CSD Berlin im Juni

Flug buchen und ab dafür: Der Berliner CSD steht in seinen Startlöchern. Wir geben einen Überblick über das Mega-Event und packen gleich noch einige Ausgehtipps für die Tage rund um das bunte Treiben dazu.

Die Luft vibriert von wummernden Bässen aus dutzenden Lautsprechern, Proseccoflaschen liegen zu Hunderten entleert am Straßenrand und durch die Luft sausen Kondome und Lutscher wie Gummigeschosse. Ganz egal an welchem Streckenabschnitt man auf die Parade des 32. Christopher Street Days in Berlin stößt – auf dieses Szenario wird man treffen.

Magie liegt in der Luft

Es ist etwas Magisches, was in der Luft liegt und zwischen der S-Bahn-Trasse am Wittenbergplatz und den spiegelnden Hochhäusern des Potsdamer Platzes wabert. Das Gefühl von Verheißung, Leben, Freiheit, wenn sich Hunderttausende Homos quer durch die City schlängeln. Geknutscht wird an jeder Ecke. Sich zugeprostet, Sekundenbekanntschaften geschlossen und das alles unter den neugierigen Blicken der "Heteros", die zu Tausenden die Straßen säumen und manchmal leicht verschämt zu Boden blicken, wenn die muskulösen nackten Oberkörper auf den Trucks der großen Klubs vorbeischweben.

"Normal ist anders" ist das Motto des Berliner CSDs 2010 und rund 50 Trucks werden es sich auf ihre Motorhauben schreiben. Die Strecke vom Kurfürstendamm bis zum Brandenburger Tor ist zwar etwas lang, kann aber schnell mit Hilfe der U-Bahn abgekürzt werden. Unbedingt sollte man bei der großen Abschlusskundgebung dabei sein, nicht allein wegen der Reden, sondern auch weil dann der Tiergarten und seine Büsche nicht nur noch als Rückzugsgebiet für die Wildpinkler dient. Wer in Berlin den CSD besucht, braucht an sich nicht viel. Nur ein Lächeln auf den Lippen, eine Flasche Prosecco und genügend Power für den anschließenden CSD-Party-Marathon.
19.6., ab 13 Uhr vom Kurfürstendamm, ab 17 Uhr Finale am Brandenburger Tor, Infos unter www.csd-berlin.de

Lesbisch-schwules Stadtfest

Zwischen Würstchenbuden, Bierständen und Chinaimbissen werden Slings, Peitschen und Stiefel feilgeboten. Dieser Spagat macht das lesbisch-schwule Stadtfest in Schöneberg aus, das nunmehr zum achtzehnten Mal stattfindet und wie üblich eine Woche vor der Parade steigt. Auf mehreren großen Bühnen wird rund um HIV-Prävention und queere Politik diskutiert, aber Shows und Konzerte werden ebenso dargeboten. Selbst die FDP und CDU lassen es sich nicht nehmen, einen Stand zu errichten. Hunderttausende Besucher zählt das Stadtfest an seinen beiden Tagen und sorgt für richtig tolle Homo-Familienstimmung.
12./13. Juni, ab 12 Uhr, Schöneberg/Nollendorfplatz, Infos unter www.regenbogenfonds.de

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