Kultur
   3 Wochen
Foto: Alex Meza

QueerScreen - 31.05.–06.06.21

Das beste der aktuellen Fernsehwoche - gefiltert durch die schwul-lesbische Brille.

Mo, 31.5., 22:30 – 0 Uhr, ONE

Gracia Patricia – Fürstin von Monaco (Spielfilm, F/USA/B/I 2014)

Monaco, 1962: Sechs Jahre ist es her, seit aus der ehemaligen Hollywood-Diva Grace Kelly (Nicole Kidman) Gracia Patricia Grimaldi wurde, die glamouröse Ehegattin von Fürst Rainier III. (Tim Roth). Doch das streng geregelte, ritualisierte Leben am monegassischen Hof birgt auch viele Schattenseiten. Grace fühlt sich zunehmend in einem goldenen Käfig gefangen. Ihren Mann sieht sie selten, und mit ihrer offenen Art macht sie sich in erlauchten Kreisen nicht immer nur Freunde. Einzig ihrem Hofkaplan Francis Tucker (Frank Langella) kann sie sich anvertrauen. Die meisten Monegassen blicken dagegen argwöhnisch auf ihre neue First Lady – nicht zuletzt wegen ihrer amerikanischen Herkunft als umjubelter Filmstar. Genau in diesem Moment bietet Meisterregisseur Alfred Hitchcock (Roger Ashton-Griffiths) ihr die Hauptrolle in seinem neuen Streifen 'Marnie' an. Grace ist hin- und hergerissen zwischen ihren künstlerischen Ambitionen und den Verpflichtungen, die einer First Lady von Monaco abverlangt werden. Sie steht vor einer schweren Entscheidung. 

Sie war nicht nur umschwärmter Hollywood-Star und Oscar-Preisträgerin. Sie war auch das, was man heute eine Stilikone nennen würde: Erst brillierte Grace Kelly in Klassikern wie „Zwölf Uhr mittags“, „Das Fenster zum Hof“ oder „Über den Dächern von Nizza“, dann strahlte sie als Fürstin Gracia Patricia von Monaco. Die Film-Biografie des Franzosen Olivier Dahan wagt jedoch einen Blick hinter die Kulissen des schönen höfischen Scheins.

 

Di, 1.6., 15:10 – 16 Uhr, SWR
Mord mit Aussicht (33): Einer muss singen (Serie, D 2014)

Es ist der Tag der Bürgermeisterwahl. Sangesbruder Hermann liegt erschlagen hinter dem Gasthof Aubach. Sophie kümmert sich um den Fall, doch sie kommt bei ihren Nachforschungen im Umfeld des Männergesangsvereins unter der Leitung von Volker Mauck einfach nicht weiter. Schließlich findet Sophie heraus, dass Hermanns vermeintlicher Bruder Pit eigentlich dessen Lebenspartner war. Die beiden adretten Schafzüchter hatten sich als heimlich schwules Paar in Hengasch ein neues Leben aufgebaut. Dann hat Hermann eine Affäre mit Chorleiter Volker begonnen, und Pit hat Wind von der Sache bekommen.

 

Di, 1.6., 22 -22:50 Uhr, BR
Der Schwammerlkönig: Mal eng – mal breit (Familienserie, D 1987)

Wolfgang Fierek ist in der Serie „Der Schwammerlkönig“ Fritz Schwaiger, ein Sonnyboy und Frauenheld. Er will nicht erwachsen werden und hat bisher das Arbeiten erfolgreich vermieden. Doch damit ist jetzt Schluss. Mit Walter Sedlmayr als „Dädy“ Schwaiger.

