDF
Masters of Sex: Tag und Nacht (Serie, USA 2016)

Bob Drag lobt Art für seine Therapie, die es ihm möglich macht, homosexuelle Neigungen zu unterdrücken und Sex mit Frauen zu haben.

So, 30.12., 2:10 – 3:05 Uhr, ZDF
Masters of Sex: Im Angesicht Gottes (Serie, USA 2016)

Als Art Bob Drag in einer Bar trifft, kommt es auf dem Herrenklo zu einer merkwürdigen Begegnung: Bob küsst Art. Damit war Bobs Therapie ein Fehlschlag, er ist und bleibt in seinem Herzen und seinem körperlichen Verlangen nach schwul. Art wird nachdenklich, ob seine Therapie für Menschen wie Bob tatsächlich die richtige ist.

Wegen eines Missverständnisses bezüglich der Behandlung Homosexueller zerstreiten sich Barton und Bill. Nancy ist daran nicht unschuldig, sie versucht, einen Keil zwischen die Männer zu treiben. Guy springt als Trauzeuge für Barton ein. Die Sexforscher Bill Masters und Virginia Johnson werden ein Ehepaar.

 

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