Kultur
   1 Monat
Foto: Zach Vessels

QueerScreen - 01.02.–07.02.21

Das beste der aktuellen Fernsehwoche - gefiltert durch die schwul-lesbische Brille.

Mo, 1.2., 19:30 – 20 Uhr, BR
Dahoam is Dahoam (2678): Intoleranz (Serie, D 2021)

Sowohl Gerstl als auch seine Nichte Sarah leiden unter ihren Streitereien. Wird Gerstl Sarahs homosexuelle Neigung akzeptieren und über seinen Schatten springen?

 

Mo, 1.2., 22:45 – 23:30 Uhr, WDR
Menschen hautnah: Männlich, weiblich – oder was? Leben mit dem dritten Geschlecht (Dokumentation, D 2018)

Christian, Sandrao und Talisha sind weder männlich noch weiblich, sie sind intersexuell: Sie stehen zwischen den Geschlechtern, besser gesagt, sie haben von beiden Geschlechtern etwas. Wie schwierig das Thema ist, wird schon bei der Anrede oder der Suche nach einer treffenden Bezeichnung klar: Zwitter oder Hermaphrodit oder auch Intersexueller? In keiner dieser Bezeichnung finden sich Betroffene eindeutig wieder. Christian, Sandrao und Talisha sprechen mit uns über dieses Tabuthema, über ihre alltäglichen Hürden und über Geschlechtsoperationen. Denn immer noch werden Intersexuelle im Kindesalter operiert, um den starren Normen von männlich und weiblich zu entsprechen. Dieses Schicksal hatte auch Christian, der offiziell als Junge geboren wurde. Im Alter von einem Jahr haben Ärzte einen Teil seiner männlichen Geschlechtsorgane entfernt. Er sollte als Mädchen aufwachsen. Schon in der Grundschule wird ihm klar, dass er sich als Junge fühlt – trotz Geschlechtsamputation. Talisha ist als Junge aufgewachsen, fühlt sich aber als Frau. Von ihren Eierstöcken hat sie erst mit 29 Jahren erfahren und plant jetzt eine operative Geschlechtsangleichung. Bei Sandrao wurden Penis und Hoden im Kindesalter amputiert. Sandrao ist unfruchtbar und fühlt sich keinem konkreten Geschlecht zugehörig. Drei sehr unterschiedliche Schicksale, die „Menschen hautnah“ begleitet.

 

Mo, 1.2., 22:45 – 23:35 Uhr, BR
Der Millionenbauer: Der Schmuh (Serie, D 1978)

Dass die Scheubel-Siegi den Anträgen des hartnäckigen Franz Buchthaler zugunsten seines Sohnes Martl trotzt, ist dem Josef Hartinger bisher schlicht entgangen. Da eröffnet ihm Josefa den letzten Willen der vor beinahe acht Jahren verstorbenen Tante Theres: Ihr ebenso geheimes wie beachtliches Vermögen solle nach acht Jahren der erste männliche Enkel erhalten, der den Namen Hartinger trägt. Stichtag ist in zehn Monaten. Also muss Josef Hartinger nun in einem Monat einen passenden Enkel hervorzaubern. Da kommen ihm Martls Heiratspläne mit der Tochter seines Erzfeindes plötzlich sehr entgegen. Kultserie mit Walter Sedlmayr in der Rolle des Josef Hartinger.

 

Di, 2.2., 13:30 – 14:15 Uhr, ZDF info
Mordakte Mittelalter: Das Ende von König Edward II. (Dokumentation, GB 2015)

Sein Tod soll grausam gewesen sein: Historischen Quellen zufolge wurde König Edward II. von England 1327 mit einer glühenden Eisenstange ermordet. In seinem Gefängnis auf Berkeley Castle. Sexuelle Eskapaden und intrigante Politik: Der Tod König Edwards II. gehört zu den dunkelsten Kapiteln in der Geschichte des Mittelalters. Offiziell wurde sein Ableben auf „natürliche Ursachen“ zurückgeführt. Doch sein Ende kam vielen seiner Feinde sehr gelegen. Schon damals gab es zahlreiche Gerüchte über seinen Tod. Und noch immer rätseln Experten über die wahren Umstände: Wurde dem angeblich homosexuellen Monarchen tatsächlich eine glühende Eisenstange in den After getrieben? Wurde er in seiner Zelle erwürgt oder erstickt? Konnte er im letzten Augenblick entkommen?