 

Di, 1.6., 23:45 – 1:20 Uhr, WDR
Der Staat gegen Fritz Bauer (Spielfilm, D 2015)

Im Nachkriegsdeutschland ermittelt der hessische Staatsanwalt Fritz Bauer gegen flüchtige NS-Verbrecher, um sie im eigenen Land vor Gericht zu stellen. Ein Ansinnen, dem ein Großteil der Bevölkerung ablehnend gegenübersteht. Und auch die Behörden sind durchsetzt von ehemaligen Nationalsozialisten. Als Bauer ein Hinweis erreicht, dass Adolf Eichmann sich in Argentinien aufhält, ist ihm zunächst nicht klar, wie er den SS-Offizier dingfest machen und vor Gericht stellen soll. Zu groß sind die Befürchtungen, dass Eichmann gewarnt wird und erneut untertaucht. Intern versucht der BND, die Ermittlungen an sich zu ziehen. Bauer beschließt, sich an den Mossad, den israelischen Geheimdienst, zu wenden. Allerdings nur unter der Bedingung, dass Eichmann später nach Deutschland ausgeliefert wird, um hier vor Gericht gestellt zu werden. Bauer will eine öffentliche Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen – in der Bundesrepublik. Der Mossad ist nach einer oberflächlichen Untersuchung zunächst skeptisch, besteht auf einer zweiten Quelle, bevor er Ermittlungen einleiten will. Bauer ist jedoch überzeugt, auf der richtigen Fährte zu sein. In seinem jüngeren Kollegen Karl Angermann findet er wider Erwarten einen Verbündeten. Als Bauer von dessen ungewöhnlich geringem Strafmaß in einem Paragraf-175-Fall erfährt, einem Verstoß gegen das Verbot von Homosexualität, fasst er Vertrauen zu dem jungen Mann. Doch es formiert sich Widerstand bis in die höchsten Kreise: In seiner eigenen Behörde verschwinden immer wieder Akten, und auch Oberstaatsanwalt Kreidler und BKA-Mitarbeiter Paul Gebhardt behindern den unliebsamen Bauer in seinen Ermittlungen. Ein scheinbar aussichtsloser Kampf gegen unsichtbare Gegner beginnt, doch Bauer und Angermann geben nicht auf, wohl wissend, dass ihnen die Jagd auf Eichmann beruflich wie privat einiges abverlangen wird. Die Rolle des hessischen Staatsanwalts Fritz Bauer für das Zustandekommen des Frankfurter Auschwitz-Prozesses 1963-1965 und sein Verdienst bei der Ergreifung von Adolf Eichmann wurden der breiten Öffentlichkeit erst nach seinem Tod bekannt.

 

Mi, 2.6., 8:25 – 9:15 Uhr, SWR
Mord mit Aussicht (33): Einer muss singen (Serie, D 2014)

Es ist der Tag der Bürgermeisterwahl. Sangesbruder Hermann liegt erschlagen hinter dem Gasthof Aubach. Sophie kümmert sich um den Fall, doch sie kommt bei ihren Nachforschungen im Umfeld des Männergesangsvereins unter der Leitung von Volker Mauck einfach nicht weiter. Schließlich findet Sophie heraus, dass Hermanns vermeintlicher Bruder Pit eigentlich dessen Lebenspartner war. Die beiden adretten Schafzüchter hatten sich als heimlich schwules Paar in Hengasch ein neues Leben aufgebaut. Dann hat Hermann eine Affäre mit Chorleiter Volker begonnen, und Pit hat Wind von der Sache bekommen.

 

Mi, 2.6., 20:15 – 21:45 Uhr, Das Erste
Der große Rudolph (Spielfilm, D/CZ 2018)

Im München der 80er-Jahre ist Rudolph Moshammer (Thomas Schmauser) der prominenteste Modemacher. Das reicht aber seinen stillen Teilhabern und Finanziers nicht mehr aus. Sie wollen, dass der Laden in der Maximilianstraße auch den Hoch- und Geldadel, die Reichsten der Reichen als Kunden gewinnt. Deshalb sucht Rudolph Moshammer – zum Entsetzen seiner Mutter Else (Hannelore Elsner) – für den Verkauf eine junge, verführerische Frau. Er findet die auf den ersten Blick nicht besonders auffallende und ungeschickte Evi (Lena Urzendowsky), eine junge Fußpflegerin aus Augsburg. Aus ihr, so erklärt Rudolph, werde er eine aufregende Frau machen. Ein Ereignis. Und tatsächlich: Mit Evis Hilfe gewinnt Moshammer Herzen und Geldbörsen der wahrhaft Reichen – wäre da nicht seine Mutter, die im Hintergrund Intrigen schmiedet. Eine erfundene Geschichte, die von Schönheit, Geld und Glamour handelt, aber auch von der Freundschaft zweier Außenseiter im leuchtenden, glamourösen München des Jahres 1983.

