Kultur
   1 Monat
Foto: Jasmine Huang

QueerScreen - 26.10.–01.11.20

Das beste der aktuellen Fernsehwoche - gefiltert durch die schwul-lesbische Brille.

Mo, 26.10., 14:10 – 15 Uhr, Das Erste
Rote Rosen (3210) (Serie, D 2020)

Anton hadert mit sich: Profil löschen? Oder sich doch auf einen schwulen Chat einlassen? Tina macht ihm Mut, es einfach auszuprobieren. Aber im letzten Moment kneift Anton.

 

Mo, 26.10., 22:45 – 23:35 Uhr, BR
Der Millionenbauer: Ein besseres Leben (Serie, D 1978)

Gerüchte über den Bau einer Autobahn sowie der Wunsch, einmal schuldenfrei zu sein, bringen Bauer Josef Hartinger dazu, einige Wiesen zu verkaufen. Seiner zweiten Frau Rosa ist es recht, sie wird es leichter haben. Kultserie mit Walter Sedlmayr in der Rolle des Josef Hartinger.

 

Di, 27.10., 9:15 – 10 Uhr, ZDF info
Täter im Netz: Der Fall Brizzi (Dokumentation, USA 2019)

Am 1. April 2016 verabredet sich der Polizeibeamte Gordon Semple über eine Dating-App für Schwule mit dem Webentwickler Stefano Brizzi zu einem unverbindlichen Sex-Date. Semple fährt nach der Arbeit zu Brizzis Wohnung im Süden von London. Während einer Sex-Party erwürgt der offenbar mit Drogen vollgepumpte Brizzi den Polizisten Semple und versucht anschließend, die Leiche zu entsorgen. Gordon Semple, der in einer festen Beziehung lebte und seine Sex-Affären vor seinem Partner geheim hielt, wird als vermisst gemeldet. Nach sechs Tagen alarmieren Nachbarn wegen des seltsamen Geruchs, der aus Brizzis Apartment strömt, die Polizei. Was die Beamten dort vorfinden, übertrifft ihre schlimmsten Erwartungen.

Die zehnteilige Serie „Täter im Netz“ untersucht einige der verstörendsten Morde der jüngeren Vergangenheit, bei denen das Internet und die sozialen Medien dazu missbraucht wurden, unschuldige Opfer zu finden, zu täuschen, zu quälen und schließlich zu töten.

 

Di, 27.10., 14:10 – 15 Uhr, Das Erste
Rote Rosen (3211) (Serie, D 2020)

Anton hat vor dem Date mit dem Jungen aus dem Chat gekniffen. Tina versucht ihm deutlich zu machen, dass er vor seinen Gefühlen nicht dauerhaft wegrennen kann. Als er Felix kennenlernt und der auf der gleichen Hiphop-Wellenlänge tickt, scheint Anton durch die Musik zur Ruhe zu kommen.

 

Mi, 28.10., 14:10 – 15 Uhr, Das Erste
Rote Rosen (3212) (Serie, D 2020)

Anton und Felix erleben ein tolles Konzert in Hamburg. Anton mag Felix sehr. Wie sehr, will Tina wissen, aber Anton weicht aus. Felix sei einfach nur ein Kumpel.

 

Mi, 28.10., 22 – 23:20 Uhr, ONE
Babylon Berlin (11 + 12) (Serie, D 2017)

Folge 11:

Gereon Rath unternimmt mit dem Polizeifotografen Gräf einen waghalsigen Flug über Russland, um Beweismaterial gegen die Schwarze Reichswehr zu sammeln. Trotz widriger Bedingungen und unter Beschuss stehend gelingt es ihnen, belastende Bilder zu schießen. Charlotte muss bei ihrer Bewerbung für die Polizei einen Rückschlag hinnehmen.

Folge 12: 

Rath ist erleichtert, nach seinem riskanten Flug wieder festen Boden unter den Beinen zu haben. Seine Freude währt jedoch nicht lange, als er vom Mord an einem Kollegen erfährt. Charlotte macht sich deswegen Vorwürfe und auf der Suche nach dem Täter erhärtet sich ein anfänglicher Verdacht.

 

Do, 29.10., 14:10 – 15 Uhr, Das Erste
Rote Rosen (3213) (Serie, D 2020)

Anton genießt die Zeit mit Felix, weiß aber nicht, in welche Richtung die Freundschaft geht. Als Felix bei ihm übernachten will, freut sich Anton und ist gleichzeitig nervös.