Die Doku-Reihe „Mordakte Mittelalter“ untersucht einige der größten ungeklärten Mordfälle der englischen Geschichte. Sie lässt die verschiedenen Möglichkeiten, wie die Opfer zu Tode kamen, in nachgestellten Szenen wieder aufleben. Namhafte britische Experten versuchen, ihre persönliche Theorie zu untermauern. Die Taten mögen bereits Hunderte Jahre zurückliegen – doch mithilfe von moderner Forensik, Kriminologen, Historikern und anderer Experten wird die „Mordakte Mittelalter“ noch einmal geöffnet.

 

Di, 2.2., 18:40 – 19:25 Uhr, ONE
Sturm der Liebe (2231) (Serie, D 2015)

Nils erfährt an Normans Geburtstag, dass Norman von einem lesbischen Paar großgezogen wurde. Als Nils ein Bild von Normans Mutter Nina sieht, wird er stutzig und erinnert sich an einen frühen Urlaub auf Mallorca. Denn dort war der junge Nils Hals über Kopf in eine gewisse Nina verliebt.

 

Di, 2.2., 19:25 – 20:15 Uhr, ONE
Sturm der Liebe (2232) (Serie, D 2015)

Nils würde Norman am liebsten reinen Wein einschenken, doch Michael bewahrt ihn vor überstürzten Bekenntnissen: Nils soll seinen Sohn erst mal kennenlernen! Nils fühlt sich betrogen: Kann es sein, dass er einst das Opfer eines lesbischen Paares war, die ihn als Samenspender missbraucht hatten?

 

Di, 2.2., 23:45 – 0:30 Uhr, WDR
Babylon Berlin (19) (Serie, D 2020)

Berlin im September 1929: eine Metropole in Aufruhr. Ökonomie und Kultur, Politik und Unterwelt – alles befindet sich in radikalem Wandel. Spekulation und Inflation zehren bereits an den Grundfesten der immer noch jungen Weimarer Republik. Wachsende Armut und Arbeitslosigkeit stehen in starkem Kontrast zum Exzess und Luxus des Nachtlebens und der nach wie vor überbordenden kreativen Energie der Stadt. „Babylon Berlin“ erzählt in der neuen, dritten Staffel die Geschichte des jungen Kommissars Gereon Rath weiter, der sich in den Illusionswelten des 20er-Jahre-Stummfilmkinos zu verirren scheint, während um ihn herum der Wahnsinn herrscht: Menschen verschulden sich, die Hochfinanz spekuliert auf den Untergang, und die rechtsnationale Partei versucht, Polizei und Verwaltung sukzessive mit kaltblütigen Mitteln zu unterwandern. Doch es gibt Hoffnung: Trotz Mord und Verzweiflung findet Rath Liebe und Solidarität, und die „Roaring Twenties“ spiegeln in all ihren Facetten Lebenshunger und Leidenschaft.

Wendt setzt alles daran, damit Greta ihre Aussage zum Attentat auf Benda ändert. Trotz Betty Winters Tod sollen die Dreharbeiten fortgesetzt werden. Helga Rath trifft eine schwere Entscheidung.