 

Mi, 2.6., 21 – 21:45 Uhr, rbb
Auf Leben und Tod – Die jungen Ärzte (5/8) (Dokumentation, D 2016)

Die achtteilige Dokuserie zeigt die Geschichten junger Ärztinnen und Ärzte in Berlin und Brandenburg und ihrer Patienten.

Eine Praxis im Prenzlauer Berg: Neben Patienten mit alltäglichen Problemen betreut Elena Sedych auch Aidskranke – nicht nur medizinisch eine Herausforderung für die junge Ärztin.

 

Mi, 2.6., 21:45 – 22:30 Uhr, 3sat
Starke Frauen (3/3): Frauen und Pornografie (Dokumentation, CH 

Das Geschäft mit Sex war lange den Männern vorbehalten, Frauen spielten buchstäblich eine untergeordnete Rolle. Hat die Enttabuisierung der weiblichen Sexualität daran etwas geändert? Haben Frauen damit beispielsweise auch in die Pornoproduktion Einzug gehalten? Und wenn ja: Gibt es den feministischen Porno? Und was kennzeichnet feministische Pornografie überhaupt? Erika Lust ist eine der wenigen weiblichen Pornoregisseurinnen. Schon als junge Frau störte sich die Schwedin, die seit über 20 Jahren in Barcelona lebt, an der stereotypen Darstellung von Frauen und Männern in Pornofilmen. Dem wollte sie entgegenwirken und drehte bereits als Studentin ihren ersten feministischen Porno „The Good Girl“. Mit so viel Erfolg, dass die Unternehmerin heute mit „Lust Productions“ rund 40 Mitarbeiter*innen beschäftigt und regelmäßig für ihr Schaffen ausgezeichnet wird. Schnell wird klar: Erika Lust, die sich selbst als „Indie Adult Film Maker“ bezeichnet, macht einiges anders als die Mainstream-Pornografie. Sie arbeitet beinahe ausschließlich mit Frauen und fördert mit diversen Projekten die Teilnahme von Frauen am Dialog über Sexualität und Pornografie, zum Beispiel, indem sie Fantasien ihres Publikums verfilmt. Ihre Darsteller*innen behandelt und bezahlt sie fair und schafft ein Arbeitsklima, in dem niemand über seine Grenzen hinaus zu etwas gezwungen wird. Sie dreht Pornos mit einer großen Vielfalt von Menschen, von Protagonist*innen der LGBTQ-Szene bis hin zu Erotikfilmen für Senior*innen. Und: Sie versucht eine selbstbestimmte Form weiblicher Sexualität zu zeigen. Wird diese Art der Sexualität und Pornografie den Anliegen des Feminismus also gerecht? Innerhalb der feministischen Bewegung bleibt dieses Thema umstritten. Die Autorin und PorNo-Aktivistin Gail Dines ist überzeugt, dass Pornografie per se nicht feministisch sein kann und dass Erika Lusts Filme automatisch frauenfeindlich sind. Weitere Einblicke in die Welt der weiblichen Lust ermöglicht Laura Méritt. Sie ist Gründerin des ersten deutschen Sexshops für Frauen und Veranstalterin des ersten feministischen Porno-Awards „PorYes“. Zu Besuch in ihrer Wohnung über den Dächern Berlins erklärt sie, woran man gute feministische Pornos erkennt und welche Visionen sie als Unternehmerin im Sex-Geschäft verfolgt. Wir leben heute in einer angeblich gleichberechtigten Welt. Macht, Medien und Sexbusiness sind keine reinen Männerdomänen mehr. Dennoch begegnen Frauen dort noch immer Widerständen. Der Dreiteiler stellt „Starke Frauen“ in diesen Bereichen unserer Gesellschaft vor und zeigt, welche Kämpfe sie ausfechten.