 

Do, 29.10., 18:45 – 19:30 Uhr, ZDF info
Bibeltreue Supermacht – Evangelikale in den USA (Dokumentation, F 2019)

Sie verurteilen den modernen Lebensstil, verherrlichen die Nation, Waffen und die christliche Tradition: die Evangelikalen – die größte Religionsgruppe in den USA. Schöpfung gegen Evolution – viele Evangelikale lehnen wissenschaftliche Fakten ab. Besonders die konservativen Kreationisten sind sicher: Gott hat die Welt und das gesamte Leben, vom Dinosaurier bis zum Menschen, in sechs Tagen vor rund 6000 Jahren erschaffen. Zwei Attraktionen in Kentucky vermitteln das kreationistische Weltbild und locken täglich Tausende Touristen an. Zum einen das Creation Museum – das „Museum der Schöpfung“ – und zum anderen ein christlicher Themenpark, der stolz einen nahezu maßstabsgetreuen Nachbau der Arche Noah präsentiert. Insgesamt spielen Kirchen in den USA eine große gesellschaftliche Rolle. Vor allem in ländlichen Regionen prägen sie das soziale Leben. Sie betreiben Schulen, Universitäten und veranstalten Musikfestivals, bei denen Religion als Party verpackt wird. Zu Themen wie Abtreibung, Sex vor der Ehe und Homosexualität verbreiten sie ihre ablehnende konservative Haltung. Vermeintlichen Abweichlern drohen sie mit dem Höllenfeuer. Und mit der Bildung von paramilitärischen Milizen wollen sie sich mit Waffengewalt gegen Nichtgläubige wehren.

 

Do, 29.10., 20:15 – 21:45 Uhr, WDR
Tatort: Amour fou (Fernsehfilm, D 2017)

Eine bizarre schwarze Masse, zusammengeschmolzen mit einem Plastikliegestuhl in einem Laubengarten – mehr ist nicht übrig von Enno Schopper. Die Berliner „Tatort“-Kommissare Nina Rubin und Robert Karow müssen in ihrem fünften Fall herausfinden, was hinter dem grausamen Tod des Lehrers steckt. Die ersten Ermittlungen führen Rubin und Karow an die Gesamtschule im Neuköllner Rollbergkiez, in der Enno Schopper unterrichtete, bevor er offenbar erschlagen, mit Benzin übergossen und verbrannt wurde. Aber warum? „Fragen Sie mal die Kids im Kiez, was man am besten mit Schwulen macht“, sagt Ennos Mann Armin zu den Ermittlern. Enno hat seine Schwulenehe demonstrativ offen gelebt – fast provokativ, jedenfalls hier. Ein Zeuge will gesehen haben, wie sich Enno dem Schüler Duran Bolic (Justus Johanssen) im Umkleideraum sexuell genähert hat. Seit Jahren kümmert sich der Lehrer um den Jungen aus schwierigen Verhältnissen. Er und Armin haben ihm ein Zuhause gegeben und ihn gefördert. Aber das Gerücht bestreiten Enno und Duran vehement. Enno wird beurlaubt, bis zur Klärung. Nun ist Enno Schopper tot. Rubin und Karow wollen Duran befragen, aber der ist verschwunden. Sie müssen sich anstrengen, um nicht im Morast aus Gerüchten und Vorurteilen zu versinken.

 

Do, 29.10., 20:45 – 21:15 Uhr, ONE
Kroymann (Comedy, D 2018)

Vorweihnachtsstress in der sechsten Folge der Sketchcomedy-Reihe „Kroymann“: Zartbitter widmet sich die Schauspielerin und Satirikerin Maren Kroymann der Hektik im Vorfeld des Festes der Feste. Die Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk eskaliert im Gender- und Perfektionswahn, bei den Macrons geht es im weihnachtlichen Élysée-Palast hoch her, und irgendwann muss eine 69-jährige Feministin ja mal die Frage nach dem Geschlecht Gottes diskutieren. Ungewöhnliche Perspektiven erlaubt sich „Kroymann“ natürlich auch wieder auf mehr oder weniger alltägliche Fragen: Lässt sich der Geist der 68er konservieren? Oder: Wie sieht die erwachsene Pippi Langstrumpf die Welt? Mit dabei sind erneut Annette Frier, die dieses Mal als Steuerprüferin bei Maren Kroymann auf der Matte steht, und Max Bretschneider als französischer Präsident und Gatte von Maren „Brigitte“ Kroymann. Weitere Gäste in dieser Folge sind u. a. Peter Lohmeyer, Leon Ullrich und Christina Hecke