 

Mi, 3.2., 16:30 – 17:15 Uhr, ZDF info
Mysteriöse Kriminalfälle der DDR: Tödliche Liebe (Dokumentation, D 2020)

Wenn Gefühle außer Kontrolle geraten, kann das tödlich enden – Verbrechen aus Leidenschaft gab es immer und überall. Doch die Staatsideologen der DDR taten sich schwer damit, das zu akzeptieren. Die Folge „Tödliche Liebe“ der Doku-Reihe „Mysteriöse Kriminalfälle der DDR“ bringt Licht ins Dunkel der Kriminalgeschichte des Arbeiter- und Bauernstaates und fokussiert dabei auf Morde aus sexuellen Motiven. Doch jeder Fall erzählt auch ein Stück Geschichte. Authentische Dokumente aus dem umfangreichen Stasi-Unterlagen-Archiv, Zeitzeugen, Ermittler und Experten zeigen auf, unter welchen Umständen diese Fälle aufgeklärt wurden. Politisch heikel ist u. a. der Mordfall an einem hochrangigen DDR-Diplomaten, dem sein sexuelles Doppelleben zum Verhängnis wurde. Anlass für die Doku, die Akzeptanz von Homosexualität auf beiden Seiten der Mauer historisch zu thematisieren.

 

Mi, 3.2., 20:15 – 21:55 Uhr, Arte
Girl (Spielfilm, B 2018)

Die 15-jährige Lara zieht gemeinsam mit ihrem alleinerziehenden Vater Mathias und ihrem kleinen Bruder Milo nach Brüssel. Ein Traum geht in Erfüllung, denn Lara ist dort auf einer der angesehensten Ballettschulen Europas angenommen worden. Doch Lara ist anders als ihre Tanzpartnerinnen; sie ist als Junge geboren worden und im Begriff, sich einer Geschlechtsumwandlung zu unterziehen. Ihren männlichen Körper, den sie hasst, versucht sie weitestgehend zu verstecken, um ein normales Leben als junges Mädchen führen zu können. Der Balletttanz stellt die 15-Jährige vor eine große Herausforderung, denn bislang hat sie Männerrollen verkörpert. Spitzentanz kennen ihre Füße noch nicht. Wochen voller Schweiß und Schmerzen stehen dem jungen Mädchen bevor. Lara wird von ihrem Vater unterstützt und von Ärzten und einem Psychologen auf ihrem schweren Weg begleitet. Doch der enorme Leistungsdruck und das harte Training überfordern ihren Körper. Sie bekommt kaum Schlaf und isst immer weniger. Als Laras Körper droht, für die mit der Geschlechtsumwandlung verbundene Operation zu schwach zu werden, muss sie eine folgenschwere Entscheidung treffen. „Girl“ des belgischen Regisseurs Lukas Dhont war 2018 bei den Filmfestspielen von Cannes eine kleine Sensation. Der Film aus der Sektion Un Certain Regard erhielt gleich mehrere Preise: die Caméra d’Or für das beste Debüt, den FIPRESCI-Preis und die queere Palme. Im Jahr darauf wurde er für den Golden Globe in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film nominiert.

Schauspieler Victor Polster war erst 14 Jahre alt, als er die Rolle des Transgender-Mädchens Lara verkörperte. Entdeckt hatte ihn Regisseur Lukas Dhont bei einem Casting für Hintergrundtänzer. Er sollte also eigentlich eine männliche Rolle verkörpern. Für seine beeindruckende Leistung wurde Polster für den Darstellerpreis der Reihe Un Certain Regard nominiert sowie für den Europäischen Filmpreis, wo er als Europäische Entdeckung des Jahres 2018 ausgezeichnet wurde.

 

Mi, 3.2., 21:55 – 22:50 Uhr, Arte
Ferrante Fever (Dokumentation, I 2017)

Mit ihrer vierbändigen Neapel-Saga „Meine geniale Freundin“ entfachte Elena Ferrante weit über Italiens Grenzen hinaus ein internationales Lesefieber, das seinesgleichen sucht. Mit der Geschichte einer Frauenfreundschaft, die gleichzeitig ein Tableau von sechs Jahrzehnten italienischer Nachkriegsgeschichte aus weiblicher Sicht entwirft, landete sie einen Weltbestseller. Diese Dokumentation taucht in das Universum der Elena Ferrante ein, ohne dabei ergründen zu wollen, wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt. Im Vordergrund des Films steht Ferrantes Literatur selbst, durch die sie zu uns spricht.