 

Mi, 2.6., 22:35 – 23:30 Uhr, Arte
Störfaktor Kunst (2/3): Glaube und Religion (Dokumentation, D 2020)

Die gesellschaftspolitischen Debatten, die den Menschen bewegen, sind auch heute die gleichen wie in den vergangenen Jahrhunderten: Macht und Politik, die Geschlechterrollen und die Religion. Die Kunst ist ihrer Rolle als Provokateur immer wieder gerecht geworden. Doch seit der Digitalisierung kann sich jeder zu allem äußern. Was bedeutet das für die Kunst? Die Reihe hat weltweit renommierte Künstler und Künstlerinnen dazu befragt. Eines eint sie alle: Kunst muss ein Störfaktor sein, der ihr Publikum bewegt. Auch der weltbekannte Fotograf David LaChapelle äußert sich in der Dokumentation. Er bildet Heilige ab, inszeniert alles. Mit Schwarzen, Schwulen, weiblich oder sexuell aufgeladen. Der Film macht deutlich: Glaube und Religion sind als Thema immer noch ein hohes Wagnis für die Kunst.

 

Mi, 2.6., 23:15 – 1:15 Uhr, WDR
Jung in den 70ern – Schlaghose, Freiheitsdrang & Discofieber (Dokumentation, D 2020)

Kaum eine Zeit war so prägend, so verrückt, so besonders, so voller schräger Ideen und Visionen wie die 70er Jahre. Freizügig, wild, bunt – das sind die 70er. Mädels und Jungs tragen gerne mal Plateauschuhe und hören Disco-Musik. Alle stürzen sich ins Saturday-Night-Fever und wollen tanzen wie John Travolta. Überhaupt – rausgehen, was erleben, Spaß haben – ist in den 70ern ganz wichtig – aber nicht nur das. Denn es ist auch das Jahrzehnt der Rebellion, der Kämpfe für die Rechte der Frauen und der Homosexuellen. Kommentiert wird die Sendung u. a. von 70er-Jahre-Star Penny McLean, Moderator Reinhold Beckmann und Entertainer Rolf Schneider.

 

Mi, 2.6., 23:50 – 0:20 Uhr, NDR
Kroymann – Sketch-Comedy mit Maren Kroymann (Comedy, D 2018)

Kroymann täuscht vorne an, um hinten vorbeizuziehen, zeigt lustvoll Widersprüche auf und sieht das Politische im scheinbar Unpolitischen – immer aus der Perspektive einer unerschrockenen 69-Jährigen. Maren Kroymann schlüpft in den aufwendig produzierten und hochkarätig besetzten Sketchen wieder in unterschiedlichste Frauenrollen. Polizistin, in die Jahre gekommene Tochter, erlebnishungrige Rentnerin, Celebrity: Maren Kroymann gibt ihnen ein Gesicht und liebt es, vordergründige Erwartungen zu enttäuschen. Beim Wiedersehen mit den Macrons wird der europäische Politzirkus elegant gestreift, wenn Maren Kroymann die verlogenen Blicke der Gesellschaft auf dieses ungewöhnliche Paar seziert. Eine kuriose Mutter-Tochter-Beziehung, Maren Kroymann spielt beide Rollen, führt die Auswüchse des Generationenkonflikts vor.

 

Do, 3.6., 14:05 – 14:20 Uhr, ZDF
Ein guter Grund zu feiern (Dokumentation, D 2021)

Fronleichnam mit Nikodemus Schnabel: Pater Nikodemus trifft Menschen, die in der Öffentlichkeit für ihre Lebensgeschichte und ihren christlichen Glauben einstehen, als trans* Personen aber um ihren Platz in der Kirche ringen. Janosch und Mara sind katholisch und wollen von ihrer Kirche so anerkannt werden, wie sie sind als queere Personen. Das fordert Pater Nikodemus als Seelsorger heraus, der zwischen traditioneller Lehre und der Anerkennung eines jeden Menschen als Person steht. Sich selbst und seinen Köper annehmen zu können, ist oft nicht leicht, als queere Person die eigene Identität und Geschlechtlichkeit zu finden eine lebensverändernde Aufgabe. Transsexuelle und Diverse erfahren in der Gesellschaft eine immer größer werdende Akzeptanz. In der katholischen Kirche müssen sie um Anerkennung kämpfen. Jedoch die Kirche will sie nicht: Sie entsprechen nicht dem klassischen Bild von Mann oder Frau und fallen deshalb aus dem System. Diese Erfahrung machen Janosch und Mara. Sie sehen sich selbst als von Gott gewollt, auch wenn der Weg zur eigenen Identität für sie steinig war. Pater Nikodemus besucht Janosch und geht mit ihm an Orte, die ihm beim Annehmen seiner Transsexualität wichtig wurden. Er trifft auf Wegbegleiter*innen, die Zeug*innen seines Prozesses wurden und auf Menschen, die mit Janosch für die Rechte von Nicht-Heterosexuellen einstehen. Eine von ihnen ist Mara. Mara definiert sich als nicht-binäre Person und sagt von sich, dass die Gesellschaft eine Frau in ihr* sieht, sie* sich aber nicht als eine Frau fühlt. Aber auch nicht als Mann, sondern irgendwo dazwischen.

