Reise
   5 Jahre
Foto: Spartacus International Gay Guide 2015

Die homofreundlichsten Reiseländer weltweit

Der Spartacus International Gay Guide hat seinen Gay Travel Index für 2015 veröffentlicht. Der seit über 40 Jahren erscheinende Reiseführer für die Gay Community informiert bereits seit vielen Jahren über die rechtliche Situation von Schwulen und Lesben in insgesamt 135 Ländern. Die Redaktion steht dabei in regelmäßigem Kontakt zum Auswärtigen Amt, den ausländischen Botschaften in Deutschland sowie LGBT-Aktivisten aus aller Welt.

Wie auch im Jahr zuvor sind Iran, Vereinigte Arabische Emirate, Somalia und Russland Schlusslichter des Gay Travel Index 2015. Auch die Spitzenpositionen des Index bleiben unverändert: So liegt Schweden auf Platz 1, zusammen mit Großbritannien, gefolgt von Belgien, den Niederlanden und Frankreich, die sich Platz 2 teilen. Zu den Gewinnern des Jahres 2014 zählen Finnland (+7 Plätze) und Reunion (+27 Plätze). Grund dafür sind neue Gesetze oder Verfassungen, die etwa eine Legalisierung der Homo-Ehe oder neue Antidiskriminierungsrichtlinien beinhalten.

Die Mongolei, Partnerland der ITB 2015, überlegt seit 2014, Antidiskriminierungsgesetze einzuführen, um Schwule und Lesben vor Ausgrenzungen und Anfeindungen zu schützen. Obwohl Homosexualität seit 1961 straffrei ist, wird immer wieder berichtet, dass ca. 80% der LGBTI-Bevölkerung Gewaltattacken wegen ihrer sexuellen Orientierung erleben. Die Mongolei rangiert im Index im oberen Mittelfeld auf Rang 55.

Spannend ist die Situation in den Vereinigten Staaten von Amerika (Platz 43). In verschiedenen Bundesstaaten tobt der Kampf um die Einführung der so genannten „Homoehe“. In zahlreichen Staaten entschieden die Gerichte schon für die Gleichstellung. Der Supreme Court fällt eine generelle Entscheidung im Sommer.

In Deutschland hingegen herrscht immer noch Stillstand, wenn es um die weitere Gleichstellung von Schwulen und Lesben geht (Platz 14). Nach dem großen Erfolg der CDU bei der letzten Bundestagswahl und der eindeutigen Positionierung der Bundeskanzlerin Merkel gegen die Öffnung der Ehe und das gemeinsame Adoptionsrecht wird diesbezüglich auch nicht viel passieren. Zwar wurde im Koalitionsvertrag u. a. versprochen, bestehende Diskriminierungen von Eingetragenen Lebenspartnerschaften abzubauen, bislang gibt es jedoch keine entsprechende Initiative.

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