DFB unterstützt „Berliner Erklärung“

Unter großer Medienpräsenz und in Anwesenheit prominenter Gäste wurde am Mittwoch in Berlin eine Erklärung gegen Homophobie vorgestellt. Wichtigstes Ziel der Kampagne sei das „aktive Vorgehen gegen Homophobie auf allen Ebenen des Sports“, so die Erklärung. Zu den Erstunterzeichnern gehören unter Anderem DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, aber auch die Bundesminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). Unter den Vereinen der Ersten Bundesliga haben bislang Uli Hoeneß (FC Bayern), Klaus-Dieter Fischer (Werder Bremen) und Martin Kind (Hannover 96) die Erklärung unterzeichnet.

Der Deutsche Fußball Bund (DFB) wird außerdem in den nächsten Wochen eine Broschüre zum Thema „Fußball und Homosexualität“ an seine Regional- und Landesverbände verschicken. Diese enthält Informationen über Homosexualität, Begriffserklärungen und Kontaktadressen. Der Fanforscher Gunter A. Pilz, der mit dem Verfassen der Broschüre federführend betraut war, nannte sie einen „wichtigen Schritt“, der helfen solle, „Ängste, Vorurteile und Vorbehalte abzubauen“.

Auf Kritik stößt allerdings die Tatsache, dass DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bei der Vorstellung der „Berliner Erklärung“ nicht persönlich anwesend war und sich lediglich drei Vereine der Ersten Bundesliga zur Unterzeichnung bereit erklärt haben. Unter aktuellen oder ehemaligen Profifußballern wollte offenbar kein Spieler die Kampagne öffentlich unterstützen und auch der Ligaverband DFL hat sich bislang nicht an der Erklärung beteiligt.  

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