 

Do, 3.6., 15:15 – 16 Uhr, Phoenix
Geheimnisvolle Orte: Schloss Neuschwanstein (Dokumentation, D 2019)

Aus dem Kindertraum eines jungen Prinzen wird das aufregendste Bauvorhaben der Welt. Kurz nach seiner Thronbesteigung befindet Ludwig II., der stets von seinem sparsamen Vater sehr kurz gehalten wurde: „Ich möchte, dass alle unnötige Knauserei aufhört!“ Bisher unbekannte Fotos von der Großbaustelle, intime Tagebucheinträge des jungen Ludwig und unveröffentlichte Beschreibungen des Dorfchronisten belegen die Einzigartigkeit von Schloss Neuschwanstein, geben Einblicke in die Detailversessenheit des Bauherrn und erlauben einen Blick hinter die Kulissen des wahr gewordenen mittelalterlichen Traums. Heute ist das bekannteste Bauwerk Bayerns untrennbar mit dem Schicksal seines Erbauers König Ludwig II. verbunden.

 

Do, 3.6., 21:45 – 23:55 Uhr, ZDF neo
Besser geht's nicht (Komödie, USA 1997)

Der Schriftsteller Melvin Udall ist kein freundlicher Zeitgenosse, er fällt öfter durch menschenverachtende Kommentare auf. Als er die Pflege für einen Hund übernimmt, ändert sich das. Jack Nicholson und Helen Hunt wurden für den Film mit den Oscars als „Bester Hauptdarsteller“ und „Beste Hauptdarstellerin“ ausgezeichnet, und Regisseur James L. Brooks gelang abermals ein großer Erfolg bei Kritik und Publikum. Der alternde Schriftsteller Melvin Udall (Jack Nicholson) ist kein Mensch, dem man gern auf der Straße begegnet. Was auch nicht sehr oft vorkommt, denn der von Zwangsneurosen geplagte Misanthrop zieht es vor, einen Großteil des Lebens im Schutze seines New Yorker Apartments zu verbringen, das er nur verlässt, um in seinem Stammlokal das tägliche Mittagessen einzunehmen. Dort arbeitet die Kellnerin Carol Connelly (Helen Hunt), alleinstehende Mutter eines kleinen, an Asthma erkrankten Jungen. Trotz des anstrengenden, oft frustrierenden Alltags versucht sie, ihren Mitmenschen mit Güte und Nachsicht zu begegnen – was bei einem unausstehlichen Zeitgenossen wie Melvin schwerfällt, der mit beleidigenden, menschenverachtenden Äußerungen auffällt. Besonders deutlich zu spüren bekommt das Melvins Nachbar Simon Bishop (Greg Kinnear), ein sensibler Maler, der seine Homosexualität offen auslebt und von dem störrischen Autor regelmäßig als „Tunte“ beschimpft wird. Doch als Simon eines Tages von einer Jugendbande überfallen und schwer verletzt wird, ist es ausgerechnet Melvin, der sich – wenn auch widerwillig – um Simons Schoßhündchen Verdell kümmert. Überraschenderweise entwickelt sich zwischen dem kleinen Hund und seinem neuen Herrchen bereits nach kurzer Zeit eine herzliche Freundschaft, und es fällt Melvin spürbar schwer, das Tier an Simon zurückzugeben, als der nach einem längeren Krankenhausaufenthalt wieder nach Hause kommt. Dieser steht vor dem Ruin. Um finanziell wieder auf die Beine zu kommen, muss der Maler zu seinen Eltern nach Baltimore fahren und sie um ein Darlehen bitten. Aber er braucht einen Chauffeur und fragt ausgerechnet Melvin. Dieser willigt zwar ein, bittet jedoch Carol, der er in der Zwischenzeit einen großen finanziellen Dienst erwiesen hat, sie auf der Fahrt zu begleiten. Melvin hat sich insgeheim längst in die resolute Kellnerin verliebt. Mehr noch: Er glaubt, dass sie die Einzige ist, die ihm helfen kann, ein besserer Mensch zu werden.

