NRW
   3 Jahre
Foto: Queer.Life.Duisburg

Queer.Life.Duisburg 2016

Am 24. Februar 1988 fand das erste schwul-lesbische Kultur-Festival im westlichen Ruhrgebiet statt. Damals noch unter dem Titel „Ein Blick zu anderen Ufern“. 28 Jahre ist dies nun her – eine lange Zeit, in der sich das queere Leben in Duisburg und Deutschland merklich verändert hat. Jahr für Jahr haben engagierte Menschen eine Veranstaltungsreihe auf die Beine gestellt, die die Lebenswelt von Lesben, Schwulen und Bisexuellen sowie Trans-Menschen und Intersexuellen widerspiegelt. Kultur – dazu gehören nicht nur Lesungen, Ausstellungen oder Musik – auch Vorträge, Diskussionen oder Partys sind wichtige Teile des Festivals.

So bunt und vielfältig, wie das queere Leben, so gestaltet sich auch das diesjährige Programm. Insgesamt 18 Veranstaltungen in Duisburg, Moers und Oberhausen sind dabei. Am 29. Oktober heißt es beim Premieren-Konzert „Up up and away – Airport der Liebe“. Darin feiert der schwule Chor Vielhomonie Rhein-Ruhr sein Jubiläum zum 25-jährigen Bestehen im Oberhausener Theater an der Niebuhrg. Ebenfalls musikalisch wird es am 5. November beim ersten „Queer to Hear“-Jam in der Ruhrorter Szenekneipe Kristall. Aber auch Schriftstellerinnen kommen zu Wort. „Rosenstengel“ und „Apfelduft“ heißen die beiden Lesungen, die in den Buchhandlungen Scheuermann, am 2. November, und TausendundeinBuch, am 18. November, stattfinden. Und ab dem 3. November – in der Aids-Hilfe – wollen die Foto-Ausstellungen „Im Limbus der Geschlechter“ und „Trans*Welten“ einen offenen, aufgeklärten und toleranten Umgang mit der Thematik fördern.

Jeden Sonntagabend im November bringt das Filmforum insgesamt vier Spielfilme auf die große Leinwand. „Absolutely Fabulous“ heißt am 6. November nicht nur der erste Film der Reihe. Auch die anderen drei Streifen im Filmforum – „Looping“, „Wo willst du hin Habibi?“ und „Die Geschwister“ – verdienen dieses Prädikat.

Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Angebot an Informations- und Diskussionsveranstaltungen. Am 4. November lädt das queere Absolvent_innen Netzwerk SchwuBiLe-Alumni zum Vortrag „Schwuler, Türke, Atheist – Die dreifache Randgruppe“ in die Duisburger Uni und freut sich auf eine rege Diskussion. Besonders aktuell ist auch der Vortrag des Landtagsabgeordneten Sven Wolf (SPD), der am 7. November über die Entwicklungen zum §175 referiert. Am 10. November haben die Duisburger Herzenslust-Experten bei SLaM & Friends Moers ganz praktische Tipps zum Thema Safer Sex & Co dabei. Ein Stammgast beim Festival ist Erwin in het Panhuis. Er analysiert am 18. November im Café Museum anhand vieler interessanter Videos die schwulen Symbole in der Filmgeschichte. Janine Winkler vom Diversity-Management der Heinrich-Heine-Universität nimmt am 22. November bei SLaM & Friends Moers Geschlechterrollen genauer unter die Lupe und gibt eine kleine Einführung in das Thema Diversity und Gender Studies. Und für Multiplikatoren und Interessierte veranstaltet pro familia Duisburg am 24. November die Fortbildung „Sexualpädagogik der Vielfalt oder «anders ist normal»“. Unter diesem Motto bezieht pro familia deutlich Position für sexuelle Selbstbestimmung.

Auch der Sport kommt dieses Jahr nicht zu kurz: Ein queerer Schachnachmittag sowie ein lesbisch- schwuler Tanzkurs runden das Programm ab. Getanzt werden kann übrigens auch am 31. Oktober auf der Halloween-Party mit dem Titel „Die queere Nacht der Untoten“ bei SLaM & Friends in Moers.

Weitere Informationen zum „Queer.Life.Duisurg“-Festival findet man im Netz unter qld.hokudu.de oder in den Programmheften, die an vielen Stellen im Ruhrgebiet ausliegen.

Auf der nächsten Seite gibt es eine Termin-Übersicht vom „Queer.Life.Duisurg“-Festival
 

 
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