 

Do, 29.10., 21 – 22:15 Uhr, BR
Bayerischer Kabarettpreis 2020 (Kabarett/Gala, D 2020)

Der Bayerische Kabarettpreis ist eine Gemeinschaftsinitiative des Bayerischen Rundfunks und des Münchner Lustspielhauses und wird auch 2020 wieder in vier Kategorien vergeben. Die Preise gehen in diesem Jahr u. a. an Maren Kroymann (Ehrenpreis). Auch wenn Maren Kroymann sich selbst als „Spätzünderin“ bezeichnet, ist ihre Strahlkraft enorm. Über Jahrzehnte auf Bühnen und im Fernsehen hat sie ein Maß an Durchblick und Präzision erreicht, das seinesgleichen sucht. Schon immer sind es frauenemanzipatorische Themen, die die 70-Jährige bewegen. Aus diesem Komplex schöpft sie ihre Figuren, die sie genau beobachtet, exakt umsetzt und damit die ganze Bandbreite möglicher Frauenbiografien reflektiert. Genauso, wie sie das Gebaren ihrer Geschlechtsgenossinnen aufs Korn nimmt, deckt sie auch Diskriminierungen, strukturellen Frauenhass oder überholte Rollenbilder auf. Maren Kroymann zeigt grandios, wie man das Leben mit Humor und Klugheit meistert, statt über dessen Zumutungen zu verzweifeln.

 

Do, 29.10., 22:15 – 22:45 Uhr, ZDF neo
Late Night Alter (Talk, D 2020)

Von Diversität und Gender-Themen über Gentrifizierung bis zur Klimakrise: Ariane Alter greift in ihrer Late-Night-Show gesellschaftliche, popkulturelle und boulevardeske Themen auf. ZDFneo zeigt „Late Night Alter“ immer donnerstags um 22.15 Uhr. In der ZDFmediathek ist die jeweilige Ausgabe bereits ab 20.15 Uhr verfügbar. 

 

Fr, 30.10., 14:10 – 15 Uhr, Das Erste
Rote Rosen (3214) (Serie, D 2020)

Anton glaubt, deutliche Hinweise zu sehen, dass Felix schwul ist. Tina macht Anton Mut, auf Felix zuzugehen. Anton traut sich und will Felix küssen, doch der wehrt ihn ab.

 

Fr, 30.10., 23:30 – 0:30 Uhr, WDR
Domian live (Talk, D 2020)

Ein Mann, keine Tabus. Jürgen Domian öffnet sich – wegen des großen Zuspruchs nun alle zwei Wochen – immer am zweiten und am letzten Freitag des Monats neuen Geschichten. Das Besondere an seiner Sendung „Domian live“: Jürgen Domian kennt weder die Gäste noch die Themen, die sie in seine Sendung mitbringen.

 

Sa, 31.10., 11:55 – 12:20 Uhr, ONE
Kerkelings Kinderstunde (Comedy, D 1984)

ONE zeigt Hape Kerkelings erste TV Show von 1984: Entdeckt worden ist er von Radio Bremen – in Passau! Dort erhielt er im Dezember 1983 den 1. Preis als bester Nachwuchskabarettist. Radio Bremen engagierte ihn sofort für 'Klons', den Jugendabend im Ersten Deutschen Fernsehen und gab ihm auch danach die Chance, weitere Kameraroutine zu sammeln. Eine halbe Stunde Satire schrieb der 19-Jährige für Radio Bremen. Im November spielte er unter der Regie von Michael Leckebusch – live – vor 200 jungen Leuten sein Programm. Ohne den üblichen Kostüm- und Maskenaufwand gelang es ihm, eine ganze Familie, als da sind Vater, Mutter, Oma und Freundin, glaubhaft und komisch darzustellen.