 

Do, 3.6., 22:15 – 0:20 Uhr, RTL II
Reeperbahn privat! Das tägliche Leben auf dem Kiez: Große Überraschung: Heiratsantrag mit Hindernissen (Magazin, D 2020)

Einmal in Olivia Jones Show Club auftreten, davon träumt Dragqueen Samantha Gold. Doch sie plagt großes Lampenfieber und ist nervös vor der Generalprobe, die sind dann prompt verpatzt. Droht ihr Traum von einer Showkarriere wieder zu platzen?

 

Do, 3.6., 23:40 – 1:10 Uhr, NDR
Der Wolf – Tote Hunde beißen nicht (Spielfilm, DK/N/D 2008)

Varg Veum hat keine Lust, für die konservative Spitzenpolitikerin Marit Haug zu arbeiten. Ihr rechtspopulistischer Parteigenosse Einar Bergene hat im Fernsehen unlängst einen brutalen Polizeieinsatz gelobt, bei dem ein 18-jähriger Migrant getötet wurde, den der Detektiv persönlich kannte. Als Bergene bei einem versuchten Attentat nur knapp der Kugel eines Heckenschützen entgeht, vermutet Veum, dass die lesbische Marit Haug das eigentliche Ziel des Anschlags war. Der Detektiv übernimmt nun ihren Fall und findet heraus, dass ihre eigene Partei gegen sie intrigiert. Doch das Opfer ist nicht hilflos.

 

Fr, 4.6., 23:30 – 0:30 Uhr, WDR
Domian live (Talk, D 2021)

Ein Mann, keine Tabus. Jürgen Domian öffnet sich neuen Geschichten. Das Besondere an seiner Sendung „Domian live“: Jürgen Domian kennt weder die Gäste noch die Themen, die sie in seine Sendung mitbringen.

 

Fr, 4.6., 4:45 – 5 Uhr, Arte
Wer nicht fragt, stirbt dumm! – Schwule Tiere (Serie, F 2015)

Ist Homosexualität widernatürlich? Widernatürlich würde heißen, nicht den natürlichen Anlagen sämtlicher Lebewesen entsprechend. Professor Schnauzbart sieht sich im Tierreich um und zeigt, dass Ethnologen in der Natur schon sehr früh eindeutig homosexuelles Verhalten beobachtet haben – wie etwa bei Affen, Pinguinen und Marienkäfern. Der Blick in die Tierwelt beweist: Homosexualität ist in der Natur etwas ganz Alltägliches – der Mensch ist die einzige Spezies, die sich daran offenbar stößt.

 

Sa, 5.6., 0:45 – 1:30 Uhr, ZDF info
Vermisst im Gay Village – Serienmorde in Toronto (Dokumentation, CDN 2019)

Januar 2019: Ganz Kanada hält den Atem an, als Serienmörder McArthur acht Morde gesteht. Wie konnten seine Gewalttaten an homosexuellen Männern fast zehn Jahre lang unentdeckt bleiben? Viele der Opfer waren Migranten aus Ländern, in denen Homosexualität strafbar ist. Auf ihrer Suche nach Schutz und Identitätsfreiheit trafen sie auf McArthur. Die LGBTQ-Community beklagt polizeiliche Systemunzulänglichkeiten in der Aufklärung von Vermisstenfällen. Interviews mit Mitgliedern der LGBTQ-Community, Aktivisten, Polizisten und dem Bürgermeister Torontos werfen Schlaglichter auf die vielschichtige Spurensuche der unerzählten Kriminalgeschichte von Torontos „Gay Village“.

