Kultur
   5 Jahre
Foto: Drei, Sa 4.7., 23:45 Uhr, BR, Foto: BR/ WDR/ X-Verleih

Schwul-lesbische TV-Highlights, 29.6.-5.7.15

Sa, 4.7., 16:10 – 16:40 Uhr, ProSieben

Two and a Half Men: Die Schwulennummer (Sitcom, USA 2011)

Der geschiedene Walden verbrennt alle Andenken an Bridget und beschließt, nach New York zu ziehen. Alan vermittelt ihn daraufhin an Charlies Psychiaterin Dr. Freeman. Walden nimmt sich vor, erwachsen zu werden, doch als er auf Bridget und den hübschen Alex trifft, rastet er wieder aus. Alan nimmt ihn zur Ablenkung mit eine Bar, in der sie das Lesbenpärchen Danny und Kiki treffen. Walden behauptet kurzerhand, er und Alan seien ein Schwulenpaar – das Verhängnis nimmt seinen Lauf.

 

Sa, 4.7., 19:05 – 20 Uhr, Einsfestival

The Changing Face Of Elton John (Porträt, GB 2014)

Heute gehört Sir Elton zur Pop Aristokratie. Er hat einen faszinierenden Weg zurückgelehnt seit seiner Schulzeit als seltsamer und ungelenker Reginald Dwight. Vom wohlerzogenen Klavierspieler zum schillernden und paillettenbehangenen Entertainer – Elton hat nicht nur seinen Look geändert, sondern auch seinen Lebenswandel. Er hat erst als heterosexueller Ehemann gelebt, als bisexuell und später schließlich als schwul. Er war Exzessiv Shopper, arbeitssüchtig und kokainabhängig. Und ist seit 2010 liebevoller Vater. Von Riesenbrillen und Spandex-Ganzkörperanzügen, vom Versace Wahn hin zu irren Perücken: Elton John ist seit den 70er-Jahren eine der spannendsten Figuren des Pop.

 

Sa, 4.7., 19:30 – 20 Uhr, 3sat

Kulturpalast – Fachmagazin für E- und U-Kultur, Kunst und Liebe (Magazin, D 2015)

Patrick Wengenroth, einst regelmäßiger Kolumnist der Sendung, kehrt zurück und erlebt seine Wiederauferstehung als Rainer Werner Fassbinder. Dem Filmberserker zum Verwechseln ähnlich wandert er durch die große Ausstellung „Fassbinder JETZT“ und schaut, was wir heute noch von Fassbinder über die Liebe lernen können. Und wie politisch sie trotz aller Privatheit ist.

 

Sa, 4.7., 21:50 – 22:40 Uhr, Arte

„I want to break free“ – Pop vom anderen Ufer – Out (Dokumentation, D 2015)

1970 gehen die amerikanischen Homosexuellen auf die Straßen, um das einjährige Jubiläum der Unruhen der Kneipe „Stonewall Inn“ zu zelebrieren. Nach dem Krieg hatten sich viele Homosexuelle bedeckt gehalten, um der Zensur zu entgehen. Doch mittlerweile hat sich eine selbstbewusste, politisch aktive Homosexuellenkultur etabliert. Die Dokumentation beleuchtet die Jahre nach „Stonewall“ und damit dem „Coming-out“ einer ganzen Bevölkerungsgruppe.
Musik, Literatur und Film begleiten diesen homosexuellen Freiheitsdrang. Lou Reeds „Walk on the Wild Side“ wird zum weltweiten Hit und David Bowie zersprengt mit seiner Androgynie das männliche Rollenbild. Der Filmemacher Rosa von Praunheim hält die homosexuelle Befreiung in Deutschland fest. Zu Beginn der 80er-Jahre veröffentlicht der Autor Ralf König humoristische Comics über den Alltag von Kölner Schwulen. Der Film „Cruising“ mit Al Pacino ist eines der getreusten Abbilder der damaligen New Yorker Schwulen-Szene. Eine Band aus Brixton, Bronski Beet, verkörpert den realistischen Style der Homosexuellen. Letztendlich gibt Hollywoods „Philadelphia“ der Krankheit Aids endlich auch im Film ein Gesicht.
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts beginnen die Mauern und Hürden zu fallen: Immer mehr Stars beenden das Versteckspiel öffentlich und leben ihre homosexuelle Identität offen aus. Die zweite Folge „Out“ befasst sich mit der Integration der Homosexualität in die Massenkultur und zeigt auf, wie die breite Öffentlichkeit durch die sukzessiven Coming-outs Verständnis für die Situation und den Kampf dieser Bevölkerungsgruppe entwickelt.