 

Mi, 3.2., 22:30 – 0:35 Uhr, Tele 5
What Keeps You Alive (Horrorfilm, CDN 2018)

Jules und Jackie feiern ersten Hochzeitstag! Zu zweit verbringen sie ihn in den Bergen. In der Jagdhütte, in der Jackie als Kind viel Zeit verbrachte. Die anfängliche Romantik wandelt sich bei Jules in Skepsis und dann in Panik, nachdem Sarah, Jackies Jugendfreundin, auftaucht. Denn Jackie heißt in Wirklichkeit "Meghan" und ihre Pläne sind eiskalt. Kleinod unter Low-Budget-Horror-Thrillern!

 

Mi, 3.2., 2 – 2:45 Uhr, ZDF info
Mordakte Mittelalter: Das Ende von König Edward II. (Dokumentation, GB 2015)

Sein Tod soll grausam gewesen sein: Historischen Quellen zufolge wurde König Edward II. von England 1327 mit einer glühenden Eisenstange ermordet. In seinem Gefängnis auf Berkeley Castle. Sexuelle Eskapaden und intrigante Politik: Der Tod König Edwards II. gehört zu den dunkelsten Kapiteln in der Geschichte des Mittelalters. Offiziell wurde sein Ableben auf „natürliche Ursachen“ zurückgeführt. Doch sein Ende kam vielen seiner Feinde sehr gelegen. Schon damals gab es zahlreiche Gerüchte über seinen Tod. Und noch immer rätseln Experten über die wahren Umstände: Wurde dem angeblich homosexuellen Monarchen tatsächlich eine glühende Eisenstange in den After getrieben? Wurde er in seiner Zelle erwürgt oder erstickt? Konnte er im letzten Augenblick entkommen?

Die Doku-Reihe „Mordakte Mittelalter“ untersucht einige der größten ungeklärten Mordfälle der englischen Geschichte. Sie lässt die verschiedenen Möglichkeiten, wie die Opfer zu Tode kamen, in nachgestellten Szenen wieder aufleben. Namhafte britische Experten versuchen, ihre persönliche Theorie zu untermauern. Die Taten mögen bereits Hunderte Jahre zurückliegen – doch mithilfe von moderner Forensik, Kriminologen, Historikern und anderer Experten wird die „Mordakte Mittelalter“ noch einmal geöffnet.

 

Do, 4.2., 20:45 – 21:35 Uhr, ONE
Kroymann – Der Geburtstag (Comedy, D 2019)

Ein Geburtstag, einer mit einer Null am Ende und auch noch einer 7 am Anfang: Die Schauspielerin und Satirikerin Maren Kroymann wird stolz 70 Jahre alt und bereitet ihren Geburtstag vor. Aber da hat sie die Rechnung ohne Annette Frier gemacht. In „Kroymann: Der Geburtstag“ organisiert die Eventplanerin mit oder manchmal auch gegen Marens Willen die große Feier. Eingeladen wird natürlich die halbe Film- und Fernsehbranche. Der Weg zur Party entwickelt sich aber zum wahren Spießrutenlauf: Maren Kroymann und Annette Frier gehen keiner Wahrheit aus dem Weg bei ihren Diskussionen um Zahlen auf Geburtstagstorten, Liebessünden in den Siebzigern oder politisch korrekter Ernährung beim Catering. „Kroymann: Der Geburtstag“ präsentiert die besten Sketche des Formats und Maren Kroymann glänzt in verschiedensten Rollen: als Göttin, die die testosterongeschwängerte Welt vor dem Untergang bewahren will, oder als Ärztin, die auch mal die Diagnose „AfD positiv“ stellt, oder als Beraterin für männliche Kollegen, die dem korrekten Machtmissbrauch fröhnen wollen, wobei Machtmissbrauch natürlich nicht nur was für Männer sein muss – Sketche, die sich zu Publikumslieblingen entwickelt haben. Die Eheleute Macron sind natürlich mit von der Partie. Das Wiedersehen mit Stars wie Cordula Stratmann, Jasmin Gerat, Peter Lohmeyer, Max Bretschneider und Peter Heinrich Brix und vielen anderen garantiert bissige Gesellschaftskritik und entblößende Alltagsbeobachtungen.