 

Sa, 5.6., 1:30 – 2:15 Uhr, ZDF info
Cities of Crime: Bandenkriege in Chicago (Dokumentation, F 2015 - 2017)

Straßengangs terrorisieren einige Wohnviertel Chicagos. Die Polizei ist oft machtlos und muss mit ansehen, wie Halbwüchsige das Leben von Altersgenossen auslöschen. Die Polizei ist oft machtlos, denn rund 13 000 Polizeibeamte stehen geschätzten 100 000 Bandenmitgliedern gegenüber. Doch in Chicago gibt es auch Viertel, die einen Wandel geschafft haben: beispielsweise „Boystown“ im Norden der Stadt. Hier leben mittlerweile vor allem schwule Männer friedlich zusammen. Ein großer Kontrast zu den kriegsähnlichen Zuständen, die ein paar Kilometer südlich herrschen. Die Doku taucht ein in die Welt der Bandenkriege und zeigt die zwei Gesichter der gewalttätigsten US-Stadt. 

 

So, 6.6., 13:45 – 14:05 Uhr, BR
Polizeiinspektion 1: Sorgenkinder (Serie, D 1979)

Sohn Karli stellt Schöninger seine erste Freundin vor, das Fräulein Cynthia. Sie ist ein so freies, unkompliziertes und hübsches Mädchen, dass Hauptkommissar Schöninger es mit der Angst zu tun bekommt. Mit Walter Sedlmayr in der Rolle des Franz Schöninger.

 

So, 6.6., 14:05 – 14:30 Uhr, BR
Polizeiinspektion 1: Die große Sommerfreiheit (Serie, D 1979)

Ein Junge und sein Großvater ziehen frei wie die Vögel durch den Sommer, bis der alte Mann ernstlich erkrankt. Nun zahlt sich für die beiden die Bekanntschaft mit Heinl und der P 1 aus. Mit Walter Sedlmayr in der Rolle des Franz Schöninger.

 

So, 6.6., 14:15 – 15 Uhr, ZDF info
Mysteriöse Kriminalfälle der DDR: Tödliche Liebe (Dokumentation, D 2020)

Wenn Gefühle außer Kontrolle geraten, kann das tödlich enden – Verbrechen aus Leidenschaft gab es immer und überall. Doch die Staatsideologen der DDR taten sich schwer damit, das zu akzeptieren. Die Folge „Tödliche Liebe“ der Doku-Reihe „Mysteriöse Kriminalfälle der DDR“ bringt Licht ins Dunkel der Kriminalgeschichte des Arbeiter- und Bauernstaates und fokussiert dabei auf Morde aus sexuellen Motiven. Doch jeder Fall erzählt auch ein Stück Geschichte. Authentische Dokumente aus dem umfangreichen Stasi-Unterlagen-Archiv, Zeitzeugen, Ermittler und Experten zeigen auf, unter welchen Umständen diese Fälle aufgeklärt wurden. Politisch heikel ist u. a. der Mordfall an einem hochrangigen DDR-Diplomaten, dem sein sexuelles Doppelleben zum Verhängnis wurde. Anlass für die Doku, die Akzeptanz von Homosexualität auf beiden Seiten der Mauer historisch zu thematisieren.

 

So, 6.6., 20:15 – 21:45 Uhr, ONE
Der große Rudolph (Spielfilm, D/CZ 2018)