 

Sa, 31.10., 3:05 – 4 Uhr, Arte
Dorian Gray oder: Das Bildnis des Oscar Wilde (Dokumentation, F 2019)

„Das Bildnis des Dorian Gray“ fasziniert weiterhin seine Leserschaft und dient auch über ein Jahrhundert nach seiner Veröffentlichung Kunst- und Kulturschaffenden als Inspirationsquelle. Oscar Wilde verlieh seinem einzigen Roman gekonnt die Zeitlosigkeit und Universalgültigkeit, die ein echtes Meisterwerk kennzeichnen. „Das Bildnis des Dorian Gray“ ist nicht gealtert: Die darin enthaltenen revolutionären Aphorismen, die im viktorianischen England für Skandal sorgten, besitzen auch heute noch Schlagkraft. Subversive Coming-of-Age-Erzählung, Schlüsselroman über Schönheit, Jugend und Begehrung – „Das Bildnis des Dorian Gray“ tritt in Resonanz mit der heutigen Vernarrtheit ins eigene Bild, auf einem Rang mit der Obsession ewiger Jugend. Die Dokumentation erlaubt das Wiederentdecken der dramatischen Kraft dieser Fantasy-Geschichte, getragen von einem rockigen Soundtrack und einer Inszenierung, die zwischen Archivbildern und Digitalkompositionen wechselt. Ergänzt wird das Konzept durch Aussagen von Expertinnen und Experten aus Frankreich, Großbritannien und den USA, die Schlüssel zum tieferen Verständnis des visionären Romans liefern. Die Autoren Amélie Nothomb, Will Self, Charles Dantzig und Mathieu Terence sowie der junge Übersetzer Anatole Tomczak erklären, wie dieser Roman ihr Leben veränderte. Die Hochschulprofessoren Pascal Aquien und Sandra Mayer ordnen das Werk in seine Epoche ein. Merlin Holland, Oscar Wildes Enkel, kommentiert das brillante und tragische Schicksal seines Großvaters. Als Oscar Wilde wegen Homosexualität vor Gericht stand, wurde sein Buch als Beweismittel gegen ihn angeführt. Er wurde nicht nur wegen seiner sexuellen Neigung zu Zwangsarbeit verurteilt, sondern vor allem für das, was er zu schreiben gewagt hatte ...

 

Sa, 31.10., 4:15 – 5 Uhr, ZDF info
Rätselhafte Morde – Profiler im Einsatz (Reportage, D 2016)

Sie werden bei besonders komplizierten Mordermittlungen hinzu gerufen: die Profiler. Ihr Auftrag: Unterstützung der Kriminalbeamten. In Hamburg hat die Abteilung Operative Fallanalyse, kurz OFA, eine Messerstecherei in der Schwulenszene analysiert, mit teils überraschenden Ergebnissen.

 

So, 1.11., 11:40 – 12:10 Uhr, ONE
Total normal (1/7) – mit Hape Kerkeling (Comedyserie, D 1989)

Er gehört zu den besten Komikertalenten Deutschlands. 1984 ist Hape Kerkeling gerade 20 Jahre alt und hat bereits seine erste eigene Fernsehsendung. Bekannt wird er mit der Rolle 'Hannilein' in 'Kerkelings Kinderstunde'. Mit Radio Bremen produziert Hape Kerkeling die erfolgreiche ARD Sendung: 'Total normal'. Sie wird mit Preisen überhäuft, u. a. mit der 'Goldenen Kamera', dem 'Adolf Grimme Preis', der 'Bronzenen Rose von Montreux', dem 'Goldenen Gong' und dem 'Bayrischen Fernsehpreis'. 

Zusammen mit seinem Freund Achim Hagemann macht Hape Kerkeling die Gegend um Bremen unsicher, zum Beispiel als er in Stuhr das neue klassische Werk 'Hurz' zum Besten gibt. Er fährt als Königin Beatrix verkleidet aber auch bis nach Berlin. Seine Auftritte sind und bleiben legendär. Gäste in der ersten Sendung waren Mary Roos und Wolfgang Lippert.

 

So, 1.11., 17:10 – 17:40 Uhr, Arte
TWIST: Gleiches Recht für alle? (Magazin, D 2020)

Chancengleichheit im Job, ein freies Bekenntnis zur eignen Geschlechteridentität, soziale Gerechtigkeit. „Gleichstellung“ ist ein furchtbar sperriger Begriff, der viele gesellschaftliche Bereiche einschließt. „TWIST“ fragt, wie es mit dem Grundsatz „gleiches Recht für alle“ steht und spürt die Debatten dazu auf, mit denen sich Künstler und Intellektuelle auseinandersetzen.

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