Köln
   12 Jahre
Foto: ColognePride

Neues ColognePride-Motto

Die Organisatoren wollen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und schwul-lesbische Emanzipation mit den kommenden Gay Games verbinden. Diese Brücke schlägt auch eine Fotokampagne mit acht Teilnehmer(inne)n der Spiele.

Als „Hochmut“ wollte KLuST-Vorstand Markus Danuser den „Stolz“ (das sich an das englische „Pride“ anlehnt) nicht verstanden wissen. „Vielmehr zeigen wir, dass wir offen und selbstbewusst leben.“ Bewusst habe man in diesem Jahr auf eine politische Forderung verzichtet. „Wir sind als ColognePride in diesem Jahr der direkte Vorbote des größeren Event und wollen uns ihm ‚unterordnen’, die symbolische Bedeutung der Gay Games trägt weit genug.“ Seid selbstbewusst, treibt Sport, leistet euch keinen Stillstand, so der dahinter stehende Appell.

Feierlicher Höhepunkt

„Der feierliche Höhepunkt einer langen Partnerschaft“ sei dieses Jahr, so Michael Lohaus, Vorsitzender des SC Janus und Co-Präsident der Gay Games Cologne. Zu den Spielen vom 31. Juli bis 7. August sei jeder eingeladen, egal ob schwul, lesbisch, bisexuell oder transident. Die Schirmherrschaft von Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) über die Gay Games setze „ein Signal, das im Ausland deutlich wahrgenommen wird, wir haben jetzt Kontakt zu Botschaftern, die eigens zur Eröffnung anreisen wollen.“

Die Statuten des internationalen Dachverbands, der Federation of Gay Games (FGG), verbieten eine direkte Zusammenlegung von Pride und Games, so bleibt es dem KLuST, vorab eigene Akzente zu setzen. Los geht der ColognePride am 19. Juni mit dem „Fantasypride“ im Phantasialand. Zeitgleich startet auch der Women Pride.

Gewöhnte Bahnen

Bewährtes bleibt beim CSD-Wochenende vom 2. bis 4. Juli: Die Parade verläuft auf derselben Strecke wie im letzten Jahr. Das Programm auf dem Straßenfest in der Altstadt behält seine gewohnte Mischung bei, mit Show auf der Hauptbühne am Heumarkt, Kleinkunst und Politik auf der Politurbühne am Alter Markt und der Tanzbühne am Gürzenich, umrahmt von Politik- und Gastroständen in den umliegenden Straßen.

Geblieben ist aber auch die U-Bahn-Baustelle, die Straßenfest-Ausrichter Hans Flock wieder Kopfzerbrechen bereitet. „Uns fehlen 2.000 Quadratmeter Aufstellfläche, dadurch gehen uns Mieteinnahmen für Stände verloren, zudem müssen wir 40.000 Euro für zusätzliche Absperrungen und Security ausgeben.“ Um wirtschaftlich bleiben zu können, dürften die Zustände so nicht bleiben. „Wir hoffen doch, dass wir bald den Alter Markt und alle anderen Flächen wieder uneingeschränkt zur Verfügung haben.“

Eine zwischenzeitlich heiß diskutierte Verlegung des Straßenfests in den Rheingarten ist vorerst vom Tisch, da steht schon das noch gültige Platzkonzept für die Innenstadt vor, das auch etwa den Roncalliplatz als möglichen Austragungsort explizit ausschließt. „Wenn das Platzkonzept Ende des Jahres ausläuft, werden wir unser Gewicht wieder in die Waagschale legen“, kündigt KLuST-Vorstand Markus Danuser an. „Die Politik muss sich dann der Verantwortung stellen, eine der Bedeutung des CSD angemessene Lösung zu finden.“ Im Vorfeld stehe aber eines schon mal felsenfest: „Aus der Innenstadt lassen sich die Schwulen und Lesben nicht vertreiben.“

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