 

Sa, 4.7., 22:15 – 23:15 Uhr, VOX

Navy CIS: L.A. Die perfekte Tarnung (Serie, USA 2010)

Das Team untersucht den vermeintlichen Selbstmord eines chinesischstämmigen Lieutenant Commanders der Navy. Eric findet eine Videoaufzeichnung, in der alle Zweifel am Selbstmord ausgeräumt werden. Im Zuge der Ermittlungen finden sie heraus, dass die Schwester sich von der Familie losgesagt hat und unter anderem Namen einen Antiquitätenladen betreibt. Sie informiert Callen und Sam darüber, dass ihr Bruder schwul gewesen ist und in einer Beziehung gelebt hat.

 

Sa, 4.7., 23:45 – 1:35 Uhr, BR

Drei (Spielfilm, D 2012)

Hanna und Simon, beide Mitte 40 und seit 20 Jahren liiert, sind ein Paar in Berlin. Ohne das Wissen des jeweils anderen verlieben sie sich in den ebenso fremden wie faszinierenden Adam. Das Geheimnis belebt und verwirrt die Beziehungen zwischen den drei Liebenden. Doch dann wird Hanna schwanger – und es stellt sich die Frage: Wer ist der Vater?

 

Sa, 4.7., 23:55 – 2:15 Uhr, RTL

Die Akte Jane (Spielfilm, USA 1997)

Um eine Lanze für die Frauenrechte zu brechen, hat die einflussreiche Senatorin Lillian DeHaven (Anne Bancroft) das schier Unmögliche vor: Sie will eine Frau in das Ausbildungsprogramm der Elite-Einheit der Navy SEALS einschleusen. Vorgesehen für diese Rolle ist die junge und ehrgeizige Marine-Offizierin Jordan O'Neil (Demi Moore). Sie schneidet sich die langen Haare ab, stählt ihre Muskeln und ist schon bald auch dem härtesten Mann ebenbürtig. Doch dann fällt ihr ausgerechnet jene Person in den Rücken, die sich für sie zuvor nahezu selbstaufopfernd eingesetzt hat. Eine Verleumdungskampagne, demnach die Rekrutin eine lesbische Beziehung unterhalten soll, führt sie auf die Spur der Senatorin DeHaven.

 

Sa, 4.7., 1:35 – 3:15 Uhr, BR

Eine Frau für zwei (Spielfilm, F 1994)

Der umtriebige Immobilienmakler Laurent hat sein Leben perfekt im Griff. Während seine spanische Gattin Loli das wunderschöne Haus bei Avignon hütet und sich hingebungsvoll um die beiden Kinder kümmert, betreibt der notorische Schürzenjäger Laurent hinter ihrem Rücken eine Affäre nach der anderen. Diese Rollenaufteilung ist für den Möchtegern-Don-Juan gottgegeben – nicht im Traum käme er jedoch auf die Idee, seiner Gattin die gleiche Freiheit in puncto außerehelicher Sexualität einzuräumen. Laurents Weltbild gerät unversehens ins Wanken, als die brave Loli sich in Marijo verliebt, eine lesbische Musikerin auf der Durchreise, die mit ihrem klapprigen VW-Bus vor dem Haus liegen geblieben ist. Voller Empörung macht Laurent seiner Frau eine Szene; diese bereut ihre "unmoralische Affäre" sogleich und gelobt Besserung. Doch als Laurents Busenfreund Antoine sich verplappert und Loli von den permanenten Seitensprüngen ihres Mannes erfährt, werden die Karten neu gemischt: Marijo zieht bei den beiden mit ein, worauf Laurent unversehens in die Rolle des Betrogenen gedrängt wird und eine schwere Identitätskrise durchmacht. Da Loli Männer und Frauen gleichermaßen liebt, kommt es bald zu einem erotischen Kompromiss: Drei Tage verbringt Loli mit ihrer Geliebten, drei mit ihrem Mann – und am siebten Tag darf sie "ruhen". Wider Erwarten funktioniert die frivole "ménage à trois" bestens, bis Marijo auf die Idee kommt, dass sie eigentlich ein Kind haben möchte. Sehenswerte Dreieckskomödie mit Victoria Abril („Fessle mich“), Josiane Balasko und Alain Chabat.

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