 

Fr, 5.2., 12:40 – 13:30 Uhr, BR
Familie Dr. Kleist (124): Bitteres Glück (Serie, D 2019)

Piwi besucht die Familie – vor allem ist er aber gekommen, um mit seinem Vater zu reden: Denn Piwi hat sich in einen Mann verliebt. Christian braucht ein wenig Zeit, um die Nachricht zu verdauen. Piwi ist enttäuscht. Doch nach einem Gespräch mit Tanja und Michael erkennt Christian seinen Fehler.

 

Fr, 5.2., 20:15 – 22 Uhr, 3sat'
Ku'damm 56 (3/3) (Serie, D 2016)

Hauptschauplatz ist die Berliner Tanzschule „Galant“ am Kurfürstendamm im Jahr 1956. Hier wird der Kampf zwischen Prüderie und Emanzipation ausgetragen. Das Programm der Tanzschule von Caterina Schöllack spiegelt die konservative Einstellung der Besitzerin wider: Nur Standardtänze werden angeboten! Von ihren drei Töchtern verlangt sie, dass sie sich durch vorteilhafte Heirat in die konservativ geprägte Gesellschaft einfügen. Die Geschichten der drei Frauen stehen dabei exemplarisch für zahlreiche Biografien einer Zeit, in der das Leben und der Wert einer Frau über ihren Ehemann bestimmt wurden. Gleichzeitig bewegten die Suche nach einer neuen weiblichen Identität und der aufkommende Wunsch nach Gleichberechtigung die Frauen dieser Generation. U. a. muss sich Helga mit der Homosexualität ihres Ehemanns Wolfgang auseinandersetzen und entscheiden, ob sie sich von ihm trennen und so die gesellschaftliche Ächtung in Kauf nehmen soll.

 

Fr, 5.2., 1:45 – 3:20 Uhr, Tele 5'
What Keeps You Alive (Horrorfilm, CDN 2018)

Jules und Jackie feiern ersten Hochzeitstag! Zu zweit verbringen sie ihn in den Bergen. In der Jagdhütte, in der Jackie als Kind viel Zeit verbrachte. Die anfängliche Romantik wandelt sich bei Jules in Skepsis und dann in Panik, nachdem Sarah, Jackies Jugendfreundin, auftaucht. Denn Jackie heißt in Wirklichkeit "Meghan" und ihre Pläne sind eiskalt. Kleinod unter Low-Budget-Horror-Thrillern!

 

Sa, 6.2., 12:55 – 13:45 Uhr, ONE
Kroymann – Der Geburtstag (Comedy, D 2019)