Rudolph Moshammer (Thomas Schmauser) ist der prominenteste Modemacher im München der 1980er-Jahre. An der Seite seiner Mutter Else (Hannelore Elsner) empfängt er in seinem Laden in der Maximilianstraße die Schickeria der Stadt. Das reicht seinen stillen Teilhabern und Finanziers Toni (Hanns Zischler) und Gerdi (Sunnyi Melles) aber nicht mehr aus. Sie wollen den Umsatz des Geschäfts steigern – mit dem Hoch- und Geldadel als Kundschaft. Rudolph Moshammer soll den schwerreichen Grafen von Antzenberg (Robert Stadlober) für sich gewinnen. Toni rät ihm, eine junge, verführerische Frau für den Verkauf einzustellen. Durch Zufall findet Rudolph Moshammer die auf den ersten Blick nicht besonders auffällige und ungeschickte Evi (Lena Urzendowsky), eine junge Fußpflegerin aus Augsburg. Aus ihr, so erklärt Rudolph Moshammer, werde er eine aufregende Frau machen. Evi hebt sich mit ihrer unkonventionellen und naiven Art von Moshammers restlichen Angestellten ab. Der Modemacher setzt viel Vertrauen in sie und eröffnet ihr einen neuen Blick auf sich selbst. Das scheint sich zu rächen, als Evi den Grafen von Antzenberg in Moshammers Laden aufgrund seiner Kleiderwahl als farbenblind bezeichnet. Empört verlässt dieser das Geschäft, gefolgt von Rudolph Moshammer, der sich für seine Angestellte entschuldigt und ihn mit seiner philosophischen Sichtweise zum Nachdenken anregt. Toni und Gerdi glauben, alles sei verloren, doch der Graf ist so beeindruckt von Moshammer, dass er beschließt, ihm einen Großauftrag zu erteilen. Es stellt sich heraus, dass Evi eingeweiht und ihr Auftreten vom Modemacher geplant war. Ihre Fähigkeit, die Menschen zu berühren, sieht Moshammer als große Gabe. Moshammers Affinität zu Evi stellt das Verhältnis zwischen ihm und seiner Mutter allerdings gehörig auf die Probe. Immer noch besorgt wegen des drohenden Ausstiegs ihrer Finanziers, lädt Else den Reporter Yogi Darchinger (Daniel Christensen) vom Privatsender München TV ein. Ihre Idee, Moshammers langjähriges Engagement zugunsten der Bedürftigen in München medienwirksam zu inszenieren, stößt bei ihrem Sohn jedoch auf Ablehnung. Nur widerwillig beugt Moshammer sich den Plänen seiner Mutter. Der Modedesigner lädt auf Anweisung des Reporters Obdachlose in seinen Laden ein, doch die Aktion eskaliert, als Yogi Darchinger die Menge aufstachelt, um seinen Bericht aufzuwerten. Während die Obdachlosen in Moshammers Laden rebellieren, ruft Graf von Antzenberg an und lädt ihn, seine Mutter Else und Evi zu einem Fest bei sich ein. Am Abend spricht Rudolph mit seiner Mutter und eröffnet ihr, dass Evi sie zur Feier begleiten wird. Else, der die neue Angestellte von Anfang an ein Dorn im Auge war, entwickelt einen Plan, um endgültig einen Keil zwischen Evi und ihren Sohn zu treiben und zu verhindern, dass Evi tatsächlich auf das Fest des Grafen geht. Durch die Intrigen seiner Mutter sieht Moshammer sich plötzlich gezwungen, sich zwischen ihr und Evi zu entscheiden. Doch Evi lässt sich nicht mehr alles gefallen. Auf dem Anwesen der von Antzenbergs eskaliert die Situation vor den Augen derjenigen, die der Modemacher eigentlich als Kunden gewinnen wollte.

Angelehnt an das Leben des 2005 verstorbenen Modemachers Rudolph Moshammer, erzählt die Gesellschaftssatire 'Der große Rudolph' eine fiktive Geschichte über Schönheit, Geld, Glamour und eine ungewöhnliche Freundschaft zweier Außenseiter und Einzelgänger im München der 1980er-Jahre. Es ist außerdem eine Geschichte über die Kunst des Verkaufens, aber auch über eine einzigartige Hassliebe zwischen Mutter und Sohn.

 

So, 6.6., 20:15 – 21:45 Uhr, ZDF
Rosamunde Pilcher: Schwiegertöchter (Fernsehfilm, D 2019)

Lynette Dawson will den letzten Wunsch ihres verstorbenen Mannes erfüllen und eine Stiftung in seinem Namen gründen. Dafür muss sie aber die Leitung ihrer Firma für Naturheilmittel abgeben. Nach der Kurzgeschichte „A change of heart“ mit Ulrike Folkerts in der Rolle der Lynette Dawson.

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