Ein Geburtstag, einer mit einer Null am Ende und auch noch einer 7 am Anfang: Die Schauspielerin und Satirikerin Maren Kroymann wird stolz 70 Jahre alt und bereitet ihren Geburtstag vor. Aber da hat sie die Rechnung ohne Annette Frier gemacht. In „Kroymann: Der Geburtstag“ organisiert die Eventplanerin mit oder manchmal auch gegen Marens Willen die große Feier. Eingeladen wird natürlich die halbe Film- und Fernsehbranche. Der Weg zur Party entwickelt sich aber zum wahren Spießrutenlauf: Maren Kroymann und Annette Frier gehen keiner Wahrheit aus dem Weg bei ihren Diskussionen um Zahlen auf Geburtstagstorten, Liebessünden in den Siebzigern oder politisch korrekter Ernährung beim Catering. „Kroymann: Der Geburtstag“ präsentiert die besten Sketche des Formats und Maren Kroymann glänzt in verschiedensten Rollen: als Göttin, die die testosterongeschwängerte Welt vor dem Untergang bewahren will, oder als Ärztin, die auch mal die Diagnose „AfD positiv“ stellt, oder als Beraterin für männliche Kollegen, die dem korrekten Machtmissbrauch fröhnen wollen, wobei Machtmissbrauch natürlich nicht nur was für Männer sein muss – Sketche, die sich zu Publikumslieblingen entwickelt haben. Die Eheleute Macron sind natürlich mit von der Partie. Das Wiedersehen mit Stars wie Cordula Stratmann, Jasmin Gerat, Peter Lohmeyer, Max Bretschneider und Peter Heinrich Brix und vielen anderen garantiert bissige Gesellschaftskritik und entblößende Alltagsbeobachtungen.

 

Sa, 6.2., 14:30 – 16 Uhr, Das Erste

So ein Schlamassel (Spielfilm, D 2009)

Eigentlich müsste Jil im siebten Himmel schweben, hat sie in dem Landschaftsarchitekten Marc doch endlich die große Liebe gefunden. Es gibt da nur ein klitzekleines Problem: Marc ist kein Jude, und Jils strenggläubige jüdische Familie würde es niemals akzeptieren, dass sie einen „Goi“, einen Nichtjuden, heiratet. Da hilft nur eines: Marc, Sohn einer bürgerlichen deutschen Familie, muss so tun, als sei er ebenfalls Jude. Nach einem Schnellkurs in Sachen Traditionen und Gebräuche durch Jils bester Freundin, der chassidischen Lesbe Zippi (Cornelia Saborowski), scheint das auch ganz gut zu funktionieren. Jils Familie ist von dem neuen Freund hellauf begeistert. Doch dann fliegt der Schwindel ausgerechnet während einer großen Bar-Mizwa-Feier auf – und Jil muss sich entscheiden. U. a. mit Marianne Sägebrecht, Gudrun Landgrebe, Rolf Hoppe und Gedeon Burkhard.

 

Sa, 6.2., 14:45 – 15:30 Uhr, rbb
Bilderbuch: Berlin-Wilmersdorf (Dokumentation, D 2020)

Wilmersdorf liegt mitten in Berlin und doch Lichtjahre entfernt von den coolen und rauen Kiezen der Stadt, die Touristen und Künstler inspirieren. Der Bezirk zwischen Ku'damm und Breitenbachplatz gilt als grün, beschaulich und betucht – gutes, altes West-Berlin! Hier wird Tradition gepflegt und geschätzt. U. a. befindet sich in Wilmersdorf die älteste Moschee Deutschlands: Der „Mini-Tadsch Mahal“ an der Brienner Straße, 1928 erbaut für die liberale Ahmadiyya-Gemeinde. Amir Aziz, der Imam der Moschee, lädt nach dem Freitagsgebet Gäste zum Tee mit seinen Töchtern. Das Gebäude, vor allem aber die christlich-islamisch-jüdische Geschichte dieser Moschee ist faszinierend. Mehrere hundert Berliner konvertierten während der Weimarer Republik zum Islam – unter ihnen Hugo Marcus, ein homosexueller, jüdischer Schriftsteller. Als er 1938 von den Nationalsozialisten inhaftiert wird, rettet ihm die Gemeinde das Leben und hilft ihm bei der Flucht in die Schweiz. Dieser liberalen Haltung fühlt sich Amir Aziz verpflichtet.

 

Sa, 6.2., 3:15 – 3:35 Uhr, rbb
Ganz schön Berlin! Yudi – Die „Prinzessin vom Kotti“ (Dokumentation, D 2020)

Das Coachingteam von „Ganz schön Berlin!“ ist in dieser Folge in einer besonderen Mission unterwegs. Gemeinsam begeben sich die drei nach Berlin-Kreuzberg zum Kottbusser Tor. Der „Kotti“ ist ein quirliger Verkehrsknotenpunkt mit Spätis, Clubs und ziemlich abgerockten Fassaden. Ein raues Pflaster. Mittendrin wohnt die 42-jährige Yudi. Als Mann geboren, lebt sie heute ihre wirkliche Bestimmung als Frau. Schon oft hat die aus Kuba stammende Yudi deshalb brutale Ausgrenzung erfahren. Sie erzählt, dass ihr Vater sie umbringen wollte, weil sie als Sechsjährige so weiblich wirkte. Zusammen mit ihrer Mutter musste sie als Kind deshalb oft auf der Straße schlafen. Erst nach ihrem Umzug nach Berlin kann sie ein neues Leben beginnen. Ganz ohne Versteckspiel. Trotzdem bleibt es schwer für Yudi, immer muss sie kämpfen. Das Leben meint es einfach nicht gut mit ihr. Das wollen die drei Experten von Ganz schön Berlin! ein kleines bisschen ändern, neue Impulse setzen. Gemeinsam mit Yudi machen sie sich auf den Weg, stellen die „Prinzessin vom Kotti“ in den Mittelpunkt. Autor und Modejournalist Fabian Hart sucht für Yudi Kleidung aus, in der sie sich sexy, sinnlich und feminin fühlen kann. Darüber hinaus offenbart er ihr, dass auch er sich als schwuler Mann oft von der Gesellschaft in Frage gestellt fühlt. Parallel dazu kümmert sich der Interior Stylist Chris Glass um Yudis Wohnung, um ihren „tanzenden Tisch“ und mehr. Er schafft der Kubanerin ein Nest, in dem sie sich wieder wohlfühlen kann. Von Serena Goldenbaum, zuständig für Hair- & Makeup, bekommt sie wertvolle Stylingtipps. Soviel Aufmerksamkeit und positive Energie hat Yudi in ihrem Leben bisher selten erfahren. Sie ist überwältigt – und zeigt das auch.

 

Sa, 6.2., 4:45 – 5:05 Uhr, rbb
Ganz schön Berlin! Nico – Mit Vollgas in die Zukunft! (Dokumentation, D 2020)

Das Coachingteam von „Ganz schön Berlin!“ trifft in dieser Folge Nico aus Kreuzberg. Trotz mehrerer Anläufe findet der offen schwul lebende Single keinen Ausweg aus dem Teufelskreis von Einsamkeit, Übergewicht und tiefer Traurigkeit. Der unerfüllte Wunsch nach Liebe und Partnerschaft, die Corona bedingte Arbeitslosigkeit und unverarbeitete traumatische Erlebnisse haben Nico völlig ausgebremst. Der dringend benötigte Blick über den Tellerrand gelingt dem 40-jährigen nicht aus eigener Kraft. Genau da setzt Sven Rebel, Integraler Coach, von Ganz schön Berlin! an. Er unterstützt Nico dabei, neue Perspektiven zu sehen und diese zuzulassen, um schließlich wieder motiviert seinen eigenen Weg gehen zu können.

Darüber hinaus findet der Rugby-Fan zusammen mit Modestylistin Beagy Zielinski heraus, wen genau er täglich im Spiegel sehen möchte. Dass Nico überhaupt wieder gern in den Spiegel schaut, ist nicht zuletzt auch dem Hair- & Makeup-Artist Mario Mendez zu verdanken.

Ganz schön Berlin! gelingt es, Nicos Weichen neu zu stellen, damit er Lust und positive Energien verspürt, um endlich wieder mit Volldampf Richtung Zukunft zu gehen.

 

So, 7.2., 0:15 – 0:45 Uhr, ZDF neo
Late Night Alter (Talk, D 2020)

Von Diversität und Gender-Themen über Gentrifizierung bis zur Klimakrise: Ariane Alter greift in ihrer Late-Night-Show gesellschaftliche, popkulturelle und boulevardeske Themen auf.

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